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Bibel- Kanon von Papst Damasus I in Auftrag gegeben

Bibel- Kanon von Papst Damasus I in Auftrag gegeben
Im 4. Jahrhundert wurde der Bibel- Kanon,  ( die Bücher der Bibel) ,vom Heiligen  Papst Damasus I (366- 384) in Auftrag- der Heilige Athanasius legte eine Liste div.
 Schriften vor - gegeben.

Der Hl. Hieronymus, Kirchenvater, Exeget und Bibelübersetzer (347- 419) :
" Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen".


Die Bibel ist nicht einfach vom Himmel gefallen, spiralgebunden und mit einem Aufdruck drauf. Die katholische Kirche wählte auf der Synode von Rom (382 n.Chr.) aus, welche Bücher in die Bibel aufgenommen werden sollten, und bestätigte dies auch in Hippo und Karthago. Hier sind die Worte von Professor Peter Flint, dem nichtkatholischen Gelehrten, der die einzige englische Version der Schriftrollen vom Toten Meer übersetzt hat, die den ersten Preis der Washingtoner Vereinigung für biblische Archäologie gewonnen hat:

„Ohne die katholische Kirche hätte man keine Bibel, nur einen Haufen Bücher und Briefe. Mit der Kirche hast du die Bibel!“

Und das Nummerierungssystem der Bibel wurde nicht von den Schreibern vorgegeben. Kardinal Stephen Langton schuf 1205 die heute verwendete Kapitelunterteilung.

Selbst das Wort „Bibel“ ist ein katholisches Wort. Überraschenderweise steht das Wort „Bibel“ nicht in der Bibel. Es bedeutet „Bücher“ vom griechischen Wort βυβλος (byblos).




Apokryphen: Was nicht in der Bibel steht
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/69707/

Kommentare

 
Klavierspielerin2 15.06.2020 09:03
Die Bücher der Bibel-> Kanon =

Altes Testament ( 46 Bücher)
Die Geschichtsbücher.
Genesis,
Exodus,
Levitikus,
Numeri,
Deuteronomium,
Josua,
Richter,
Rut,
1 Samuel,
2 Samuel,
1 Könige,
2 Könige,
1 Chronik,
2 Chronik,
Esra,
Nehemia,
Tobit,
Judit,
Ester,
1 Makkabäer,
2 Makkabäer,

Die Weisheitsbücher
Ijob,
Psalmen,
Sprichwörter,
Kohelet,
Hohelied,
Weisheit,
Jesus Sirach

Die Propheten
Jesaja,
Jeremia,
Klagelieder,
Baruch,
Ezechiel,
Daniel,
Hosea,
Joel,
Amos,
Obadja,
Jona,
Micha,
Nahum,
Habakuk,
Zefania,
Hagai,
Sacharja,
Maleachi.


Neues Testament (27 Bücher)

Die Evangelien
Matthäus,
Markus,
Lukas,
Johannes.

Die Apostelgeschichte

Die Paulusbriefe
Römerbrief,
1. Korinther Brief,
2. Korinther Brief,
Galater Brief,
Epheser Brief,
Philipper Brief,
Kolosser Brief,
1.Thessalonicher Brief,
2. Thessalonicher Brief,
1. Timotheus Brief,
2. Timotheus Brief,
Titus Brief,
Philemon Brief,
Hebräer Brief.

Die Katholischen Briefe

Jakobus Brief,
1. Petrus Brief,
2. Petrus Brief,
1. Johannes Brief,
2. Johannes Brief,
3. Johannes Brief,
Judas Brief.

Die Geheime Offenbarung
Offenbarung des Johannes
 
hansfeuerstein 15.06.2020 22:00
Es ist nunmal so, die Bibel ist das Buch der Kirche. Sie hat dieses Buch über zweitausend Jahre bis in unsere Zeit bewahrt. Eine erstaunliche Leistung. Es gibt heute keine Thora, die ähnlich
alt wäre, als die Septuaginta, das Alte Testament der Kiche, und die von ihr ausgewählten und
approbierten Schriften des Neuen Testamentes. (der Kanon) Die Schriften die zum biblischen Kanon gehören, wurden schliesslich von Bischöfen ausgewählt. Alles Dienste vor allem der Einheit.
 
hansfeuerstein 15.06.2020 22:35
Das sollte das Ergebnis sein, durch die Jahrtausende

https://youtu.be/rodbRD40QN8

1. Im Frieden dein, o Herre mein,
laß ziehn mich meine Straßen.
Wie mir dein Mund gegeben kund,
schenkst Gnad du ohne Maßen,
hast mein Gesicht das selge Licht,
den Heiland, schauen lassen.

2. Mir armem Gast bereitet hast
das reiche Mahl der Gnaden.
Das Lebensbrot stillt Hungers Not,
heilt meiner Seele Schaden.
Ob solchem Gut jauchzt Sinn und Mut
mit alln, die du geladen.
 
Marion5000 16.06.2020 03:55
🙂ALLES HERRSCHER. FRAUEN durften nicht lesen und schreiben🤫
 
pieter49 16.06.2020 18:43
Vielen Dank liebe @Klavierspielerin2,  für dein Blog und deine Mühe !!!

und...

''Es ist nun mal so, die Bibel ist das Buch der Kirche.'' ...schrieb @hansfeuerstein um 22:00 Uhr

Ganz genau!

Das kann kein Mensch abstreiten!
 
hansfeuerstein 17.06.2020 00:01
Bitte den Blog mindestens einmal monatlich einstellen, zur Erinnerung für die vergessliche Gegenwart😊
 
Klavierspielerin2 17.06.2020 08:38
Die Heilige Schrift ist göttlich inspiriert.
Davon sind ALLE Christen überzeugt.

Den Auftrag zur Zusammenfassung dieser Heiligen Schriften, zum sog. Neuen Testament-dem Bibel-Kanon, der den Katholiken auch heute so vor liegt, den Protestanten in der von Luther gekürzten Fassung- erfolgte durch Damasius I.
 
Klavierspielerin2 17.06.2020 08:43
Liste der Bischöfe von Rom und Päpste ( Papsttitel gibt's seit dem 5. Jhdt.), lt. Wikipedia:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_P%C3%A4pste
 
Klavierspielerin2 17.06.2020 09:01
Auf der wiki- Seite Mal die Anmerkungen beachten.
Was die durch gemacht haben....
 
Bis der Bibel- Kanon zusammen gestellt werden konnte, kämpften unsere christlichen Vorfahren gegen die Verfolgung, die Gott sei Dank! ab Konstantin ein Ende hatte.
Aber auch innerhalb der Christen hatte man sich in " der Wolle", die gnostiker, Arianer, usw.usf....
 
Klavierspielerin2 17.06.2020 09:09
Historische Tatsachen muss man nicht ignorieren, im digitalen Zeitalter muss man nicht jeden Mist glauben!

Bitte diesen Blog, wie oben vorgeschlagen, bei Bedarf auf die 1. Seite bringen.
 
Klavierspielerin2 17.06.2020 13:57
@ Hansfeuerstein, dein Video, gestern, um 22:35h: ist das im Hintergrund der sog. Hochaltar?  Pfarrer und Ministranten wenden sich diesem, statt dem Kirchenvolk zu. Ist dass dann eine Messfeier des alten Ritus?
Und falls ja, weisst du,ob jeder Pfarrer selbst entscheidet, ob er den alten, oder neuen Ritus feiert?
 
hansfeuerstein 17.06.2020 21:12
Das ist ein Gottesdienst im Novus Ordo. Also eine sog. normale Hl. Messe gewesen.
Im Hintergrund, ja, das ist der Hochaltar. Diese Haltung (ad Orientem) hat der Priester aus eigenem Ermessen eingenommen, vor dem Auszug. Es ist üblich, dass vor dem Auszug
die Ministranten und der Priester sich "ad Orientem" wenden, in der alten wie in dem neuen
Ritus.   Der Grund dafür ist der: Matthäus 24, 27: „Denn wie der Blitz ausgeht vom Osten und leuchtet bis zum Westen, so wird auch das Kommen des Menschensohns sein.“ Der Blick richtung des wiederkommenen Herrn. Diese Haltung des Priesters, dass er am Altar noch eine Weile gen Orientem verweilt, hat Benedigt XVI. angestossen, indem er dem alten Ritus wieder
"Hausrecht" in der Kirche gab. Daraufhin haben viele diesie Intention angenommen, und diese
Haltung in den neuen Messritus übernommen, die auch der afrikanische Kardinal Sara als Präfekt der Gottesdienstordnung mit angestossen hat. Das abschliessende Verweilen in der Haltung ad Orientem, in der inneren meditativen Hinwendung auf den wiederkehrenden Herrn.
Der sog. Ordo Missae kann nicht einfach vom Priester entschieden werden, sondern er muss vom Bischof erlaubt werden. Meist wird er daher nur an besonderen Orten gefeiert, damit
die Gläubigen sich bewusst für diesen entscheiden können, und nicht erst beim Gottesdienstbesuch damit überrascht werden können.
 
hansfeuerstein 17.06.2020 21:21
Gemäss Ezechiel:

Nun zieht gemäß Ez 43,1–12 EU die Herrlichkeit Gottes durch das Osttor ein.

Matthäus 24, 27 und Ez43,1-12 sind auch der Grund für die Ostung der alten Kirchen...

https://de.wikipedia.org/wiki/Tempel_Ezechiels

https://de.wikipedia.org/wiki/Goldenes_Tor_(Jerusalem)
 
(Nutzer gelöscht) 17.06.2020 21:31
@klavierspielerin: Du bist doch katholisch? Gibt es bei euch denn keine Hochaltäre? Am Ende des Sonntagsgottesdienstes beim Schlusslied wendet sich der Priester mitsamt den Ministranten immer gen Hochaltar bzw. Tabernakel!
 
Klavierspielerin2 18.06.2020 13:22
@ Hansfeuerstein, danke, für deine detaillierten Infos, die ich mir jetzt genauer anschauen werde!
 
Klavierspielerin2 18.06.2020 14:24
@hansfeuerstein, mit dem " Gebet Richtung Osten", ist also der 2. Wiederkunft Christi gedacht!
Ich habe diesbereits vom " Alten Ritus" gehört, nie erlebt. 
Seit dem 2. Vatikanischen Konzil feiert der Pfarrer nicht mehr Richtung Osten, also den Volk abgewandt, sondern dem Kirchenvolk zugewandt.
Und unsere emeritierter Papst befürwortet nun die alte, bereits von der Urkirche gepflegte, Gebetsausrichtung gen Osten. Warum eigentlich, erwartet Benedict Jesus nun in noch näherer Zukunft? 

Da stellen sich mir folgende Fragen, evtl. kannst du mir dabei auch weiter helfen:

Die Juden beten auch Richtung Osten?
Das Goldene Tor in Jerusalem ist auch gen Osten ausgerichtet. Die Muslime haben es zugemauert! Um dem Messias den Zutritt zu versperren!? 😳


Die Muslime richten ihr Gebet doch auch in ei ne bestimmte Richtung aus, vermutlich nicht gen Osten?
 
Klavierspielerin2 18.06.2020 18:19
@ilona, vor meinem Bekehrungserlebnis 2002 spielte weder Christentum noch Konfession eine Rolle in meinem Leben.
Erst seit dem ich von meiner FeG-Schwester zum Kirchenaustritt aufgefordert wurde, habe ich mich mit der RKK beschäftigt. Und da kann ich meiner FeG-Schwester mittlerweile einige Vorurteile nehmen.
(Was ein Hochaltar ist, identifiziere ich nicht auf Anhieb, hat nicht jede Kirche).
 
(Nutzer gelöscht) 18.06.2020 22:15
Ja das stimmt, aber bei uns in Bayern gibt es in den meisten Kirchen einen Hochaltar 
 
hansfeuerstein 20.06.2020 00:16
Ja, das Wissen um die Tridentinische Messe ist weitgehend verschwunden, aber es lohnt sich damit zu befassen, weil die ganzen alten Hochaltäre mit dieser Ausrichtung auf den kommenden Herrn zusammenhängen. (gem. der genannten Bibelstellen) Die Orthodoxen und Orientalen haben das so beibehalten. Dabei kommt die gemeinsame Ausrichtung auf den kommenden Herrn zum Ausdruck. Während bei der sog. Neuen Messe die Zuwendung des
Herrn zum Ausdruck kommt. Direkt auf die kommende Herrlichkeit Gottes ausgerichtet, nicht an einen irdischen Kultort gebunden.



Interressanter Weise beten die Juden gen Jerusalem (Alter Tempel), das ist ihre Gebetsrichtung, während die Muslime gen Mekka beten. Beide haben ihre Ausrichtung an diese jeweiligen Orte gebunden. Während das Christentum die Ostung der Kirchen und Gebetsrichtung kennt, deren Grund schon bei Ezechiel aufzufinden ist.

Jesus soll just durch dieses Tor in Jerusalem auf einem Esel eingeritten sein.

Einige jüdische Gelehrte interpretieren Hesekiel 44, Verse 1-3 so, dass in früheren Zeiten die Herrlichkeit Gottes durch das östliche Tor (Goldenes Tor) zum Tempel kam, aber bis zur Ankunft des Messias dauerhaft verschlossen bleibt.

https://www.israelmagazin.de/israel-orte/jerusalem/die-8-altstadt-tore-2/goldenes-tor
 
Klavierspielerin2 26.10.2020 23:12
...müsste ich doch suchen, immerhin hatten wir das Thema schon vor gaaaanzen 4 Monaten.
 
Shira 26.10.2020 23:45
Juden in der Diaspora müssen Richtung Jerusalem beten.
Also in Paris nach Osten- Süd-Osten
In Japan nach Westen
Juden in Jerusalem müssen Richtung Tempel beten.
 
(Nutzer gelöscht) 25.03.2021 17:27
Man darf es ja kaum aussprechen - aber die modernen bin ein sind nur Teilbibeln 
Ich bin froh das Luther jetzt wieder als Vollbibel erhältlich ist
Die zürcher ebenso
 
(Nutzer gelöscht) 25.03.2021 17:28
Bibeln
 
Klavierspielerin2 25.03.2021 17:28
@ cyclades, nur für Sie, falls Sie! noch mehr zur Bibel erfahren möchten- nicht auf YouTube verfügbar:

" Die Bibelfälscher- Wie wir um die Wahrheit betrogen werden" 

Inhalt:

"Was einige Theologen heutzutage über Jesus Christus schreiben ist schier unerträglich!" Klaus Berger, der streitbare alte Mann der neutestamentlichen Bibelexegese, räumt mit liebgewonnenen Legenden auf, die in seiner Kollegenzunft kreisen. Sein Befund: Die Bibelforschung strotzt vor Denkverboten, Ignoranz und philosophischen Moden, die ans Märchenerzählen grenzen. Schlimmer noch, auf diese Weise betreiben viele Theologen ungewollt das Geschäft der Atheisten: Sie verstellen den Weg zum Glauben. Berger hält dagegen: Jesus war kein Gutmensch, Gesundbeter und sanftmütiger Weisheitslehrer, sondern lebendiger Gott, der Teil unserer Geschichte geworden ist. Sein Buch öffnet dem Leser einen Zugang zu Jesus von Nazaret, der beide Perspektiven in den Blick nimmt: seine menschliche und seine göttliche Natur.

Autoren-Porträt von Klaus Berger
Berger, Klaus
Klaus Berger, 1940-2020, war Professor für neutestamentliche Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Heidelberg, und galt zu Lebzeiten international als einer der führenden Neutestamentler. Von 1994 an war er Familiare der Zisterzienser. Der streitbare und wortmächtige Theologe suchte in kontroversen Beiträgen (etwa in FAZ und DIE WELT) immer wieder die öffentliche Auseinandersetzung. Umso mehr erregte seine Rückkehr 2006 in die katholische Kirche großes Aufsehen. Sein Bestseller Jesus, der ein großes Medienecho hervorgerufen hat, ist 2004 bei Pattloch erschienen.

https://www.weltbild.de/artikel/buch/die-bibelfaelscher_17689752-1?rd=1#authorsportrait
 
Klavierspielerin2 25.03.2021 17:48
@ cyklades, wer hat Ihrer Meinung nach den Bibel- Kanon zusammen gestellt?
 
Klavierspielerin2 06.09.2021 15:55
Damit es nicht in Vergessenheit gerät....
 
(Nutzer gelöscht) 06.09.2021 16:31
Und wenn man einen bibeltreuen fragt, der die Kirche ablehnt, wie er denn an seine Bibel ohne Kirche gekommen wäre, dann kommt die Antwort:

"Gott hätte sich schon was einfallen lassen"
 
Klavierspielerin2 06.09.2021 16:53
Ich möchte dabei bleiben, besser finde ich' Buchtreue'.
 
(Nutzer gelöscht) 06.09.2021 16:55
Ich unterscheide zwischen Bibeltreu und Gotttreu 
 
Klavierspielerin2 24.09.2022 14:50
Vor kurzem hat ein User behauptet, dass die jeweiligen Schriften der Bibel zwar von Gott inspiriert geschrieben wurden, die Auswahl unter den vielen Schriften - im 1. Jhdt.n.Ch. existierten über 70 Evangelien - nicht wichtig sei.



Natürlich war die Auswahl und damit die Zusammenstellung des Bibelkanons von Papst Damasius' vom Heiligen Geist geführt!

Ein Lesetipp dazu:
" Das Neue Testament und frühchristliche Schriften: Vollständige Sammlung aller ältesten Schriften des Urchristentums", von Prof. Der. K. Berger und C. Nord.


Beschreibung
Produktbeschreibungen
Die Besonderheiten dieser Ausgabe sind:
- Vollständige Neuübersetzung
- Durchgehende Kommentierung
- Sämtliche überlieferten Schriften zum Neuen Testament - Alle kanonischen und alle apokryphen Schriften
- Erweiterung des Grundbestandes an frühchristlichen Schriften
- Konsequente historische Reihenfolge der Texte
- die Geschichte des frühen Christentums aus den Texten

Die Ausgabe ist nicht nur für Theologen und Bibelwissenschaftler, sondern vor allem auch für interessierte Laien konzipiert.

Autorenporträt
Klaus Berger wurde 1940 geboren und habilitierte 1971. Von 1974 bis 2006 war er Professor für das Neue Testament an der Theologischen Fakultät in Heidelberg und hat bereits 70 Bücher publiziert. Seit 1994 ist er Familiar des Zisterzienserordens (Heiligenkreuz).Christiane Nord, geboren 1943, ist Professorin für Übersetzungswissenschaften an der Fachhochschule in Magdeburg.

Über den Autor und weitere Mitwirkende:

Klaus Berger wurde 1940 in Hildesheim geboren. Von 1974 bis 2006 war er Professor für das Neue Testament an der Theologischen Fakultät in Heidelberg und veröffentlichte mehr als 70 Bücher. Seit 1994 war er Familiar des Zisterzienserordens (Heiligenkreuz). Er starb am 8. Juni 2020 in Heidelberg.

Christiane Nord, geboren 1943, ist Professorin für Übersetzungswissenschaften an der Fachhochschule in Magdeburg.


Erst Luther veränderte mit seiner Übersetzung - in nur 11 Wochen - die Heilige Schrift!




Christiane Nord, geboren 1943, ist Professorin für
 
 
(Nutzer gelöscht) 18.10.2023 13:25
Hallo liebe Klavierspielerin!
Eine Frage: Wie genau definiert die römische Kirche "kanonisch" und wo finde ich diese Definition? Ich frage deshalb, weil nach meinem (derzeitigen) Kenntnisstand in der ersten Jahrhunderten viele Schriften und Briefe zwischen den Gemeinden ausgetauscht und in den Versammlungen gelesen wurden, von denen aber nicht alle als kanonisch angesehen wurden.
Liebe Grüße
 
Klavierspielerin2 18.10.2023 13:34
Lieber BerndF, klicke mal Jerusa Link an, das Video beantwortet deine Frage.
 
(Nutzer gelöscht) 18.10.2023 13:36
Was ist Jerusa Link? Finde ich gerade nicht. Meinst Du das Video über Gassmann?
 
Klavierspielerin2 18.10.2023 13:38
Ja
 
(Nutzer gelöscht) 18.10.2023 14:00
Habe mir das Video angesehen aber meine Frage wurde da nicht beantwortet. Vielleicht weiß es ja jemand. Irgendwo muss es in den Schriften der röm. Kirche ja definiert sein, wie "kanonisch" zu verstehen ist. Vielleicht kann ich auch meine Frage nicht präzise genug formulieren?
 
Sherezade 18.10.2023 14:06
Bei der Kanonisierung bzw. der Festlegung geht es nicht um römisch-katholisch...       Falls Dich der Prozess um die Kanonisierung interessiert, kann ich gerne zwei Videos zum Thema verlinken ...
 
(Nutzer gelöscht) 18.10.2023 14:08
Danke! Aber ich möchte nicht, dass es hier zu einem Streit kommt. Ich frage auch nicht nach dem Prozess der Kanonisierung, sondern nach der Definition der römischen Kirche für "kanonisch".
 
Klavierspielerin2 18.10.2023 14:10
Verständnisfrage: fragst du nach dem Auswahlverfahren, wie aus über 70 Evangelien die im 1. Jhdt.vor lagen, DIE 4 heraus gesucht wurden ?
 
(Nutzer gelöscht) 18.10.2023 14:16
@Klavierspielerin: nicht primär NT. Es geht ja auch um die sog. "Apokryphen", die von der röm. Kirche als kanonisch angesehen werden, von Juden und Protestanten nicht. Daher muss ja irgendwo eine Definition von "kanonisch" in den Schriften der römischen Kirche sein. Also nach dem Motto: "Kanonisch ist eine Schrift, wenn a) ... b) ... c) ... ... x) zutreffend sind". Jetzt mal sehr formelhaft ausgedrückt. Das würde mich einfach interessieren, weil mich diese Frage schon länger beschäftigt.
 
Sherezade 18.10.2023 14:17
Wieso sollte es Streit geben ? Man ist in der Alten Kirche unterwegs...Reformation und Luther sind da nicht so relevant.. Luther hat zwar den Kanon umgestellt und bewertet.. egal was man nun davon hält und dies bewertet..er hat den bestehenden Kanon nicht aufgehoben ...ist aus meiner Sicht auch nicht das Thema...
 
(Nutzer gelöscht) 18.10.2023 14:21
Sherezade, mein Fehler, ich hatte meine Frage nicht richtig oder zu unpräzise gestellt.
 
Klavierspielerin2 18.10.2023 14:29
Wichtig ist zu wissen- damit wir nicht aneinander vorbei reden:

Tatsächlich meinen katholische und evangelische Christen aber nicht unbedingt das Gleiche, wenn sie über apokryphe Texte sprechen. Protestanten bezeichnen so nämlich auch die Bücher des Alten Testaments, die in der katholischen Bibel stehen, aber nicht in der Lutherbibel. Katholiken dagegen sprechen in diesem Fall von "deuterokanonischen" Texten, also Teilen des Kanons, an deren kanonischen Charakter zunächst gezweifelt wurde und die deshalb erst in einem zweiten Schritt in den Kanon aufgenommen wurden. Diese Texte – beispielsweise die Bücher Tobit, Judit, das Buch Jesus Sirach oder die Makkabäerbücher – waren Bestandteil der ältesten durchgehenden Übersetzung der hebräisch-aramäischen Bibel ins Altgriechische, der Septuaginta.
 
Sherezade 18.10.2023 14:40
@BerndF, es gibt keinen Bekenntnistext zum Kanon in der EKD. Natürlich gibt/ gab es  Kriterien ...regula fidei, Anerkennung durch Gemeinde, Ursprungsnähe...
 
Sherezade 18.10.2023 14:42
@Klavierspielerin, ich gehe von allen Schriften aus😀
 
Shira 18.10.2023 14:59
Die Ortodoxen haben noch 2 Bücher mehr als wir.
 
(Nutzer gelöscht) 18.10.2023 15:00
Bin über das Stichwort "regula fidei" auf die "Regula veritatis" gestoßen. Es gibt eine englischsprachige Hochschulschrift, in dem vermutlich die Antwort auf meine Frage zu finden ist:
https://ixtheo.de/Record/1337376299
Bin jetzt leider erstmal wieder offline.
 
Klavierspielerin2 18.10.2023 15:00
Wen's interessiert:

Bücher der Bibel( selbstverständlich ohne Apokryphen):

https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/Klavierspielerin2/82063/


Falls es ergänzende Kommentare gibt, sie sind willkommen @Sherez.
 
Klavierspielerin2 18.10.2023 15:29
@shira, meinst du die russisch- orthodoxe Kirche?
 
Sherezade 18.10.2023 19:39
@Klavierspielerin,
hab mich mal mit neueren Forschungen über die Entstehung des Kanons befasst... durchaus interessant..all die nicht kanonischen (und warum sie  es nicht sind, aber sein könnten) Schriften sind ja Forschungsthema...

Da den Gebotebrechern demnächst mal wieder der Feuersee und das Tier vor Augen geführt wird ... der syrisch-orthodoxen Kanon verdient Aufmerksamkeit😀 
 
Klavierspielerin2 18.10.2023 21:11
@Sherezade.
Mich interessiert Kirchengeschichte und weiß erst seit Beginn des Ukraine Kriegs vergangenem Jahr, dass sich die orthodoxen Christen, wie auch die Protestanten, aufgespalten haben.

Tatsächlich weiß ich wenig über die Orthodoxie.
Deinen Hinweis habe ich also nicht auf Anhieb verstanden, aber du meinst vermutlich das nestorianische Christus-Bekenntnis?
Du kennst es? Ich nur oberflächlich.  
Scheint aber nach " Sackgasse" aus zu sehen, sie sind nicht relevant.

Für mich ist das ein Zeichen, dass der Heilige Geist dieser Glaubensrichtung keine Früchte zugedacht hat, sondern verschwinden in der Bedeutungslosigkeit.
 
Klavierspielerin2 18.10.2023 21:18
An der Stelle passt die Buchempfehlung:
Klaus Berger 

Das Neue Testament und frühchristliche Schriften: Vollständige Sammlung aller ältesten Schriften des Urchristentums
 
Sherezade 18.10.2023 21:34
@Klavierspielerin,
 in der syrisch- orthodoxen Kirche gehört die Offenbarung des Johannes nicht zu Kanon..die katholische Kirche hat jedoch mehr Nähe zur syrisch -orthodoxen Kirche...Johannes PaulII und seine erfolgreichen Bemühungen 
.
 
Klavierspielerin2 18.10.2023 21:40
Ich schaue mir das Morgen mal näher an, jetzt ab in die Heia 👋
 
Sherezade 18.10.2023 21:41
Trinität trennt auch nicht mehr...
 
Sherezade 19.10.2023 11:30
Hab mir das verlinkte Video von Jerusa angeschaut und versucht die Aussagen von Herrn G . zu verifizieren.
Bin baff... der verbreitet wirklich diesen unwissenschaftlichen Kram...
Die Grundlagen der Kanonisierung beginnen im 2 Jhd.
Diskutabel ist bei  382 der  Begriff...in der Alten Kirche unterschied man nicht sauber zwischen Synode und Konzil...man könnte natürlich auch über das Decretum Gelasianum plauschen...
Ändert aber nix...
Beim Konzil von Trient wurde nichts hinzugefügt, es wurde höchstens dingfest gemacht...

Zudem ist Herrn G und anderen Evangelikalen  komplett entgangen, dass es in der EKD eine Neubewertung der  Apokryphen (AT) gibt. Kann natürlich auch sein, dass dies bewusst ignoriert wird...
 
Klavierspielerin2 06.01.2024 17:14
Septuaginta

"…..Ursprünglich bezog sich die Bezeichnung Septuaginta lediglich auf die Übersetzung der Tora (der fünf Bücher Mose). Später wurde der Begriff auf alle Versionen des griechischen Alten Testaments ausgeweitet. In dieser späteren Form enthält die Septuaginta alle Bücher der Hebräischen Bibel wie auch einige zusätzliche apokryphe und deuterokanonische Bücher. Die Septuaginta ist heute hauptsächlich als christliche Schriftüberlieferung erhalten. Von den frühen jüdischen Übersetzungen sind nur wenige Handschriftenfragmente überliefert.


...Die Septuaginta ist eine der größten Leistungen des Frühjudentums. Sie war das zentrale Medium der Verbindung des griechisch sprechenden Judentums mit den ursprünglichen Glaubenstraditionen, wie sie in den hebräischen heiligen Schriften überliefert waren. Neben dem Gebrauch in den Gemeinden wurde die Septuaginta die Grundlage für theologische und historische Werke (Philon von Alexandria, Flavius Josephus) und auch für zahlreiche neue Schriften (unter anderem die sogenannten Apokryphen), die im griechischsprachigen Judentum entstanden. Durch die ca. 400 Zitate..."

https://de.wikipedia.org/wiki/Septuaginta
 
(Nutzer gelöscht) 06.01.2024 17:25
Hätte Luther auch noch die Offenbarung entfernt hätte er der Christenheit viele Verirrungen erspart.
Dass er die Makkabäer rausgestrichen hat, ist ja im Grunde nebensächlich.
 
Sherezade 06.01.2024 22:06
Luther hat nix entfernt.. er hat nur Bewertungen getroffen...in alten Lutherbibeln findet man den ganzen Kanon... egal, wie sehr die Kirchenväter um den Kanon auch gerungen haben... es war ja ein Prozess ... wenn man die Offenbarung nicht mit Tunnelblick liest, ist sie ein gutes Buch...ein Buch mit so viel Hoffnung...und so oft missverstanden, misshandel und missbraucht..
Auch die Schriften, die nicht im Kanon sind, sollte man nicht ignorieren...sie geben Einblick in das frühe Christentum und die Gedankenwelt...
 
(Nutzer gelöscht) 06.01.2024 22:09
Die Offenbarung des Johannes ist meiner Ansicht nach eine typische apokryphe Schrift.
Wie die Petrusoffenbarung und der Hirte des Hermas. Luther hat das ja überlegt aber leider nicht in die Tat umgesetzt.
Vielleicht weil die Schrift sich so gut zum Katholikenärgern gebrauchen lies?
 
Sherezade 06.01.2024 22:45
Kurz und knackig ein Überblick(ohne große Exegese) von Thomas Söding :
https://www.kath.ruhr-uni-bochum.de/imperia/md/content/nt/nt/dieoffenbarungdesjohannes/deutung.pdf
 
Klavierspielerin2 04.04.2025 16:04
Mittwoch, 02.04.2025:

Weltreligionen, 6. Teil., Judentum:
DDDr. Peter Egger https://www.media-maria.de/unsere-autoren/egger-peter/                                


https://www.horeb.org/mediathek/podcasts/radioakademie/?tx_sicpodcastlist_pi1%5Buid%5D=70433&tx_sicpodcastlist_pi1%5Baction%5D=show&tx_sicpodcastlist_pi1%5Bcontroller%5D=Podcast&cHash=f5ab0b35684d0e6b9526ee589a868da3
 
Klavierspielerin2 04.04.2025 16:11
Es existieren 2 Bibel Stränge des Alten/ Ersten Testament:

Das, der Juden in Palästina ( hebräische Bibel) und das der Juden in der Diaspora ( Septuaginta, in Altgriechisch).

Die Septuaginta, die von den Juden in der Diaspora im Gottesdienst gelesen wurde, beinhaltet mehr Bücher, als die hebräische.

Luther hatte lediglich die hebräische Version übersetzt.
 
Klavierspielerin2 11.05.2025 06:44
Zur Erinnerung
 
Klavierspielerin2 11.05.2025 11:54
Die Bibel, das Buch der Bücher. Die Bibel, das Buch der Kirche. Beides gehört zusammen: Bibel und Kirche. Nicht die Bibel hat die Kirche hervorgebracht, sondern die Kirche hat - teilweise nach langem Ringen - gesagt, was zur Bibel gehört und was nicht. Aber die Kirche ist nicht Herrin über die Bibel. Was in der Bibel bleibend als Offenbarung Gottes ausgesagt ist, ist und bleibt für die Kirche verbindlich. Sonst würde sie aufhören, Kirche zu sein.


https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/151695 /
 
RaBe 12.05.2025 22:55
Eure Diskussion ist ja durchaus sehr interessant.

Aber ich hab mal eine Frage. Kann ein Papst ein weiteres Konklave einberufen und neue kanonische Schriften auswählen um zum Beispiel neuzeitliche Herausforderungen wie Internet und Ki zu adressieren? Vielleicht gibt es ja einen interessanten Brief an die Gemeinde in Washington, wie damit umzugehen ist?
 
RaBe 12.05.2025 23:44
Oh und zum Verständnis. Mich interessiert das wirklich. Ich kenne auch Offenbarung 22,18. Genauso wie auch Offenbarung 22,10, die sich in Punkto Abgeschlossenheit ein bisschen widersprechen.
Sowohl ob diese Worte für das letzte Buch "Diese Weissagung" oder die ganze Bibel gelten, als auch in Punkto versiegeln und vor Veränderung schützen.
Im Kontext dieser Diskussion, die den Kanon als Sammlung von Schriften begreift, würde mich das interessieren ob ihr denkt, dass man in Apostolischer Tradition neue bedeutungsvolle Schriften aufnehmen darf, die mit der Schrift im Einklang sind und dem Evangelium nicht widersprechen.
Die Katholische Kirche zumindest hat ja soweit ich das verstanden hab das Apostelamt nie abgelegt.
 
Klavierspielerin2 13.05.2025 08:51
22:55h: Nein, die Kirche ist selbstverständlich nicht dazu autorisiert, am Bibelkanon etwas zu verändern!
 
RaBe 13.05.2025 08:55
Warum ist das selbstverständlich? Die Kirche hat den Kanon zusammengestellt.
 
Klavierspielerin2 13.05.2025 08:57
Das Neue Testament und frühchristliche Schriften
Vollständige Sammlung aller ältesten Schriften des Urchristentums
32,00 €
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Beschreibung
Die Besonderheiten dieser Ausgabe sind: - Vollständige Neuübersetzung
- Durchgehende Kommentierung
- Sämtliche überlieferten Schriften zum Neuen Testament - Alle kanonischen und alle apokryphen Schriften
- Erweiterung des Grundbestandes an frühchristlichen Schriften
- Konsequente historische Reihenfolge der Texte
- die Geschichte des frühen Christentums aus den Texten

Die Ausgabe ist nicht nur für Theologen und Bibelwissenschaftler, sondern vor allem auch für interessierte Laien konzipiert.
Autorenporträt
Klaus Berger wurde 1940 geboren und habilitierte 1971. Von 1974 bis 2006 war er Professor für das Neue Testament an der Theologischen Fakultät in Heidelberg und hat bereits 70 Bücher publiziert. Seit 1994 ist er Familiar des Zisterzienserordens (Heiligenkreuz).Christiane Nord, geboren 1943, ist Professorin für Übersetzungswissenschaften an der Fachhochschule in Magdeburg.
 
Klavierspielerin2 13.05.2025 09:00
Sorry, ich habe momentan kaum Zeit... 


Warum? Weil nicht mal ein Jota verändert werden darf und nichts hinzugefügt, noch weggenommen werden darf, steht so in der Heiligen Schrift und daran hält sich die Kirche!
 
Klavierspielerin2 13.05.2025 09:43
P.S.: Es soll Bibelwissenschaftler geben, die der Meinung sind, dass die Übersetzung der Heiligen Schrift bereits die erste Kirchenspaltung hervor brachte.
 
RaBe 13.05.2025 10:08
Ist ok, ich hab's nicht eilig. 
Aber als Antwort ist mir das echt ne zu flache Aussage. Allein schon der Lutherkanon weicht vom katholischen Kanon ab. Und beide berufen sich aufs Jota.
Und beide berufen sich auf Glaubensgrundsätze/Bekenntnisse.
Für die reformierte Kirche zum Beispiel sola scriptura, sola Gratia, sola Fide, solus Christus und soli deo gloria.
 
Klavierspielerin2 13.05.2025 10:30
Wenn du tieferes Wissen dazu möchtest, empfehle ich o.g. Bibelwissenschaftler.

Zu Recht bemerkst du, das es unterschiedliche Kanon gibt. Bei uns rk- und ev. Christen.

Weil mir das ebenfalls aufgefallen ist, habe ich mich entschieden, dem ältesten zu folgen.
 
Klavierspielerin2 02.08.2025 10:27
Ergänzung, um in einem anderen Blog ( Bambus und Exorzismus) nicht weiterhin von dessen Thema abzuweichen, muss dennoch richtig gestellt werden, um nicht weiter Verwirrung zu stiften:

Das ist sachlich richtig und nachprüfbar, was ich gestern um 16:35h auf deinen@Sherez. Post um 14:22h geantwortet habe!


Es kommt logischerweise zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen und Auslegungen, ob das AT aus dem hebräischen, oder aus dem altgriechischen übersetzt wird.
Richtig ist auch meine Information, dass die ' Septuaginta' um das Jahr 250 VOR Christus abgeschlossen war.
Das hebräische AT wurde aber im 1. Jahrh. NACH Christus abgeschlossen und liegt seitdem schriftlich vor.

Dieses hebräische AT, das aus 39 Büchern besteht, haben die Juden- Christen gelesen und Luther hat daraus übersetzt.

Die katholische Bibel besteht aber aus 46 Büchern, die in der ' Septuaginta' dem griechischen AT, das bereits um das Jahr 250 VOR Christus verschriftlicht wurde und aus dem die Heiden - Christen ( wie du richtig feststellt, die Christen in der Diaspora) 

Gemeinsam haben Protestanten und Katholiken die 
27 Bücher im Neuen Testament, die im 4. Jhdt.von der katholischen Kirche aus den vielen damals vorhandenen Briefen und Evangelien aus gewählt und zum uns bekannten Kanon festgelegt hat.

 Die protestantische Bibel hat, wie die Lutherbibel, 66 Bücher, mit 39 im Alten und 27 im Neuen Testament.
Die katholische Bibel umfasst insgesamt 73 Bücher, davon 46 im AT.
 Der Unterschied besteht also auch darin, dass Martin Luther bestimmte Bücher, die in der katholischen Tradition enthalten sind, in seiner Übersetzung nicht drin hat.

P.S. Konrad Schmid,
Schweizer reformierter Theologe, Hochschullehrer und Alttestamentler datiert sogar noch später:
" Es ist wichtig zu beachten, dass die hebräische Bibel kein einzelnes, monolithisches Werk ist, sondern eine Sammlung von Texten, die im Laufe der Zeit von verschiedenen Autoren und Redaktoren bearbeitet und zusammengestellt wurden. Die älteste erhaltene Handschrift, die den masoretischen Text (die traditionelle jüdische Textversion der hebräischen Bibel) vollständig wiedergibt, datiert aus dem Jahr 1008 n. Chr. "






(Bei der Gelegenheit darf man sich fragen:
Ob die protestantische Tradition einen festgelegten Bibelkanon besitzt, oder nicht, entbindet sie das vom Bibelwort, dass kein yota hinzu noch hinweg genommen werden dürfe).
 
Klavierspielerin2 02.08.2025 10:58
Zum besseren Verständnis , weshalb dieser Blog nochmal aktiviert wurde:
" Ein katholischer Exorzist wird interviewed"
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/154963/
 
Sherezade 02.08.2025 20:52
Liebe Klavierspielerin,
Du bist gerade etwas gefangen oder befangen...
In den evangelischen Kirchen haben wir den Zweig der reformierten und den Zweig der lutherischen Kirchen...
In den lutherischen Kirchen gibt es nun mal keinen Bekenntnistext zum Umfang des Kanons.
Bei den reformierten Kirchen sah es  irgendwann mal etwas anders aus.. 

Ansonsten zm Einstieg:

https://www.die-bibel.de/ressourcen/wibilex/altes-testament/bibeltext-textkritik-at

https://www.die-bibel.de/ressourcen/wibilex/altes-testament/septuaginta-at

Kein Jota abweichen ? Warum hat die RKK dann Bücher aus der Septuaginta gestrichen, die im Kanon von  Ostkirchen enthalten sind?

Dies ist nur Mikro...ohne auf das Judentum vor und zur Zeit Jesu und Paulus....vielfältig und im Diskurs...
 
Sherezade 02.08.2025 21:13
Nur eine OT Frage...
Verfolgt Ihr auch mal den jüdisch- christlichen Dialog der Kirchen und was da so passiert ?
Es erschien z. B. ein Lehrbuch für römisch- katholische Theologiestudenten zur Einführung in das Judentum und zeitgleich ein Gespräch über Nostra aetate.. dazu gab es dann auch ein Gespräch zwischen römisch- katholischen Theologen und Nachama...
Nachama fand es ja alles mal einen guten Schritt... dennoch  pikiert über die Karfreitagsfürbitte und dem Aufsatz vom emeretierten Papst...von RKK Seite war da ein bisserl Schweigen...
 
Klavierspielerin2 03.08.2025 09:02
Moin🌞
Deine gestrige Frage um 20:52h ist in diesem Blog doch bereits beantwortet, man muss ihn halt auch lesen😉
U.A. von@Hansfeuerstein vor 5 Jahren, am 15.06., um 22h
 
Sherezade 03.08.2025 20:36
Die Frage wurde nicht beantwortet und es wird nonchalant ignoriert, dass Kirchen der orientalischen und griechisch- orthodoxen Tradition andere Kanonentscheidungen getroffen haben...zumal in dem alten Blog nicht mal klar ist, dass man unter Tora die ersten 5 Bücher Mose  versteht...
Es würde eher Sinn manchen, wenn man sich mal z.B. sowas wie Zenger/Frevel... Einleitung in das AT zugelegt...dann bekommt man zumindest einen Einblick ...bietet einen Step in die hebräische Bibel....
Auch macht es  Sinn sich intensiver mit dem Judentum zu befassen...zur Zeit Jesu und Paulus...dann den Sprung in die Neutzeit...
Dazu noch Fachliteratur über den Kanon/Kanonbildung vom NT...


Auch hier kein Kommentar zur DKR Diskussion und wie man es sieht...
 
Klavierspielerin2 03.08.2025 22:44
Doch, die Frage ist beantwortet.

 Die RKK ist die älteste der Kirchen, ohne diese Kirche hätten wir nur einen riesen Haufen Briefe vor uns liegen.
Wer sich dafür interessieren, kann sich hier ein Bild machen, aus welchem " Haufen" die RKK ihre Auswahl getroffen hat:
" Das Neue Testament und frühchristliche Schriften
Vollständige Sammlung aller ältesten Schriften des Urchristentums- übersetzt von Klaus Berger und Christiane Nord"
https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A1000641107


Alle anderen Kirchen haben erst später ' ihren eigenen' Bibel- Kanon zusammen gestellt.


Wie aber im Heiligen Evangelium nach Matthäus zu lesen ist, darf kein Jota verändert werden! 

Und doch wurde es dann von später gegründeten Kirchen getan!
 
Klavierspielerin2 03.08.2025 22:55
Ja, klar, macht es Sinn sich mit dem Judentum näher zu befassen. Wir haben sehr viel von Ihnen übernommen.
Dazu empfehle ich, sich mit Liturgie Wissenschaft zu beschäftigen!

Oder von Brant Pitre, " Jesus und die jüdischen Wurzeln der Eucharistie – Das Geheimnis des Letzten Abendmahles entschlüsseln"
https://www.klosterladen-heiligenkreuz.at/produkt/jesus-und-die-juedischen-wurzeln-der-eucharistie-das-geheimnis-des-letzten-abendmahles-entschluesseln/
 
Klavierspielerin2 03.08.2025 23:25
...und den Link öffnen: 
" Apokryphen: Was nicht in der Bibel steht", und lesen, denn du@Sherezade machst mir unberechtigte Vorwürfe!
 
Sherezade 04.08.2025 21:21
Ich kenne das Buch... es enttäuscht in vielfacher Hinsicht... es entspricht nicht den Kriterien einer wissenschaftlichen Arbeit... auch wenn ich dies ignoriere...
Kein Überblick über die Entwicklung des Abendmahls/ Eucharistie..dann kommt man auch in die alten Kirche und die Entwicklung ... Cyprian und Gregor von Nyssa müsste man auch abgearbeiten... da hat man dann so viele Dinge, die fern der Wurzel sind und Einzug in die Kirche hatten...
Keine adäquate Auseinadersetzung mit Opferkult 
Keine Befassung mit Sprache
Keine Ausseinandersetzung mit den Evangelien und Paulus...durchaus ein bisserl unterschiedlich...
Keine Ausführungen über die Strömungen im Judentum zur Zeit Jesu...führt bei ihm auch zu falschen Annahmen...keine Befassung mit der jüdischer Apokalyptik vor Jesus... dazu keine Ausfhrungen über die Entwicklung im Judentum bis ins Heute...  
and so on and so on...selbst die Liste der Literaturangaben ist marginal...
Sry, wenn man sich mit den jüdischen Wurzeln befassen will, gehört ein bisserl mehr dazu...
Steh nicht auf Apologeten ... egal welche Konfession...in der Literaturangabe taucht zwar Amy- Jill Levine auf...sehe ich mehr als Quotenjüdin... 

Ich habe hier bewusst auf solide  römisch- katholische Alttestamentler verwiesen... die liest man auch als evangelischer Christ... da es um Wissenschaft und nicht um Dogmen/Lehre geht....

RKK? Älteste Kirche ?
Also...ein Freund von mir ist orientalischer Christ... lehrt an einer Uni... der bestreitet dies... nun ja... auch von evangelischer Seite könnte es Protest geben... die RKK gibt es erst seit Trient...so je nach Standpunkt... solche Diskussionen finde ich nur sinnlos....

Zudem sehe ich auch hier keine Antwort auf meine Frage... die RKK hat Bücher der Sepuaginta nicht in ihren Kanon aufgenommen, andere Kirchen taten dies...

Wenn man die jüdischen Wurzeln betrachtet... Karfreitagsfürbitte geht dann gar nicht... auch darüber steht nix im Buch...
 
Sherezade 05.08.2025 00:20
und total OT...
Es fehlt ein bisserl Tiefenentspannung und Besinnen... fern von Dogma...und es fehlt ein bisserl Humor...
Hatte gerade ein Austausch mit meinem Freund aus der orientalischen Kirche...da es persönlich ist ... keine Details... ich schrieb nur, dass ich zwar als lutherischer Christ eher nix mit Weihwasser habe, aber zur Not kippe ich ihm RKK -oder Altkatholisches Wasser  über den Kopf...so für Lebensrettung macht man ja jedes Gedöns... nun hab ich Bedenken... der erleidet gerade Lachanfälle und will sich erst morgen äussern... bin natürlich voll im Panikmodus😅..
 
Klavierspielerin2 06.08.2025 11:38
Unsere Bibel ist nicht vom Himmel gefallen und ich warte immernoch, dass du mir verrätst, wer und wann- wenn es deiner Meinung nach nicht Bischof Damasus I war-  die angeblich erste Bibel ( NT und AT) zusammen gestellt hat.

Ich will das gerne mal prüfen!
 
Sherezade 06.08.2025 15:44
Die Frage des Kanons begann schon früher...im 2 Jhd..es war ein Prozess und ist ein komplexes Thema...die Forschung steht vor der Frage, ob die Kanonbildung im Rahmen von Abgrenzungen oder ob es eine Durchsetzung der meistgelesenen/theologisch stärkeren Schrift war...dann gibt es eben auch noch Kanonlisten ....Kanon Muratori, Papyrus 46 und es ist bekannt, welche Schriften Kirchenvätern bekannt waren ...auch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Schriften...
Die Synoden/Konzils von Rom, Hippo und Karthago waren regionale Synoden/Konzils und werden schlicht und ergreifend nicht von allen Kirchen anerkannt...
 
AndreasSchneider 06.08.2025 15:55
"Die Paulusbriefe
Römerbrief,
1. Korinther Brief,
2. Korinther Brief,
Galater Brief,
Epheser Brief,
Philipper Brief,
Kolosser Brief,
1.Thessalonicher Brief,
2. Thessalonicher Brief,
1. Timotheus Brief,
2. Timotheus Brief,
Titus Brief,
Philemon Brief,
Hebräer Brief."


Der Hebräerbrief ist nicht von Paulus.

Sollte man eigentlich als Kenner des Neuen Testaments wissen!


Andreas
 
AndreasSchneider 06.08.2025 16:11
Die Zusammenstellung der 27 "Bücher" des Neuen Testaments durch Athanasius, war eine Geistesoffenbarung und göttliche Leitung, was man unumstritten und neidlos anerkennen muss.

Sehr, sehr gut!

Das Neue Testament bildet eine wunderbare Grundlage, auf der sich viele Christen gegenseitig erbauen können und dieses als göttliche Quelle anerkennen, sofern und soweit sie das tun.

Von der Norwegergemeinde und den Freikirchen bis zu den grossen Kirchen, alle Glaubensgemeinschaften in Deutschland verwenden diese und ggf. auch manche anderen Länder, diese eine Version des Neuen Testaments.

Eine Grundlage, die viele Christen, trotz aller Zerstriitenheit innerhalb der Christenheit, haben.

Wenn alle sich dem Glaubensgehorsam hingeben würden und Gottes Wort als solches auch sehen und begreifen würden, stünde der Einheit nichts im Wege.

Gott hat die Rahmenbedingungen geschaffen.

In dem Masse, wie man dem Wort Gottes gehorcht, umso ähnlicher wird man ihm.

Das gilt grundsätzlich für alle, ohne Ausnahme.

Andreas
 
Sherezade 06.08.2025 18:05
Athanasius von Alexandria=Ostkirche
Die westliche/lateinische Kirche ist wohl da eher der Ostkirche gefolgt...
Die anfänglichen theologischen Diskussionen und Entscheidungen in der alten Kirche waren alle durch die östlichen/orientalischen Kirchen geprägt..Rom spielte da keine entscheidende Rolle...
 
AndreasSchneider 06.08.2025 21:22
"Die anfänglichen theologischen Diskussionen und Entscheidungen in der alten Kirche waren alle durch die östlichen/orientalischen Kirchen geprägt..Rom spielte da keine entscheidende Rolle..."

Im Falle der Zusammenstellung des Neuen Testaments, kein Fehler!

Wurde aber nicht später auch von einem Papst das NT in dieser Zusammenstellung bestätigt?

Andreas
 
Klavierspielerin2 06.08.2025 21:55
Papst Damasus gab den Auftrag - siehe Blogintro vor 5 Jahren.
Im 1. Jhdt.existierten ca.40- 50 Evangelien und daraus wurden 4 ausgewählt, in den erwähnten Konzilien unter Vorsitz des Bischofs von Rom oder seinen Legaten- selbstverständlich wurde unter Führung des Heiligen Geistes die Zusammenstellung festgelegt- unsere Heilige Schrift:

Die Bücher der Bibel-> Kanon =

Altes Testament ( 46 Bücher)
Die Geschichtsbücher.
Genesis,
Exodus,
Levitikus,
Numeri,
Deuteronomium,
Josua,
Richter,
Rut,
1 Samuel,
2 Samuel,
1 Könige,
2 Könige,
1 Chronik,
2 Chronik,
Esra,
Nehemia,
Tobit,
Judit,
Ester,
1 Makkabäer,
2 Makkabäer,

Die Weisheitsbücher
Ijob,
Psalmen,
Sprichwörter,
Kohelet,
Hohelied,
Weisheit,
Jesus Sirach

Die Propheten
Jesaja,
Jeremia,
Klagelieder,
Baruch,
Ezechiel,
Daniel,
Hosea,
Joel,
Amos,
Obadja,
Jona,
Micha,
Nahum,
Habakuk,
Zefania,
Hagai,
Sacharja,
Maleachi.


Neues Testament (27 Bücher)

Die Evangelien
Matthäus,
Markus,
Lukas,
Johannes.

Die Apostelgeschichte

Die Paulusbriefe
Römerbrief,
1. Korinther Brief,
2. Korinther Brief,
Galater Brief,
Epheser Brief,
Philipper Brief,
Kolosser Brief,
1.Thessalonicher Brief,
2. Thessalonicher Brief,
1. Timotheus Brief,
2. Timotheus Brief,
Titus Brief,
Philemon Brief,
Hebräer Brief.

Die Katholischen Briefe

Jakobus Brief,
1. Petrus Brief,
2. Petrus Brief,
1. Johannes Brief,
2. Johannes Brief,
3. Johannes Brief,
Judas Brief.

Die Geheime Offenbarung
Offenbarung des Johannes
 
Sherezade 06.08.2025 22:25
Schon im 2 Jhd hatten sich die 4 Evangelien durchgesetzt.Daneben die  Paulusbriefe,1Petrusbrief,  1 /2 Johannesbrief und Apostelgeschichte..der Rest war offen...Hirt des Hermas oder Offenbarung war auch  nicht klar..
Die Offenbarung ist nicht geheim. Zur Verlesung in den Gemeinden gedacht...so wie es drin steht...
Die Viererzahl der Evangelien beruhte auf den vier Himmelsrichtungen und falls man die Offenbarung anerkannte, dann auch Löwe, Stier, Adler und Mensch als Metapher für die Viererzahl.
 
 
Klavierspielerin2 07.08.2025 10:09
Auch interessant @nice.

Allerdings dreht sich dieser Blog um unsere Bibel, dass sie als erstes- von der ältesten der " Kirchen ", der römisch- katholischen- aus den vielen Briefen ausgewählt und zusammen gestellt ist.

Es gibt andere, nur jüngere Gemeinschaften, die also erst später ihren eigenen Bibel- Kanon zusammen gestellt haben.
 
2Tim478 07.08.2025 15:43
Wie schon oben erwähnt wurde, ist die "römische katholische Kirche" nicht die älteste Kirche, den Begriff gab es erst nach der Reformation...
 
Klavierspielerin2 07.08.2025 16:09
Nenne mir einfach den Namen der ältesten Kirche.
 
Sherezade 07.08.2025 18:56
Antiochien war vor Rom... wenn man der Kirchengeschichte nicht traut... findet man so auch in der Schrift...
Ex oriente lux...
 
Klavierspielerin2 07.08.2025 18:57
...und wann haben die einen Bibelkanon zusammen gestellt?
 
Klavierspielerin2 07.08.2025 20:49
Denk' doch mal nach! Aus was hatte Luther denn übersetzen sollen, das Konzil von Trient fand erst 1545 statt.

Nochmal die Empfehlung, eine Koryphäe in seinem Fach, Prof. Berger war Professor für Neutestamentliche Theologie an der Theologischen Fakultät der (evangelischen ) Universität Heidelberg. Einer der führenden Neutestamentler:

" Das Neue Testament und frühchristliche Schriften
Vollständige Sammlung aller ältesten Schriften des Urchristentums- übersetzt von Klaus Berger und Christiane Nord"
https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/A100064110
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