Kalenderblatt 02.07 - Mariä Heimsuchung
02.07.2026 07:09
Kalenderblatt 02.07 - Mariä Heimsuchung
02.07.2026 07:09
Kalenderblatt 02.07 - Mariä Heimsuchung
MARIÄ HEIMSUCHUNG
Fest
Der tiefe Eindruck, den der Besuch Mariä bei Elisabet auf den mittelalterlichen Gläubigen machte, führte zur Einführung des Festes durch den hl. Bonaventura für den Franziskanerorden 1263 am ersten Tag nach der Oktav des Johannesfestes, dessen marianische Seite es darstellt. Im Generalkalender steht das Fest am 31. Mai. Mit Rücksicht auf die tiefe Verwurzelung in der Volksfrömmigkeit (Wallfahrten, Kirchentitel) wird jedoch im deutschen Sprachgebiet der alte Termin beibehalten.
ERÖFFNUNGSVERS Ps 66 (65), 16
Ihr alle, die ihr Gott fürchtet, kommt und hört;
ich will euch erzählen, was er mir Gutes getan hat.
GEBET
Allmächtiger, ewiger Gott,vom Heiligen Geist geführt,
eilte Maria, die deinen Sohn in ihrem Schoß trug,
zu ihrer Verwandten Elisabet.
Hilf auch uns,
den Eingebungen deines Geistes zu folgen,
damit wir vereint mit Maria deine Größe preisen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
ZUR LESUNG Gegenüber der Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen offenbart Gott seinen Zorn (Röm 1,18), aber auch seine „Gerechtigkeit“. Seine Gerechtigkeit ist Barmherzigkeit. Aus dem „Erbarmen“ (12,1), das nicht nur Gottes Eigenschaft, sondern Gottes Tat ist, ergibt sich die große Mahnung von Röm 12–16. Das Wesentliche ist bereits in 12,1–2 gesagt: Das Leben des Christen soll eine lebendige Opfergabe für Gott sein, ein Gottesdienst, der alle Schichten der menschlichen Person und alle Bereiche des Lebens einbezieht. Der Christ lebt nicht nur als Individuum; er steht in seinem Volk, in der Gemeinde, in der Kirche: „Wir, die vielen, sind ein Leib in Christus …“ (12,5). Jeder hat hier seine besondere Aufgabe, seinen Dienst entsprechend seinen Gaben und Möglichkeiten (12,6–8). Die Mahnungen der Verse 12,9–16 beginnen bei der Liebe und schließen mit der Demut. In diesen beiden ist alles andere enthalten: Achtung voreinander, Hoffnung, Gastfreundschaft, Mitleid und Mitfreude. – 1 Petr 3,8–9; Phil 2,1–5; Mt 5,44; Sir 7,32–34.
ERSTE LESUNG Röm 12, 9–16b
Helft den Heiligen, wenn sie in Not sind; gewährt jederzeit Gastfreundschaft!
Schwestern und Brüder!
9Die Liebe sei ohne Heuchelei.
Verabscheut das Böse,
haltet fest am Guten!
10Seid einander in brüderlicher Liebe zugetan,
übertrefft euch in gegenseitiger Achtung!
11Lasst nicht nach in eurem Eifer,
lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn!
12Freut euch in der Hoffnung,
seid geduldig in der Bedrängnis,
beharrlich im Gebet!
13Nehmt Anteil an den Nöten der Heiligen;
gewährt jederzeit Gastfreundschaft!
14Segnet eure Verfolger;
segnet sie,
verflucht sie nicht!
15Freut euch mit den Fröhlichen
und weint mit den Weinenden!
16abSeid untereinander eines Sinnes;
strebt nicht hoch hinaus,
sondern bleibt demütig!
ZUM EVANGELIUM Nachdem Maria ihr großes Ja gesprochen hat, beeilt sie sich, Elisabet aufzusuchen; beide Frauen sind gesegnet und in besonderer Weise in den Heilsplan Gottes einbezogen. Der Vorläufer spürt die Nähe des Herrn und beginnt schon im Mutterschoß, vom Heiligen Geist erfüllt (Lk 1,15), auf den Größeren hinzuweisen, der nach ihm kommt. Elisabet begrüßt mit Freude und Ehrfurcht ihre jüngere Verwandte; als Glaubende bezeugt sie das Geheimnis Marias und bestätigt deren Glauben. Der Lobgesang Marias, das Magnificat, ist ihre Antwort auf das, was ihr von Gott her geschehen und in diesem Augenblick neu bewusst geworden ist. Der Lobgesang aller Glaubenden Israels und der aller kommenden Generationen fügt sich in dieses Danklied ein. Niedrigkeit und Erhöhung, demütiger Glaube und das Hochgefühl der Erwählung klingen im Leben und im Lied Marias zusammen. Das Lied feiert die Größe Gottes, seine Macht, seine Barmherzigkeit und seine ewige Treue. – 1 Sam 2,1–10.
Evangelium Lk 1, 39–56
Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
39In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg
und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
40Sie ging in das Haus des Zacharías und begrüßte Elisabet.
41Und es geschah:
Als Elisabet den Gruß Marias hörte,
hüpfte das Kind in ihrem Leib.
Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt
42und rief mit lauter Stimme:
Gesegnet bist du unter den Frauen
und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
43Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
44Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte,
hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
45Und selig,
die geglaubt hat, dass sich erfüllt,
was der Herr ihr sagen ließ.
46Da sagte Maria:
Meine Seele preist die Größe des Herrn
47 und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
48Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
49Denn der Mächtige hat Großes an mir getan
und sein Name ist heilig.
50Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
51Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
52er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.
53Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.
54Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
55 das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
56Und Maria blieb etwa drei Monate bei Elisabet;
dann kehrte sie nach Hause zurück.
FÜRBITTEN
Zu Gott, dessen Wirken in der Welt Maria vor Elisabet gepriesen hat, wollen wir beten:
■ Erfülle alle Christinnen und Christen mit dem Heiligem Geist, dass sie in den Lobpreis deiner Größe einstimmen.
■ Mache uns nach dem Vorbild Marias bereit, dir in unserem Herzen immer mehr Raum zu geben.
■ Für alle, die Visionen haben für eine bessere Welt und sich für Freiheit und Gerechtigkeit einsetzen.
■ Für die Menschen, deren Leben von Terror und Gewalt, von Krankheit oder Katastrophen durchkreuzt wurde.
■ Nimm alle Frauen, die ein Kind erwarten, unter deinen besonderen Schutz.
Gütiger Gott, nach dem Vorbild der seligen Jungfrau Maria leite uns an, dir für dein Erbarmen zu danken und dein Lob zu verkünden durch Christus, unseren Herrn. – A: Amen.
KOMMUNIONVERS Lk 1, 48–49
Von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
SCHLUSSGEBET
Herr, unser Gott,mit der seligen Jungfrau Maria
und der ganzen Kirche
preisen wir dein Erbarmen,
denn du hast Großes an uns getan
in der Menschwerdung deines Sohnes.
Lass uns Christus,
den Johannes schon im Schoß der Mutter erkannte,
immer wieder
im Sakrament als unser ewiges Leben empfangen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
https://schott.erzabtei-beuron.de/proprium/Juli02.htm?datum=2026-07-02&r=1
Fest
Der tiefe Eindruck, den der Besuch Mariä bei Elisabet auf den mittelalterlichen Gläubigen machte, führte zur Einführung des Festes durch den hl. Bonaventura für den Franziskanerorden 1263 am ersten Tag nach der Oktav des Johannesfestes, dessen marianische Seite es darstellt. Im Generalkalender steht das Fest am 31. Mai. Mit Rücksicht auf die tiefe Verwurzelung in der Volksfrömmigkeit (Wallfahrten, Kirchentitel) wird jedoch im deutschen Sprachgebiet der alte Termin beibehalten.
ERÖFFNUNGSVERS Ps 66 (65), 16
Ihr alle, die ihr Gott fürchtet, kommt und hört;
ich will euch erzählen, was er mir Gutes getan hat.
GEBET
Allmächtiger, ewiger Gott,vom Heiligen Geist geführt,
eilte Maria, die deinen Sohn in ihrem Schoß trug,
zu ihrer Verwandten Elisabet.
Hilf auch uns,
den Eingebungen deines Geistes zu folgen,
damit wir vereint mit Maria deine Größe preisen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
ZUR LESUNG Gegenüber der Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen offenbart Gott seinen Zorn (Röm 1,18), aber auch seine „Gerechtigkeit“. Seine Gerechtigkeit ist Barmherzigkeit. Aus dem „Erbarmen“ (12,1), das nicht nur Gottes Eigenschaft, sondern Gottes Tat ist, ergibt sich die große Mahnung von Röm 12–16. Das Wesentliche ist bereits in 12,1–2 gesagt: Das Leben des Christen soll eine lebendige Opfergabe für Gott sein, ein Gottesdienst, der alle Schichten der menschlichen Person und alle Bereiche des Lebens einbezieht. Der Christ lebt nicht nur als Individuum; er steht in seinem Volk, in der Gemeinde, in der Kirche: „Wir, die vielen, sind ein Leib in Christus …“ (12,5). Jeder hat hier seine besondere Aufgabe, seinen Dienst entsprechend seinen Gaben und Möglichkeiten (12,6–8). Die Mahnungen der Verse 12,9–16 beginnen bei der Liebe und schließen mit der Demut. In diesen beiden ist alles andere enthalten: Achtung voreinander, Hoffnung, Gastfreundschaft, Mitleid und Mitfreude. – 1 Petr 3,8–9; Phil 2,1–5; Mt 5,44; Sir 7,32–34.
ERSTE LESUNG Röm 12, 9–16b
Helft den Heiligen, wenn sie in Not sind; gewährt jederzeit Gastfreundschaft!
Schwestern und Brüder!
9Die Liebe sei ohne Heuchelei.
Verabscheut das Böse,
haltet fest am Guten!
10Seid einander in brüderlicher Liebe zugetan,
übertrefft euch in gegenseitiger Achtung!
11Lasst nicht nach in eurem Eifer,
lasst euch vom Geist entflammen und dient dem Herrn!
12Freut euch in der Hoffnung,
seid geduldig in der Bedrängnis,
beharrlich im Gebet!
13Nehmt Anteil an den Nöten der Heiligen;
gewährt jederzeit Gastfreundschaft!
14Segnet eure Verfolger;
segnet sie,
verflucht sie nicht!
15Freut euch mit den Fröhlichen
und weint mit den Weinenden!
16abSeid untereinander eines Sinnes;
strebt nicht hoch hinaus,
sondern bleibt demütig!
ZUM EVANGELIUM Nachdem Maria ihr großes Ja gesprochen hat, beeilt sie sich, Elisabet aufzusuchen; beide Frauen sind gesegnet und in besonderer Weise in den Heilsplan Gottes einbezogen. Der Vorläufer spürt die Nähe des Herrn und beginnt schon im Mutterschoß, vom Heiligen Geist erfüllt (Lk 1,15), auf den Größeren hinzuweisen, der nach ihm kommt. Elisabet begrüßt mit Freude und Ehrfurcht ihre jüngere Verwandte; als Glaubende bezeugt sie das Geheimnis Marias und bestätigt deren Glauben. Der Lobgesang Marias, das Magnificat, ist ihre Antwort auf das, was ihr von Gott her geschehen und in diesem Augenblick neu bewusst geworden ist. Der Lobgesang aller Glaubenden Israels und der aller kommenden Generationen fügt sich in dieses Danklied ein. Niedrigkeit und Erhöhung, demütiger Glaube und das Hochgefühl der Erwählung klingen im Leben und im Lied Marias zusammen. Das Lied feiert die Größe Gottes, seine Macht, seine Barmherzigkeit und seine ewige Treue. – 1 Sam 2,1–10.
Evangelium Lk 1, 39–56
Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
39In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg
und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.
40Sie ging in das Haus des Zacharías und begrüßte Elisabet.
41Und es geschah:
Als Elisabet den Gruß Marias hörte,
hüpfte das Kind in ihrem Leib.
Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt
42und rief mit lauter Stimme:
Gesegnet bist du unter den Frauen
und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.
43Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
44Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte,
hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.
45Und selig,
die geglaubt hat, dass sich erfüllt,
was der Herr ihr sagen ließ.
46Da sagte Maria:
Meine Seele preist die Größe des Herrn
47 und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
48Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
49Denn der Mächtige hat Großes an mir getan
und sein Name ist heilig.
50Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
51Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
52er stürzt die Mächtigen vom Thron
und erhöht die Niedrigen.
53Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.
54Er nimmt sich seines Knechtes Israel an
und denkt an sein Erbarmen,
55 das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
56Und Maria blieb etwa drei Monate bei Elisabet;
dann kehrte sie nach Hause zurück.
FÜRBITTEN
Zu Gott, dessen Wirken in der Welt Maria vor Elisabet gepriesen hat, wollen wir beten:
■ Erfülle alle Christinnen und Christen mit dem Heiligem Geist, dass sie in den Lobpreis deiner Größe einstimmen.
■ Mache uns nach dem Vorbild Marias bereit, dir in unserem Herzen immer mehr Raum zu geben.
■ Für alle, die Visionen haben für eine bessere Welt und sich für Freiheit und Gerechtigkeit einsetzen.
■ Für die Menschen, deren Leben von Terror und Gewalt, von Krankheit oder Katastrophen durchkreuzt wurde.
■ Nimm alle Frauen, die ein Kind erwarten, unter deinen besonderen Schutz.
Gütiger Gott, nach dem Vorbild der seligen Jungfrau Maria leite uns an, dir für dein Erbarmen zu danken und dein Lob zu verkünden durch Christus, unseren Herrn. – A: Amen.
KOMMUNIONVERS Lk 1, 48–49
Von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
SCHLUSSGEBET
Herr, unser Gott,mit der seligen Jungfrau Maria
und der ganzen Kirche
preisen wir dein Erbarmen,
denn du hast Großes an uns getan
in der Menschwerdung deines Sohnes.
Lass uns Christus,
den Johannes schon im Schoß der Mutter erkannte,
immer wieder
im Sakrament als unser ewiges Leben empfangen,
der mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit.
https://schott.erzabtei-beuron.de/proprium/Juli02.htm?datum=2026-07-02&r=1
Kommentare
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Shira 02.07.2026 08:19
Meine Seele preist die Größe des Herrn,
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel
an und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
(Lk 1,46-55)
und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.
Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.
Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.
Denn der Mächtige hat Großes an mir getan,
und sein Name ist heilig.
Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht
über alle, die ihn fürchten.
Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:
Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;
er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen.
Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben
und lässt die Reichen leer ausgehen.
Er nimmt sich seines Knechtes Israel
an und denkt an sein Erbarmen,
das er unsern Vätern verheißen hat,
Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.
(Lk 1,46-55)
Sadie 02.07.2026 09:10
Herr. Ich danke dir für deine Gnade.
Lass mich wie Maria auf dein Wort hören und dir treu folgen
Amen
Lass mich wie Maria auf dein Wort hören und dir treu folgen
Amen
hansfeuerstein 02.07.2026 10:17
Die Rolle Mariens im Heilswerk darf keinesfalls geschmälert und auf dem Altar der Ökumene um politischer Erfolge willen, geopfert werden.

Jetzt
Das einst adventliche Fest Maria Heimsuchung wurde 1263 vom heiligen Bonaventura für den Franziskanerorden auf den 2. Juli, den Oktavtag Johannes des Täufers, verlegt. Seit 1389 wurde das Fest auf die ganze abendländische Kirche ausgedehnt und auf den 31. Mai festgelegt. Nur im deutschen Sprachraum wird Maria Heimsuchung am heutigen Tag gefeiert.
Im Tagesevangelium ziehen wir gedanklich mit Maria durch das Bergland von Judäa. Maria hat dem Engel Gabriel geglaubt und sich auf dem Weg zu Elisabeth gemacht, die schon im sechsten Monat schwanger war. Zwei werdende Mütter begegnen sich, tauschen sich aus, denn Gott hat ihnen große Gnade erteilt. Elisabeth wird ein Kind gebären, von dem sein Vater Zacharias einmal sagen wird: „Und du, Kind, wirst Prophet des Höchsten heißen; denn du wirst dem Herrn vorangehen und ihm den Weg bereiten.“ (Joh 1,76)
Von Mutterschoß zu Mutterschoß begegnen sie heute einander: Der Prophet und der Höchste. Von beiden Kindern hat der Erzengel Gabriel bei der Verkündigung den Namen genannt: Johannes und Jesus sollen sie heißen. Johannes erkennt Jesus, den Sohn Gottes, und hüpft vom Heiligen Geist berührt im Schoß seiner Mutter. Die Verheißung des Engels hatte sich bewahrheitet: „Schon im Mutterleib wird er vom Heiligen Geist erfüllt sein.“ (Lk 1,41) Im Heiligen Geist erkannte auch Elisabeth die Gegenwart Gottes im Schoß Marias und rief mit lauter Stimme: „Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes. Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ (Lk 1,42-43)
Maria zu begegnen, heißt Jesus zu begegnen, denn wo Maria ist, da ist auch Jesus. „Maria ist die Mutter Gottes. Sie war auf Erden wie kein anderer Mensch mit Jesus verbunden – eine Nähe, die auch im Himmel nicht aufhört.“, berichtet der Jugendkatechismus. (YC 147) Elisabeth wagt noch gar nicht davon zu sprechen, dass mit Maria auch der Sohn Gottes zu ihr gekommen ist. Tief ergriffen von der Auserwählung Mariens stellt sie in aller Demut die Frage: „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?“ Gott hat Maria groß gemacht, wie sie selbst im Magnificat betont: „Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. Denn der Mächtige hat Großes an mir getan, und sein Name ist heilig.“ (Lk 1,48-49) Maria führt allen Ruhm auf Gott zurück. Sie weiß, dass sie nichts aus ihr selber hat, sie bleibt klein obwohl sie zu Großem auserwählt wurde.
Durch die Jahrhunderte hindurch bis in unsere Zeit blieben und bleiben viele Menschen Maria die entsprechende Liebe und Ehre schuldig oder zollen ihre Hingabe an Gott und für die ganze Menschheit mit Schmähungen und Beleidigungen. Warum? Es fehlt ihnen die Erkenntnis im Heiligen Geist. Darum erkennen sie das Wesen Marias nicht. Das Wirken Gottes kann nur im Heiligen Geist erfasst werden, denn es übersteigt das natürliche Begreifen. Aber auch für „eingefleischte Marienverehrer“ geht das Staunen über die Größe der „Königin über Engel und Menschen“ manchmal verloren. Der selige Adolf Kolping wies einmal darauf hin, indem er sagte: „Gott hat den Menschen keine Magd, sondern eine Mutter gegeben.“ Maria ist auch kein Automat, bei dem man eine Fürbitte einwirft und dafür die gewünschte Gnade erhält. Sie ist wohl die Mittlerin aller Gnaden und tritt als solche stets als Mutter für ihre Kinder ein. Aber in erster Linie schulden wir ihr die Ehre, die ihr als Mutter und Königin zusteht. Bitten wir Elisabeth, Maria mit ihren Augen sehen zu können, damit auch wir voll Ehrfurcht fragen können: „Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mit kommt?“
https://www.marienschwestern-vorau.at/chronik/mariae-heimsuchung/