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Bettelorden

Bettelorden
Auch: Mendikanten (von lat. mendicare = "betteln" ); Ordensgemeinschaften von Männern und Frauen, die gemäß ihrer Regel kein Eigentum besitzen dürfen und der Armut verpflichtet sind. Bettelorden entstanden im 13. Jh. als Reaktion auf die Verweltlichung der Kirche und breiteten sich rasch aus. Nicht nur ihren eigenen Lebensunterhalt bestritten sie durch Arbeit und Betteln; sie hatten sich besonders der Armenfürsorge verschrieben und teilten das Erbettelte. Die an kein bestimmtes Kloster gebundenen "Bettelmönche" gewannen bald großen Einfluss als Prediger, Lehrer und Seelsorger, insbes. in den aufstrebenden mittelalterlichen Städten. Als Bettelorden im urspr. Sinn gelten die Franziskaner, Minoriten und Dominikaner, im weiteren Sinne auch die Augustiner und Karmelit(inn)en.

Kommentare

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Ben78 09.11.2025 22:11
Die klassischen Bettelorden wie Franziskaner und Dominikaner arbeiteten nicht für Lohn oder Besitz, sondern lebten bewusst von Almosen. 

Das unterschied sie von älteren, wirtschaftlich selbstversorgenden Klöstern wie Benediktiner oder Zisterzienser.

Franziskaner: Hauptunterhalt war Betteln (Arbeit ausnahmsweise nur dann, wenn nicht zu irgendwelchem Besitz führte)

Dominikaner: Kein Erwerbseinkommen. Hauptsächlich gelehrten Arbeit wie Predigt, Theologie

Karmeliten: Ursprünglich selbstversorgend. Später lebten sie von Almosen

Augustiner-Eremiten: Teilweise Handarbeit oder Unterricht, meist aber Almosenempfang

Alle also klar im Widerspruch zu Paulus, der sagte, "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen" oder "lieber würde ich sterben, als zu betteln. Diesen Ruhm, dass ich für mein Brot arbeite, wird mir keiner nehmen". usw... (Es gibt ungefähr 10 Stellen, in denen Paulus betont, dass er immer für seinen Unterhalt Tag und Nacht gearbeitet hat)

vG
 
Ben78 09.11.2025 22:14
Das heißt, bei Paulus war es so: Er predigte das Evangelium immer umsonst. Um zu leben arbeitete für seinen Lebensunterhalt. Er war Zeltmacher von Beruf. 

Das betonte er mehrfach (zB 1Thess 2,9 ► 2 Thess 3,8 ► 1 Kor 9,6), um zu zeigen, dass er nicht vom Evangelium lebte, sondern frei und unabhängig blieb.
 
(Nutzer gelöscht) 09.11.2025 22:27
Bei Matthäus 10 zu seinen Jüngern :


3 »Nehmt nichts mit auf die Reise«, befahl er ihnen, »weder Wanderstock noch Tasche, weder Essen noch Geld, nicht einmal ein zweites Hemd. 4 Wenn ihr in ein Haus kommt, dann bleibt dort zu Gast, bis ihr weiterzieht. 5 Seid ihr aber in einer Stadt nicht willkommen, dann geht fort und schüttelt den Staub von euren Füßen als Zeichen dafür, dass ihr die Stadt dem Urteil Gottes überlasst[a].«



Sie lebten von der Gastfreundschaft anderer.
 
(Nutzer gelöscht) 09.11.2025 22:37
1. Korinther 9,7-14
So hat auch der Herr angeordnet, dass die, die das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen.

1. Timotheus 5,17- 18
Die Ältesten, die gut vorstehen, … sind doppelter Ehre wert …
Der Arbeiter ist seines Lohnes wert.

Galater 6,6
Wer im Wort unterrichtet wird, gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allen Gütern.

Römer 15,27
… so sind sie auch schuldig, ihnen mit irdischen Gütern zu dienen.

Lukas 10,7 (Jesus)
Der Arbeiter ist seines Lohnes wert.

Matthäus 10,10 (Jesus)
Denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert.
 
(Nutzer gelöscht) 09.11.2025 22:43
22:27Uhr /cherub 😇
 
Liebeeinsportlermann 09.11.2025 23:10
Gute Ergänzung von Lena4496!

Die Benediktiner in Müsterschwarzach am Main🏞️ und in St. Otillien am Ammersee, beschäftigen sogar Lehrerinnen und Lehrer oder sind selber in ihren Internat an Schulen und in ihren Goldschmiewerkstätten tätig. 

Diese Klöster💒🌾🚜🐮🐂🧀🥛 überstehen jede Wirtschaftskriese, wie zur Zeit in unserm Land herrscht. Auch Kriege!

Da fällt mir noch der "Heilige Martin" zum 11. November ein. Ein Gedenktag!
Dieser teilte als römischer Offizier, seinen gefütterte Mantel in Frankreich, in der Stadt "Amiens" einem Bettler, mit seinem Schwert. Aus Nächstenliebe💞 nutze Er sein Schwert, nicht zum Töten. 
Zuvor war Er mit Christen in Kontakt gekommen!
 
Ben78 09.11.2025 23:10
Lena

Du zitierst 1.Kor9,7. Da steht aber auch:
"Wir haben aber von diesem Recht keinen Gebrauch gemacht, sondern wir ertragen alles, damit wir dem Evangelium Christi kein Hindernis bereiten. [.. ] Ich aber habe von keinem dieser Dinge Gebrauch gemacht."

1Tim 5,17
Da steht nicht von, "Lasst euch bezahlen, wenn ihr predigt"

Da halte ich es lieber wie Paulus:

2Thess 3,10
Denn als wir bei euch waren, geboten wir euch: Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.

1Thess 2,9
Denn ihr erinnert euch, Brüder, an unsere Mühe und Arbeit: Nacht und Tag arbeiteten wir, um niemand von euch zur Last zu fallen, während wir euch das Evangelium Gottes verkündigten.

2Thess 3,7
Denn ihr wisst selbst, wie ihr uns nachahmen sollt; wir haben nicht unordentlich unter euch gelebt, und wir haben bei niemandem Brot umsonst gegessen, sondern mit Arbeit und Mühe Nacht und Tag gearbeitet, damit wir keinem von euch zur Last fielen.

Apg 20,33
Ihr wisst selbst, dass diese Hände für meinen Bedarf und für die meiner Begleiter gearbeitet haben.

Es gibt Leute, die machen das vorsätzlich: Ach, ein schönes gut bezahltes bequemes Leben auf Lebenszeit...

Nein, wem es um Jesus geht, der macht sowas nicht. Anders ist es, wenn jemand nicht kann oder aus anderen Gründen nichts hat. Der darf gerne etwas nehmen, wenn es ihm angeboten wird. Ich bin für gegenseitige Unterstützung. 

Doch es ist ein Unterschied, ob ich zu den Leuten gehe, "Gebt mir Geld" oder wenn ich sage, "Herr, wenn du willst, dass ich das für dich mache, dann versorge du mich bitte". Da kommt sowas dann ganz von allein, dass man eingeladen wird oder etwas geschenkt bekommt usw...

Auf den Vorsatz kommt es an, dass man es uneigennützig tut. Und dass man niemandem zur Last fällt.

Umsonst habt ihr es empfangen. Umsonst gebt es auch.
 
(Nutzer gelöscht) 09.11.2025 23:23
Paulus hat selbst entschieden, für seine eigene Verkündigung kein Geld anzunehmen ( 1 Kor 9, 6-18; 2 Kor 11, 7-9)

Das heißt aber nicht, dass Prediger oder Mönche generell kein Geld annehmen dürfen. Im Gegenteil: Paulus sagt klar, dass diejenigen, die das Evangelium verkündigen, vom Evangelium leben sollen (1 Kor 9,14; Gal 6,6).

Die katholischen Mönche, die gebettelt haben, haben damit nur die Unterstützung gelebt, die Paulus als legitim beschreibt. 
Sein eigener Verzicht war eine persönliche Entscheidung, keine allgemeine Vorschrift.
 
(Nutzer gelöscht) 09.11.2025 23:30
Ich verstehe ganz genau was du meinst Ben.
 
Ben78 09.11.2025 23:30
Der Unterschied zwischen Predigern und Mönchen im Gegensatz zu Paulus ist das vollkommen Nichtvorhandensein dessen, was man an einem sehr persönlichen Herrn Jesus, der selbst spricht, selbst Aufträge erteilt, ab der Apostelgeschichte liest. Merkwürdigerweise war diese eine wichtigste Sache auch niemals in der 2000-jährigen Geschichte auf diese Weise bei irgendeinem Papst vorhanden. Sonst hätten sie davon berichtet und es wäre zu einer Fortschreibung der Wunder Gottes geworden. Damit meine ich nicht etwas, was alle Hundertjahre einmal hier, vielleicht ein mal dort vorgekommen ist, sondern etwas, was man alltäglich täglich im eigenen Leben erlebt, so dass man davon berichten kann.

Solche Leute (die nicht nur irgendwie imaginär, sondern wirklich, echt, real unter der echten Leitung des Geistes Gottes stehen) nehmen kein Geld, wenn sie es nicht brauchen. 🙂 (um niemandem zur Last zu fallen)

Schade, dass etwas so Offensichtliches doch so verborgen zu sein scheint.
 
Ben78 09.11.2025 23:32
(Zitat) "Ich verstehe ganz genau was du meinst Ben."

Ja, ok. Vielleicht reden wir auch nur aneinander vorbei oder so..
 
hansfeuerstein 10.11.2025 00:03
Die radikalste Nachfolge, beeindruckend Die Bibelstelle mit dem Befehl "nehmt nichts mit" findet sich in verschiedenen Evangelien (Matthäus 10,9-10, Markus 6,8-9, Lukas 9,3) und bezieht sich auf eine Anweisung Jesu an seine Jünger, mit minimalen Mitteln auf ihre Mission zu gehen. Die Anweisung bedeutet, weder Geld, Nahrung, Kleidung noch einen Wanderstab mitzunehmen, um sich ganz auf die Mission und das Vertrauen in Gott zu konzentrieren. Die Jünger sollten sich auf ihre Mitmenschen verlassen, um ihre Grundbedürfnisse zu decken. in jeder Hinsicht.
 
Liebeeinsportlermann 10.11.2025 00:21
Ich kenne privat einen "Christlichen Rentner, der allen mit seinen nur 1200 Euro aushilft wo Er nur kann. Er ist 76 Jahr alt, macht Pflegerareiten und Besorgungsfahrten, mit seinem Auto. 
Aber es macht keinen Sinn, die falschen Leute, als Kettenraucher und Alkoholiker mit ihren Süchten zu unterstützen!? 
Sein Konto ist ständig überzogen, aus Nächstenliebe zu den Randgrupoen, die sich nicht besser wollen.
Er tut mit selber leid! 

Aber er kann es nicht lassen, und wird wegen der Unbußfertigkeit dieser 🍾🍷Leute, nur finanziell🪙💶seit Jahren ausgenutzt.

Das kann es auch nicht sein, sich auf
zu opfern für suchtktanke Ausländer❗
 
 
(Nutzer gelöscht) 10.11.2025 11:33
Der Prototyp des bettelnden Wanderpredigers der von Almosen lebte war doch JESUS selber !

Paulus kann man nicht zu den 12 Aposteln im engsten Sinn  hinzurechnen ,wenn man von der 

Vita Apostolica redet ,die sich streng auf die 12 Apostel bezieht.

Armut und Besitzlosigkeit und völlige Hingabe und Sicherheit in Christus suchen war ihnen aufgetragen.

cherub
 
neroli 10.11.2025 12:32
Die Franziskaner z.B, siedelten sich meines Wissens in den Städten an, wo  sie sich in der Regel um kranke und bedürftige Menschen kümmerten. Franziskanerinnen arbeiteten häufig bis zur Selbstaufgabe als Krankenschwestern  in Krankenhäusern, die oftmals auch nach ihnen benannt wurden.
 
Klavierspielerin2 10.11.2025 12:57
" die Entstehung der Bettelorden "
~1 Minute
 
Sadie 10.11.2025 17:17
@Ben 78

Ich sehe wohl drauf du hinaus willst mit Paulus und der Apostel Zeit
Aber auch heute lebt die Kirche genau das —viele Menschen,Ordensleute und sogar Päpste wirken uneigennützig und Gott treu .

Als Katholikin glaube ich aber, dass Gott auch heute wirkt durch die Kirche, die Päpste und Menschen, die uneigennützig dienen das muss nicht immer spektakulär sein ,damit es echt ist
 
Klavierspielerin2 10.11.2025 19:21
@Ben, gestern in deinem eigenen Blog: " Bettelorden = Heiliger Geist 🤔"

Der HG hat die Bettelorden ins Leben gerufen, um die damals verweltlichte Kirche wieder " auf Spur zu bringen".

So wirkt Er.

Wie erkennst du das Wirken des HG?🤔
 
Klavierspielerin2 11.11.2025 08:42
Wissenswert finde ich außerdem, dass Mönche nicht wie Pfarrer, dem Bischof unterstehen.
 
Klavierspielerin2 11.11.2025 19:40
~10 Minuten 
" Karmeliterinnen in Island- Kirche in der Diaspora"

Diese Reportage begleitet einen ganz besonderen Ort in Island: Ein Karmelitinnen-Kloster. Wie die Ordensgemeinschaft zusammenlebt und vor welchen Herausforderungen die Schwestern in der Diaspora stehen, versucht dieser Beitrag zu zeigen. 

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