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Kommentare

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Shira 30.06.2026 09:47
 
Shira 30.06.2026 09:49
 
 
 
 
Shira 30.06.2026 10:24
 
hansfeuerstein 30.06.2026 15:11
Vielleicht braucht es einfach dieses unabhängige Korrektiv, welches als Gegenthese präsent bleibt. Man ist sowieso mit allem und jedem im Gespräch und in Ökumene, man muss sich nur auch an der Stelle der eigenen Tradition gegenüber noch noch öffnen und nicht verschliessen. Freilich geht es inzwischen auch sehr um politische Zielsetzungen, die weit über die Kirche hinausreichen....
 
hansfeuerstein 30.06.2026 16:54
 
Engelslhaar 30.06.2026 18:49
Das ist kein unabhängiges Korrektiv, sondern die Spaltung!
Wer dem Nachfolger des Apostels Petrus den Gehorsam verweigert ist schlimmer als die Kirchenspalter aus anderen Reihen.
Wie Papst Leo es sagte: Wer das ungeteilte Gewand Jesu zerteilen will, begeht eine schwere Sünde!
 
Engelslhaar 30.06.2026 18:57
Und Bischof Schneider hat gar nix zu sagen, er kann sich nicht über den Papst stellen, das macht er ja auch sonst sehr gerne, das steht ihm nicht zu.
 
hansfeuerstein 30.06.2026 22:17
Das sehe ich ebem im Kontext. Denn auf der anderen Seite unternimmt man nichts gegen die Unterminierung des Glaubens. Wenn man sieht, was der gesamte Synodale Weg unter Beteiligung soger von vielen Bischöfen besprochen hatte, so waren dies Dinge, die von der Kirche eigentlich streng verurteilt waren. Folgen, keine. Dann, das Thema mit
Ausstellungen in Kirchen, die offen blasphemisch sind, sogar Aufführungen aus Stripclubs bleiben folgenlos. Was soll man denn davon halten, wenn nicht tatsächlich einen gewissen Notstand, zumindest für Gläubige die einen Sinn für eine Hl. Messe haben, mit all ihren Aspekten. Man fragt sich auch, wovon eigentlich überhaupt die Rede sein soll, wenn gleichzeitig ja sogar alle Religionen als Heilswege gesehen werden, einschl. Islam. Insofern ist sowieso alles nach allen Seiten offen, warum nicht auch für jene, die fest an jenem festhalten wollen, was bis zum Vat. II (Pastoralkonzil) verbindlich galt.?
 
hansfeuerstein 30.06.2026 22:22
Schliesslich hat z.B. Card. Marx seine Priester angewiesen Segnungen und Segensfeiern für Gleichgeschlechtliche zu veranstalten, in einer Form die später explizit von Rom untersagt worden war. Was soll man davon halten, kann man alle zwingen unter einem Bischof zu stehen, der im Endeffekt zu Dingen aufruft, die zumindest umstritten, und ohne Bestätigung aus Rom sind? Solche Feiern wurden abgehalten, auch predigen tun Frauen, man nennt es halt Wortgottesdienste. Im Endeffekt finden an vielen Stellen Unterminierungen statt, die folgenlos bleiben. Es schwierig unter solchen Umständen den Glauben unverfälscht zu bewahren oder gar weiterzugeben.... ich verstehe die Lage schon als kritisch.
 
Shira 30.06.2026 22:30
Wegen der Weihe morgen habe ich mich näher über die Piusbruderschaft informiert. 
Ich habe mir Vorträge angehört und Videos aus Frankreich angesehen, weil die Piusbruderschaft dort viel stärker vertreten ist. Übrigens gibt es in Frankreich schätzungsweise zwischen 100.000 und 200.000 Katholiken, die regelmäßig die überlieferte lateinische Messe besuchen.

Dabei ist mir etwas bewusst geworden, dass wir Katholiken die katholische Lehre heute nicht mehr so vollständig überliefert bekommen wie frühere Generationen. Es sind oft kleine Details, die nach und nach verschwinden. Jedes einzelne Detail mag unbedeutend erscheinen, aber viele kleine Veränderungen ergeben am Ende nicht mehr dieselbe Lehre und dieselbe Glaubenspraxis, die unsere Eltern und Großeltern noch kannten.

Auch die Übersetzungen in die Landessprachen geben nicht immer den ganzen Gehalt des lateinischen Originals wieder. Hinzu kommt, dass manche Dinge einfach weggelassen wurden. Ein Beispiel ist das Filioque im Credo. Dieser kleine Zusatz ist theologisch keineswegs nebensächlich. Über solche Fragen wurden in der Kirchengeschichte ganze Konzilien abgehalten. Heute wird das Filioque bei manchen ökumenischen Anlässen weggelassen, um orthodoxe Christen nicht vor den Kopf zu stoßen.  Damit geht ein Stück katholischer Identität verloren.

Ebenso habe ich den Eindruck, dass man aus Rücksicht auf Protestanten manches vermeidet, (z.B. Maria) was eindeutig katholisch ist. Gleichzeitig habe ich ökumenische Gottesdienste gesehen, bei denen sogar eine Buddhafigur auf einem Altar Platz fand. Manchmal frage ich mich überspitzt, ob wir irgendwann sogar noch den Koran küssen sollen, damit alle zufrieden sind. Gemeinsam den einen Gott anzubeten ist bereits Realität - aber um welchen Gott geht es dann noch, wenn die Unterschiede der Religionen kaum noch benannt werden? Hauptsache, wir verstehen uns mit allen. Dass dabei die katholische Lehre immer mehr verwässert wird, scheint für viele kein Problem mehr zu sein.

Jetzt verstehe ich auch besser, warum mir viele heutige Gottesdienste so fremd vorkommen. Ich erinnere mich noch sehr gut an die Liturgie meiner Kindheit. Dort stand Gott im Mittelpunkt. Er wurde angebetet. Heute habe ich oft den Eindruck, dass Gott eher als ein verständnisvoller Kumpel dargestellt wird, der ohnehin alles gutheißt. Mir fehlt oft die Ehrfurcht und die Ausrichtung auf die Anbetung Gottes.

Ich hatte gehofft, dass Papst Leo manches wieder korrigieren würde. Tatsächlich hat er bereits einige Entscheidungen seines Vorgängers zurückgenommen. Papst Franziskus war schon aus seiner Zeit in Argentinien dafür bekannt, dass er kirchliche Disziplin anders verstand als viele seiner Vorgänger.

Besonders nachdenklich hat mich eine Rede von Papst Leo gemacht. Er sprach davon, dass in der Politik ein Nein oft kein Nein mehr sei und ein Ja kein Ja mehr, weil man sich einer Sprache bediene, die absichtlich mehrdeutig sei, um sich nicht festlegen zu müssen und unangreifbar zu bleiben.

Für mich ist das Dokument "Fiducia supplicans" ein typisches Beispiel dafür. Man kann den Text unterschiedlich interpretieren. In der Praxis werden jedoch vielerorts homosexuelle Paare gesegnet. Das ist die Realität. Deshalb halte ich die Formulierungen des Dokuments für so offen, dass letztlich jeder hineinlesen kann, was er möchte.

Je mehr ich mich mit der Piusbruderschaft beschäftige, desto mehr verstehe ich ihre Beweggründe. Ich sehe dort nicht Menschen, die eine neue Kirche gründen wollen, sondern Katholiken, die das bewahren möchten, was unsere Eltern, Großeltern und viele Generationen vor ihnen geglaubt, gelernt und praktiziert haben. Sie möchten verhindern, dass die katholische Lehre Schritt für Schritt zugunsten eines allgemeinen religiösen Einheitsdenkens verschwindet.

Ich persönlich kann dieses Anliegen inzwischen gut nachvollziehen und unterstütze es.
 
Shira 30.06.2026 22:34
hansfeuerstein Heute, 22:22 👍👍👍👍

Wo ist da die Einheit??
 
hansfeuerstein 30.06.2026 22:35
Das Thema LGBTQ ist an der Stelle überhaupt ein heikles Thema. Denn die dt. Bischofskonferenz hat sich mit Mehrheit eigentlich für die, von ROm untersagten Segensfeiern ausgesprochen. Kann man diese Leute aber dann verbindlich unter die Aufsicht dieser entspr Bischöfe stellen? Es scheint ja nur wenige Bischöfe zu geben, die sich dem nicht anschliessen wollten. Insofern ist die Lage durchaus brisant, und gerade bei solchen Weisungen wäre/ist ein Gewissensnotstand gegeben.
 
Shira 30.06.2026 23:07
Was ich außerdem nicht verstehe: Die Piusbruderschaft hat mehrfach um eine Audienz beim Papst gebeten. Ihre Anliegen jedoch immer wieder an Kardinal Fernández verwiesen, anstatt dass es zu einem persönlichen Gespräch kam.

Gleichzeitig war Zeit für Treffen mit einer anglikanischen Bischöfin, die öffentlich für das Recht auf Abtreibung eingetreten ist. Es war Zeit für Begegnungen mit Persönlichkeiten aus Sport und Unterhaltung –-sogar mit einem Fußball-Freestyler, der dem Papst zeigte, wie man einen Ball auf einem Finger balanciert.

Da frage ich mich: Wo bleibt hier das ernsthafte Bemühen um die Einheit innerhalb der eigenen Kirche? Wenn man so viel Wert auf den Dialog mit allen möglichen Gruppen legt, warum sucht man dann nicht zuerst das Gespräch mit jenen Katholiken, die sich selbst als Bewahrer der katholischen Tradition verstehen? Sollte die Einheit nicht zuerst im eigenen Haus beginnen?

 
Shira 30.06.2026 23:07
Ups......😅
 
(Nutzer gelöscht) 30.06.2026 23:14
Ich wollte mich eigentlich nicht zum Piusbrüder Thema melden , weil die für mich ehabgehakt sind .

Die Piusbrüder sind keinesfalls Bewahrer das ist ein Trugschluß, sondern Schismatiker und Herätiker.
Wird Zeit mit denen aufzuräumen.



Hier ein aktueller Artikel dazu
https://www.n-tv.de/panorama/Gehen-die-Piusbrueder-den-Weg-in-die-Exkommunizierung-id31032179.html


Cherub ✨
 
Shira 30.06.2026 23:31
Oje, Cherub. Die Wirklichkeit ist deutlich feiner und komplexer, als es der NTV-Journalist in seinem Beitrag vermittelt.
 
Shira 30.06.2026 23:39
Und überhaupt: Kirchenrecht ist von Menschen gemacht. Gottes Wort steht darüber.
 
(Nutzer gelöscht) 30.06.2026 23:48
da ist nichts mit Ohje Shira ,

Les mal den Artikel zuende , die Theologin fasst  das sehr gut zusammen und erklärt warum deren Selbstbezeichnung als Bewahrer falsch ist.

Auch hierbei muss man ganz genau hinschauen und nicht einer falschen Selbstbezeichnung ungeprüft glauben schenken.

Diese Piusbrüder sind bei Pius stehengeblieben und haben sich gegen alle Päpste ab dem 2 Vatikanischen Konzil gestellt !!!!!!!!

Gegen Alle Päpste seither  !!!
 Gegen Johannes Paul ll und gegen Benedikt und gegen Franziskus und jetzt gegen Papst Leo - Weil all diese hervorragenden Päpste sich auf das 2 Vaticanum bezogen und voll dahinterstanden.

Du irrst wenn du dich zu den Piusfritzen gesellst, weil du dann nicht mehr katholisch bist- das ist so ,- NUR mit dem Papst ist man katholisch.
Wer die Einheit verlässt ist nicht mehr katholisch.

Cherub
 
Miri21 01.07.2026 07:19
https://fsspx.news/de/news/brief-des-generaloberen-antwort-seine-heiligkeit-papst-leo-xiv-59914



Der Generalobere
An Seine Heiligkeit
Papst Leo XIV

Ecône, den 30. Juni 2026

 

Heiligster Vater,

von ganzem Herzen danke ich Eurer Heiligkeit für das Schreiben, das Sie an mich gerichtet haben.

Ich bin zutiefst gerührt von Ihrer väterlichen Fürsorge.

Schon lange war es mein sehnlicher Wunsch, die Gelegenheit zu erhalten, Eurer Heiligkeit persönlich zu begegnen, um Ihnen unsere aufrichtige Absicht, der Kirche zu dienen, von Angesicht zu Angesicht zu bekunden und darzulegen. Leider hat sich eine solche Gelegenheit bisher nicht geboten.

Ich bitte Sie lediglich, die Lauterkeit dieser unserer Absicht zu würdigen, die keineswegs vorgetäuscht ist. Es erscheint uns – so paradox es klingen mag – in der gegenwärtigen Lage als unsere ausdrückliche Pflicht, alles in unserer Macht Stehende zu tun, um das Gewand Christi wieder zusammenzufügen, welches von Kräften und Strömungen zerrissen wird, die mit einem wahrhaft katholischen Geist unvereinbar sind. So bitte ich Eure Heiligkeit lediglich darum, die Lauterkeit dieser unserer Absicht zu würdigen, bevor Sie eine Entscheidung über die Priesterbruderschaft St. Pius X. treffen. Es ist noch nicht zu spät.

Fern liegt uns der Gedanke, uns von der Römischen Kirche zu trennen: Im Gegenteil, wir wollen ihr mit außergewöhnlichen Mitteln dienen, gleich einer Mutter in Bedrängnis, die einer besonderen, nicht von allen verstandenen Hilfe bedarf. Ich bin jedoch gewiss, dass der Heilige Vater dies zu verstehen vermag.

Der Heilige Stuhl hat bewiesen, dass er sehr komplexe Situationen zu verstehen vermag und sich Zeit zu nehmen weiß.

Ich erlaube mir daher, Eure Heiligkeit in kindlicher Ergebenheit darum zu bitten, sich die für diese Unterscheidung notwendige Zeit zu nehmen.

Sollten meine Worte nicht genügen, so möchte ich Sie bitten, zwei sehr einfache Tatsachen zu erwägen. Erstens wurde die Bruderschaft bereits im Jahre 1988 aus Gründen und unter Umständen für schismatisch erklärt, die den gegenwärtigen absolut analog sind; und dennoch sprechen wir nach so vielen Jahren miteinander wie ein Vater zu seinem Sohn, und Eure Heiligkeit ermahnen mich väterlich, ein Schisma zu vermeiden, das – theoretisch – bereits stattgefunden hat. Meinen Sie nicht, dass vielleicht gerade diese Ihre Haltung, deren Fürsorge ich sehr schätze, der Beweis dafür ist, dass die Bruderschaft weder schismatisch noch der Kirche feindlich gesinnt ist?

Zweitens vertraute der Heilige Stuhl vor Jahren zwei Bischöfen der Kirche die Aufgabe an, mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. Gespräche zu führen: Exzellenz Vitus Huonder, dem damaligen, inzwischen verstorbenen Bischof von Chur, und Exzellenz Athanasius Schneider, Weihbischof von Astana. Beide haben, nachdem sie sich die notwendige Zeit genommen hatten, den zutiefst katholischen Geist der Bruderschaft festgestellt und diesen öffentlich bezeugt.

Vor allem aber erlaube ich mir, mich im Namen von Tausenden von Seelen an Sie zu wenden, die den katholischen Glauben und die religiöse Praxis dank des Apostolats der Bruderschaft wiedergefunden haben. Dies ist eine Tatsache, von der Ihre Vorgänger Kenntnis genommen haben. Diese Seelen haben nur einen Wunsch: jenen, sich durch dieses Werkzeug zu retten, welches die Vorsehung ihnen zur Verfügung gestellt hat. Sie haben gelitten und sind aufrichtig. Ich bin gewiss, dass Ihr väterliches Herz als universaler Hirt für diese sehr besondere Situation empfänglich sein wird. Eines Tages werden sich alle Schwierigkeiten zwischen dem Heiligen Stuhl und der Bruderschaft lösen. Ein Gestus des Verständnisses Ihrerseits wird – weit davon entfernt, der Einheit zu schaden – vor der Welt und allen Christen nur Ihre Sorge um die Einheit und Ihre väterliche Güte offenbaren.

Ich überlasse dies der Erwägung Eurer Heiligkeit. Von Neuem verbinde ich damit mein Gebet für Sie.

Schon seit langer Zeit, noch vor Ihrer Wahl, bete ich zur heiligen Rita in diesem unserem Anliegen: Ich habe in der Wahl eines augustinischen Papstes ein Zeichen der Hoffnung erblickt. Ich bin gewiss, dass die Heilige Fürsprache einlegen wird. Es ist nie zu spät.

Bitte segnen Sie uns.

Ich nutze diese Gelegenheit, um mich als Ihr im Herrn ergebenster Diener zu empfehlen.

Don Davide Pagliarani
 
Engelslhaar 01.07.2026 07:35
Da lobe ich mir doch die Petrus-Bruderschaft, die ich sehr schätze in Köln.
Sie haben ähnliche kritische Fragen, bleiben aber mit dem Papst verbunden und halten ihm die Treue, ohne ein Schisma zu betreiben.
 
Engelslhaar 01.07.2026 07:36
Und es ist zynisch, sich als "ergebenster Diener" zu empfehlen, wenn man die Spaltung betreibt und sich gegen den Nachfolger des Apostels Petrus stellt.
 
Luise57 01.07.2026 07:51
Mir waren die PiusBrüder nur fragmentarisch bekannt. Zum besseren Verständnis habe ich mich eingelesen.
Dazu meine Frage.Warum hat Papst Benedikt die Exkommunizierung wieder aufgehoben?
Denn am Ursprungsgedanken der Bruderschaft sich gegen das 2. Konzil stellen,hat sich doch nichts geändert.
 
Engelslhaar 01.07.2026 08:00
Hier nur ein Beispiel, wie wunderbar die Priesterweihen der Petrus-Bruderschaft sind.
Die Alte Messe, die Tridentinische Messe in Reinform!

 
Engelslhaar 01.07.2026 08:05
Zu Luises Frage habe ich Folgendes bei Katholisch.de gefunden:

Papst Benedikt XVI. hob 2009 die Exkommunikation der vier Bischöfe der Piusbruderschaft auf, um die Einheit der Kirche zu fördern und ein Schisma (eine Kirchenspaltung) zu heilen. Dies war ein Akt der Barmherzigkeit, nachdem die Bruderschaft zuvor schriftlich Treue gegenüber dem Papst bekundet hatte.
 
Luise57 01.07.2026 08:11
@ Engelshaar
Danke 🙏
 
Shira 01.07.2026 08:31
Cherub,

Den Artikel zu Ende lesen?
Ich habe mich zwei Tage lang intensiv mit dem Thema beschäftigt, mich mit den Argumenten beider Seiten auseinandergesetzt. Dagegen ist ein kurzer NTV-Artikel, der lediglich ein paar Zeilen einer Theologin zitiert, pipifax.

Die zitierte Frau hält unter anderem Vorträge bei "Evangelische Frauen in der evangelisch-lutherischen Landeskirche". Wenn es nach ihr ginge, würden wir wahrscheinich eine Päpstin haben...

Außerdem geht es hier überhaupt nicht um den Friedensgruß oder die Fürbitten. Es geht um viel grundlegendere Fragen.

Die Piusbruderschaft erkennt den Papst als rechtmäßiges Oberhaupt der katholischen Kirche an und betet in jeder heiligen Messe für ihn. Sie lehnt nicht das Papstamt ab. Ihre Kritik richtet sich gegen bestimmte Entwicklungen und Auslegungen seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil - das ist etwas anderes, als sich "gegen alle Päpste" zu stellen.

Durch die Taufe bleibe ich immer katholisch - auch wenn eine Exkommunikation die volle kirchliche Gemeinschaft unterbricht.
 
Shira 01.07.2026 08:32
Die Übertragung fängt an.
 
Engelslhaar 01.07.2026 09:39
Man kann nicht den Papst anerkennen und sich dann über alle seine Anweisungen hinwegsetzen, das ist ein eklatanter Widerspruch.
 
Shira 01.07.2026 10:40
Das ist so pauschal nicht richtig. Die Piusbruderschaft setzt sich nicht über alle Anweisungen des Papstes hinweg. Sie erkennt den Papst als rechtmäßiges Oberhaupt der katholischen Kirche an, betet in jeder heiligen Messe für ihn und bekennt sich zum Papstamt.

Sie widerspricht bestimmten Lehren, Reformen und pastoralen Entscheidungen, die sie für unvereinbar mit der bisherigen Tradition hält. Das ist ein Unterschied.

Im Übrigen hat es in der Kirchengeschichte immer wieder Heilige, Bischöfe und sogar Kirchenlehrer gegeben, die einzelnen Entscheidungen oder dem Handeln eines Papstes widersprochen haben, ohne deshalb das Papstamt abzulehnen. Kritik an einzelnen Entscheidungen ist nicht dasselbe wie die Ablehnung des Papstes.
 
Shira 01.07.2026 10:42
Die Kirchengeschichte zeigt, dass auch kirchliche Autoritäten irren können.

Ein bekanntes Beispiel ist Jeanne d'Arc. Sie wurde 1431 nach einem kirchlichen Prozess als Ketzerin verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Auf ihrer Mitra standen sinngemäß die Worte: "Ketzerin, Rückfällige, Abtrünnige und Götzendienerin."

Als sie starb, rief sie immer wieder den Namen Jesu. Augenzeugen berichten, dass ihre letzten Worte "Jesus, Jesus!" gewesen seien.

Nur wenige Jahrzehnte später wurde der Prozess für nichtig erklärt. Jahrhunderte danach sprach dieselbe katholische Kirche Jeanne d'Arc heilig.

Gerade dieses Beispiel zeigt, dass Entscheidungen kirchlicher Gerichte nicht automatisch unfehlbar sind.
 
(Nutzer gelöscht) 01.07.2026 10:47
Piusbrüder auf dem Weg der Protestanten:

Paradoxerweise wollen die Piusbrüder die katholische Kirche retten, indem sie wie die Protestanten den Papst nur anerkennen als Ehrenoberhaupt der Christenheit, wenn er sich ihrer Interpretation des Evangeliums bzw. des kirchlichen Glaubenslehre unterwirft. Der bedeutende polnische Kardinal Stanislaus Hosius, der auch Präsident des Konzils von Trient war und das die Piusbruderschaft zu Recht hoch schätzt, hat gegenüber den Protestanten seiner Zeit das gesagt, was auch gegenüber den Schismatikern unserer Zeit noch gilt: 

Catholicus non est, qui a Romana ecclesia in fidei doctrina discordat.

Katholisch kann keiner sein, der in der Lehre des Glaubens von der römischen Kirche abweicht!!

Aus Kath.net hier ganzer Artikel , 
sehr interessant auch die Kommentare unten:
https://kath.net/news/90705


Cherub
 
Shira 01.07.2026 11:24
Cherub,

Du setzt voraus, dass die Piusbruderschaft den Papst nur als eine Art Ehrenoberhaupt anerkennt. Das trifft so nicht zu. Die Piusbruderschaft erkennt den Papst als rechtmäßigen Nachfolger Petri an und betet in jeder heiligen Messe für ihn. Sie ist keine sedisvakantistische Gemeinschaft und hat nie einen Gegenpapst aufgestellt.

Der eigentliche Streit dreht sich nicht darum, ob es einen Papst geben soll, sondern um die Auslegung bestimmter Lehren und Reformen seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil. Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Das Zitat von Kardinal Hosius ist richtig. Nur stellt sich gerade die Frage, was unter der "Lehre des Glaubens" zu verstehen ist. Die Piusbruderschaft behauptet nicht, eine neue Lehre einzuführen, sondern im Gegenteil, an der überlieferten katholischen Lehre festhalten zu wollen.

Außerdem ist die Situation kirchenrechtlich deutlich komplexer, als du denkst.
Gerade deshalb hat Rom über Jahrzehnte Gespräche mit der Piusbruderschaft geführt und ihre Beichten und ihre Eheschließungen anerkannt. Wäre die Sache so eindeutig, hätte es diese Bemühungen gegeben.

Die Aussage "Wer zur Piusbruderschaft geht, ist nicht mehr katholisch" ist nicht richtig. Die Wirklichkeit ist deutlich komplizierter, und genau deswegen beschäftigt sich Rom seit Jahrzehnten mit dieser Frage.
 
(Nutzer gelöscht) 01.07.2026 11:47
Da ist garnichts komplex im Fall der Exkommunikation:


Ein exkommunizierter Priester verliert die sogenannte Beichtvollmacht (die Erlaubnis der Kirche, das Sakrament zu spenden). Eine von ihm abgenommene Beichte ist ungültig und die Lossprechung (Absolution) ist unwirksam

Wiki

Das hat folgende kirchenrechtliche Gründe:

Gültigkeit: Für eine gültige Lossprechung benötigt der Priester neben der Weihegewalt auch die rechtliche Vollmacht (facultas) seines Bischofs.
 Durch die Exkommunikation wird diese entzogen

Verbot von Gottesdiensten: Der Vatikan könnte

den Priestern der Gemeinschaft generell untersagen, öffentlich Messen zu feiern oder zu predigen.

2. Disziplinarische Strafen für Priester

Suspension (Suspendierung): Priestern der Gemeinschaft kann die Ausübung jeglicher geistlicher Ämter und Weihehandlungen (wie der Spendung von Sakramenten) bei Androhung von

Kirchenstrafen verboten werden. Wikipedia

Interdikt für Kleriker: Priester könnten mit einem

persönlichen Interdikt belegt werden, wodurch ihnen die Feier der Eucharistie und die Spendung von Sakramenten strikt untersagt würde.

Diözese Bozen-Brixen +1

Entlassung aus dem Klerikerstand: Die Höchststrafe für Priester, die fortwährend Ungehorsam (Schisma) leisten, ist die Laisierung. Dies bedeutet die dauerhafte Entlassung aus dem Priesteramt, wodurch der Betroffene wieder
rechtlich als Laie gilt.

Vorsätzliche Beichte im Normalzustand: Geht man jedoch im alltäglichen Leben bewusst zu einem Priester, der von der Kirche vom Dienst suspendiert oder exkommuniziert wurde, ist der Akt kirchenrechtlich unerlaubt. Zudem begeht der Beichtende dabei eine schwere Sünde, da er sich wissentlich außerhalb der kirchlichen Ordnung stellt.

Gegen GlÄUBIGE
: Interdikt (Verbot, Sakramente zu empfangen oder zu spenden) bis hin zur Belegung mit der Exkommunikation bei aktiver Unterstützung der unerlaubten Handlungen.

Entzug von Privilegien: Rücknahme von Ausnahmegenehmigungen (wie regulären Beicht- oder Eheschließungsvollmachten), um den Status der Gemeinschaft als „irregulär“ zu zementieren


@Shira - So wird es kommen und ich hoffe, daß Papst Leo harte Kante zeigen wird .


Cherub
 
Engelslhaar 01.07.2026 11:49
Man muss sich mal vorstellen, was eine ungültige Beichte für den Pönitenten bedeutet!
Hoffentlich weist der Priester diesen darauf  hin!
Die heilige Kommunion unwürdig empfangen!
 
Engelslhaar 01.07.2026 11:51
Shira, du willst also ernsthaft behaupten in 10.40, dass unser guter Papst Leo einer der "bösen" Päpste ist, denen man widersprechen musste?
 
Shira 01.07.2026 11:53
Über was spricht ihr?????

Seit dem Papst Franziskus gilt:

Priester der Piusbruderschaft haben gültige und erlaubte Vollmacht, Beichten zu hören. Papst Franziskus hat diese Vollmacht zunächst für das Heilige Jahr gewährt und anschließend dauerhaft verlängert.
 
Shira 01.07.2026 11:57
Das gibts doch nicht .....

Nein, das habe ich weder gesagt noch behauptet.

Ich habe lediglich auf die Kirchengeschichte hingewiesen. Es hat immer wieder Heilige gegeben, die einzelnen Entscheidungen oder dem Handeln eines Papstes widersprochen haben, ohne deshalb das Papstamt abzulehnen. Das ist ein historischer Fakt.

Daraus folgt nicht, dass Papst Leo ein "böser Papst" wäre. Zwischen der Anerkennung des Papstes und der Möglichkeit, einzelne Entscheidungen kritisch zu sehen, besteht ein großes Unterschied.
 
Shira 01.07.2026 12:03
Cherub, du zitierst allgemeine Bestimmungen des Kirchenrechts über Exkommunikation, Suspension und mögliche Strafen.

Aber genau darin liegt der Denkfehler: Du setzt voraus, dass diese allgemeinen Regeln automatisch auf die heutige Situation der Piusbruderschaft zutreffen.

Tatsächlich hat Papst Franziskus den Priestern der Piusbruderschaft ausdrücklich die Vollmacht erteilt, gültig und erlaubt Beichten zu hören. Außerdem hat Rom unter bestimmten Voraussetzungen auch die Assistenz bei Eheschließungen geregelt. Allein das zeigt doch, dass ihre Situation kirchenrechtlich eben nicht so einfach ist, wie du sie darstellst.

Der Rest deines Beitrags besteht aus Vermutungen: "Der Vatikan könnte …", "Priester könnten …", "So wird es kommen …". Das sind keine Tatsachen, sondern persönliche Erwartungen.

Du hoffst auf eine harte Linie. Das ist deine Meinung. Aber daraus wird noch keine kirchenrechtliche Realität.
 
Shira 01.07.2026 12:20
Joseph Ratzinger war als Kardinal und Präfekt der Glaubenskongregation in die kirchlichen Gespräche mit der Piusbruderschaft eingebunden, bevor er Papst wurde. 
Später hat er als Papst Benedikt XVI. die Exkommunikation der Bischöfe aufgehoben. Was meint ihr warum?
 
hansfeuerstein 01.07.2026 14:27
Er hat sie aufgehoben, weil diese Bischofsweihen gültig aber unerlaubt erfolgt waren. Er hatte es damals auch gut erklärt gehabt. Eine Exkommunikation wird ja nur festgestellt nicht etwa verhängt, wie es so schön heisst. Da der Glaube dieser Bischöfe aber identisch mit dem katholischen Glauben war und ist, und ihre Intention die Weitergabe des übernommenen katholischen Glaubens ist,  kann man sie auch nicht exkommunizieren, lediglich aufgrund disziplinarischer Gründe, und das ist keine Glaubensfrage sondern eine disziplinarische Frage. Da kann ein Papst so oder so entscheiden. Die Frage der Disziplin ist insofern brisant, weil ja die Annahme des II. Vat. Konzils letztlich nur die Annahme pastoraler Handreichungen bedeutet, und explizit keine verbindlichen Glaubenssätze dort definiert wurden. Die Frage mit der "neuen Messe" ist ebenfalls heikel, weil diese nie vom Konzil intendiert war, sie wurde lediglich vom Papst approbiert, nachdem sie einfach von einigen Ländern schon praktiziert worden war, als Annäherung zur prot. Kirche. Dass dann sogar die sog. alte Messe ausgeschlossen wurde, war kirchlicherseits ebenfalls nicht rechtmässig. Das ist letztlich der innere Spannungsbogen, der nicht so leicht zu entscheiden ist. Das große Problem ist ja, dass inzwischen ein Erdrutsch an Glaubensverlust zu spüren ist, dem kaum durch immer neue "Anpassungen" begegnet werden kann. Der Spannungsbogen zwischen Synodaler Weg und St.Pius X. könnte grösser kaum sein.
 
hansfeuerstein 01.07.2026 14:38
Die Disziplin ist schon wichtig, aber der Erhalt des Glaubens halt doch wesentlich wichtiger.😉
 
hansfeuerstein 01.07.2026 14:44
Der Synodale Weg hat immerhin einen Beschluß gefasst, dass der Synodale Rat (Laien) sogar den Bischöfen Weisungen erteilen kann, die mehrheitlich dort gefasst werden, und dann verbindlich sein sollen.  D.h. wer den regulären Bischöfen untersteht, muss damit rechnen, dass dessen Entscheidungen dann künftig wesentlich vom Synodalen Rat kommen. Diese Sachlage muss man brücksichtigen.
 
hansfeuerstein 01.07.2026 14:49
Umbenennung & Satzung: Aus dem Konzept des Synodalen Rates ging die Satzung für eine sogenannte Synodalkonferenz hervor. Die Vollversammlung des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK) stimmte dieser Satzung im November 2025 zu. Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) nahm das Dokument im Februar 2026 mehrheitlich an.Reaktion aus Rom: Der Vatikan lehnt die Errichtung eines dauerhaften Gremiums, das über den bischöflichen Befugnissen steht, ab. Der Ausgang ist weiterhin ungewiss, da die Satzung zur vatikanischen Prüfung (Recognitio) vorliegt.
 
Engelslhaar 01.07.2026 17:28
Papst Leo hat sich ganz klar gegen den Synodalen Weg gestellt, gar nicht nötig, deren Beschlüsse um 14. 49 noch mal zu beschreiben.
Und ja, noch sind die Beichten der Pius-Bruderschaft gültig, nach Exkommunikation nicht mehr.

Und ja, ich habe mir ein wenig von der Zeremonie angeschaut, da wurde sehr klar in der Allerheiligenliturgie die Hierarchie betont von dem Sprecher, da stehen die Apostel ganz weit oben, alles andere ist dem untergeordnet, also hat man dem Nachfolger des Apostels Petrus zu gehorchen.
 
hansfeuerstein 01.07.2026 17:55
Aber keinerlei disziplinarische Folgen beschlossen, damit sind die Einsprüche faktisch wertlos, weil man einfach weitermacht wie angedacht. Ich denke, der Weg den St.Pius geht, ist für einige Gläubige die einzige Möglichkeit innerhalb der Kirche gläubig zu bleiben. Denn, wie gesagt ihnen stehen längst offen häritische Positionen innerhalb der Hierarchie gegenüber.....
 
Engelslhaar 01.07.2026 18:55
Das ist unlogisch, denn sie sind nicht mehr innerhalb der Kirche, wenn sie erst exkommuniziert sind.
 
Shira 01.07.2026 19:11
Der katholische Gehorsam gegenüber dem Papst ist kein absoluter Gehorsam gegenüber jeder denkbaren Handlung, sondern ein Gehorsam im Rahmen von Glaube und Moral.

"Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen"

Die Kirchengeschichte zeigt, dass nicht jede Entscheidung eines Papstes automatisch richtig oder unumstritten war. Deshalb ist in der katholischen Tradition auch Raum für begründete Kritik, ohne das Papstamt selbst abzulehnen.
 
NicetomeetFEM 01.07.2026 19:46
zu 14:44 

Dass der Synodalle Rat implementiert ist sagt mit klar, dass die deutschen Bischöfe nun Logenbrüdern weisungsbedingt  sind.

Und Logenbrüder haben eine übliche Standardvorgehensweise.

Diese Vorgehensweise zeigt  sich an  der Entwicklung von ehemals von deutschen Kleinstaaten zu immer größeren Gebilden mit initiierten Fürsten. Und schliesslich deren Sturz.

Mag das organisationshierarchisch garnicht bis an die Spitze in die  USA denken.

Da fragt der bischof wenn er springen muß, nur noch wie hoch, und nicht mehr warum. Sonst wird das Geld oder Personal abgedreht oder " Laien " ( mit organisiertem Logenhintergrund )ins System implementiert.
 
Engelslhaar 01.07.2026 19:55
Shira, absoluter Gehorsam wird nicht erwartet.
Es geht darum, wer weihebefugt ist, nach der Hierarchie kann diese nicht ohne Genehmigung des Papstes geschehen. 
Nicht  jeder kann einfach weihen wie er mag.
 
NicetomeetFEM 01.07.2026 20:00
@Engelshaar

Jeder Gläubige kann Taufen und jeder Bischof kann einen Bischof weihen.

Hab auch schon von heimlichen Bischofsweihen gehört.
 
(Nutzer gelöscht) 01.07.2026 20:02
Der Satz"Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen", ist hier nicht zutreffend-

Die Piusfritzen waren bis heute schon 5 Päpsten ungehorsam , 50 Jahre lang geht der Mist bereits ,es wird endlich mal Zeit einen Schlusspunkt zu setzen hinter diese Sache.

Wie irre und schizo ist das denn , deren Bischöfe ernennen sich selber und loben dem.Papst Gehorsam bei ihrer Ernennung ,handeln dann aber seit 50 Jahren konträr und ungehorsam gegenüber Rom und Lehramt.

Das ist in meinen Augen eine Verarschung des Papstes  ,sorry aber so ist das für mich.
Wir brauchen keine herätische Parallelkirche in der Katholischen Kirche , das ist eine Irreführung der Lehre und der Gläubigen !

Die Piusfritzen führen ihre Anhänger in die Irre ins Schisma und berauben sie des ordentlichen Bußsakraments und anderer Sakramente.

Und die rechtmäßigen papsttreuen Katholiken brauchen sich hoffentlich endlich NICHT mehr von irgendwelchen Radikalen Traditionellen vorschreiben zu lassen ,dass ihre neuen Messen nach 1965 schlecht seien.

Ich jedenfalls kann deren Quatsch und Anmaßung und Kritik nicht mehr hören .
Ich wäre echt froh wenn die Trennung klar und deutlich vollzogen wird und die Piusfritzen nicht mehr zur Katholischen Kirche dazugehörigen werden.
Das bringt Klarheit für Alle.

Cherub
 
(Nutzer gelöscht) 01.07.2026 20:05
HALLLOOO !!!

ES geht um meeehhhr , es geht um die Ablehnung des 2 Vatikanischen Konzils !! 

Alle Päpste seitdem richteten ihr Amt und das Lehramt nach dem 2 Konzil aus !

Die Piusbrüder sind schon seit 50 Jahren !!
Ungehorsam !!

Wie lange denn noch ?????????

Cherub
 
Shira 01.07.2026 20:24
Engelshaar,

Da bin ich im Grundsatz bei dir: Nach katholischem Kirchenrecht ist die Bischofsweihe ohne päpstliches Mandat nicht erlaubt. Genau deshalb war die Weihe der vier Bischöfe 1988 der Auslöser für die Exkommunikation.

Der entscheidende Punkt ist aber die Unterscheidung zwischen "ungültig", "unerlaubt" und "schismatisch". Eine Weihe kann kirchenrechtlich unerlaubt sein, aber trotzdem gültig sein, wenn die Weihegewalt vorhanden ist. Und die Frage, wie genau die Piusbruderschaft kirchenrechtlich einzuordnen ist, wird eben nicht nur über diesen einen Punkt entschieden.

Darum ist es zu kurz gegriffen, das gesamte Thema allein auf "fehlende Genehmigung des Papstes" zu reduzieren.

Zudem in der Apostelgeschichte werden Älteste und Gemeindeleiter eingesetzt, aber nicht durch eine allgemeine päpstliche Ernennung. Auch in den ersten Jahrhunderten der Kirche wurden Bischöfe häufig von den Bischöfen der jeweiligen Region unter Beteiligung von Klerus und Gläubigen gewählt. Die heutige Praxis, dass der Papst die Bischöfe ernennt, hat sich erst im Laufe der Kirchengeschichte entwickelt.
 
Shira 01.07.2026 20:33
Das habe ich heute gelesen unter einem Video:

Über die aktuellen Ereignisse rund um die Bischofsweihe der Piusbruderschaft und dem Doppelmoral von Prevost.

Leo XIV: Heuchelei und falsche Barmherzigkeit im Gewand eines Lammes.

Barmherzigkeit für alle Häretiker und wahren Schismatiker und rigerose Strenge und Exkommunikationsandrohung für die Piusbruderschaft.

Segen für Homosexuelle, Segen für Häretiker, Segen für „Frauenbischöfe“, Segen für die von den Kommunisten in China ernannten Bischöfe.
Aber für die Piusbruderschaft und ihre zukünftigen Bischöfe:
Strenge, Drohung und Exkommunikation.

Zitat von seinem Schreiben an "anglikanische Bischöfin" Mullaly:
"“Wir sind eins! Das sind wir doch schon! Lasst es uns erkennen, erleben und sichtbar machen!”
„Ich weiß, dass das Amt, für das Sie ausgewählt wurden, ein verantwortungsvolles ist, das nicht nur Aufgaben in der Diözese Canterbury, sondern in der gesamten Church of England sowie in der gesamten Anglikanischen Gemeinschaft umfasst
(…)
Mit diesen brüderlichen Grüßen erbitte ich für Sie den Segen des allmächtigen Gottes, während Sie Ihre hohen Aufgaben übernehmen. Möge der Heilige Geist auf euch herabkommen und euch im Dienst des Herrn fruchtbar machen.”

Während Prevost der Piusbruderschaft schreibt:
„erfüllt von christlicher Zuneigung flehe ich Sie an und bitte Sie von ganzem Herzen: Kehren Sie bitte um!
(…)Ich bete für Sie, denn das nahtlose Gewand Christi zu zerreißen, ist eine Sünde von äußerster Schwere.“

Offensichtlicher kann der Doppelmoral nichtmehr sein!
Ist das nicht Heuchelei in Vollkommenheit?
Wird da nicht Judas selbst in falscher Liebe übertroffen, sich in der Hölle umdrehen und applaudieren?

Alle sind willkommen - weil sowieso wie Glaubenspräfekt Tucho öfters festgestellt hat-  alle in den Himmel kommen.
-Nur eben nicht die "rückwärts gerichteten intoleranten" Katholiken, die an der seit Jahrhunderten überlieferten Tradition festhalten.

Was muss noch passieren, bis die Katholiken erkennen, dass dieser Mann nicht Jesus Christus, sondern dem Teufel dient?

“An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen. Erntet man etwa von Dornen Trauben oder von Disteln Feigen?Jeder gute Baum bringt gute Früchte hervor, ein schlechter Baum aber schlechte.
Ein guter Baum kann keine schlechten Früchte hervorbringen und ein schlechter Baum keine guten. Jeder Baum, der keine guten Früchte hervorbringt, wird umgehauen und ins Feuer geworfen. An ihren Früchten also werdet ihr sie erkennen.” (Mat 7,16-20)
---------------------
Ich sage nicht, dass Leo den Teufel dient, aber irgendwas stimmt in Rom nicht.
 
hansfeuerstein 01.07.2026 20:47
@Cherub, nach dem Konzil kann man nichts ausrichten, weil seine Intention nur pastoral war.
Es ist im Gegenteil so, man muss seine Texte im Lichte der Tradition, also der Lehre zuvor lesen und messen. Sie gibt die wahre Lesart vor. Denn die Lehre selber ist unveränderlich, da auf der reinen Wahrheit gründend.  Ich selber hätte auch lieber keine Abtrennung, aber die gesamte Entwicklung seit den unrühmlichen 60iger Jahren, die ja begleitet waren von allgemeinem Kulturkampf, Sozialismus, Kommunismus etc. hat auch den revolutionären Gedanken mitten in die Kirche getragen. Es Sachen abgeräumt und aufgegeben, die man wohl besser nicht aufgegeben hätte.
 
hansfeuerstein 01.07.2026 20:49
@Shira, politische Zielsetzungen spielen eine enorme Rolle..
 
(Nutzer gelöscht) 01.07.2026 20:51
Shira -

In Rom stimmt alles , der Stellvertreter Christi handelte immer schon im Heiligen Geist.

Die Katholische  Kirche läßt sich NiCHT auf eine bestimmte Zeit reduzieren und festtackern , das mußt Du und deinesgleich mal begreifen !!

Du hast Katholisch sein und Kirche nicht verstanden ! 
Das Lehramt nicht nur von einer bestimmten Zeit / Epoche  geprägt ,es  ist kein Museumsstück sondern zukunftsweisend und begleitet von Offenheit und Erweiterung ! 

Das ll Vatikanische Konzil solltest du mal durchlesen und beherzigen , Es ist DIE Antwort der Katholischen Kirche HEUTE !

Auf dieser Basis  sind die guten Wünsche Papst Leos an die Anglikanerin oder andere EKD Mitglieder völlig richtig und null falsch Moral !!

Außerdem sind all diese ökumenischen Bekundungen beiderseitig erwünscht ,weil sie sich in diese neue Offenheit nach sem 2 Konzil einfügen !!

Nicht einfügen tun sich die Piusbrüder , weil sie entgegengesetzt zu allen Beschlüssen agieren und deshalb sich selber ausschließen und letztlich nicht willkommen  mehr sind .


Cherub
 
hansfeuerstein 01.07.2026 21:02
Die katholische Kirche stellt allerdings das Lehramt selbst über den Papst. Es gab sogar Päpste die sind später verurteilt worden, und Aussagen von ihnen ebenfalls. 😉 Ich stelle z.B. schon eine wesentliche Änderung fest. Die politischen Predigten, die unter Franziskus üblich waren, sind fast gänzlich verschwunden, und durch "echte" Predikten ersetzt worden. Es gibt immerhin schüchternen Einspruch aus Rom gegen das entfesselte Handeln im deutschssprachigen Raum, das sich zu verselbständigen drohte und noch immer droht.
 
hansfeuerstein 01.07.2026 21:11
Wer z.B. häretische Ansichten offen vertritt, exkommuniziert sich nach katholischer Lehre selbst, ohne, dass es dazu einen formalen Akt braucht..... das Ganze ist anspruchsvoll und interessant.
 
Shira 01.07.2026 21:14
Ja, Hans, ich glaube, du hast recht. Ich habe darüber nachgedacht. Ich habe den Eindruck, dass hier längst nicht mehr nur theologische Fragen eine Rolle spielen, sondern auch ganz unterschiedliche politische Ziele. Das würde jedenfalls erklären, warum die Fronten so verhärtet sind. Warum spricht man darüber nicht offen?
 
hansfeuerstein 01.07.2026 21:18
Man konnte nun wirklich segensreiche Feierlichkeiten sehen, was man bei Pachamama oder Tabledance nicht unbedingt sagen kann, aber den Gutwillen entspr. Bischöfe hatte..... 
Was dient und nährt den Glauben das ist halt am Ende die entscheidende Frage.
 
(Nutzer gelöscht) 01.07.2026 21:37
Piusbruderschaft das Pharisäertum :
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Die Piusbrüder und ihre Tradition , 

Sie besteht in der bewussten Verfälschung und radikalen Verkürzung des katholischen Traditionsbegriffs – ein Götzendienst am Kalenderblatt. Schon Johannes Paul II. hat in seinem Apostolischen Schreiben "Ecclesia Dei adflicta" die Wurzel der Spaltung von 1988 mit chirurgischer Genauigkeit benannt:👉 einen "unvollständigen und widersprüchlichen Begriff der Tradition". Unvollständig, weil er den lebendigen Charakter der Überlieferung leugnet; widersprüchlich, weil er sich gegen jenes universale Lehramt stellt, dem er treu zu sein vorgibt. Wer postuliert, mit dem Jahr 1962, dem Vorabend des Zweiten Vatikanischen Konzils, sei die dogmatische und geistliche Entwicklung der Kirche an ihr unumstößliches Ende gelangt, der friert die lebendige Braut Christi in einem historischen Hochglanzmagazin ein und erklärt das Vergangene zum Absoluten.
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Ganzer Artikel :https://katholisch.de/artikel/69218-die-weihen-der-piusbruderschaft-das-pharisaeertum-der-erstarrung


👉 Es geht rein um theologische- kirchliche Fragen / Auseinandersetzung 

Auch für uns Katholiken in der Kirche  gilt :

Der Buchstabe tötet , der Geist macht lebendig !


Noch ein  guter Artikel:
https://katholisch.de/artikel/69219-von-lefebvre-bis-heute-wie-die-piusbrueder-wurden-was-sie-sind

👉 Herr Lefebvre war Franzose und sein Katholischsein war geprägt von seiner tiefen Aversion gegen die 3 Schlagworte der Französischen Revolution:

Einheit  ,Brüderlichkeit , Freiheit 
=
Egalite ,Fraternite ,Liberte 


Von Anfang an war der Ungehorsam gegen Rom ein geschichtlich politisches Hirngespinst eines wirren Franzosenbischofs ,das sollte man berücksichtigen, diese rein französische gefärbten Motive eines verwirrten Bischofs .


Cherub
 
Engelslhaar 01.07.2026 21:49
Shira, du solltest dir mal die Kommentare der Teilnehmer der Messe anschauen in französisch, da weißt du, was Sache ist.
Und: Die Feinde aus den eigenen Reihen sind die Schlimmsten und gefährlicher, wen interessiert da eine anglikanische Bischöfin.
Die Kommentare jedenfalls auf die Frage, warum sie teilnehmen.
" Was geht uns der  Papst an! Wir sind die wahre Kirche! Hoffentlich kommt das Schisma, das zeigt, wie der Papst ist, wir brauchen ihn nicht, etc"
sehr aufschlussreich, das alles!
 
Miri21 01.07.2026 22:56
Der Tod Bergoglios verdeutlicht sozusagen eine Situation weitverbreiteter Illegitimität. Von den 136 wahlberechtigten Kardinälen wurden 108 von ihm selbst „geschaffen“. Das bedeutet, dass jeder Papst, der im kommenden Konklave gewählt wird seine Autorität dadurch beeinträchtigt sein wird, dass er von falschen Kardinälen gewählt und von einem falschen Papst geschaffen wurde. 
 
hansfeuerstein 01.07.2026 23:21
Ich nehme die Piusbruderschaft als Bereicherung wahr. Der, von Pius X. verurteile sog. Modernismus hat die Macht übernommen, so ist das halt. Allerdings hat er vor den damit verbundenen Entwicklungen eindringlich gewarnt, u.a.
dem damit verbundenem Glaubensverlust. Ich wusste früher auch wenig darüber, wenn man sich aber eingehender mit den Entwicklungen befasst, versteht man vieles besser.
 
hansfeuerstein 01.07.2026 23:36
Eine weitere, wichtige Enzyklika für unsere Zeit ist wohl noch immer die Enzyklika, Pascendi:

 
hansfeuerstein 02.07.2026 12:49
Ich finde gerade auch jene Kommentare wichtig, die nicht meine Ansicht wiederspiegeln, stets danke dafür.🙂
 
Shira 02.07.2026 14:57
Engelshaar,


Stell dir vor, jemand würde den katholischen Glauben nach den Kommentaren beurteilen, die man unter manchen katholischen Beiträgen hier findet. 😅

Maßgeblich sind ihre offiziellen Aussagen und nicht das, was irgendein anonymer Nutzer ins Internet schreibt.

Wo hast du diese Kommentare gesehen? Unter der Live-Übertragung, die ich gesehen habe, waren die Kommentare deaktiviert.
 
Engelslhaar 02.07.2026 17:15
Domradio.de:

Unter den Anhängern der Piusbrüder führt die aus Rom angekündigte Feststellung eines Schismas nach den Bischofsweihen nicht zu Beunruhigung. Wenn man mit den am Montag in Écône anwesenden Gläubigen spricht, merkt man eher eine große Genugtuung.

"Das Schisma hat keine Bedeutung für mich und uns alle", sagt ein Mann um die 60 Jahre aus den USA. "Es ist wie ein Tropfen Wasser auf dem Gefieder einer Ente – es perlt einfach von uns ab." Im Gespräch wird deutlich, dass der Traditionalist mit philippinischen Wurzeln besonders dem verstorbenen Papst Franziskus und Glaubenspräfekt Víctor Manuel Fernández kritisch gegenübersteht, aber auch Papst Leo XIV. ablehnt. Er wünscht sich eine Rückkehr zur unveränderlichen Lehre der Kirche und eindeutige Klarheit in der Seelsorge. "Ich bin nur für die Bischofsweihe nach Europa gekommen", sagt der US-Amerikaner. Er genieße die Gemeinschaft unter den Anhängern der Piusbruderschaft sehr – und hofft, dass sie durch das wahrscheinliche Schisma noch wächst.
 
Miri21 02.07.2026 21:16
Meine verstorbene Mutter kannte tridentinische Messen aus ihren Kindertagen. Sie kannte noch das Alte Testament. In Kreuzworträtseln konnte sie am besten die Bibelfragen beantworten. Mit dem Katechismus ist sie groß geworden. Uns hatte sie auch einen geschenkt. Sie ging immer zur Mundkommunion und erzählte von früher, als die Kirchen noch voll waren, die Leute noch bei der Wandlung knieten - heute sitzen viele, Handys klingeln... Ich habe schon Kinder gesehen, die vor dem Tabernakel Rad schlugen. Schon in meiner Jugendzeit hatte ich es erlebt, dass eine Frau sich in der Kirche eine Zigarette anzündete....

Wenn man das Haus Gottes kaum noch von einem Museum, einer Markthalle oder einem Theater unterscheiden kann, in den Predigten kaum noch von Gott die Rede ist und sie eher wie soziale Belehrungen klingen... Ist es da nicht verständlich, dass sich gerade die ältere Generation an früher wehmütig und gerne erinnert...

Gut, viele haben es nicht gewagt. Meine Mutter wäre nie in einem Gottesdienst der Piusbrüder gegangen. Aber, wahrscheinlich liegt es auch daran, dass wir ein nahegelegenes Kloster/Wallfahrtsort mit polnischen Franziskaner-Minoriten haben. Wir sind verwöhnt...

Aber nachdem meine Mutter verstorben ist und mir eine ältere Frau anbot, in eine Tridentinische Messe zu gehen, bei ihrem 90jaehrigen Bruder, der Priester ist, bin ich mit und hatte das Gefühl meiner Mutter nahe zu sein. Es endlich zu erfahren, wie das damals in ihrer Jugendzeit war. Danach bin ich auch mal in eine Messe zu den Petrusbruedern und bei den Piusbrüdern war ich auch schon, als sie zu Besuch in unserer Wallfahrtskapelle waren. Der Hauptunterschied scheint der zu sein, dass zu den Petrusbruedern hauptsächlich ältere Leute kommen, während bei den Piusbrüdern hauptsächlich jüngere Leute und Kinder sind. Sie sind in keinen schönen Kirchengebäuden.

Man lässt sie auch nicht in die Kirchen, sie halten meist nur in ihren eigenen Gebäuden Gottesdienste, während man in unserer Ortskirchen Schulfeiern, Konzerte oder gar Faschingsveranstaltungen abhält. - Nur in die Wallfahrtskapelle dürfen die Piusbrüder, aber dort finden soviel ich weiss, auch evangelische Trauungen statt.

Und was bei den Piusbrüdern toll ist, sie machen Wanderungen, bei denen gegrillt und der Rosenkranz gebetet wird. So bieten sie ein sehr abwechslungsreiches Gemeindeleben...
Es sind nicht nur Gruftis in den Gottesdiensten sondern auch Kinder und Jugendliche.

Leider hatte ich es versäumt mit meinen Kindern in eine Tridentinische Messe zu gehen, deshalb sind sie heute dem Lateinischen gegenüber ablehnend.

Leider vertreibt die moderne Amtskirche Gläubige, die dann evtl gar nicht mehr in Gottesdienste gehen oder sie müssen weit fahren um an feierlichen Messfeiern ohne Spektakel teilzunehmen. Mich verwundert es nicht, dass die Piusbrüder Zulauf haben.
 
Engelslhaar 02.07.2026 22:01
Miri, das ist schon beleidigend, wie du über die Heilige Messe schreibst! Markthalle, Theater, in Predigten wird nicht über Gott gesprochen? Im Kölner Dom und in den anderen Kirchorten, an denen ich mich aufhalte, habe ich sowas nicht erlebt, was du beschreibst, auch nicht an Urlaubsorten in katholischen Kirchen. 
Dieser Richtgeist und diese Abwertung wird auf dich zurückfallen, da bin ich mir sicher.
Nur weil sich in deiner Jugendzeit, die wohl lange her ist, sich jemand eine Zigarette angezündet hat? 
Und nur alte Leute bei der Petrus-Bruderschaft? In Köln sind viele junge Familien.
Warum soll sich die Weltkirche von 1, 4 Milliarden Gläubigen an einer Gruppierung von gerade mal ein paar hundert Priestern richten ? 
Anmaßung pur!
 
(Nutzer gelöscht) 02.07.2026 22:35
Ab heute können wir die offiziell 

 PIUS SEKTE nennen 😂🤣😂😂!

Verbannt wie der Reformator Luther 1535  😂😂!


Und die Pius Anhänger sind ab heute Sektenmitglieder 😂😂!



Text : 2.7 2026 

Die zuständige Behörde für Glaubenslehre gab im Vatikan den Ausschluss der vier neu geweihten Bischöfe sowie zwei weiterer Bischöfe aus der Kirche bekannt. Mit seinem Schreiben schließt der Vatikan allerdings nicht nur alle Beteiligten der Weihe aus der katholischen Kirche aus, sondern alle »Geistlichen, die der Priesterbruderschaft angehören«. Papst Leo XIV. hatte die Weihe im Vorhinein verboten.

Auch Laien, die der Piusbruderschaft förmlich beitreten, sind von der Spaltung und Exkommunikation betroffen. Mit dem Ausschluss aus der katholischen Kirche würden auch die durch die Piusbruderschaft gesammelten Spenden im Rahmen von Bußen sowie die von ihnen vollzogenen Eheschließungen ungültig werden und nicht mehr von der katholischen Kirche anerkannt



Informationen auch an alle 👉 Protestanten ! hier bei CsC:

Nehmt die paar Pius Anhänger die hier Blogs machen nicht mehr ernst !

 Sie repräsentieren 

NICHT die katholische Kirche und Lehre !!


Cherub 
( RKK und echt katholisch )
 
hansfeuerstein 03.07.2026 00:00
Eine kleine Anmerkung, welche die aktuelle Lage verdeutlicht: 

Im ökumenischen Dialog gibt es jedoch hohe Wertschätzung. Einige katholische Theologen und Kardinäle bezeichnen Luther, vor allem wegen seines Wirkens für die gemeinsame Rechtfertigungslehre, als „gemeinsamen Lehrer des Glaubens“

Ökumenischer Wandel: Seit dem 2. Vatikanischen Konzil hat sich das Bild gewandelt. Besonders die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre (unterzeichnet von der RKK und dem Lutherischen Weltbund) zeigte, dass viele seiner einst als häretisch verurteilten Ansichten als katholisch vertretbar gelten.

Anerkennung im Dialog: Hochrangige katholische Würdenträger wie Kardinal Johannes Willebrands oder der ehemalige Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Karl Lehmann, haben Martin Luther respektvoll als „Lehrer des Glaubens“ gewürdigt, da er die Menschen an die Barmherzigkeit und Gnade Gottes erinnerte.

Insofern, ist das alles relativ.....
 
hansfeuerstein 03.07.2026 00:41
Es bleibt eben alles gültig, lediglich unerlaubt. Unerlaubt ist in diesem Sinne natürlich auch alles was Anglikaner, Orthodoxe, Evangelische in dieser Hinsicht leisten.... und das wiederum unterliegt dann der Ökumene. 😉
 
hansfeuerstein 03.07.2026 01:24
Es ist eine Ironie der Gegenwart, dass man nun in die Ökumene mit der eigenen 2000jährigen Geschichte, seine Päpste und Heiligen gehen muss.
 
Miri21 03.07.2026 01:45
22:01 Was soll das, mir so die Worte im Mund zu verdrehen? Ich sprach vom Haus Gottes,  von Kirchenräumen, die für andere Veranstaltungen z.B. Schulfeiern, Ausstellungen usw. genutzt werden und die mangelnde Ehrfurcht bzw. unangemessene Kleidung, wie man sie heutzutage die Gotteshäuser betritt.

Ich bin nun mal keine Neukonvertitin, die sich ab und zu an Kirchenorten aufhält, sondern seit über 5 Jahrzehnten dabei. Da fällt einem der Glaubensabfall ins Auge. Man betrachtet das alles kritischer. Wenn heutzutage die meisten Volljährigen seit ihrer Erstkommunion nicht mehr in der Hl. Messe waren, das ist schon erschreckend... Wenn sich momentan so viele Erwachsene in Frankreich taufen lassen, das sind weniger die Früchte der Pastoralarbeit, sondern eher auf die Wirkung des Hl. Geistes zurückzuführen. Der Großteil unserer Eltern oder Großeltern hat es nicht geschafft, den Glauben an die nächste Generation weiterzugeben.

Je mehr Tradition, Gebet und Ehrfurcht, desto mehr fühlt sich die Jugend angezogen.
 
Engelslhaar 03.07.2026 07:57
Das zweite Vatikanische Konzil wurde von zwei heiligen Päpsten geleitet, aber  ihr wisst anscheinend  besser, was für die Kirche richtig ist. Eine kleine Splittergruppe maßt sich an, sich über den Nachfolger des Apostels Petrus zu stellen.
Die Situation in Deutschland ist nicht die Situation der Weltkirche, überall wächst die Kirche.
Sehr abwertend auch , wie hier Eltern und Großeltern betrachtet werden ( 01.45). Sogar über die eigenen Eltern erhebt man sich. Nur Gott alleine kann in die Herzen der Menschen schauen, nur Er weiß, was an Glauben vorhanden ist. Auch, wenn jemand länger nicht in der Heiligen Messe war , ist er dann verloren? Wer beurteilt das denn?
 
hansfeuerstein 03.07.2026 08:09
Das II. Vaticanische Konzil kann man auch als große Dummheit interpretieren, das sog. Aggiornomento, indem man sich vor allem der säkularen Welt, und darin der politischen Linken öffnen wollte.  Schliesslich waren damals die Seminare voll, die Orden blühten, und die Anzahl der Kirchgänger auf einem unvergleichbaren Niveau. Es wurde eröffnet unter der Maxime: wir werden keine Dogmen verkünden, und keine Lehrsätze aufstellen. Heute tut man so, als wären die Texte den Dogmen vergleichbar, und redet vom Geist des Konzils. Es war faktisch ein riesiger Bruch, der gar nicht intendiert war. Kardinal Ratzinger war eine wichtige Person darin, und er hat eine Reihe von Erklärungen abgegeben, und hatte eine viel differenziertere Sicht. Ihm war es nicht Recht, dass z.B. die alte Messe faktisch verboten wurde, das hat er in Summorum Pontificatum deutlicht gemacht. Er war auf dem Wege der Aussöhnung mit der eigenen Tradition, und genau dafür wurde er bei uns auch angefeindet, und einige seiner Erlasse wurden so von den deutschsprachigen Bischöfen schlicht ignoriert, wie z.B. seine Aufforderung zur Änderung der Wandlungsworte, da eigentlich eine falsche Übersetzung des "pro multis" mit für alle praktiziert wird. Ebenso war er für eine Trennung von Kirchenzugehörigkeit und Kirchensteuerzugehörigkeit, da er von einem viel weiter gefassten Kirchenbegriff ausging. Ingesamt, war ihm gegenüber auch eine erschreckende Ungehorsamkeit zu erkennnen.

https://www.summorum-pontificum.de/
 
Miri21 03.07.2026 08:27
Ich denke zum Beispiel an eine Erstkommunion Feier zurück, bei der folgendes zu beachten war:
Der Pastoralreferent hatte den protestantischen Pfarrer "vom anderen Ufer" eingeladen, erklärt in der Messe, bevor die Kommunion ausgeteilt wurde: Es dürfe natürlich jeder - egal welcher Konfession - den Leib Christi empfangen, man solle ihn nur nicht in das Sakko stecken sondern verzehren. In den hinteren Bänken waren die Kirchenbesucher alle mit ihren Handys beschäftigt. Zwei Damen waren in der Kirche mit extremen Dekolleté, das Einblicke bis fast zum Bauchnabel gewährte. Zum Schluss meinte der wichtigtuerische Pastoralreferent der junge Priester habe seine Sache für das erste Mal am Weissen Sonntag ganz gut gemacht usw.
Regelmäßige Kirchenbesucher waren entsetzt. Der Eindruck von vielen ist : Es gibt zu viel Laien, die sich in der Kirchengemeinde aufspielen. 

Solche Vorkommnisse gibt es bei der Tradition wahrscheinlich nicht.
 
Engelslhaar 03.07.2026 08:33
Miri, erschreckend, wie du geradezu das Negative suchst, ich nehme an solchen Feiern gar nicht teil und habe sowas auch noch nie gehört. Was bringt dich eigentlich dazu, dich ständig mit der Kleidung anderer Menschen zu beschäftigen? Siehst du darin deine Aufgabe? Warum freust du dich nicht an den Besuchern der Heiligen Messe, die deiner Meinung nach angemessen gekleidet waren? Hat Jesus Menschen nach ihrer Kleidung beurteilt? Ist er nicht gekommen, die Kranken zu heilen? 
Von fröhlichem Glauben merke ich bei dir nichts in den Beiträgen, es geht viel um Normen und "angemessene" Kleidung.
 
Autumn 03.07.2026 08:39
Shira, du schreibst, die Gottesdienste früherer Generationen seien eingehender und verständlicher gewesen.

Soweit zurück kann das aber nicht gewesen sein.
Mein Vater erzählte von den Gottesdiensten als Ministrant,
die noch in lateinischer Sprache gehalten waren und von denen er so gut wie nichts verstanden habe.
 
(Nutzer gelöscht) 03.07.2026 08:51
👉Kardinal Ratzinger / Papst Benedikt :


Und Papst Benedikt stellt dann heraus:

„Genau in diesem Zusammenspiel von Kontinuität und Diskontinui-tät auf verschiedenen Ebenen liegt die Natur der wahren Reform. "14

Offensichtlich muss die Kirche zu jeder Zeit immer wieder fragen, was denn das „Bleibende im Wandel"15 ist, was gleichsam als Zeitbeding-tes auch überholt sein kann und wie das bleibend Gültige in eine neue Zeit und eine neue Situation hinein zu übersetzen ist. Insofern geht es nicht einfach um undifferenzierte und ungeschichtliche Kontinuität, sondern um jene Form der Weiterentwicklung, in der das Wichtige und Verbind-liche neu entdeckt, zum Leuchten gebracht und besser gelebt werden kann. Reform bedeutet von daher immer auch Diskontinuität oder etwas weniger negativ formuliert Innovation. Um ihrer Identität willen kann die Kirche nicht auf Erneuerung verzichten. Dieselbe Identität setzt aber auch eine grundlegende Kontinuität voraus, deren Substanz und Gesetze immer neu gesucht werden müssen. Das ist so wird man im Anschluss an Papst Benedikt XVI. sagen können - das Wesen von Reform."




Ganzer Text / ca 20 kurze Seiten /

HERMENEUTIK der REFORM

https://tobias-lib.uni-tuebingen.de/xmlui/bitstream/handle/10900/173210/Haunerland_238.pdf?sequence=1&isAllowed=y

(Auch für Protestanten zum besseren  Verständnis interessant .)




Ps:

Der Blick auf Dekolletés oder Kleiderordnungen sind komplett fehl am Platz in der Kirche !

Es geht darum in der neuen Messen ,dass das Wesen der Kirche und Gemeinde zum Tragen kommt und zwar : 

👉Mitwirken im Weinberg in der Kurche des Herrn auch der Laien !

👉 Heute versteht man den Priester , die Sprache ist nicht mehr museal ,die Ergriffenheit geschieht in Wort und Altar und nicht mehr wie früher

 NUR im erstarrten unverständlichen Ritual !

👉 zu den Großeltern : Es gibt keine Großfamilien mehr und der Kontakt zu Großeltern ist nicht mehr so wie vor 100 Jahren ! Die Familien verändern sich ! Kapito ??


Cherub
 
Engelslhaar 03.07.2026 08:53
Guter Beitrag, Cherub!
 
Luise57 03.07.2026 08:54
Ist die Geisteshaltung im Gottesdienst oder der Messe nicht ein , wenn nicht sogar das Wichtigste?
Stellt sich mir die Frage, was ich in den Mittelpunkt stelle,.das Gute, Gottes Wort oder das Schlechte aus meiner Sicht, wie Verhalten und Kleidung.
 
hansfeuerstein 03.07.2026 09:18
Man merkt eben, dass bereits das Verständnis füreinander nur noch minder ausgeprägt ist. 

Wer denkt, es ginge nur um Dekor hat den eigentlichen Reichtum der tridentischen Messe nie verstanden, die voller Bezüge zum AT und NT ist, und in jeder Geste einen versteckten Hinweis auf bibliche Bezüge enthält. SIe ist anspruchsvoll, und sicherlich für ältere Priester auch mühemachend, mit den vielen Kniebeugen, sie ist eben eigentlich für noch jüngere Zelebranten geschrieben.  Den Opfercharakter der Hl. Messe z.B. Canon Romanus) der Tridentinische Messe betet der Priester nach der Wandlung im sogenannten Supra quae. Er bittet Gott darum, die Opfergaben gnädig anzunehmen – so wie einst die Opfer Abels, Abrahams und Melchisedeks. Denn das Opfer Christi hat in ihnen ihre alttestamentlichen Vorläufer. Das alles hat man abgeräumt, um den Gottesdienst einfacher und der evangelischen Seite annehmbarer zu machen. Man könnte hier endlos ausführen, was denn Fortschritt eigentlich bedeuted, und wohin wir da reisen, in die freie Geschlechterwahl, die Ehe für alle, pomiskuität, wenn denn Liebe dabei sei, Einheit im Glaube letzlich mit allen Religionen, usw. Man bleibt schliesslich nicht stehen. Dass sich die Familien und Generationen in den westlichen Ländern entfremden, weil jeder nach "der großen Freiheit No. 7" lechzt, und dabei jeder irgend einem Ziel hinterherrennt, indem er das Wesentliche vergisst, ist doch ein hinterfragbarer Fortschritt. Immer mehr Länder leben in Armut und Mangel, und dennoch geht der "Fortschritt" rasant in die Richtung, dass immer weniger Menschen von Arbeit werden leben können. Eine Lösung ist nicht in SIcht, nicht einmal angedacht.... in der Kunst und im Design ist Hässlichkeit und Disharmonie das Höchste der Gefühle, während Harmonie und Schönheit verdacht erweckt. All diese DInge werden nicht einmal mehr hinterfragt, man rennt einfach mit in höchstem Tempo....
 
Miri21 03.07.2026 09:18
8:33 Was ist schlimm daran, am Weißen Sonntag eine Hl. Messe mit Erstkommunionkindern zu besuchen????? Meine Tochter ging damals selbst zum ersten Mal zum Tisch des Herrn. Mir ist ziemlich egal, wie die Leute bekleidet sind - nur sollte es so sein, dass es nicht für Gesprächsstoff sorgt...

Ich rede nicht abwertend über Eltern oder Großeltern. Meine Großeltern durfte ich nie kennenlernen. Meine Oma ist verstorben, als ich 13 Monate war. Aber ich kenne sehr viele Eltern und Großeltern, die es sehr schmerzlich erleben, dass ihre Kinder und Enkel nichts mehr mit dem Glauben anfangen können und deren Hauptgebetsanliegen es ist, dass ihre Kinder zum Glauben kommen.

Was bedeutet „Weitergabe des Glaubens"? Diese Bezeichnung beinhaltet alle christlichen Erfahrungsprozesse (Erstevangelisierung, Katechese, Liturgie, religiöse Formung, Religionsunterricht). In erster Beziehung sind die Eltern in Verbindung mit den Priestern innerhalb der christlichen Gemeinschaft für diese Glaubensweitergabe verantwortlich. Der Ausdruck „Weitergabe des Glaubens" ist ein zentraler Begriff im Bereich der Katechese und er bedeutet eigentlich dasselbe wie Evangelisierung.

Die Familie bleibt fundamentaler und unersetzbarer Ort der Glaubensweitergabe
„Die Zukunft der Evangelisierung hängt von einem großen Teil von der Hauskirche ab" (Johannes Paul II.). Es kommt darauf an, dass die Familie in Europa (und überall) daraus lebt, das Wort Gottes zu empfangen und weiterzugeben. Auf diese Weise wird sie eine Gemeinschaft, eine immer gläubigere und evangelisierendere Gemeinschaft. Die Eltern sind die ersten Verkünder des Glaubens und die Familie stellt gleichsam wie eine Hauskirche einen Ort dar, von dem aus das verkündete Evangelium ausstrahlen kann. Die Familienkatechese geht jeder anderen Form von Katechese voraus und begleitet und bereichert sie. Sie verkündet das Evangelium in einem Kontext fundamentaler menschlicher Werte; sie ist zugleich eine Katechese des Zeugnisse und des erklärenden Wortes. Sie findet mehr gelegentlich als systematisch, fortlaufend und strukturiert statt.

Viele Untersuchungen zur Weitergabe des Glaubens zeigen, dass die meisten Jugendlichen und Erwachsenen sich deshalb für den christlichen Glauben entschieden haben, weil sie ihn in der Familie empfangen haben. Von diesem Gesichtspunkt her ist nur angemessen, dass die christliche Gemeinschaft viel Energie dafür einsetzt, den Eltern bei der Aufgabe der Weitergabe des Glaubens zu helfen, damit die ersten christlichen Erfahrungen in der Familie sich auf eine angemessene und für das Kind positive Art realisieren. Eine wichtige Rolle, um den Familien dabei zu helfen und um selbst Glaubenserfahrungen zu ermöglichen, spielt die Pfarre.

Diese Situation hat sich geändert. Gesellschaft bzw. Kultur und Glaube klaffen auseinander. Die Katechese kann nicht mehr darauf aufbauen, dass die Kultur irgendwie christlich sozialisiert ist. Auch die Schule und das kulturelle Umfeld sind säkularisiert und pluralisiert. Die Schule von heute neigt zusätzlich eher dazu, die bereits schwache Evangelisierung weiter zu relativieren. Schließlich ist auch die Familie vielfältigsten pluralistischen Einflüssen ausgesetzt. Viele sind dabei ganz einfach nicht mehr imstande, einen Ort christlicher Erfahrung darzustellen. Eltern gehen nicht zu Sakramenten und beten nicht gemeinsam mit den Kindern. Sogar wenn sie Beziehung zum christlichen Glauben haben, sind sie oft unsicher und sprechen nicht darüber. Ein Kontakt mit der Pfarre oder einer anderen Glaubensgemeinschaft findet selten statt. In dieser Situation wäre es nun Aufgabe der Kirche, einen neuen missionarischen Geist zu entwickeln.

Früher wurde das christliche Leben in einer kirchlichen Gemeinschaft gelebt, wobei der regelmäßige Empfang der Sakramente besonders wichtig war.

Die Katechese ist ein zentraler Punkt in der Weitergabe des Glaubens. Die religiöse und christliche Erziehung ist immer ein schwieriges Werk gewesen, das viel Geduld erforderte. Das trifft sicher auch im aktuellen pluralistischen und säkularisierten Kontext des heutigen Europa zu. Es geht darum, die Weitergabe des Glaubens für die nachfolgenden Generationen zu sichern. Es sollen sich Menschen entwickeln können, die in ihrem Glauben stark motiviert sind, die mit Demut und Freude fähig sind, sich am eigenen Glauben zu erfreuen, die den Versuchungen einer entchristlichten Kultur widerstehen und die fähig sind, dieses Europa aus seinen christlichen Wurzeln heraus aufzubauen.
 
Miri21 03.07.2026 09:31
👉Mitwirken im Weinberg in der Kurche des Herrn auch der Laien !

Das klingt zwar toll, aber sollte in der Praxis nicht so aussehen, dass die Laien alles besser wissen wollen und viele Köche den Brei verderben.
 
Shira 03.07.2026 09:39
Autumn,

Ich glaube, da hast du mich missverstanden. Ich habe gar nicht geschrieben, dass die Gottesdienste früher "eingehender und verständlicher" gewesen seien. Ich habe geschrieben, dass sie mir heute oft fremd vorkommen und dass ich die Liturgie meiner Kindheit als stärker auf die Anbetung Gottes ausgerichtet in Erinnerung habe. Das ist etwas anderes als die Frage, ob die Messe auf Latein oder in der Landessprache gefeiert wurde.
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