Hoffnung und Frieden 🕊 am 28. September
28.09.2025 06:24
Hoffnung und Frieden 🕊 am 28. September
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Hoffnung und Frieden 🕊 am 28. September
Herrnhuter Losung für Sonntag, den 28.09.2025
15. Sonntag nach Trinitatis
Der HERR behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen.
Psalm 146,9
Vergesst die Gastfreundschaft nicht. Denn auf diese Weise haben manche, ohne es zu wissen, Engel als Gäste aufgenommen.
Hebräer 13,2
Für alle Kinder, die kein Bett zum Schlafen haben, die nicht genug zu essen bekommen, die nicht so viel Hilfe und Fürsorge bekommen wie wir, für alle Kinder, die nicht ihre eigene ruhige Ecke haben und kein Spielzeug, für alle Kinder, die ihre Heimat verlassen müssen, ihren Vater und ihre Mutter. Für alle die bete ich: Gott beschütze sie! Schicke jemand zu ihrer Rettung, und lass sie ein Zuhause bekommen.
Kindergebet aus Schweden
www. losungen.de
15. Sonntag nach Trinitatis
Der HERR behütet die Fremdlinge und erhält Waisen und Witwen.
Psalm 146,9
Vergesst die Gastfreundschaft nicht. Denn auf diese Weise haben manche, ohne es zu wissen, Engel als Gäste aufgenommen.
Hebräer 13,2
Für alle Kinder, die kein Bett zum Schlafen haben, die nicht genug zu essen bekommen, die nicht so viel Hilfe und Fürsorge bekommen wie wir, für alle Kinder, die nicht ihre eigene ruhige Ecke haben und kein Spielzeug, für alle Kinder, die ihre Heimat verlassen müssen, ihren Vater und ihre Mutter. Für alle die bete ich: Gott beschütze sie! Schicke jemand zu ihrer Rettung, und lass sie ein Zuhause bekommen.
Kindergebet aus Schweden
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Klavierspielerin2 28.09.2025 06:33
Großer Gott,
du offenbarst deine Macht vor allem
im Erbarmen und im Verschonen.
Darum nimm uns in Gnaden auf,
wenn uns auch Schuld belastet.
Gib, dass wir unseren Lauf vollenden
und zur Herrlichkeit des Himmels gelangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
du offenbarst deine Macht vor allem
im Erbarmen und im Verschonen.
Darum nimm uns in Gnaden auf,
wenn uns auch Schuld belastet.
Gib, dass wir unseren Lauf vollenden
und zur Herrlichkeit des Himmels gelangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
paloma 28.09.2025 06:56
Heute Morgen sah ich vor meinem inneren Auge viele Länder u Plätze,die zerstört sind, wo Menschen in Trümmern leben od fliehen u dann morgens diese Losungen ...
Vater hab Erbarmen mit Menschen in dieser großen Not u stärke auch unser Mitgefühl vor den Folgen.
Danke dass dir diese Menschen in Not am Herzen liegen u dass wir reagieren,wenn wir ihnen begegnen.
Hilf uns herauszutreten,wie bei dem kl ukrainischen Jungen mit seiner Mama,der schon so erwachsen u resigniert aussah .Vergiss ihn ja nicht u segne ihn weiterhin!
Öffne unsere Augen,Herzen u Hände🙏🏻
Vater hab Erbarmen mit Menschen in dieser großen Not u stärke auch unser Mitgefühl vor den Folgen.
Danke dass dir diese Menschen in Not am Herzen liegen u dass wir reagieren,wenn wir ihnen begegnen.
Hilf uns herauszutreten,wie bei dem kl ukrainischen Jungen mit seiner Mama,der schon so erwachsen u resigniert aussah .Vergiss ihn ja nicht u segne ihn weiterhin!
Öffne unsere Augen,Herzen u Hände🙏🏻
abendrot1963 28.09.2025 07:16
Warum Gastfreundschaft so wichtig ist
NACHFOLGENACHRICHTEN
20. März 2019
Was ist Gastfreundschaft, warum ist sie wichtig? Und was hat Gastfreundschaft mit Gott zu tun? Eine Bibelarbeit zum Thema von David Schimmel, Pastor der CityChurch in Frankfurt am Main.
Von David Schimmel
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Christen haben das Privileg und die Aufgabe, ihr Verhalten immer wieder an den Ideen Gottes zu orientieren. Das Verhalten sollte primär nicht von kulturellen Erwartungen, familiären Zwängen oder festgefahrener Tradition bestimmt sein, sondern von Gott und seinem Wort. Wenn Christen sich die Frage stellen nach dem, was gut und richtig ist, können sie sich an der Quelle alles Guten orientieren – Gott selbst. Wenn wir über Gastfreundschaft nachdenken, aber nicht bei Gott selbst beginnen, würden wir in unserem Verständnis und unserer Motivation viel Gutes verpassen.
Die Gastfreundschaft Jesu
Das Leben Jesu beginnt mit einem Mangel an Gastfreundschaft, denn er wird nirgendwo aufgenommen und in einer Krippe geboren (vgl. Lukas 2,7). Gott wird Mensch und hat keinen Platz in seiner Welt. Als Erwachsener lädt Jesus immer wieder Menschen dazu ein, das Leben mit ihm zu teilen und ihn zu begleiten. Als Jesus durchs Land zog, war er immer wieder auf die Gastfreundschaft anderer angewiesen (Lukas 8,1-3; 9,1-6; u. a.). Gleichzeitig tritt Jesus auch als Gastgeber auf. Er versorgt die hungernden Menschenmassen (Markus 6,30-43; 8,1-9) und lädt zum Passah- bzw. Abendmahl ein (Markus 14,12-26). Der gesamte Lebensstil Jesu war einladend und den Menschen zugewandt. Jesus hat mit Zöllnern und Sündern so oft gegessen (Markus 2,15-17; Lukas 19,1-10), dass er als „Freund von Schlemmern und Säufern“ (Matthäus 11,19) verunglimpft wurde. Er hatte keine Angst davor, die falschen Gäste zu haben.
“Jesu Gastfreundschaft geht so weit, dass aus Fremden und Gästen permanente Mitglieder der Familie werden.“
Es ist eine wirklich spannende Beobachtung, dass die Schriftgelehrten und Pharisäer konsequent die Gastfreundschaft Jesu kritisierten. Sie kannten die Gebote des Alten Testaments auswendig und wussten, dass Gott sich der Fremden und Sünder erbarmt, aber dennoch war ihr Leben von Exklusivismus geprägt. Hat ein Mensch nicht den Standards und Erwartungen entsprochen – ob Verhalten, Kleidung oder Ruf – , wurde er verurteilt und ausgeschlossen. Die Frommen der damaligen Zeit waren die lautesten Gegner der Gastfreundschaft – und wurden dafür von Jesus regelmäßig kritisiert (Matthäus 23; Markus 2,17; Lukas 7,36-50). Jesus selbst hat Gastfreundschaft verkörpert wie kaum eine andere Person in der Bibel. Jesus – Gott höchstp ersönlich – ist die einladendste Person der Bibel. Jesus, der als Gast auf der Erde lebte und von seinem Volk abgelehnt wurde (Johannes 1,11), lädt alle Menschen ein.
Die Gastfreundschaft Jesu bleibt aber nicht dabei stehen, dass sich ein Fremder wohlfühlt. Die Einladung Jesu ist eine permanente, die herkömmliche Gastfreundschaft weit übersteigt. In einem Gleichnis in Lukas 14,15-24 beschreibt er den Himmel als ein großes Gastmahl, zu dem er einlädt, und in Johannes 14,1-3 verspricht er, Wohnungen im Himmel vorzubereiten. Jesu Gastfreundschaft geht also so weit, dass aus Fremden und Gästen permanente Mitglieder der Familie werden.
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Jesus, der selbst abgelehnt wurde, vergalt nicht Gleiches mit Gleichem, sondern ist einladend und voller Liebe für Fremde. Er ist sogar bereit, sein Leben für seine Feinde zu geben (Römer 5,8-10), um seinen Feinden eine ewige Heimat bei Gott , dem Vater , als seine Kinder zu geben (Römer 8,14-17). Es gibt keine größere Gastfreundschaft. Jesus sprengt alle Vorstellungen davon, wie Gastfreundschaft aussehen sollte.
Gastfreundschaft als Liebe zum Fremden
Die bedingungslose und liebevolle Annahme Gottes – nicht nur als Gäste, sondern als Kinder, die bei Gott auf ewig zu Hause sind – ist die urchristliche Erfahrung. Wer immer diese Zuwendung Gottes erfahren hat, ist nun selbst aufgefordert, gastfreundlich zu handeln. Nachdem Paulus in Römer 1-11 die Gnade Gottes und das Evangelium ausführlich erklärt hat, zieht er in Kapitel 12 die praktischen Konsequenzen für den christlichen Alltag. Eine davon ist: „An den Bedürfnissen der Heiligen nehmt teil; nach Gastfreundschaft trachtet!“ (Römer 12,13). Eine ähnliche Logik findet sich im Hebräerbrief, der in Kapitel 13 praktische Schlüsse für das christliche Leben zieht: „Die Bruderliebe bleibe! Die Gastfreundschaft vergesst nicht!“ (Hebräer 13,1-2). Der griechische Begriff, der hier verwendet wird, ist philoxenie. Er leitet sich ab von phileo (ein Freund sein, liebhaben) und xenos (der Fremde) ab.
“Die Motivation und Kraft, gastfreundlich zu sein, kommen nicht aus Pflichtbewusstsein und guten Vorsätzen. Sie kommen aus einem Herzen, das von der Gastfreundschaft und Liebe Gottes tief bewegt ist.“
Was wir mit Gastfreundschaft übersetzten, meint also die freundschaftliche Liebe zu einem Fremden. Das Gegenteil ist xenophobie (die Angst vor dem Fremden bzw. Fremdenfeindlichkeit). Im Kern ist Gastfreundschaft also: die Liebe zum Fremden.
Die biblische Logik ist auch hier wieder: Jeder, der die Liebe und Gastfreundschaft Gottes erlebt hat, ist verpflichtet, auch selbst gastfreundlich zu sein. Gastfreundschaft soll dabei nicht zwanghaft forciert werden, sondern stellt eine Folge der erlebten Liebe Gottes dar: „Was Jesus für mich getan hat, das sollen auch andere erfahren.“
Dies ist keine neue Idee, sondern diese Logik findet sich bereits im Alten Testament. In 3. Mose 33-34 wird Israel aufgefordert, den Fremden zu lieben, weil sie selbst Fremde, ja, Sklaven in Ägypten waren und Gottes Liebe und Rettung erfahren haben. Gastfreundschaft, die Gottes Wesen widerspiegelt und ihre Kraft aus der Erfahrung der Gastfreundschaft Gottes bezieht, war schon immer ein Gebot für Gottes Volk.
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Gefahr des Exklusivismus
Trotzdem findet sich in der gesamten Bibel, Kirchengeschichte und auch in unseren Leben und Gemeinden heute immer wieder eine Tendenz hin zur Abkapselung. Die exklusive Haltung, die wir konkret im Leben der Pharisäer und Schriftgelehrten beobachtet haben, ist eine beständige Gefahr. Ob ein Christ oder eine Kirche von Gastfreundschaft geprägt ist oder von einem Gefühl der Überlegenheit und Ausgrenzung all derer, die nicht so denken und leben wie man selbst, entscheiden nicht Methoden oder Ziele, sondern die eigene Herzenshaltung. Jesus führt alles menschliche Verhalten auf die Herzenshaltung zurück (Matthäus 15,14-19) und betont, dass ein guter Baum gute Früchte trägt (Matthäus 7,15-23).
Ein gastfreundliches Herz wird zu einem gastfreundlichen Leben führen. Stellen wir aber fest, dass unsere Leben oder Gemeinden nicht gastfreundlich sind bzw. keine Gäste da sind, ist das zuallererst keine Frage von Methoden, sondern des eigenen Herzens. Es ist erstaunlich, dass in Römer 12 und Hebräer 13 Fremdenliebe wie selbstverständlich neben der Bruderliebe steht. Beides ist geboten. Wir sollen unsere Mitchristen lieben und dabei die Liebe zu den Fremden nicht vergessen.
Abschließende Gedanken
Gastfreundschaft als die Liebe zum Fremden ist keine besondere Begabung für eine kleine Gruppe, sondern ein Gebot für alle. Jeder Christ soll sich ein Vorbild an Jesus nehmen, der gastfreundlich war. Gastfreundschaft ist für Christen und Gemeinden also nicht bloß eine Option. Selbstverständlich gibt es Menschen, die eine besondere Begabung dafür haben, eine freundliche und einladende Atmosphäre zu schaffen. Aber alle Christen sind aufgefordert, gastfreundlich zu sein.
Gastfreundschaft hängt nicht von den Gästen und ihrem Verhalten ab, sondern von Gott selbst, der gastfreundlich ist und sogar seine Feinde liebt. Wir sollen also zu allen gastfreundlich sein, auch wenn unsere Bemühungen nicht wertgeschätzt werden.
Gastfreundschaft ist ein Schlüssel für tiefe Gemeinschaft innerhalb einer Gemeinde. Tiefe Beziehungen entstehen nicht im öffentlichen Raum, sondern im privaten Zuhause. Eine Einladung zum Essen kann sehr einfach Brücken zwischen Alt und Jung, Familien und Kinderlosen, Paaren und Singles bauen.
Gastfreundschaft ist in unserer Zeit der Türöffner für das Evangelium. Besonders in Städten wird das Leben immer schneller und Beziehungen immer oberflächlicher. Menschen suchen nach echten Freundschaften. Wenn Menschen erleben, dass sie geliebt und geschätzt sind, werden sie das Evangelium der Liebe Gottes mit ganz anderen Ohren hören.
Die Motivation und Kraft, gastfreundlich zu sein, kommen nicht aus Pflichtbewusstsein und guten Vorsätzen. Sie kommen aus einem Herzen, das von der Gastfreundschaft und Liebe Gottes tief bewegt ist. Wenn ein Herz dann von Gottes Liebe ergriffen ist, wird Gastfreundschaft von einer Pflicht zu einer echten Freude.
Dieser Artikel ist zuerst in der Zeitschrift Christsein Heute erschienen, die wie Jesus.de zum SCM Bundes-Verlag gehört.
NACHFOLGENACHRICHTEN
20. März 2019
Was ist Gastfreundschaft, warum ist sie wichtig? Und was hat Gastfreundschaft mit Gott zu tun? Eine Bibelarbeit zum Thema von David Schimmel, Pastor der CityChurch in Frankfurt am Main.
Von David Schimmel
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Christen haben das Privileg und die Aufgabe, ihr Verhalten immer wieder an den Ideen Gottes zu orientieren. Das Verhalten sollte primär nicht von kulturellen Erwartungen, familiären Zwängen oder festgefahrener Tradition bestimmt sein, sondern von Gott und seinem Wort. Wenn Christen sich die Frage stellen nach dem, was gut und richtig ist, können sie sich an der Quelle alles Guten orientieren – Gott selbst. Wenn wir über Gastfreundschaft nachdenken, aber nicht bei Gott selbst beginnen, würden wir in unserem Verständnis und unserer Motivation viel Gutes verpassen.
Die Gastfreundschaft Jesu
Das Leben Jesu beginnt mit einem Mangel an Gastfreundschaft, denn er wird nirgendwo aufgenommen und in einer Krippe geboren (vgl. Lukas 2,7). Gott wird Mensch und hat keinen Platz in seiner Welt. Als Erwachsener lädt Jesus immer wieder Menschen dazu ein, das Leben mit ihm zu teilen und ihn zu begleiten. Als Jesus durchs Land zog, war er immer wieder auf die Gastfreundschaft anderer angewiesen (Lukas 8,1-3; 9,1-6; u. a.). Gleichzeitig tritt Jesus auch als Gastgeber auf. Er versorgt die hungernden Menschenmassen (Markus 6,30-43; 8,1-9) und lädt zum Passah- bzw. Abendmahl ein (Markus 14,12-26). Der gesamte Lebensstil Jesu war einladend und den Menschen zugewandt. Jesus hat mit Zöllnern und Sündern so oft gegessen (Markus 2,15-17; Lukas 19,1-10), dass er als „Freund von Schlemmern und Säufern“ (Matthäus 11,19) verunglimpft wurde. Er hatte keine Angst davor, die falschen Gäste zu haben.
“Jesu Gastfreundschaft geht so weit, dass aus Fremden und Gästen permanente Mitglieder der Familie werden.“
Es ist eine wirklich spannende Beobachtung, dass die Schriftgelehrten und Pharisäer konsequent die Gastfreundschaft Jesu kritisierten. Sie kannten die Gebote des Alten Testaments auswendig und wussten, dass Gott sich der Fremden und Sünder erbarmt, aber dennoch war ihr Leben von Exklusivismus geprägt. Hat ein Mensch nicht den Standards und Erwartungen entsprochen – ob Verhalten, Kleidung oder Ruf – , wurde er verurteilt und ausgeschlossen. Die Frommen der damaligen Zeit waren die lautesten Gegner der Gastfreundschaft – und wurden dafür von Jesus regelmäßig kritisiert (Matthäus 23; Markus 2,17; Lukas 7,36-50). Jesus selbst hat Gastfreundschaft verkörpert wie kaum eine andere Person in der Bibel. Jesus – Gott höchstp ersönlich – ist die einladendste Person der Bibel. Jesus, der als Gast auf der Erde lebte und von seinem Volk abgelehnt wurde (Johannes 1,11), lädt alle Menschen ein.
Die Gastfreundschaft Jesu bleibt aber nicht dabei stehen, dass sich ein Fremder wohlfühlt. Die Einladung Jesu ist eine permanente, die herkömmliche Gastfreundschaft weit übersteigt. In einem Gleichnis in Lukas 14,15-24 beschreibt er den Himmel als ein großes Gastmahl, zu dem er einlädt, und in Johannes 14,1-3 verspricht er, Wohnungen im Himmel vorzubereiten. Jesu Gastfreundschaft geht also so weit, dass aus Fremden und Gästen permanente Mitglieder der Familie werden.
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Jesus, der selbst abgelehnt wurde, vergalt nicht Gleiches mit Gleichem, sondern ist einladend und voller Liebe für Fremde. Er ist sogar bereit, sein Leben für seine Feinde zu geben (Römer 5,8-10), um seinen Feinden eine ewige Heimat bei Gott , dem Vater , als seine Kinder zu geben (Römer 8,14-17). Es gibt keine größere Gastfreundschaft. Jesus sprengt alle Vorstellungen davon, wie Gastfreundschaft aussehen sollte.
Gastfreundschaft als Liebe zum Fremden
Die bedingungslose und liebevolle Annahme Gottes – nicht nur als Gäste, sondern als Kinder, die bei Gott auf ewig zu Hause sind – ist die urchristliche Erfahrung. Wer immer diese Zuwendung Gottes erfahren hat, ist nun selbst aufgefordert, gastfreundlich zu handeln. Nachdem Paulus in Römer 1-11 die Gnade Gottes und das Evangelium ausführlich erklärt hat, zieht er in Kapitel 12 die praktischen Konsequenzen für den christlichen Alltag. Eine davon ist: „An den Bedürfnissen der Heiligen nehmt teil; nach Gastfreundschaft trachtet!“ (Römer 12,13). Eine ähnliche Logik findet sich im Hebräerbrief, der in Kapitel 13 praktische Schlüsse für das christliche Leben zieht: „Die Bruderliebe bleibe! Die Gastfreundschaft vergesst nicht!“ (Hebräer 13,1-2). Der griechische Begriff, der hier verwendet wird, ist philoxenie. Er leitet sich ab von phileo (ein Freund sein, liebhaben) und xenos (der Fremde) ab.
“Die Motivation und Kraft, gastfreundlich zu sein, kommen nicht aus Pflichtbewusstsein und guten Vorsätzen. Sie kommen aus einem Herzen, das von der Gastfreundschaft und Liebe Gottes tief bewegt ist.“
Was wir mit Gastfreundschaft übersetzten, meint also die freundschaftliche Liebe zu einem Fremden. Das Gegenteil ist xenophobie (die Angst vor dem Fremden bzw. Fremdenfeindlichkeit). Im Kern ist Gastfreundschaft also: die Liebe zum Fremden.
Die biblische Logik ist auch hier wieder: Jeder, der die Liebe und Gastfreundschaft Gottes erlebt hat, ist verpflichtet, auch selbst gastfreundlich zu sein. Gastfreundschaft soll dabei nicht zwanghaft forciert werden, sondern stellt eine Folge der erlebten Liebe Gottes dar: „Was Jesus für mich getan hat, das sollen auch andere erfahren.“
Dies ist keine neue Idee, sondern diese Logik findet sich bereits im Alten Testament. In 3. Mose 33-34 wird Israel aufgefordert, den Fremden zu lieben, weil sie selbst Fremde, ja, Sklaven in Ägypten waren und Gottes Liebe und Rettung erfahren haben. Gastfreundschaft, die Gottes Wesen widerspiegelt und ihre Kraft aus der Erfahrung der Gastfreundschaft Gottes bezieht, war schon immer ein Gebot für Gottes Volk.
- Werbung -
Gefahr des Exklusivismus
Trotzdem findet sich in der gesamten Bibel, Kirchengeschichte und auch in unseren Leben und Gemeinden heute immer wieder eine Tendenz hin zur Abkapselung. Die exklusive Haltung, die wir konkret im Leben der Pharisäer und Schriftgelehrten beobachtet haben, ist eine beständige Gefahr. Ob ein Christ oder eine Kirche von Gastfreundschaft geprägt ist oder von einem Gefühl der Überlegenheit und Ausgrenzung all derer, die nicht so denken und leben wie man selbst, entscheiden nicht Methoden oder Ziele, sondern die eigene Herzenshaltung. Jesus führt alles menschliche Verhalten auf die Herzenshaltung zurück (Matthäus 15,14-19) und betont, dass ein guter Baum gute Früchte trägt (Matthäus 7,15-23).
Ein gastfreundliches Herz wird zu einem gastfreundlichen Leben führen. Stellen wir aber fest, dass unsere Leben oder Gemeinden nicht gastfreundlich sind bzw. keine Gäste da sind, ist das zuallererst keine Frage von Methoden, sondern des eigenen Herzens. Es ist erstaunlich, dass in Römer 12 und Hebräer 13 Fremdenliebe wie selbstverständlich neben der Bruderliebe steht. Beides ist geboten. Wir sollen unsere Mitchristen lieben und dabei die Liebe zu den Fremden nicht vergessen.
Abschließende Gedanken
Gastfreundschaft als die Liebe zum Fremden ist keine besondere Begabung für eine kleine Gruppe, sondern ein Gebot für alle. Jeder Christ soll sich ein Vorbild an Jesus nehmen, der gastfreundlich war. Gastfreundschaft ist für Christen und Gemeinden also nicht bloß eine Option. Selbstverständlich gibt es Menschen, die eine besondere Begabung dafür haben, eine freundliche und einladende Atmosphäre zu schaffen. Aber alle Christen sind aufgefordert, gastfreundlich zu sein.
Gastfreundschaft hängt nicht von den Gästen und ihrem Verhalten ab, sondern von Gott selbst, der gastfreundlich ist und sogar seine Feinde liebt. Wir sollen also zu allen gastfreundlich sein, auch wenn unsere Bemühungen nicht wertgeschätzt werden.
Gastfreundschaft ist ein Schlüssel für tiefe Gemeinschaft innerhalb einer Gemeinde. Tiefe Beziehungen entstehen nicht im öffentlichen Raum, sondern im privaten Zuhause. Eine Einladung zum Essen kann sehr einfach Brücken zwischen Alt und Jung, Familien und Kinderlosen, Paaren und Singles bauen.
Gastfreundschaft ist in unserer Zeit der Türöffner für das Evangelium. Besonders in Städten wird das Leben immer schneller und Beziehungen immer oberflächlicher. Menschen suchen nach echten Freundschaften. Wenn Menschen erleben, dass sie geliebt und geschätzt sind, werden sie das Evangelium der Liebe Gottes mit ganz anderen Ohren hören.
Die Motivation und Kraft, gastfreundlich zu sein, kommen nicht aus Pflichtbewusstsein und guten Vorsätzen. Sie kommen aus einem Herzen, das von der Gastfreundschaft und Liebe Gottes tief bewegt ist. Wenn ein Herz dann von Gottes Liebe ergriffen ist, wird Gastfreundschaft von einer Pflicht zu einer echten Freude.
Dieser Artikel ist zuerst in der Zeitschrift Christsein Heute erschienen, die wie Jesus.de zum SCM Bundes-Verlag gehört.
(Nutzer gelöscht) 28.09.2025 08:20
veilchen30 28.09.2025 08:34
Ps 91,11
Denn er befiehlt seinen Engeln,
/ dich zu behüten auf all deinen Wegen.
Denn er befiehlt seinen Engeln,
/ dich zu behüten auf all deinen Wegen.
Rosenwunder 28.09.2025 09:21
Vielleicht hast Du heute nicht nur einen Engel zu Gast, wenn Du Deine Tür aufsperrst sondern
auch deinem Nächstem Hoffnung gesendet*
auch deinem Nächstem Hoffnung gesendet*
Sadie 28.09.2025 14:00
Gott sieht die Übersehenen — Wir auch ?
Wir sollten mit offenen Augen und offenem Herzen leben , denn in jedem Menschen könnte uns Gott begegnen
Gesegneten Sonntag
Wir sollten mit offenen Augen und offenem Herzen leben , denn in jedem Menschen könnte uns Gott begegnen
Gesegneten Sonntag
Engelslhaar 28.09.2025 19:10
Danke für eure wunderschönen Beiträge!
Ich wünsche noch einen schönen Abend und eine angenehme Nachtruhe!
Ich wünsche noch einen schönen Abend und eine angenehme Nachtruhe!

Jetzt
Ich wünsche euch einen schönen Sonntag!