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Die Rückkehr der „Bibel des Borso d’Este“ in den Vatikan

Die Rückkehr der „Bibel des Borso d’Este“ in den Vatikan
Nach genau 555 Jahren kehrt die „Bibel des Borso d’Este“ – oft als das „schönste Buch der Welt“ bezeichnet – für eine feierliche Präsentation in den Vatikan zurück. Papst Leo XIV. empfing dazu den italienischen Senatspräsidenten Ignazio La Russa zu einer privaten Audienz.


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Mario Galgano - Vatikanstadt

Die Rückkehr des Meisterwerks ist ein symbolischer Akt des Dankes. Am 18. Dezember des vergangenen Jahres hatte Papst Leo XIV. den italienischen Senat anlässlich der Abschlussausstellung zum Jubiläumsjahr besucht. Als Zeichen der Anerkennung brachte Senatspräsident Ignazio La Russa, begleitet vom Generalsekretär des italienischen Senats, Federico Toniato, und der Direktorin der Gallerie Estensi, Alessandra Necci, das besondere Meisterwerk in den Vatikan, bevor es seinen endgültigen Rückweg nach Modena antritt.

Papst Leo XIV. und die besondere Bibelausgabe

Eine Geschichte über Jahrhunderte
Die Verbindung zwischen diesem Kunstwerk und dem Papsttum reicht weit zurück: Im Jahr 1471 wurde Borso d’Este von Papst Paul II. der Herzogstitel verliehen. Zu diesem festlichen Anlass wurde die Bibel erstmals in den Petersdom gebracht. Seit diesem Ereignis vor 555 Jahren wurde das Original zwar von Päpsten wie Pius IX. und Johannes Paul II. besichtigt, doch Leo XIV. ist nun das erste Kirchenoberhaupt seit der Renaissance, das dieses Werk offiziell im Vatikan in Empfang nahm.

Das „schönste Buch der Welt“
Die „Bibel des Borso d’Este“ gilt als ein Höhepunkt der Buchmalerei. Ihre Entstehung ist eng mit einem Wendepunkt der Mediengeschichte verknüpft. Die Arbeit an der Bibel begann 1455 – exakt in dem Jahr, in dem Johannes Gutenberg den Druck seiner berühmten Bibel vollendete. Während Gutenberg das Zeitalter des Buchdrucks einläutete, schuf Borso d’Este ein handgefertigtes Monument der Buchkunst. Eine weitere Besonderheit betrifft die kostbaren Materialien. Die Fertigstellung erfolgte 1461. Für die Miniaturen wurden seltenste Materialien verwendet, darunter echtes Lapislazzuli aus Afghanistan für das charakteristische tiefe Blau.


Vom Privatbesitz zum Nationalerbe
Dass dieses Werk heute der Öffentlichkeit zugänglich ist, ist Giovanni Treccani zu verdanken. Er erwarb die Bibel im frühen 20. Jahrhundert und schenkte sie 1923 dem italienischen Staat. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Enciclopedia Treccani stand das Werk zuletzt im Mittelpunkt einer Ausstellung im Senat.

(vatican news)

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Kommentare

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Klavierspielerin2 07.02.2026 11:11
 
hansfeuerstein 07.02.2026 15:59
Diese Bibeln waren deshalb so schön, weil sie einerseits die Grösse des Geschehens hervorheben, aber andererseits dazu animieren wollten, den Inhalt zu lesen.
 
Engelslhaar 07.02.2026 16:51
 
Klavierspielerin2 07.02.2026 16:56
Wunderschön 🥲
 
hansfeuerstein 07.02.2026 21:38
Trotzdem tut man alles Menschenmögliche um den christlichen Bevölkerungsnateil zurückzudrängen, sad but true.
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