-Lyndal Roper: Martin Luther: Renegade and Prophet - zeigt Luthers Widersprüche, seine vulgäre Sprache, Gewaltbereitschaft und seinen Hass gegen Juden.
- Susan C. Karant-Nunn & Merry E. Wiesner-Hanks: Luther on Women - eine Sammlung seiner Aussagen über Frauen, Ehe, Geburt und Hexen, die deutlich machen, wie abwertend er oft war.
- Martin Luther: Von den Juden und ihren Lügen - seine berüchtigte antisemitische Hetzschrift, die später sogar von den Nazis aufgegriffen wurde.
-Auch Historiker wie Thomas Kaufmann analysieren nüchtern, dass Luther im Bauernkrieg die Gewalt gegen aufständische Bauern befürwortete ("schlagt sie tot wie die tollen Hunde"
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Jetzt
Luther war ein Reformator, ungewollter Kirchengründer, Kinderlieb und ist nach wie vor nicht der Protestanten ihr Papst.
Luther war mal katholisch, direkt hat den Wert der Frau erkannt und mitgeholfen, dass deren Stellung enorm gestiegen ist (hat seiner Frau das Erbe zukommen lassen ohne Vormund, gegen die damals gültigen Landesgesetze).
Der Sonntag ist der Ruhetag und es gibt in der Ev. Kirche keine Sonntagspflicht und keinen Sonntagszwang. Ist schon befreiend.
Was zeichnet ref. Theologie aus: (die Reihenfolge stellt keine Wertung dar)
Freiheit eines Christenmenschen, das Priestertum aller Gläubigen, Pfarrer haben keine Sonderstellung
Man kann einzelne Gruppierungen stehen lassen und es ist demokratischer als die RKK.
Es gibt keine Hirarche dahingehend, dass ein Oberhaupt über der Bibel steht oder Tradition noch höher bewertet wird.
Die Rechtfertigungslehre ist sehr wichtig: Der Mensch ist wirklich verloren ohne Jesu Gnade, deshalb können Werke auch nicht (mit)erlösen.
Und weil man keine Miterlöser braucht, genügt allein der Glaube, allein Jesus, allein die Gnade. Amen.
Ref. Theologie hat eine Aufklärung erlebet, was nicht unbedingt schlecht sein muss, wenn man die eigenen Wurzeln kennt.
Die Vielfalt wie wir sie heute haben ist bezeichnend und nicht unbedingt nur schlecht. Weil niemand einen Alleinvertretungsanspruch erheben kann, kann man sich auch stehen lassen. Jedenfalls habe ich das mal so erlebt.
Und es gibt kein Kirchengesetz das eine Ehe verbieten kann. Das hab ich erst gestern gelernt, dass es das gibt. War mir bis dato gar nicht so klar ... Und boah, das fand ich schon klasse, auch wenn das eigentlich grad so gar nicht mein Thema ist, aber das ist auch Freiheit.
Wenn das jetzt zu spontan, wild und unreflektiert rüber kommen, dann darf auch gerne gelöscht werden.