Evangelisches: Braucht man Mariendogmen?
In den evangelischen Kirchen schätzt man Maria als Vorbild des Glaubens und ihre Demut. Auch, dass sie unterm Kreuz stand...
Die Reformatoren gingen von der "mmerwährenden Jungfräulichkeit2 aus...für Calvin war es kein echtes Thema... wie dem auch ist... Luther schätzte Maria sehr...
Ob man an die " immerwährende Jungfräulichkeit" glaubt oder nicht, hängt davon ab, welche Bekenntnistexte man hat... in der EKD gehört die Konkordienformel nicht dazu..in der SELK ist sie Bekenntnistext....
Bei den Dogmen über Maria wird in der EKD das Konzil von Ephesus anerkannt... also Gottesgebärerin und natürlich die Jungfrauengeburt.
Alle weiteren Dogmen werden abgelehnt, da sie biblisch nicht begründet sind.
Unbefleckte Empfängnis? Man lese :
Röm 3, 23
Röm 5, 12
Lk 1, 47
Dazu kommt, dass die Schrift von Konflikten zwischen Jesus und seiner Familie berichtet...
z.B. Mk 3, 21 und Mk 3. 31 ff oder Joh 7, 5...
Erst nach der Auferweckung fand ein Sinneswandel statt... wie man in der Schrift lesen kann....
Maria Himmelfahrt ?
Selbst wenn man von einer Aufnahme Mariens ausgeht... könnte man höchst spekulativ mit Mk9, 2 und 1 Thess begründen... aber auch dann... es gibt nur einen Mittler und der ist Jesus Christus...er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben...keine Fürbitten an Maria oder Heilige...
Solus Christus ! Sola scriptura und keine Traditionen, die explizit den Aussagen der Schrift widersprechen. Auch wenn ich der Argumentation der RKK intellektuell folgen kann, teile ich sie nicht. Never...
OT
In dem Blog über Mariendogmen und die Sicht der RKK wird Kierkegaard zitiert. Das Eingangszitat ist nicht von Kierkegaard! Findet man höchstens in Sekundärliteratur... aber auch da eher nicht... dazu muss man halt mal Kierkegaard gelesen haben und seine Position kennen... interessant ist der Einfluss von Kierkegaard auf Bonhoeffer... spiegelt sich ein bisserl in "Nachfolge" wieder. Auch Unterschiede...
Maria* selbst, war Sünderin, sie war eine Frau, sie war ein Vorbild, war nicht tätowiert, und sprach auch nicht in Gendersprache. Sie sagte einmal "Herr, du mein Heiland und Gott". Sie sah sich als Sünderin, welche Rettung benötigt.
Miryam hat dieses Kind, nämlich den Messias geboren. Die Schrift zielt nun nicht darauf ab, die Miryam als höherwertiger mit dem Begriff Gottesgebärerin zu betiteln. Sie hat vielmehr den Menschensohn geboren.
Die Schrift beschreibt die Allmacht Gottes, sich auf die Stufe der Menschen zu begeben, indem er sich so wie alle anderen Menschen von einer menschlichen Mutter gebären lässt als ein Sohn des Allerhöchsten, gezeugt vom Ruach HaKadosh, ein Kind, das retten soll. Deshalb auch sein Name, Yehovah yoshia, d.h. Yehoshua verkürzt auch Yeshua.
Maria* ihr Name in hebräisch Miryam, Name bedeutet Rebellion, bitter.