đ Was ist echter Protestantismus?
17.05.2026 15:27
đ Was ist echter Protestantismus?
17.05.2026 15:27
đ Was ist echter Protestantismus?
Dies ist fĂŒr die Bevölkerung der Vereinigten Staaten gerade jetzt eine Frage von brennendem Interesse und essentieller Bedeutung.
Wenn jener Punkt erreicht ist, an dem sich bekennende Protestanten an den Kongress und die Gerichte wenden, damit diese religiöse Streitfragen fĂŒr sie entscheiden und Gesetze erlassen, die ihre kirchlichen Dogmen durchsetzen â wenn sie darauf bestehen, das [bewaffnete] StreitkrĂ€fte eingesetzt werden, um der Bevölkerung die Anerkennung und Einhaltung religiöser GebrĂ€uche mit dem Bajonett aufzuzwingen â dann ist es an der Zeit â und zudem geboten â folgende Frage zu stellen: Ist dies Protestantismus?
Auf dem zweiten Reichstag zu Speyer, abgehalten im Jahr 1529, wurde jener ursprĂŒngliche "Protest" eingelegt, der jenen, die ihn erhoben, den Titel und Namen "Protestanten" verlieh. Bei der Zusammenfassung dieses Protests formuliert der Historiker dessen GrundsĂ€tze wie folgt: "Die in dem berĂŒhmten Protest vom 19. April 1529 enthaltenen GrundsĂ€tze bilden das eigentliche Wesen des Protestantismus. Nun wendet sich dieser Protest gegen zwei MissbrĂ€uche menschlicher Macht in Glaubensfragen: Der erste ist das Eingreifen weltlicher Obrigkeit, der zweite die willkĂŒrliche AutoritĂ€t der Kirche. An die Stelle dieser MissbrĂ€uche setzt der Protestantismus die Freiheit des Gewissens ĂŒber die Obrigkeit und die AutoritĂ€t des Wortes Gottes ĂŒber die sichtbare Kirche. ZunĂ€chst einmal weist er weltliche Gewalt in göttlichen Angelegenheiten zurĂŒck und erklĂ€rt gemeinsam mit den Propheten und Aposteln: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. In Anwesenheit der Krone Karls V. erhebt er die Krone Jesu Christi." [DâAubignĂ©, *Geschichte der Reformation*, Buch 13, Kap. 6.]
Die "Sonntags-Verantwortlichen" [der Weltausstellung] behaupten, der Sonntag wĂ€re der christliche Sabbat, er sei das Grundgesetz ihrer Religion, ja sogar die eigentliche Festung ihres Glaubens. Und sie geben vor, Protestanten zu sein. Haben sie sich nun gegen das Eingreifen der weltlichen Obrigkeit in diese bedeutende Frage ihrer Religion gewehrt? â Nein, ganz und gar nicht. Jedermann weiĂ, dass sie â weit davon entfernt, irgendein Eingreifen der zivilen Obrigkeit abzulehnen â die weltliche Obrigkeit sogar aktiv und unter Androhung von Gewalt dazu aufforderten, sich in die Diskussion und Entscheidung dieser Frage sowie in den Erlass eines Gesetzes zu ihrer Einhaltung einzumischen. Ferner verlangten sie sogar von Gerichten, sich in diese Angelegenheit einzuschalten, als das entsprechende Gesetz des Kongresses in Frage gestellt wurde und schlieĂlich forderten sie die Exekutive dazu auf, die Einmischung der weltlichen Obrigkeit mit Waffengewalt voranzutreiben. All dies wurde vor den Augen der gesamten Bevölkerung getan.
Da nun das eigentliche Wesen des Protestantismus darin besteht, dem Eingriff der weltlichen Obrigkeit in religiöse Angelegenheiten entgegenzutreten â und da jene das nicht taten â folgt daraus eindeutig, dass sie keine Protestanten sind und dass weder ihre Bewegung noch ihr Wirken dem Protestantismus entsprechen. Da dem eigentlichen Wesen des Protestantismus entspricht, dem Eingriff der weltlichen Obrigkeit in religiöse Dinge entgegenzutreten â und da diejenigen, die sich in der Sonntagsbewegung engagierten und sich als Protestanten bezeichneten, diesbezĂŒglich nicht nur keinen Widerstand entgegensetzten, sondern sogar unter Drohungen die gesamte obrigkeitliche Macht der Regierung der Vereinigten Staaten dazu aufforderten, hier einzugreifen â folgt daraus, dass diejenigen, die sich an dieser Sonntagsgesetz-Bewegung beteiligten, ĂŒberhaupt keine Protestanten sind und dass weder ihre Bewegung noch ihr Wirken in irgendeinem Sinne dem Protestantismus zuzuordnen sind.
Zweitens besteht das Wesen des Protestantismus darin, sich gegen "die willkĂŒrliche AutoritĂ€t der Kirche" zu wenden.
Nun gibt es fĂŒr die Sonntagsheiligung â in welcher Form auch immer â keine andere AutoritĂ€t als die willkĂŒrliche AutoritĂ€t der Kirche. Die WortfĂŒhrer der Sonntagsbewegung wissen dies nicht nur, sondern sie sprechen es auch offen aus. Die *American Sabbath Union* (*Âč)selbst erklĂ€rt â als Antwort auf die Forderung nach einem Beleg fĂŒr ein göttliches Gebot zur Sonntagsheiligung â in einer ihrer eigenen offiziellen Publikationen unmissverstĂ€nd-lich: "Wir rĂ€umen ein, dass es ein solches Gebot nicht gibt." Auch die *Women's Christian Temperance Union (*ÂČ) merkt in einer ihrer eigenen Veröffentlichungen - die den Wechsel des Ruhetages vom siebten auf den ersten Tag der Woche thematisiert - an, dass CHRISTUS dies "nicht geboten habe." Es existieren noch weitere derartige Aussagen â zu viele, um sie hier alle anzufĂŒhren. Wenn diese Organisationen also wissen, dass es kein göttliches Gebot zur Sonntagsheiligung gibt und wenn es allein die kirchliche Macht ist, die deren Einhaltung einfordert, so ist dies an sich schon der Beweis dafĂŒr, dass die einzige AutoritĂ€t, auf welcher diese Praxis beruht, die willkĂŒrliche AutoritĂ€t der Kirche ist.
Doch damit nicht genug. Selbst wenn es CHRISTUS geboten hĂ€tte und die Kirche die Einhaltung dieses Gebots von den Menschen fordern und ihnen das per Gesetz aufzwingen wĂŒrde, wĂ€re dies nichts anderes, als die willkĂŒrliche AutoritĂ€t der Kirche durchzusetzen, denn der HERR Selbst sagte: "Wenn jemand meine Worte hört und nicht befolgt, so richte ich ihn nicht." [JOH. 12,47] [ELB] Da CHRISTUS es jedem Menschen freistellt, Seine Worte zu befolgen oder nicht, bedeutete es fĂŒr die Kirche, wenn sie irgendeinen Menschen dazu zwĂ€nge, sich ĂŒber CHRISTUS zu stellen und das zu tun, was ER Selbst nicht tut. Und dies wiederum bedeutet an sich nichts anderes, als die willkĂŒrliche AutoritĂ€t der Kirche zu behaupten. Ob also ein göttliches Gebot zur Sonntagsheiligung existiert oder nicht â in dieser Angelegenheit bleibt das Ergebnis dasselbe. So zu verfahren, wie es die sich als protestantisch bezeichnenden Kirchen der Vereinigten Staaten getan haben und noch immer tun â indem sie die Sonntagsheiligung per Gesetz von allen fordern â ist nichts anderes, als die RechtmĂ€Ăigkeit der willkĂŒrlichen AutoritĂ€t der Kirche zu behaupten.
Weil es jedoch dem Wesen des Protestantismus entspricht, sich der willkĂŒrlichen AutoritĂ€t der Kirche entgegenzustellen und die bekennenden Protestanten der Vereinigten Staaten in der Frage der Sonntagsheiligung die willkĂŒrlichen AutoritĂ€t der Kirche nicht in Frage stellten, folgt daraus eindeutig, dass sie keine Protestanten sind. Und da das Wesen des Protestantismus darin besteht, sich der willkĂŒrlichen AutoritĂ€t der Kirche zu widersetzen â und diese bekennenden Protestanten ihr nicht nur keinen Widerstand entgegensetzten, sondern sie tatsĂ€chlich bekrĂ€ftigten und dies bis heute aufrechterhalten â folgt daraus unmissverstĂ€ndlich, dass sie ĂŒberhaupt keine Protestanten sind, ja dass weder ihre Bewegung noch ihr Wirken in irgendeinem Sinne Protestantismus darstellt.
Damit steht fest: Der Sonntagsbewegung in all ihren Teilen entgegenzutreten, Sonntagsgesetzen in all ihren Erscheinungsformen Widerstand zu leisten, das Recht von Parlamenten, Gerichten oder Exekutivorganen, die Frage der Sonntagsheiligung, oder irgendeine andere religiöse Frage, in irgendeiner Weise anzutasten, zu bestreiten und zurĂŒckzuweisen und die AutoritĂ€t einer solchen MaĂnahme, sollte sie dennoch beansprucht werden, gĂ€nzlich abzulehnen â dies, und nur dies, ist Protestantismus. Selbst unter der Annahme, der Sonntag sei der Sabbat, können jene, die ihn heiligen, nur dann Protestanten sein, wenn sie jeder Einmischung der Staatsgewalt bezĂŒglich dieser Frage entgegentreten, wenn sie jedem Versuch der Kirche widerstehen, dessen Anerkennung oder Einhaltung gesetzlich zu erzwingen und wenn sie ihr eigenes, individuelles Recht dahingehend geltend machen, ihn so zu heiligen, wie sie es - frei von jeglicher Bevormundung oder Einmischung durch Dritte - fĂŒr richtig halten.  Dies allein ist Protestantismus.
Das ist lebendige, gegenwĂ€rtige, absolute Wahrheit. Daran gibt es nichts zu deuteln. "Der Protestantismus stellt die Macht des Gewissens ĂŒber die Obrigkeit" â selbst dann, wenn sich diese Staatsgewalt als christlich und protestantisch bezeichnet und sich anschickt, einen "christlichen Sabbat" zwangsweise durchzusetzen. "Der Protestantismus stellt die AutoritĂ€t des Wortes Gottes ĂŒber die sichtbare Kirche" â selbst dann, wenn sich diese Kirche selbst als protestantisch bezeichnet. Der Protestantismus "weist weltliche Gewalt in göttlichen Angelegenheiten zurĂŒck" und spricht mit den Propheten und Aposteln: "Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen" [APG. 5,29] und das genau so, wie GOTT es gebietet, nicht so, wie Menschen es gebieten, noch so, wie Menschen behaupten, GOTT habe es geboten. Der Protestantismus widersetzt sich jedem menschlichen Eingriff â sei er nun seitens der weltlichen Obrigkeit oder der kirchlichen WĂŒrdentrĂ€ger â in das VerhĂ€ltnis zwischen irgendeiner Seele und Jesus Christus. Er weist jeden solchen Eingriff entschieden zurĂŒck und verteidigt unablĂ€ssig das göttliche Recht des Einzelnen, seinen Gottesdienst gemÀà den Geboten seines eigenen Gewissens und aus freier eigener Entscheidung heraus zu gestalten.
Dies ist Protestantismus und wahrer Protestantismus â soweit er diese Frage betrifft â besteht in einem bestĂ€ndigen, unerschĂŒtterlichen und kompromisslosen Widerstand gegen jede Form von Sonntagsgesetzgebung oder sonstiger religiöser Gesetzgebung sowie gegen jegliche Einmischung oder Kontrolle kirchlicher AmtstrĂ€ger in die Angelegenheiten der StaatsfĂŒhrung. Heute werden Protestanten benötigt, um gegen jenen abgefallenen Protestantismus zu protestieren, der derzeit mit solch anmaĂender WillkĂŒr sein Unwesen treibt.
( Alonzo T. Jones, MĂ€rz 1894 )
[ (*Âč) Die American Sabbath Union war eine historische, interkonfessionelle religiöse Organisation in den Vereinigten Staaten. Sie wurde im spĂ€ten 19. Jahrhundert gegrĂŒndet und setzte sich fĂŒr die Einhaltung eines strikten "christlichen Sabbats" (Sonntags) ein.
 (*ÂČ) Die Womanâs Christian Temperance Union (WCTU) war eine der gröĂten und einflussreichsten Frauenorganisationen weltweit, die 1874 in den USA gegrĂŒndet wurde. Neben dem Kampf gegen Alkoholkonsum setzte sie sich stark fĂŒr das Frauenwahlrecht, Sozialreformen und den Schutz vor Ausbeutung ein, spielte aber auch eine zentrale Rolle als treibende politische Kraft bei der VerschĂ€rfung und Durchsetzung von Sonntagsgesetzen (Sunday laws oder Blue laws) in den USA und anderen englischsprachigen LĂ€ndern. ]
Wenn jener Punkt erreicht ist, an dem sich bekennende Protestanten an den Kongress und die Gerichte wenden, damit diese religiöse Streitfragen fĂŒr sie entscheiden und Gesetze erlassen, die ihre kirchlichen Dogmen durchsetzen â wenn sie darauf bestehen, das [bewaffnete] StreitkrĂ€fte eingesetzt werden, um der Bevölkerung die Anerkennung und Einhaltung religiöser GebrĂ€uche mit dem Bajonett aufzuzwingen â dann ist es an der Zeit â und zudem geboten â folgende Frage zu stellen: Ist dies Protestantismus?
Auf dem zweiten Reichstag zu Speyer, abgehalten im Jahr 1529, wurde jener ursprĂŒngliche "Protest" eingelegt, der jenen, die ihn erhoben, den Titel und Namen "Protestanten" verlieh. Bei der Zusammenfassung dieses Protests formuliert der Historiker dessen GrundsĂ€tze wie folgt: "Die in dem berĂŒhmten Protest vom 19. April 1529 enthaltenen GrundsĂ€tze bilden das eigentliche Wesen des Protestantismus. Nun wendet sich dieser Protest gegen zwei MissbrĂ€uche menschlicher Macht in Glaubensfragen: Der erste ist das Eingreifen weltlicher Obrigkeit, der zweite die willkĂŒrliche AutoritĂ€t der Kirche. An die Stelle dieser MissbrĂ€uche setzt der Protestantismus die Freiheit des Gewissens ĂŒber die Obrigkeit und die AutoritĂ€t des Wortes Gottes ĂŒber die sichtbare Kirche. ZunĂ€chst einmal weist er weltliche Gewalt in göttlichen Angelegenheiten zurĂŒck und erklĂ€rt gemeinsam mit den Propheten und Aposteln: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. In Anwesenheit der Krone Karls V. erhebt er die Krone Jesu Christi." [DâAubignĂ©, *Geschichte der Reformation*, Buch 13, Kap. 6.]
Die "Sonntags-Verantwortlichen" [der Weltausstellung] behaupten, der Sonntag wĂ€re der christliche Sabbat, er sei das Grundgesetz ihrer Religion, ja sogar die eigentliche Festung ihres Glaubens. Und sie geben vor, Protestanten zu sein. Haben sie sich nun gegen das Eingreifen der weltlichen Obrigkeit in diese bedeutende Frage ihrer Religion gewehrt? â Nein, ganz und gar nicht. Jedermann weiĂ, dass sie â weit davon entfernt, irgendein Eingreifen der zivilen Obrigkeit abzulehnen â die weltliche Obrigkeit sogar aktiv und unter Androhung von Gewalt dazu aufforderten, sich in die Diskussion und Entscheidung dieser Frage sowie in den Erlass eines Gesetzes zu ihrer Einhaltung einzumischen. Ferner verlangten sie sogar von Gerichten, sich in diese Angelegenheit einzuschalten, als das entsprechende Gesetz des Kongresses in Frage gestellt wurde und schlieĂlich forderten sie die Exekutive dazu auf, die Einmischung der weltlichen Obrigkeit mit Waffengewalt voranzutreiben. All dies wurde vor den Augen der gesamten Bevölkerung getan.
Da nun das eigentliche Wesen des Protestantismus darin besteht, dem Eingriff der weltlichen Obrigkeit in religiöse Angelegenheiten entgegenzutreten â und da jene das nicht taten â folgt daraus eindeutig, dass sie keine Protestanten sind und dass weder ihre Bewegung noch ihr Wirken dem Protestantismus entsprechen. Da dem eigentlichen Wesen des Protestantismus entspricht, dem Eingriff der weltlichen Obrigkeit in religiöse Dinge entgegenzutreten â und da diejenigen, die sich in der Sonntagsbewegung engagierten und sich als Protestanten bezeichneten, diesbezĂŒglich nicht nur keinen Widerstand entgegensetzten, sondern sogar unter Drohungen die gesamte obrigkeitliche Macht der Regierung der Vereinigten Staaten dazu aufforderten, hier einzugreifen â folgt daraus, dass diejenigen, die sich an dieser Sonntagsgesetz-Bewegung beteiligten, ĂŒberhaupt keine Protestanten sind und dass weder ihre Bewegung noch ihr Wirken in irgendeinem Sinne dem Protestantismus zuzuordnen sind.
Zweitens besteht das Wesen des Protestantismus darin, sich gegen "die willkĂŒrliche AutoritĂ€t der Kirche" zu wenden.
Nun gibt es fĂŒr die Sonntagsheiligung â in welcher Form auch immer â keine andere AutoritĂ€t als die willkĂŒrliche AutoritĂ€t der Kirche. Die WortfĂŒhrer der Sonntagsbewegung wissen dies nicht nur, sondern sie sprechen es auch offen aus. Die *American Sabbath Union* (*Âč)selbst erklĂ€rt â als Antwort auf die Forderung nach einem Beleg fĂŒr ein göttliches Gebot zur Sonntagsheiligung â in einer ihrer eigenen offiziellen Publikationen unmissverstĂ€nd-lich: "Wir rĂ€umen ein, dass es ein solches Gebot nicht gibt." Auch die *Women's Christian Temperance Union (*ÂČ) merkt in einer ihrer eigenen Veröffentlichungen - die den Wechsel des Ruhetages vom siebten auf den ersten Tag der Woche thematisiert - an, dass CHRISTUS dies "nicht geboten habe." Es existieren noch weitere derartige Aussagen â zu viele, um sie hier alle anzufĂŒhren. Wenn diese Organisationen also wissen, dass es kein göttliches Gebot zur Sonntagsheiligung gibt und wenn es allein die kirchliche Macht ist, die deren Einhaltung einfordert, so ist dies an sich schon der Beweis dafĂŒr, dass die einzige AutoritĂ€t, auf welcher diese Praxis beruht, die willkĂŒrliche AutoritĂ€t der Kirche ist.
Doch damit nicht genug. Selbst wenn es CHRISTUS geboten hĂ€tte und die Kirche die Einhaltung dieses Gebots von den Menschen fordern und ihnen das per Gesetz aufzwingen wĂŒrde, wĂ€re dies nichts anderes, als die willkĂŒrliche AutoritĂ€t der Kirche durchzusetzen, denn der HERR Selbst sagte: "Wenn jemand meine Worte hört und nicht befolgt, so richte ich ihn nicht." [JOH. 12,47] [ELB] Da CHRISTUS es jedem Menschen freistellt, Seine Worte zu befolgen oder nicht, bedeutete es fĂŒr die Kirche, wenn sie irgendeinen Menschen dazu zwĂ€nge, sich ĂŒber CHRISTUS zu stellen und das zu tun, was ER Selbst nicht tut. Und dies wiederum bedeutet an sich nichts anderes, als die willkĂŒrliche AutoritĂ€t der Kirche zu behaupten. Ob also ein göttliches Gebot zur Sonntagsheiligung existiert oder nicht â in dieser Angelegenheit bleibt das Ergebnis dasselbe. So zu verfahren, wie es die sich als protestantisch bezeichnenden Kirchen der Vereinigten Staaten getan haben und noch immer tun â indem sie die Sonntagsheiligung per Gesetz von allen fordern â ist nichts anderes, als die RechtmĂ€Ăigkeit der willkĂŒrlichen AutoritĂ€t der Kirche zu behaupten.
Weil es jedoch dem Wesen des Protestantismus entspricht, sich der willkĂŒrlichen AutoritĂ€t der Kirche entgegenzustellen und die bekennenden Protestanten der Vereinigten Staaten in der Frage der Sonntagsheiligung die willkĂŒrlichen AutoritĂ€t der Kirche nicht in Frage stellten, folgt daraus eindeutig, dass sie keine Protestanten sind. Und da das Wesen des Protestantismus darin besteht, sich der willkĂŒrlichen AutoritĂ€t der Kirche zu widersetzen â und diese bekennenden Protestanten ihr nicht nur keinen Widerstand entgegensetzten, sondern sie tatsĂ€chlich bekrĂ€ftigten und dies bis heute aufrechterhalten â folgt daraus unmissverstĂ€ndlich, dass sie ĂŒberhaupt keine Protestanten sind, ja dass weder ihre Bewegung noch ihr Wirken in irgendeinem Sinne Protestantismus darstellt.
Damit steht fest: Der Sonntagsbewegung in all ihren Teilen entgegenzutreten, Sonntagsgesetzen in all ihren Erscheinungsformen Widerstand zu leisten, das Recht von Parlamenten, Gerichten oder Exekutivorganen, die Frage der Sonntagsheiligung, oder irgendeine andere religiöse Frage, in irgendeiner Weise anzutasten, zu bestreiten und zurĂŒckzuweisen und die AutoritĂ€t einer solchen MaĂnahme, sollte sie dennoch beansprucht werden, gĂ€nzlich abzulehnen â dies, und nur dies, ist Protestantismus. Selbst unter der Annahme, der Sonntag sei der Sabbat, können jene, die ihn heiligen, nur dann Protestanten sein, wenn sie jeder Einmischung der Staatsgewalt bezĂŒglich dieser Frage entgegentreten, wenn sie jedem Versuch der Kirche widerstehen, dessen Anerkennung oder Einhaltung gesetzlich zu erzwingen und wenn sie ihr eigenes, individuelles Recht dahingehend geltend machen, ihn so zu heiligen, wie sie es - frei von jeglicher Bevormundung oder Einmischung durch Dritte - fĂŒr richtig halten.  Dies allein ist Protestantismus.
Das ist lebendige, gegenwĂ€rtige, absolute Wahrheit. Daran gibt es nichts zu deuteln. "Der Protestantismus stellt die Macht des Gewissens ĂŒber die Obrigkeit" â selbst dann, wenn sich diese Staatsgewalt als christlich und protestantisch bezeichnet und sich anschickt, einen "christlichen Sabbat" zwangsweise durchzusetzen. "Der Protestantismus stellt die AutoritĂ€t des Wortes Gottes ĂŒber die sichtbare Kirche" â selbst dann, wenn sich diese Kirche selbst als protestantisch bezeichnet. Der Protestantismus "weist weltliche Gewalt in göttlichen Angelegenheiten zurĂŒck" und spricht mit den Propheten und Aposteln: "Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen" [APG. 5,29] und das genau so, wie GOTT es gebietet, nicht so, wie Menschen es gebieten, noch so, wie Menschen behaupten, GOTT habe es geboten. Der Protestantismus widersetzt sich jedem menschlichen Eingriff â sei er nun seitens der weltlichen Obrigkeit oder der kirchlichen WĂŒrdentrĂ€ger â in das VerhĂ€ltnis zwischen irgendeiner Seele und Jesus Christus. Er weist jeden solchen Eingriff entschieden zurĂŒck und verteidigt unablĂ€ssig das göttliche Recht des Einzelnen, seinen Gottesdienst gemÀà den Geboten seines eigenen Gewissens und aus freier eigener Entscheidung heraus zu gestalten.
Dies ist Protestantismus und wahrer Protestantismus â soweit er diese Frage betrifft â besteht in einem bestĂ€ndigen, unerschĂŒtterlichen und kompromisslosen Widerstand gegen jede Form von Sonntagsgesetzgebung oder sonstiger religiöser Gesetzgebung sowie gegen jegliche Einmischung oder Kontrolle kirchlicher AmtstrĂ€ger in die Angelegenheiten der StaatsfĂŒhrung. Heute werden Protestanten benötigt, um gegen jenen abgefallenen Protestantismus zu protestieren, der derzeit mit solch anmaĂender WillkĂŒr sein Unwesen treibt.
( Alonzo T. Jones, MĂ€rz 1894 )
[ (*Âč) Die American Sabbath Union war eine historische, interkonfessionelle religiöse Organisation in den Vereinigten Staaten. Sie wurde im spĂ€ten 19. Jahrhundert gegrĂŒndet und setzte sich fĂŒr die Einhaltung eines strikten "christlichen Sabbats" (Sonntags) ein.
 (*ÂČ) Die Womanâs Christian Temperance Union (WCTU) war eine der gröĂten und einflussreichsten Frauenorganisationen weltweit, die 1874 in den USA gegrĂŒndet wurde. Neben dem Kampf gegen Alkoholkonsum setzte sie sich stark fĂŒr das Frauenwahlrecht, Sozialreformen und den Schutz vor Ausbeutung ein, spielte aber auch eine zentrale Rolle als treibende politische Kraft bei der VerschĂ€rfung und Durchsetzung von Sonntagsgesetzen (Sunday laws oder Blue laws) in den USA und anderen englischsprachigen LĂ€ndern. ]
Kommentare
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Engelslhaar 22.05.2026 08:24
Engelslhaar 22.05.2026 08:48
Barka war das Lieblingslied von Johannes Paul II.Â
Falls Katholiken noch wissen, wer das ist, zur Erinnerung.
Falls Katholiken noch wissen, wer das ist, zur Erinnerung.
Engelslhaar 22.05.2026 09:01
Jeden 1. Samstag hört man das Lied in Krakau vom Turm der Marienkirche durch ein BlÀserensemble, die Menschen stehen staunend da und singen mit, es ist dort Tradition.
(Nutzer gelöscht) 22.05.2026 11:17
Zu gestern 23:51Uhr : zur Info
Das Buch ist von Richard Gutzwiller :
"Gleichnisse des Herrn "
Meine Theologie ist nur Hausgebrauch đđ,
Aber in dem Punkt muà ich berichtigen @ FrauSausewind , meine Aussage stammt aus diesem erwÀhnte Buch aus dem Gleichnis vom Unkraut im Acker :
Wenn du dich auf die Urkirche ,das Urkatholische beziehen willst , dann ist meine Aussage richtig ,Â
Ich sage nur Stichwort Donatisten ,was bereits die ersten KirchenvÀter Augustinus von Hippo 300 n.Ch als Irrlehre bezeichnet haben.
Deine Sichtweise auf Kirche ist donatistisch FrauSausewind , guck mal nach ,les mal drĂŒber , nur als Tipp ..
das ist urkatholische Lehre :
Irrtum der Donatisten: Die Donatisten forderten eine "reine Kirche" der Heiligen und wollten die SĂŒnder ausschlieĂen. Augustinus hielt dem entgegen, dass eine fehlerfreie Kirche erst im Himmelreich existieren wird. Auf Erden maĂen sich die Donatisten eine Reinheit an, die nur Gott am JĂŒngsten Tag zusteht.
Geduld und Einheit: Der Bauer im Gleichnis
verbietet es, das Unkraut vorzeitig auszureiĂen, um nicht den Weizen zu beschĂ€digen. Daraus schloss Augustinus, dass die Kirche die Trennung der Geister Gott ĂŒberlassen muss. Die Einheit der Kirche (catholica) hat Vorrang vor der moralischen Perfektion ihrer einzelnen Mitglieder.
Heiligung durch Christus, nicht durch Menschen: Gegen die donatistische Ansicht, dass die Kirche durch sĂŒndige Priester ihre GĂŒltigkeit verliert, betonte Augustinus die objektive Wirksamkeit der Sakramente. Da das Feld Christus gehört, wirken die Sakramente durch ihn und nicht durch die persönliche Heiligkeit des Spenders.
đThema Donatisten ,als frĂŒhe Irrlehre und Falsches VerstĂ€ndnis von KK, wurde in den Konzilen als HĂ€resie dokumentiert.
Stichworte fĂŒr Katholiken diesbezĂŒglich:
Optatus von Mileve und Augustinus von Hippo ĂŒber die DonatistenÂ
Das Corpus permixtumÂ
Und der Satz von Bischof Optatus von Mileve :
" Die Kirche ist im Staat und nich der Staat in der Kirche "Â
Bitte nachlesen ist wichtig fĂŒr besonders traditionelle Katholiken ,zur Bildung !
Cherub
Das Buch ist von Richard Gutzwiller :
"Gleichnisse des Herrn "
Meine Theologie ist nur Hausgebrauch đđ,
Aber in dem Punkt muà ich berichtigen @ FrauSausewind , meine Aussage stammt aus diesem erwÀhnte Buch aus dem Gleichnis vom Unkraut im Acker :
Wenn du dich auf die Urkirche ,das Urkatholische beziehen willst , dann ist meine Aussage richtig ,Â
Ich sage nur Stichwort Donatisten ,was bereits die ersten KirchenvÀter Augustinus von Hippo 300 n.Ch als Irrlehre bezeichnet haben.
Deine Sichtweise auf Kirche ist donatistisch FrauSausewind , guck mal nach ,les mal drĂŒber , nur als Tipp ..
das ist urkatholische Lehre :
Irrtum der Donatisten: Die Donatisten forderten eine "reine Kirche" der Heiligen und wollten die SĂŒnder ausschlieĂen. Augustinus hielt dem entgegen, dass eine fehlerfreie Kirche erst im Himmelreich existieren wird. Auf Erden maĂen sich die Donatisten eine Reinheit an, die nur Gott am JĂŒngsten Tag zusteht.
Geduld und Einheit: Der Bauer im Gleichnis
verbietet es, das Unkraut vorzeitig auszureiĂen, um nicht den Weizen zu beschĂ€digen. Daraus schloss Augustinus, dass die Kirche die Trennung der Geister Gott ĂŒberlassen muss. Die Einheit der Kirche (catholica) hat Vorrang vor der moralischen Perfektion ihrer einzelnen Mitglieder.
Heiligung durch Christus, nicht durch Menschen: Gegen die donatistische Ansicht, dass die Kirche durch sĂŒndige Priester ihre GĂŒltigkeit verliert, betonte Augustinus die objektive Wirksamkeit der Sakramente. Da das Feld Christus gehört, wirken die Sakramente durch ihn und nicht durch die persönliche Heiligkeit des Spenders.
đThema Donatisten ,als frĂŒhe Irrlehre und Falsches VerstĂ€ndnis von KK, wurde in den Konzilen als HĂ€resie dokumentiert.
Stichworte fĂŒr Katholiken diesbezĂŒglich:
Optatus von Mileve und Augustinus von Hippo ĂŒber die DonatistenÂ
Das Corpus permixtumÂ
Und der Satz von Bischof Optatus von Mileve :
" Die Kirche ist im Staat und nich der Staat in der Kirche "Â
Bitte nachlesen ist wichtig fĂŒr besonders traditionelle Katholiken ,zur Bildung !
Cherub
(Nutzer gelöscht) 22.05.2026 11:20
@8 PrimeNoctem8Â
ErklĂ€r du das bitte viell. im eigenen Blog fĂŒr die KatholikenÂ
 - Donatismus vs.Katholische Kirche von Augustinus von HippoÂ
Lg Cherub
ErklĂ€r du das bitte viell. im eigenen Blog fĂŒr die KatholikenÂ
 - Donatismus vs.Katholische Kirche von Augustinus von HippoÂ
Lg Cherub
(Nutzer gelöscht) 22.05.2026 15:08
Nein nein, Cheru, ich will nicht die SĂŒnder aus schlieĂen, sonst mĂŒsste ich mich ja auch ausschlieĂen, so gesehen.
SelbstverstĂ€ndlich ist keiner frei von SĂŒnde.
Es darf doch jeder am Gottesdidnst teil nehmen, dass vegrĂŒsse ich doch!đ
Ich bezog mich in meinem Post oben auf die Unaufrichtigen Menschen, die falsch listig und ungeradlinig sind, ich finde, sie schÀdigen andere Menschen.
Aber auch das ist "nur" meine Haltung und ich mache um solche Menschen einen Bogen, aber in die Kirche können sie selbstverstÀndlich schon gehen.
Also meine Ansicht ist nicht Donatistisch.
Auch nicht sektenhaft.
Sonst mĂŒsste ich doch hier stĂ€ndig Blogs eröffnen mit anderen Inhalten, als meine Blogs beinhalten.
Ich bin doch nur gegen den Modernismus.
Gegen den Zeitgeist. Möchte das meine Kirche heilig und rein bleibt.
Was ist daran verwerflich?
Es deckt sich mit allen heiligen Schriften.
Ich weiĂ aber was Du meinst und Danke fĂŒr Deine Buchempfehlung und Deinem Wink, ich möge mich bilden.đđ
Habe schon auch ur- katholische BĂŒcher, so ist das ja nicht.
Sie dienen aber weniger zur Bildung, sondern mehr zur ur- katholischen Erbauung. Ist halt mehr mein Gebiet.
Du bist wissbegierig, 8er auch, sprich,- neugierig, ihr lest anderen Stoff als ich, was ja in Ordnung ist.
Bin ja nicht gegen Vielfalt.
Ăbrigens, wenn ich Dir auch einen Tipp geben darf bezĂŒglich Treffen mit einem Mann, und Du möchtest vorher politische Ansichten geklĂ€rt haben:
Einen Menschen lernt man persönlich kennen, nicht im Internet.
Das geht nÀmlich schief. Ich weià das!
Und wenn man sich mag, ist politische Ansicht zweitrangig.
Nicht viel rum schreiben, sondern Treffen, Sofort!
Auch das rum schreiben geht schief.
Nur als kleiner, gutgemeinter Tipp von der Sause.đ
SelbstverstĂ€ndlich ist keiner frei von SĂŒnde.
Es darf doch jeder am Gottesdidnst teil nehmen, dass vegrĂŒsse ich doch!đ
Ich bezog mich in meinem Post oben auf die Unaufrichtigen Menschen, die falsch listig und ungeradlinig sind, ich finde, sie schÀdigen andere Menschen.
Aber auch das ist "nur" meine Haltung und ich mache um solche Menschen einen Bogen, aber in die Kirche können sie selbstverstÀndlich schon gehen.
Also meine Ansicht ist nicht Donatistisch.
Auch nicht sektenhaft.
Sonst mĂŒsste ich doch hier stĂ€ndig Blogs eröffnen mit anderen Inhalten, als meine Blogs beinhalten.
Ich bin doch nur gegen den Modernismus.
Gegen den Zeitgeist. Möchte das meine Kirche heilig und rein bleibt.
Was ist daran verwerflich?
Es deckt sich mit allen heiligen Schriften.
Ich weiĂ aber was Du meinst und Danke fĂŒr Deine Buchempfehlung und Deinem Wink, ich möge mich bilden.đđ
Habe schon auch ur- katholische BĂŒcher, so ist das ja nicht.
Sie dienen aber weniger zur Bildung, sondern mehr zur ur- katholischen Erbauung. Ist halt mehr mein Gebiet.
Du bist wissbegierig, 8er auch, sprich,- neugierig, ihr lest anderen Stoff als ich, was ja in Ordnung ist.
Bin ja nicht gegen Vielfalt.
Ăbrigens, wenn ich Dir auch einen Tipp geben darf bezĂŒglich Treffen mit einem Mann, und Du möchtest vorher politische Ansichten geklĂ€rt haben:
Einen Menschen lernt man persönlich kennen, nicht im Internet.
Das geht nÀmlich schief. Ich weià das!
Und wenn man sich mag, ist politische Ansicht zweitrangig.
Nicht viel rum schreiben, sondern Treffen, Sofort!
Auch das rum schreiben geht schief.
Nur als kleiner, gutgemeinter Tipp von der Sause.đ
(Nutzer gelöscht) 22.05.2026 15:17
Am Kreuz sind alle Menschen gleich.
Wenn aber das Kreuz aus ge blendet wird, entsteht eine Entfremdung von Gott,- eine Vielfalt von Kunzerbunt,- fĂŒr das Böse stehen alle TĂŒren offen.
Das darf nicht passieren.đ
Wenn aber das Kreuz aus ge blendet wird, entsteht eine Entfremdung von Gott,- eine Vielfalt von Kunzerbunt,- fĂŒr das Böse stehen alle TĂŒren offen.
Das darf nicht passieren.đ

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