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Mitleid

Mitleid
Liebe Glaubensgeschwister, wie denkt ihr über Mitleid?

Sind Mitleid und Mitgefühl verwandt, sogar ähnlich? Worin liegen die Unterschiede für euch wenn es welche gibt? Wo die Gemeinsamkeiten?

Wie unterscheidet ihr es, wenn ihr es erlebt?
Wie 'beweist' ihr, dass eure Taten/Gesten/Worte nicht als Mitleid verstanden werden sollen?

Ist man als Nächstenliebe orientierter Christ immer auch dem "mit"fühlen/"mit"leiden angelehnt oder sogar verpflichtet?

Mich würden eure Gedanken dazu interessieren 💝

Kommentare

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Wiederum 02.09.2026 19:17
Warum dürfen unsere Taten nicht aus Mitleid geschehen?
Wer ein mitfühlendes Herz hat und einen Menschen oder ein Tier in Not sieht, möchte helfen. 

Jesus hatte Mitleid. Ist es nicht dasselbe wie Mitgefühl? 

Matthäus 15,32 Da rief Jesus Seine Jünger zu sich und sprach: Ich bin voll Mitleid mit der Menge; denn sie verharren nun schon drei Tage bei Mir und haben nichts zu essen, und Ich will sie nicht ohne Speise entlassen, damit sie nicht auf dem Weg verschmachten.
 
KindGottes 02.09.2026 19:20
Beim Mitleid leide ich direkt mit dem Betroffenen und teile seine Traurigkeit oder seinen Schmerz.

Beim Mitgefühl versteht man den anderen zwar auch und nimmt zur Kenntnis, wie es ihm geht, kann sich aber vielleicht besser abgrenzen. 🙂
 
Diala 02.09.2026 19:21
Also du würdest sagen @Widerum, dass es das gleiche ist.

Danke für die Bibelstelle und deine Sicht zu meiner Frage.
 
Diala 02.09.2026 19:21
Danke auch dir @KindGottes, für deine Sicht.
 
Diala 02.09.2026 19:29
Ich persönlich mag es nicht, wenn ich das Gefühl habe, da hat jemand Mitleid.
Für mich ist mitfühlen tiefer angesetzt. Da ist der Andere mehr bei mir, auch wenn er nichts ändern kann am Leid.

Das Leiden will man ja meistens beheben.

Wer lange mit-leidet, geht ja Gefahr, auch daran (mit) zugrunde zu gehen....
 
Diala 02.09.2026 19:31
Ich bitte vorab schon mal zu entschuldigen, falls meine Gedanken/Sicht verallgemeinernd klingt.
 
KindGottes 02.09.2026 19:34
Wer lange mit-leidet, wie es vielleicht bei einer Co-Abhängigkeit der Fall sein kann, ist in Gefahr, selbst krank zu werden.

Vielleicht kommt es auch darauf an, wie gut ich jemanden kenne. Natürlich hat man bei allen Menschen ein gewisses Mitleid, aber ich denke dennoch, dass es einen Unterschied macht, ob ich höre, dass es jemandem schlecht geht oder er ein Unglück erlebt hat, als wenn es z.B. ein Familienangehöriger ist.
 
Diala 02.09.2026 19:40
Ist es bei einem Familienangehörigen z.B. nicht Mitleid, sondern Mitgefühl??
 
LTF81 02.09.2026 19:47
Für mich ist Mitleid noch etwas mehr als Mitgefühl und hängt für mich von der Person ab, wie eng die Beziehung ist. Mitgefühl ist für mich etwas was ich z.B. auch in der Arbeit für Menschen die ich begleite haben kann. Mitleid würde mir da vielleicht die objektive und professionelle Sicht verwischen.
 
Engeli 02.09.2026 19:52
Für mich haben Mitleid und Mitgefühl unterschiedliche Ebenen

Der reiche Gutsherr hatte Mitleid mit dem armen Bettler und gab ihm einen Taler

Da ist ein Gefälle

Sie nahm ihre Freundin voller Mitgefühl in die Arme und tröstete sie.

Begegnung auf einer Ebene / Augenhöhe

Deswegen wollen viele Mitgefühl und nicht Mitleid
 
Diala 02.09.2026 19:52
Danke auch dir @LTF81 

Interessant, die unterschiedliche Gewichtung die bis jetzt schon zu lesen ist....
 
Diala 02.09.2026 19:55
@Engeli, gute Beispiele. Danke
 
Diala 02.09.2026 20:10
"Sie nahm ihre Freundin voller Mitgefühl in die Arme und tröstete sie."

Da wirft jetzt in mir die Frage bzw. den Umkehrschluss auf, das nur Menschen die Zugang zu ihren Gefühlen haben, trösten können bzw. zu echtem Mitgefühl fähig sind!? Zu Mitleid sind mehr Menschen in der Lage?
 
Isabel123 02.09.2026 20:17
Für mich ist Mitleid etwas, was den Betroffenen runterzieht, weil beide im Leid "drin" sind. Mitgefühl ist für mich Empathie und ermöglicht einen Blick über den Tellerrand.
 
antonius34 02.09.2026 20:20
Die Gabe zu trösten und helfen ist nicht jedermann  gleich gegeben, wer leicht helfen kann muss es auch tun,
Manche kann man schlecht helfen, trösten weil sie scheinbar Beratung s resistent sind.
 
Diala 02.09.2026 20:28
@Antonius, Du siehst trösten können als eine Gabe?
 
antonius34 02.09.2026 20:30
Ja ,absolut,  gehört zu den geistigen Werken der Barmherzigkeit
 
Digrilimele 02.09.2026 20:30
Ich sehe es wiederum. Mitgefühl ist ein für mich eher eweltliches Wort und beinhaltet meines Erachtens gleichzeitig die emotionale Abgrenzung zum Leidenden um soch dadurch  selbst zu schützen. Das Wort wird oft im Beteich der professioionellen Abgenzung benutzt. 
Mitleid ist ein tieferes Wort, eben auch schon in der Bibel erwähnt.  und drückt aus, dass man wirklich mitleidet, was uns  definitiv verändert und das ist auch von Gott so gewollt und  eine Handlung aus Nächstenliebe nachsichzieht.
 
Diala 02.09.2026 20:30
@Isabell, wenn der Blick über den Tellerrand nur immer automatisch mitkäme.......
 
Diala 02.09.2026 20:34
Interessant @Digri ..... Kannst du das näher erklären, worin die gleichzeitige emotionale Abgrenzung beim Mitgefühl besteht?
 
Digrilimele 02.09.2026 20:44
Ich bekam es durch Offenbarung.

Lange Geschichte.. .., Ich entschied vor 7 Jahren gegen das Wort Mitgefühl und professioneller Abgrenzung, stattdessen schrie ich nach Gott, da ich das Leid der Menschen nicht mehr ertragen konnte und ER rettete mich aus meiner Not.
 
HerzHaft 02.09.2026 20:49
Ich sehe es ähnlich wie Engeli. 
Mitleid kommt von jemandem, dem es offensichtlich besser geht.. der bemitleidet. Folgen hier hilfreiche Taten? Hm - wohl weniger... Es hat für mich eher was von schlechtem Gewissen und Pflichtgefühl.

Mitgefühl ist für mich ein Teil von Beziehung.... und handelt danach. Es freut sich bei Freude mit und weint bei Trauer mit.... und hilft hilfreich (wenn).... ist herz-orientiert.
 
HerzHaft 02.09.2026 20:52
Hihi, Digri... wir nutzen das Wort einfach vertauscht 😊
 
Diala 02.09.2026 20:53
Ich möchte es gern greifen können was du meinst @Digri, mit dem Zusammenhang von professioneller Abgrenzung und Mitgefühl.

Für mich sind gegensätzliche Komponenten. Wenn ich das Leid eines Anderen fühle, kann das ins Mark gehen. Konfrontiert mich mit meinen eigenen Gefühlen. Und umso schlimmer auszuhalten, wenn man ein Leiden nicht ändern/ mildern kann.

Was ist/wäre denn professionell?
 
Diala 02.09.2026 20:57
@Herzhaft, danke auch für deine Sichtweise.

Aber Mitleid als Position eines besser-Gestellten? 
Ganz neuer Gedanke......
 
antonius34 02.09.2026 20:59
Das Opfer  als  fehlender Baustein der Kirche erkennen, und ummünzen für seine Ewigkeit ist sehr. Professor  haft
 
antonius34 02.09.2026 21:01
Professionell
 
Bambus2026 02.09.2026 21:01
Ich glaube es braucht eben das Herz.
Die Unschuld des Herzens.
 
Digrilimele 02.09.2026 21:03
Na so was, HerzHaft.

Ich leide imner mit und anschließend greift Gott ein.

Das letzte Mal im Januar,  als meine 9 Monate alte Grossnichte starb. An beiden Armen bekam ich eine Art Neurodermitis, hatte ich zuvor noch in meinem Leben. Nach 3 Wochen schenkte Gott mir einen Traum und sofort verschwand der Ausschlag und ich hatte Frieden.
 
HerzHaft 02.09.2026 21:04
Wie man es auch nennt, alles was ohne liebevolle Taten bleibt, kann weg...
 
HerzHaft 02.09.2026 21:05
21:04 hat sich mit 21:03 überschnitten
 
Diala 02.09.2026 22:08
Ja das Herz ...... auf das kommt es an. Dass es weich bleibt und den Nächsten sieht. Und dann macht es wohl keinen Unterschied ob wir es Mitgefühl oder Mitleid nennen.

Die Bibel selbst spricht auch je nach Übersetzung mal von Mitgefühl, Mitleid bzw. "da erbarmte ihn", "da jammerte ihn" .... und meint, das einem das Leid des Anderen zu Herzen geht.

Neue Genfer Übersetzung zu Matthäus 9, V.36
"Als er (Jesus) die Scharen von Menschen sah, ergriff ihn tiefes Mitgefühl; denn sie waren erschöpft und hilflos wie Schafe, die keinen Hirten haben."

Schlachter Übersetzung:
"Als er aber die Volksmenge sah, empfand er Mitleid mit ihnen, weil sie ermattet und vernachlässigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben."

Luther Übersetzung:
"Und da er das Volk sah, jammerte ihn desselben; denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie die Schafe, die keinen Hirten haben."
 
Diala 02.09.2026 22:25
Nochmal ein ganz liebes Danke für all eure Beteiligung 😊

Ich lass den Blog noch offen.....

Für mich war es heute erkenntnisreich, dass ich keine Bewertungen mehr welches von beiden mehr Gewicht hat, reinlegen möchte und auch selbst nicht bewertet werden will.
So unterschiedlich Menschen sind, so unterschiedlich zeigen sie auch ihre Reaktionen auf Leid und ihren Umgang damit. 

Jemand, dessen Schicksal mir leid tut, kann ich tröstend oder anpackend zur Seite stehen. Und beides ist gut. Keines ist mehr wert oder geringer.

💝
 
Digrilimele 02.09.2026 22:43
Gott hat uns nun mal unterschiedlich erschaffen,  einzigartig und wundervoll.
 
malen 02.09.2026 22:46
Mitgefühl und Mitleid, da seh ich keinen Unterschied.
 
Digrilimele 02.09.2026 23:00
Nur zur Info, nur die modernen Übersetzungen benutzen das Wort " Mitgefühl" 

Interessant das nur die neueren Übersetzung es benutzen, doch soll es in der Bibel eine körperliche, spürbare Tiefe  Erschütterung über das Leid eines anderen beschreiben.
 
hansfeuerstein 02.09.2026 23:50
Ein Sprichtwort sagt: geteiltes Leid ist halbes Leid.  Ich denke, dass Leid überhaupt einen schlechten Ruf hat, und man daher das Wort gerne vermeiden möchte.
 
paloma 02.09.2026 23:58
Im Therapeutischen spricht man von der " professionellen Distanz" , hört sich schlimmer an,als es ist. Der Helfende / Therapeut, darf sich nicht in die Gefühle des Klienten verwickeln, denn er würde weder gut helfen können u sich aufgrund der Anzahl der Hilfesuchenden  zugrunde richten.
Er sollte sehr aufmerksam sein, die Not erfassen ,begleiten auf dem Heilungsweg,spiegeln , analysieren helfen .Auf diese Weise kann der Klient in Begleitung des Therapeuten seinen eigenen Lösungsweg finden.

Ist eine spezielle Situation, aber das wäre für mich eher unter Mitgefühl zu fassen 

Als Freundin z..B. könnte ich mit der Freundin,die den Partner verloren hat, weinen, umarmen, trösten,ihr etwas kochen,sie oft besuchen...das ist eher Mitleid.Ich leide mit ihr u versuche, ihr Leid zu erleichtern. Ich durchleide eine Wegstrecken mit ihr. Das kann man nur begrenzt.

Es gibt aber auch Mitleidsgefühle, die tatsächlich ein Gefälle in der Beziehung haben, herunterblicken auf einen " armen Wicht". Ich würde das nicht begrüßen.
 
Engeli 03.09.2026 00:00
Wahrscheinlich wurde irgendwann Mitleid und Mitgefühl synonym verwendet.
Heute ist Mitleid eher negativ konnotiert. 
Es wird ein Unterschied gemacht

Ähnlich ist es mit vergeben und verzeihen
Auch das ist nicht dasselbe
 
paloma 03.09.2026 00:09
Danke Diala, es ist gut,über dieses Thema nachzudenken, vllt können wir uns dann in Situationen verschieden positionieren, um hilfreich zu sein
 
antonius34 03.09.2026 00:30
 
hansfeuerstein 03.09.2026 00:37
Leid wird versteckt, das beginnt so schon beim Wort.
 
Digrilimele 03.09.2026 00:39
Ja, dran das Sprichwort habe ich schon gedacht, hansfeuerstein. 

" Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen." Galater 6,2
 
Linata 03.09.2026 07:33
Mitleid kann bei mental starken Menschen erniedrigend wirken oder bei schwachen zu Selbstmitleid führen; Mitgefühl wirkt meistens rettend
 
Diala 03.09.2026 07:51
@Paloma, @Hansfeuerstein, Danke für eure Ausführungen dazu.

Auch @Digri für die genannte Bibelstelle.

Das Leid von Anderen mittragen ist unser Auftrag, ja. Dennoch triggert mich diese Aufforderung, denn ich erlebe dadurch meine eigene Schwachheit schmerzlich.

Daran erkennen ich, dass die Liebe zwar Motivation ist und auch ehrlich, aber das des Anderen Leid mich auch erdrücken, runterziehen kann. Mich hilflos macht und traurig. 
Im seelischen Leiden erkenne ich den geistlichen Kampf und kann ihn nicht für einen anderen kämpfen. Ich habe es noch nie geschafft, den Dämonen eines anderen in die Schranken zu weisen.

Leid teilen oder mittragen ist unterm Strich, runtergebrochen eine kleine Schadensbegrenzung in praktischer Form und eine Schulter zum anlehnen. Und Gebet auf Gottes Eingreifen.
 
Diala 03.09.2026 07:56
Danke auch dir @Linata und @malen

Ich lasse den Blog weiterhin offen, falls ihr eure Sicht und Erfahrungen weiter mitteilen wollt. Ich freue mich darüber.

Begleiten kann ich den Blog erstmal nicht. Aber ich werde alles lesen und gegebenfalls noch antworten.

Wünsche allen erstmal einen kraftvollen und gesegneten Tag. 💝
 
veilchen30 03.09.2026 08:46
Mitleid & Mitgefühl 

 
Digrilimele 03.09.2026 09:09
Eben deshalb, Diana, da wir unsere eigebe Schwachheit darin erleben, wird es uns näher zu IHM ziehen.
 
malen 03.09.2026 10:05
Der arme Tropf, hat ers nicht geschafft, gehts ihm schlecht, muss er auf der Straße leben, so ein armer, bedauerlicher Mensch. 
Puh. 
Wenn das ein erfolgreicher Banker gegenüber einem Obdachlosen ausdrückt, dann ist das schon schwer auszuhalten. 
Besser als Mitleid wäre da schon tatkräftige Unterstützung und die Zuversicht, z.B. was ich schaffe, schaffst du auch, vielleicht nicht in der selben Branche, aber auch du hast Fähigkeiten, die sehr nützlich sind. 

Ich mag kein Mitleid von anderen, denn das sagt mir, ich bin weniger fähig. Und das ist eine Anmaßung. Also kurz runtergebrochen. 

Wenn wir beim Odachlosen bleiben, dann sieht niemand seine Fähigkeit trotz widriger Umstände zu überleben. Ich wüßte nicht, was ich tun sollte, wenn ich in dieser Situation wäre. Der Banker vermutlich auch nicht, keine Ahnung, wie lange er auf der Straße überleben könnte.
 
Fixstern121 03.09.2026 10:52
@ Diala
Danke Dir für das Aufmachen der wichtigen Diskussion.

Ich finde, Sie ist, wie man an den vielen Beiträgen und Perspektiven sieht, ein gutes Beispiel für die grundsätzliche Begrenztheit von Wortdefinitionen und das in ihnen liegende Potential für Missverständnisse.

In diesem Zusammenhang darf man sich einmal mehr vor Augen führen, dass im Aramäischen, in Jesus Sprache, ein Wort bis zu fünf versch. Bedeutungen haben konnte!!!

Die wahre Botschaft oder Emotion im gesprochenen Wort kann nur empfunden werden. So kann Mitleid im Einzelfall herablassend und ohne tiefes Mitgefühl sein, aber auch echtes, von Gott geführtes Mitleiden und Mitfühlen sein, um die Last eines Nächsten mitzutragen und dadurch aushaltbarer zu machen.
 
vertrauen2015 03.09.2026 11:25
@fixstern

dein letzter Absatz 10:52 hat mich sehr bewegt.

So kann Mitleid im Einzelfall herablassend und ohne tiefes Mitgefühl sein, aber auch echtes, von Gott geführtes Mitleiden und Mitfühlen sein, um die Last eines Nächsten mitzutragen und dadurch aushaltbarer zu machen.
 
Diala 03.09.2026 14:06
@Fixstern, um die Missverständnisse in der Definition auszuräumen bräuchte es eine sogenannte einheitliche Ebene. Nicht nur zwischen Sender und Empfänger, was Mitleid NICHT transportieren soll, nämlich das herablassende Bewerten einer Not (siehe im Beispiel von @malen) 

Auch wenn wenige Mitleid wollen, sondern eher Mitgefühl, ist das Sehen und Fühlen derselbigen jedoch von Gott in uns hineingelegt.
 
Diala 03.09.2026 14:10
Ein schöner Aspekt @Fixstern, dass es manchmal auch 'nur' darum geht, es aushaltbarer zu machen für ein Gegenüber, wenn auch das eigentliche Leiden bestehen bleibt und unverrückbar ist.
💝
 
Diala 03.09.2026 14:17
@malen, sind deine Aussagen von heute und gestern nicht widersprüchlich.....?

Magst du auch kein Mitgefühl wenn du kein Mitleid magst und darin für dich kein Unterschied besteht?
 
Engeli 03.09.2026 14:52
Als meine Mutter Krebs Hatte bekam sie Chemotherapie
Es ging ihr super und mir sauschlecht 
Ich fühlte mich hundeelend, übergab mich , war eher grün als bleich

So viel zum Thema 
Der eine  trage  des anderen Last
 
malen 03.09.2026 14:56
Sehr guter Hinweis @Diala, da habe ich jetzt den Unterschied, beim Mitgefühl nämlich fehlt der herablassende Aspekt komplett, das kam in einem Komentar schon, von wegen Augenhöhe.......und es kommt auf die Beziehung an, dass ich Mitgefühl akzeptieren könnte, eben nicht von jedem......
 
Angelina71 03.09.2026 17:37
Interessant, wie unterschiedlich diese Begriffe definiert werden.
Mein Verständnis dieser Begriffe ist wie folgt:

Mitgefühl ist der Oberbegriff dafür wie empathisch, bzw mit-fühlend ein Mensch ist.
Es ist die Fähigkeit, die Gefühle von Mitmenschen wahrzunehmen. Sowohl die guten, als auch die unangenehmen wie Scham oder Leid, aber auch Neid.

Mitleid ist eine Form des Mitgefühls, und sagt sehr konkret aus, dass man nicht nur das Gefühl des Nächsten wahrnimmt, sondern regelrecht dessen Leid selbst spürt, als ob man es am eigenen Leibe erfahren würde.

Ich kenne das insofern, dass wenn es Menschen die mir nahestehen viel Leid erfahren, dann leide ich automatisch mit. Das kann ich auch nicht verhindern, selbst wenn ich das wollte.
 
Diala 03.09.2026 20:12
Danke @malen. Und auch an dich @Angelina, für`s mitteilen eurer Sicht, eures Erlebens @Engeli und Digri. Auch an dich @Veilchen für`s Video.

Ich denke, dass Mitleid als Gebender auch noch mal anders empfunden wird, als wie Mitleid zu bekommen.
Wenn ich mit-leide, besonders bei Nahestehenden Personen und mein Gegenüber das weiß, dann fühlt er sich schlechter (eben weil wir uns nahe stehen), als wie wenn er es ist, der mit mir mit-leidet. Wir wollen nicht das jemand wegen uns leidet.

Vielleicht sind wir Menschen so gemacht, dass wir bei Mitgefühl eher eine für beide Seiten annehmbare Ebene haben und beim Mitleid, dies doch sehr auf die Position ankommt ob man Geber oder Empfänger ist.?
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