Hoffnung und Frieden 🕊 am 11. September
11.09.2026 07:23
Hoffnung und Frieden 🕊 am 11. September
11.09.2026 07:23
Hoffnung und Frieden 🕊 am 11. September
Herrnhuter Losung für Freitag, den 11.09.2026
David und ganz Israel tanzten mit aller Macht vor Gott her, mit Liedern, mit Harfen, mit Psaltern, mit Pauken, mit Zimbeln und mit Trompeten.
1. Chronik 13,8
Seid allezeit fröhlich!
1. Thessalonicher 5,16
Kommt, sprichst du zu den Deinen, seid wieder froh und singt! Ich schenke euch den Einen, der die Erlösung bringt. Legt ab die Trauermiene, kommt her mit freiem Schritt, nehmt eure Tamburine und tanzt im Reigen mit.
Detlev Block
www. losungen.de
David und ganz Israel tanzten mit aller Macht vor Gott her, mit Liedern, mit Harfen, mit Psaltern, mit Pauken, mit Zimbeln und mit Trompeten.
1. Chronik 13,8
Seid allezeit fröhlich!
1. Thessalonicher 5,16
Kommt, sprichst du zu den Deinen, seid wieder froh und singt! Ich schenke euch den Einen, der die Erlösung bringt. Legt ab die Trauermiene, kommt her mit freiem Schritt, nehmt eure Tamburine und tanzt im Reigen mit.
Detlev Block
www. losungen.de
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Engelslhaar 11.09.2026 07:24
Die Losungen können uns heute fröhlich stimmen! Gerne erwarte ich eure erbaulichen Beiträge!
Arina 11.09.2026 08:25
" Sie sollen loben seinen Reigen: mit Pauken und Harfen sollen sie ihm spielen."
Psalm 149,3
Singen und tanzen zu Gottes Ehren.
Psalm 149,3
Singen und tanzen zu Gottes Ehren.
Herrklavierspieler 11.09.2026 08:46
Herr,
Du kennst unser Elend:
Wir reden miteinander und verstehen uns nicht.
Wir schließen Verträge und vertragen uns nicht.
Wir sprechen vom Frieden und rüsten zum Krieg.
Zeig uns einen Ausweg.
Sende deinen Geist,
damit er den Kreis des Bösen durchbricht
und das Angesicht der Erde erneuert.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Du kennst unser Elend:
Wir reden miteinander und verstehen uns nicht.
Wir schließen Verträge und vertragen uns nicht.
Wir sprechen vom Frieden und rüsten zum Krieg.
Zeig uns einen Ausweg.
Sende deinen Geist,
damit er den Kreis des Bösen durchbricht
und das Angesicht der Erde erneuert.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
Rosenwunder 11.09.2026 09:02
Freude schöner Götterfunke,
in Christus sind wir gerborgen
und im seinem Namen geschehen
Wunder und Wundertaten- auch Heute
Darum will ich mich freuen
und seinen Namen preisen*
in Christus sind wir gerborgen
und im seinem Namen geschehen
Wunder und Wundertaten- auch Heute
Darum will ich mich freuen
und seinen Namen preisen*
paloma 11.09.2026 09:29
Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, damit du dich nicht zugrunde richtest.
Pred 7, 16
Ausgerechnet von Salomo stammt dieser Satz, der sich Weisheit von Gott gewünscht hat, als er zum König berufen wurde. Und gerade in dieser Weisheit erkennt er, dass man alles übertreiben kann u dabei manchmal das Wichtigste aus dem Blick verliert.
Manch einer wird in seiner Frömmigkeit rechthaberisch u hart.
Zwar braucht es auch Weisheit, um weder gedankenlos zu werden, noch allzu weise u damit anderen das Leben zu beschweren.
Matthias Müller betet folgendermaßen:
" Lieber Gott, wo soll ich mich innerlich entspannen, um dir und anderen Platz im Leben zu lassen?"
Wünsche euch einen fröhlichen Tag u ein ebensolches Wochenende. 🎶🐦🌳🍃🌻
Pred 7, 16
Ausgerechnet von Salomo stammt dieser Satz, der sich Weisheit von Gott gewünscht hat, als er zum König berufen wurde. Und gerade in dieser Weisheit erkennt er, dass man alles übertreiben kann u dabei manchmal das Wichtigste aus dem Blick verliert.
Manch einer wird in seiner Frömmigkeit rechthaberisch u hart.
Zwar braucht es auch Weisheit, um weder gedankenlos zu werden, noch allzu weise u damit anderen das Leben zu beschweren.
Matthias Müller betet folgendermaßen:
" Lieber Gott, wo soll ich mich innerlich entspannen, um dir und anderen Platz im Leben zu lassen?"
Wünsche euch einen fröhlichen Tag u ein ebensolches Wochenende. 🎶🐦🌳🍃🌻
abendrot1963 11.09.2026 10:17
David - Gottes auserwählter König
Gedicht
Königskrone
Ich will den Herren allzeit loben wie es David tat.
Den wunderbaren Nam` erhöhen, Name voller Gnad`.
Was hat wohl Gott, den Herrn erwogen, sich David aus zu ersehn?
Er war ein Mann nach Seinem Herzen. Sag, ist denn das nicht schön?
Es ist ein köstlich Ding dem Herrn zu danken und zu preisen Ihn.
Den Allerhöchsten zu erheben, welch ein groß Gewinn!
Denn David, ja der konnte singen, und spielen, dichten - gut.
Ein Lied zu Seines Gottes Ehre, was Er an Menschen tut.
Lobe den Herrn, meine Seele, der dir alle deine Sünd` vergibt.
Der dich aus dem Elend ziehet, der dich so sehr liebt.
David konnte fröhlich loben, seinen Gott und Herrn.
Sein Aug blickte stets nach Oben, Er hat viel gelernt.
Ich hebe meine Augen auf, vom Berg da kommt mir Hilfe her.
- Zum Himmelszelt, zum Vaterherzen fühlt gezogen er sich sehr.
"Oh Herr und Gott in jeder Not errettest Du Dein Kind!
Ich rühme, dass Du gerne hilfst, ich traue Dir ganz blind!"
Davids Freund hieß Jonathan, sie standen sich sehr nah`.
Sie teilten miteinander viel, was ihnen auch geschah.
Sie schworen sich den Treue-Eid, ihr Wandel war vor Gott.
Und David war es so sehr leid, als sein Freund erlitt den Tod.
David rechnete mit der Verheißung, nie ward er enttäuscht.
Er versteckt` sich in der Höhle, er hat Gott gelauscht.
Er sprach: "Mein Herr führt mich, stets auf rechter Bahn."
Er erreichte seine Ziele ganz nach Gottes Plan.
Es ging ihm um Gottes Ehre, auch um seines Namens Preis.
David sprach: "Oh Herr, ich höre ganz auf Dein Geheiß."
Vor dem Herrn konnt` er sich beugen, unter seine Schuld.
Deshalb konnte er bezeugen, Gottes Gnad` und Huld.
"Oh Herr, schenke mir auch heute wie Du einst getan.
Als Du David Gnade schenktest, mir zum Wandel auch fortan.
Dass in Demut ich Dich preise, auf Dein Wort mich gründe still.
Bis ich einst nach der Verheißung, treffe Dich an meinem Ziel.
(Gedicht, Autor: Heinrich Ardüser, 2005)
Gedicht
Königskrone
Ich will den Herren allzeit loben wie es David tat.
Den wunderbaren Nam` erhöhen, Name voller Gnad`.
Was hat wohl Gott, den Herrn erwogen, sich David aus zu ersehn?
Er war ein Mann nach Seinem Herzen. Sag, ist denn das nicht schön?
Es ist ein köstlich Ding dem Herrn zu danken und zu preisen Ihn.
Den Allerhöchsten zu erheben, welch ein groß Gewinn!
Denn David, ja der konnte singen, und spielen, dichten - gut.
Ein Lied zu Seines Gottes Ehre, was Er an Menschen tut.
Lobe den Herrn, meine Seele, der dir alle deine Sünd` vergibt.
Der dich aus dem Elend ziehet, der dich so sehr liebt.
David konnte fröhlich loben, seinen Gott und Herrn.
Sein Aug blickte stets nach Oben, Er hat viel gelernt.
Ich hebe meine Augen auf, vom Berg da kommt mir Hilfe her.
- Zum Himmelszelt, zum Vaterherzen fühlt gezogen er sich sehr.
"Oh Herr und Gott in jeder Not errettest Du Dein Kind!
Ich rühme, dass Du gerne hilfst, ich traue Dir ganz blind!"
Davids Freund hieß Jonathan, sie standen sich sehr nah`.
Sie teilten miteinander viel, was ihnen auch geschah.
Sie schworen sich den Treue-Eid, ihr Wandel war vor Gott.
Und David war es so sehr leid, als sein Freund erlitt den Tod.
David rechnete mit der Verheißung, nie ward er enttäuscht.
Er versteckt` sich in der Höhle, er hat Gott gelauscht.
Er sprach: "Mein Herr führt mich, stets auf rechter Bahn."
Er erreichte seine Ziele ganz nach Gottes Plan.
Es ging ihm um Gottes Ehre, auch um seines Namens Preis.
David sprach: "Oh Herr, ich höre ganz auf Dein Geheiß."
Vor dem Herrn konnt` er sich beugen, unter seine Schuld.
Deshalb konnte er bezeugen, Gottes Gnad` und Huld.
"Oh Herr, schenke mir auch heute wie Du einst getan.
Als Du David Gnade schenktest, mir zum Wandel auch fortan.
Dass in Demut ich Dich preise, auf Dein Wort mich gründe still.
Bis ich einst nach der Verheißung, treffe Dich an meinem Ziel.
(Gedicht, Autor: Heinrich Ardüser, 2005)
abendrot1963 11.09.2026 10:18
Lächelnd scheidet der Despot,
denn er weiß, nach seinem Tod
wechselt Willkür nur die Hände,
und die Knechtschaft hat kein Ende.
Armes Volk! wie Pferd und Farrn
bleibt es angeschirrt am Karrn
und der Nacken wird gebrochen,
der sich nicht bequemt den Jochen.
Sterbend spricht zu Salomo
König David: Apropos
das ich Joab dir empfehle
einer meiner Generäle.
Dieser tapfre General
ist seit Jahren mir fatal
doch ich wagte den Verhassten
niemals ernstlich anzutasten.
Du meinen Sohn, bist fromm und gut
gottesfürchtig, stark genug
und es wird dir leicht gelingen
jenen Joab umzubringen.
Das Gedicht "König David" stammt von Heinrich Heine (1797 - 1856).
denn er weiß, nach seinem Tod
wechselt Willkür nur die Hände,
und die Knechtschaft hat kein Ende.
Armes Volk! wie Pferd und Farrn
bleibt es angeschirrt am Karrn
und der Nacken wird gebrochen,
der sich nicht bequemt den Jochen.
Sterbend spricht zu Salomo
König David: Apropos
das ich Joab dir empfehle
einer meiner Generäle.
Dieser tapfre General
ist seit Jahren mir fatal
doch ich wagte den Verhassten
niemals ernstlich anzutasten.
Du meinen Sohn, bist fromm und gut
gottesfürchtig, stark genug
und es wird dir leicht gelingen
jenen Joab umzubringen.
Das Gedicht "König David" stammt von Heinrich Heine (1797 - 1856).
Herrklavierspieler 11.09.2026 13:38
FÜRBITTEN
Christus ist der Fels in der Brandung. Wir vertrauen, dass er uns Halt gibt, und bitten ihn:
■ Hilf der ganzen Kirche, vom Papst, den Bischöfen und Priestern bis hin zu allen Gläubigen, gute Früchte aus dem Glauben hervorzubringen.
■ Erbarme dich aller, denen ein Schicksalsschlag den Boden unter den Füßen weggezogen hat, und hilf ihnen, auf dich zu bauen.
■ Segne die Arbeit der Architekten und Ingenieurinnen, dass ihre Bauten Bestand haben und dem Wohl aller dienen.
■ Nimm unsere Verstorbenen in dein Reich auf.
Nimm mit unseren Bitten auch den Dank dafür an, dass wir dir vertrauen können. Ehre sei dir, unserem Herrn und Gott in Ewigkeit. – A:
Amen.
( Schott)
Christus ist der Fels in der Brandung. Wir vertrauen, dass er uns Halt gibt, und bitten ihn:
■ Hilf der ganzen Kirche, vom Papst, den Bischöfen und Priestern bis hin zu allen Gläubigen, gute Früchte aus dem Glauben hervorzubringen.
■ Erbarme dich aller, denen ein Schicksalsschlag den Boden unter den Füßen weggezogen hat, und hilf ihnen, auf dich zu bauen.
■ Segne die Arbeit der Architekten und Ingenieurinnen, dass ihre Bauten Bestand haben und dem Wohl aller dienen.
■ Nimm unsere Verstorbenen in dein Reich auf.
Nimm mit unseren Bitten auch den Dank dafür an, dass wir dir vertrauen können. Ehre sei dir, unserem Herrn und Gott in Ewigkeit. – A:
Amen.
( Schott)
Engelslhaar 11.09.2026 18:22
Danke für eure schönen Beiträge!
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und später eine angenehme Nachtruhe!
Ich wünsche euch noch einen schönen Abend und später eine angenehme Nachtruhe!
abendrot1963 11.09.2026 21:21
David und ganz Israel tanzten mit aller Macht vor Gott her, mit Liedern, mit Harfen, mit Psaltern, mit Pauken, mit Zimbeln und mit Trompeten.
1. Chronik 13.8
Jeden Tag bieten uns die Herrnhuter Losungen zwei Verse aus der Bibel an, einen aus dem Alten und einen aus dem Neuen Testament. Manchmal scheinen sie direkt in unser Leben hineinzusprechen.
Manchmal klingen diese Losungen aber auch wie eine fremde Botschaft aus einer fernen Welt. Man merkt ihnen an, dass die Bibel in einer anderen Zeit entstand und in eine andere Lebenswelt spricht. So wie die heutige Losung aus dem 1. Chronikbuch, Kapitel 13, Vers 8: „David und ganz Israel tanzten mit aller Macht vor Gott her, mit Liedern, mit Harfen, mit Psaltern, mit Pauken, mit Zimbeln und mit Trompeten.“
Dreitausend Jahre ist es her, dass König David über das damalige Israel regierte. Er einte das Land und machte Jerusalem zu seiner Hauptstadt. David war überzeugt, dass sein Volk nur mit dem Gott der Väter Zukunft haben würde. Deshalb wollte er dem Glauben einen Ort geben, an dem die Gegenwart Gottes erfahrbar wird.
Die Vorfahren Israels hatten dafür keinen festen Ort. Denn sie waren Jahrzehnte durch die Wüste gezogen. Aber sie hatten ein Zeltheiligtum, in vielen Bibeln Stiftshütte genannt. Und der heiligste Gegenstand in diesem Zeltheiligtum war die sogenannte Bundeslade. Das war ein tragbarer Schrein, in dem nach der Schilderung der Bibel die Steintafeln mit den zehn Geboten aufbewahrt wurden. Als David König wurde, stand diese Lade bei einem einfachen Bauern in einem kleinen Städtchen. Jetzt gehörte sie ins Zentrum des jungen Königreichs.
Deshalb ließ David die Lade nach Jerusalem holen. Natürlich in einem festlichen Umzug. Denn sie war ja der Ort innerhalb der irdischen Welt, an der die Präsenz des ewigen Gottes erkennbar wurde. Sie war das Heiligste, was das junge Israel besaß. Der Losungsvers lässt ahnen, wie groß die Begeisterung während dieser Prozession war: „David und ganz Israel tanzten mit aller Macht vor Gott her, mit Liedern, mit Harfen, mit Psaltern, mit Pauken, mit Zimbeln und mit Trompeten.“
In unserer Tradition sind Kirchen ein Ort ernster Sammlung. Dort sollen die Worte feierlich und getragen klingen. Man bewegt sich langsam und gemessen. Ausgelassene Freude und ungehemmtes Tanzen wirkt für viele befremdlich. Dieser Lobpreis mit angezogener Handbremse ist aber kein biblisches Gebot, sondern einfach unser kulturelles Erbe. Wer es so liebt, dem soll es nicht genommen werden. Aber in vielen Kirchen und Gemeinden auf der Welt gehören Rhythmus und Tanz bis heute selbstverständlich zum Gottesdienst.
Auch Davids Tanz vor der Lade haben wir uns ziemlich ausgelassen vorzustellen. „David und ganz Israel tanzten mit aller Macht,“ heißt es. Sie waren geradezu außer sich, in Ekstase. Auch damals fanden das nicht alle schicklich. Davids Frau Michal hat ihn später dafür gerügt, dass er sich so zum Affen gemacht hat. So würden wir es heute sagen. Kann es sein, dass viele ähnlich empfinden, weil mit dieser Ausgelassenheit ein Kontrollverlust verbunden ist? Und weil sie am liebsten uns selbst und alles um uns herum unter Kontrolle hätten?
Es ist nicht egal, wer oder was über uns die Kontrolle hat. Selbstbeherrschung ist eine biblische Tugend. Aber Gott gegenüber geht es immer darum, Kontrolle abzugeben. Sich ihm zu überlassen und ihm zu vertrauen, dass es gut wird. Deshalb ist die Bibel hier auf Davids Seite. Um Gottes Willen in Begeisterung zu geraten und ihn mit jeder Faser des Körpers zu loben, ist für die Bibel völlig in Ordnung. Wenn es echt ist. Und wenn es den ehrt, der uns unseren Körper und unsere Stimme und seine unfassbare Liebe geschenkt hat.
Martin Leupold
1. Chronik 13.8
Jeden Tag bieten uns die Herrnhuter Losungen zwei Verse aus der Bibel an, einen aus dem Alten und einen aus dem Neuen Testament. Manchmal scheinen sie direkt in unser Leben hineinzusprechen.
Manchmal klingen diese Losungen aber auch wie eine fremde Botschaft aus einer fernen Welt. Man merkt ihnen an, dass die Bibel in einer anderen Zeit entstand und in eine andere Lebenswelt spricht. So wie die heutige Losung aus dem 1. Chronikbuch, Kapitel 13, Vers 8: „David und ganz Israel tanzten mit aller Macht vor Gott her, mit Liedern, mit Harfen, mit Psaltern, mit Pauken, mit Zimbeln und mit Trompeten.“
Dreitausend Jahre ist es her, dass König David über das damalige Israel regierte. Er einte das Land und machte Jerusalem zu seiner Hauptstadt. David war überzeugt, dass sein Volk nur mit dem Gott der Väter Zukunft haben würde. Deshalb wollte er dem Glauben einen Ort geben, an dem die Gegenwart Gottes erfahrbar wird.
Die Vorfahren Israels hatten dafür keinen festen Ort. Denn sie waren Jahrzehnte durch die Wüste gezogen. Aber sie hatten ein Zeltheiligtum, in vielen Bibeln Stiftshütte genannt. Und der heiligste Gegenstand in diesem Zeltheiligtum war die sogenannte Bundeslade. Das war ein tragbarer Schrein, in dem nach der Schilderung der Bibel die Steintafeln mit den zehn Geboten aufbewahrt wurden. Als David König wurde, stand diese Lade bei einem einfachen Bauern in einem kleinen Städtchen. Jetzt gehörte sie ins Zentrum des jungen Königreichs.
Deshalb ließ David die Lade nach Jerusalem holen. Natürlich in einem festlichen Umzug. Denn sie war ja der Ort innerhalb der irdischen Welt, an der die Präsenz des ewigen Gottes erkennbar wurde. Sie war das Heiligste, was das junge Israel besaß. Der Losungsvers lässt ahnen, wie groß die Begeisterung während dieser Prozession war: „David und ganz Israel tanzten mit aller Macht vor Gott her, mit Liedern, mit Harfen, mit Psaltern, mit Pauken, mit Zimbeln und mit Trompeten.“
In unserer Tradition sind Kirchen ein Ort ernster Sammlung. Dort sollen die Worte feierlich und getragen klingen. Man bewegt sich langsam und gemessen. Ausgelassene Freude und ungehemmtes Tanzen wirkt für viele befremdlich. Dieser Lobpreis mit angezogener Handbremse ist aber kein biblisches Gebot, sondern einfach unser kulturelles Erbe. Wer es so liebt, dem soll es nicht genommen werden. Aber in vielen Kirchen und Gemeinden auf der Welt gehören Rhythmus und Tanz bis heute selbstverständlich zum Gottesdienst.
Auch Davids Tanz vor der Lade haben wir uns ziemlich ausgelassen vorzustellen. „David und ganz Israel tanzten mit aller Macht,“ heißt es. Sie waren geradezu außer sich, in Ekstase. Auch damals fanden das nicht alle schicklich. Davids Frau Michal hat ihn später dafür gerügt, dass er sich so zum Affen gemacht hat. So würden wir es heute sagen. Kann es sein, dass viele ähnlich empfinden, weil mit dieser Ausgelassenheit ein Kontrollverlust verbunden ist? Und weil sie am liebsten uns selbst und alles um uns herum unter Kontrolle hätten?
Es ist nicht egal, wer oder was über uns die Kontrolle hat. Selbstbeherrschung ist eine biblische Tugend. Aber Gott gegenüber geht es immer darum, Kontrolle abzugeben. Sich ihm zu überlassen und ihm zu vertrauen, dass es gut wird. Deshalb ist die Bibel hier auf Davids Seite. Um Gottes Willen in Begeisterung zu geraten und ihn mit jeder Faser des Körpers zu loben, ist für die Bibel völlig in Ordnung. Wenn es echt ist. Und wenn es den ehrt, der uns unseren Körper und unsere Stimme und seine unfassbare Liebe geschenkt hat.
Martin Leupold

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