Glaube schwindet – Mehrheit in Deutschland "säkular ausgerichtet"
20.05.2025 18:45
Glaube schwindet – Mehrheit in Deutschland "säkular ausgerichtet"
20.05.2025 18:45
Glaube schwindet – Mehrheit in Deutschland "säkular ausgerichtet"
"JugendTrendstudie" 2025 vorgestellt
Berlin ‐ An einen persönlichen Gott glauben offenbar immer weniger Menschen, gleich ob jung oder alt. Auch in Krisenzeiten suchen nur noch wenige Halt im Glauben. Eine neue Studie zeigt, wie säkular Deutschland wirklich denkt.
Der Glaube an Gott oder eine höhere Macht spielt bei den Deutschen laut einer Studie eine immer geringere Rolle. Demnach verneinen bei den befragten 14- bis 29-Jährigen fast 60 Prozent die Frage, ob sie an einen persönlichen Gott glauben, wie aus der am Dienstag in Berlin vorgestellten "JugendTrendstudie" 2025 hervorgeht. Dieser Wert ist laut Angaben im Vergleich zur Erhebung vor drei Jahren deutlich gestiegen (2022: 51 Prozent). Bei den Älteren zwischen 30 und 69 Jahren glauben noch mehr Menschen nicht an Gott (rund 64 Prozent).
Knapp die Hälfte aller Befragten kennt demnach auch keinen Glauben an eine überirdische Macht. Ein Drittel der Jüngeren (33 Prozent) gibt an, dass ihnen der Glauben in schwierigen Zeiten Halt gebe. Bei den Älteren sind es noch ein Viertel. Daraus lasse sich schließen, dass die Bevölkerung in Deutschland "sachlich und säkular ausgerichtet" sei, folgern die Studienautoren. Religionsgemeinschaften hätten es entsprechend schwer, die Mehrheit der Bevölkerung zu erreichen.
Insgesamt bekennen sich 55 Prozent der Befragten zu einer Religion, angeführt vom christlichen Glauben (41 Prozent). Zehn Prozent geben an, sich dem muslimischen Glauben zugehörig zu fühlen; andere Religionsgemeinschaften sind laut Angaben nur schwach vertreten.
Bei Muslimen Glaube noch deutlicher ausgeprägt
Allein bei Musliminnen und Muslimen sei der Glaube noch deutlich stärker ausgeprägt, hieß es weiter. Demnach gehört für 44 Prozent der befragten Muslime der Glaube zu den wichtigsten drei Werten in ihrem Leben. Bei Christinnen und Christen waren es 12 Prozent, die ihren Glauben als besonders wichtig bezeichneten; bei den Konfessionslosen ein Prozent.
Mit 45 Prozent geben ähnlich wie schon 2022 (44 Prozent) viele junge Menschen an, sich keinem religiösen Glauben zuzuordnen. Die mittlere Altersgruppe fühlt sich am stärksten keinem Glauben zugehörig (49 Prozent), die ältere Altersgruppe weist im Vergleich die meisten Menschen mit christlichem Glauben (46 Prozent) auf. Insgesamt seien die Glaubensunterschiede zwischen den Generationen jedoch geringfügig, hieß es.
Für die achte Trendstudie "Jugend in Deutschland 2025 mit Generationenvergleich" wurden 2.027 Personen im Alter von 14 bis 29 Jahren befragt. Für den Generationenvergleich wurden zusätzlich 4.007 Personen im Alter von 30 bis 49 und 50 bis 69 Jahren befragt. (KNA)
Berlin ‐ An einen persönlichen Gott glauben offenbar immer weniger Menschen, gleich ob jung oder alt. Auch in Krisenzeiten suchen nur noch wenige Halt im Glauben. Eine neue Studie zeigt, wie säkular Deutschland wirklich denkt.
Der Glaube an Gott oder eine höhere Macht spielt bei den Deutschen laut einer Studie eine immer geringere Rolle. Demnach verneinen bei den befragten 14- bis 29-Jährigen fast 60 Prozent die Frage, ob sie an einen persönlichen Gott glauben, wie aus der am Dienstag in Berlin vorgestellten "JugendTrendstudie" 2025 hervorgeht. Dieser Wert ist laut Angaben im Vergleich zur Erhebung vor drei Jahren deutlich gestiegen (2022: 51 Prozent). Bei den Älteren zwischen 30 und 69 Jahren glauben noch mehr Menschen nicht an Gott (rund 64 Prozent).
Knapp die Hälfte aller Befragten kennt demnach auch keinen Glauben an eine überirdische Macht. Ein Drittel der Jüngeren (33 Prozent) gibt an, dass ihnen der Glauben in schwierigen Zeiten Halt gebe. Bei den Älteren sind es noch ein Viertel. Daraus lasse sich schließen, dass die Bevölkerung in Deutschland "sachlich und säkular ausgerichtet" sei, folgern die Studienautoren. Religionsgemeinschaften hätten es entsprechend schwer, die Mehrheit der Bevölkerung zu erreichen.
Insgesamt bekennen sich 55 Prozent der Befragten zu einer Religion, angeführt vom christlichen Glauben (41 Prozent). Zehn Prozent geben an, sich dem muslimischen Glauben zugehörig zu fühlen; andere Religionsgemeinschaften sind laut Angaben nur schwach vertreten.
Bei Muslimen Glaube noch deutlicher ausgeprägt
Allein bei Musliminnen und Muslimen sei der Glaube noch deutlich stärker ausgeprägt, hieß es weiter. Demnach gehört für 44 Prozent der befragten Muslime der Glaube zu den wichtigsten drei Werten in ihrem Leben. Bei Christinnen und Christen waren es 12 Prozent, die ihren Glauben als besonders wichtig bezeichneten; bei den Konfessionslosen ein Prozent.
Mit 45 Prozent geben ähnlich wie schon 2022 (44 Prozent) viele junge Menschen an, sich keinem religiösen Glauben zuzuordnen. Die mittlere Altersgruppe fühlt sich am stärksten keinem Glauben zugehörig (49 Prozent), die ältere Altersgruppe weist im Vergleich die meisten Menschen mit christlichem Glauben (46 Prozent) auf. Insgesamt seien die Glaubensunterschiede zwischen den Generationen jedoch geringfügig, hieß es.
Für die achte Trendstudie "Jugend in Deutschland 2025 mit Generationenvergleich" wurden 2.027 Personen im Alter von 14 bis 29 Jahren befragt. Für den Generationenvergleich wurden zusätzlich 4.007 Personen im Alter von 30 bis 49 und 50 bis 69 Jahren befragt. (KNA)
Kommentare
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hansfeuerstein 20.05.2025 20:37
Man merkt es, man merkt es überall. Es bleibt nicht ohne Auswirkung.
(Nutzer gelöscht) 20.05.2025 21:44
Man könnte auch sagen lieber säkular als in einer falschen Gemeinde oder christlichen Sekte drinstecken..
Warum verbreitete sich das Christentum zur Zeit Paulus , ich denke weil die Barberei größer und offensichtlicher war damals ,zb .Menschenopfer und Sklaverei ...
Das Christentum war was Neues und eine Art sicherer friedlicher Hafen für alle.
Die Menschen heute finden halt ihren Halt 😃 auch außerhalb der Kirche ,der moderne Staat bietet viel Ablenkung und viel Humanitäres an.
Außerdem ist es Paradox zu damals ; heutzutage fühlen sich die Menschen in der säkularen Gemeinschaft so angenommen wie sie sind mit all ihren Facetten und Neigungen ..und- dafür aber in den Kirchen und Gemeinden nicht mehr so angenommen wie sie sind.
Die Kirchen und Gott werden als autoritärer Gängeler als Gouvernante gesehn ...
Cherub
Warum verbreitete sich das Christentum zur Zeit Paulus , ich denke weil die Barberei größer und offensichtlicher war damals ,zb .Menschenopfer und Sklaverei ...
Das Christentum war was Neues und eine Art sicherer friedlicher Hafen für alle.
Die Menschen heute finden halt ihren Halt 😃 auch außerhalb der Kirche ,der moderne Staat bietet viel Ablenkung und viel Humanitäres an.
Außerdem ist es Paradox zu damals ; heutzutage fühlen sich die Menschen in der säkularen Gemeinschaft so angenommen wie sie sind mit all ihren Facetten und Neigungen ..und- dafür aber in den Kirchen und Gemeinden nicht mehr so angenommen wie sie sind.
Die Kirchen und Gott werden als autoritärer Gängeler als Gouvernante gesehn ...
Cherub
hansfeuerstein 20.05.2025 22:15
Führung hat heutzutage oft mehr mit Scientology Methodik zu tun, als mit allem anderen...
paloma 21.05.2025 06:14
Das ist ein trauriges Bild,aber ich habe es nicht anders erwartet,man merkt es im Zusammenleben.
Kirchen sollten den Glauben mit dem Alltag der Gläubigen verbinden,was sie ja z.T. auch schon tun.
Gemeinschaften bilden/ soz. Räume
Gemeinschaftsaktivitäten
Kinder- u Jugendgruppen Trauer Beratung Eheberatung
Erziehungsberatung
Bibelstunden
uvm.
Alltagsrelevanz des Glaubens vermitteln
Gebetskreise
Mensch u Umwelt
Interkulturelle Angebote
Treffpunkte für Alt u Jung
Gemeinsam Singen/Loblieder lernen/Musikalität fördern
Malorte
Flüchtlingsarbeit/Patenschaften
Angebote,Schulungen zur Mitarbeit im Gottesdienst od in kirchl.Gruppen
Angebote zum Thema Glauben in Schulen
Die Frage ist: Wo sehen wir den Glauben im Alltag? Wie vermitteln wir ihn?
Gemeinschaftsangebite z.B.in den Stadtteilen finde ich so wichtig. Für mich gehört Glaube immer mit Begegnung u Gemeinschaft zusammen.
Christliche Buchhandlungen mit Leseecken und/oder Café.
Das sind Ideen,die es z.T. schon gibt,aber immer reduzierter.
So verschwinden Glaubensbezüge aus der Gesellschaft - leider!
Kirchen sollten den Glauben mit dem Alltag der Gläubigen verbinden,was sie ja z.T. auch schon tun.
Gemeinschaften bilden/ soz. Räume
Gemeinschaftsaktivitäten
Kinder- u Jugendgruppen Trauer Beratung Eheberatung
Erziehungsberatung
Bibelstunden
uvm.
Alltagsrelevanz des Glaubens vermitteln
Gebetskreise
Mensch u Umwelt
Interkulturelle Angebote
Treffpunkte für Alt u Jung
Gemeinsam Singen/Loblieder lernen/Musikalität fördern
Malorte
Flüchtlingsarbeit/Patenschaften
Angebote,Schulungen zur Mitarbeit im Gottesdienst od in kirchl.Gruppen
Angebote zum Thema Glauben in Schulen
Die Frage ist: Wo sehen wir den Glauben im Alltag? Wie vermitteln wir ihn?
Gemeinschaftsangebite z.B.in den Stadtteilen finde ich so wichtig. Für mich gehört Glaube immer mit Begegnung u Gemeinschaft zusammen.
Christliche Buchhandlungen mit Leseecken und/oder Café.
Das sind Ideen,die es z.T. schon gibt,aber immer reduzierter.
So verschwinden Glaubensbezüge aus der Gesellschaft - leider!
Engelslhaar 21.05.2025 07:20
Diese Studien, wo gerade mal 2000 oder 4000 Menschen befragt wurden, sind für mich überhaupt nicht relevant.
Ich sehe kein "trauriges Bild". Was Paloma beschreibt, ist in den Gemeinden , wo ich mich bewege, schon längst vorhanden, ein liebevolles Miteinander.
Ich sehe kein "trauriges Bild". Was Paloma beschreibt, ist in den Gemeinden , wo ich mich bewege, schon längst vorhanden, ein liebevolles Miteinander.
Engelslhaar 21.05.2025 07:22
Im Forum gibt es ja User, die sich angeblich Sorgen machen über die Kirchen und dann alles Negative auspacken. Ich vermute dahinter so eine klammheimliche Freude, was ich schlimmer finde, als sich direkt gegen die Kirchen auszusprechen.
(Nutzer gelöscht) 21.05.2025 13:30
Die Menschen und due Jugendlichen möchten sich einfach von einem Gott nichts vorschreiben lassen und sie wollen ihre Freiheiten ausleben und nicht durch Übermoral und Vorschreibungen einschränken lassen .
Außerdem halten viele gebildete junge Menschen gewisse Gläubige und ihre Strukturen für blöd und einfältig oder naiv und dumm-
wenn sie die Wissenschaften und die Entstehung des Menschen der Welt mit den merkwürdig- naiven Erklärungsnarrativen einer Bibel und Christenheit vergleichen!!
Das kann man doch keinem mehr nahebringen eine Erde die 9000 Jahre alt sein soll und 7 Tage Schöpfung und den ganzen Schmarrn !!!
Das sind doch ganz ehrlich Bekloppte und auch viele Sektenleute die das der mündigen und gebildeten jungen Generation auftischen wollen !!
Für die ist es doch schwer hinter diesem ganzen verzapften Käse Gott noch zu entdecken ....!?!
Cherub
Außerdem halten viele gebildete junge Menschen gewisse Gläubige und ihre Strukturen für blöd und einfältig oder naiv und dumm-
wenn sie die Wissenschaften und die Entstehung des Menschen der Welt mit den merkwürdig- naiven Erklärungsnarrativen einer Bibel und Christenheit vergleichen!!
Das kann man doch keinem mehr nahebringen eine Erde die 9000 Jahre alt sein soll und 7 Tage Schöpfung und den ganzen Schmarrn !!!
Das sind doch ganz ehrlich Bekloppte und auch viele Sektenleute die das der mündigen und gebildeten jungen Generation auftischen wollen !!
Für die ist es doch schwer hinter diesem ganzen verzapften Käse Gott noch zu entdecken ....!?!
Cherub

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