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Freundlichkeit

Freundlichkeit
Mehr als nur "Höflich" oder "Nett"


In einem Andachtsbuch bin ich kürzlich auf ein Zitat des Dichters Berthold Brecht gestoßen:
"Auch der Hass gegen die Niedrigkeit verzerrt die Züge.
Auch der Zorn über das Unrecht macht die Stimme heiser.
Ach, wir, die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit, konnten selber nicht freundlich sein."

Kennst du das Gefühl, wenn dich Ungerechtigkeit so wütend macht, dass du am liebsten laut werden willst?
Wenn du Dinge siehst – im Internet, im echten Leben, in der Gemeinde – und denkst: So geht das nicht?

Der Berthold Brecht beschreibt genau dieses Dilemma: Selbst der edelste Zorn kann unsere Stimme rau und unser Herz hart werden lassen.
Es ist ein altes Muster: Wer für das Richtige kämpft, will keine Kompromisse eingehen.
Wir kämpfen für das Richtige, setzen uns für Wahrheit ein – aber verlieren dabei manchmal das Wichtigste aus den Augen, die Freundlichkeit.

Jetzt denkst du vielleicht:
Freundlich sein?
Heißt das, immer nett lächeln, bloß nirgendwo anecken?

Nein.
Es geht um mehr.
In Titus 3,4+5 steht: "Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig – nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit …"

Gott ist nicht einfach nur höflich.
Seine Freundlichkeit ist tiefgründig – sie ist Liebe, die zuerst kommt.
Sie ist echtes Interesse und echtes Wohlwollen, sogar gegenüber denen, die es vielleicht gar nicht verdienen.
Das ist krass.
Und ehrlich gesagt, ist das ganz schön herausfordernd.

Denn was ist mit Menschen, die so ganz anders leben als du?
Die deinen Werten nicht entsprechen, deine Überzeugungen nicht teilen oder dir mit ihrer Art sogar auf die Nerven gehen?
Jesus begegnet genau solchen Menschen mit echter Menschenfreundlichkeit.
Er sieht nicht nur, was sie falsch machen.
Er sieht sie – als geliebte Menschen.

Und genau das ist unser Maßstab.
Nicht, ob jemand sich "richtig" verhält, sondern ob wir ihm mit der Haltung begegnen, die Gott uns vorgelebt hat.
Mit einer Liebe, die nicht zuerst fragt: Verdienst du das?, sondern die einfach da ist.

Ja, wir dürfen für Wahrheit einstehen.
Ja, wir dürfen Dinge klar benennen.
Aber wenn dabei die Liebe verloren geht, haben wir das Ziel verfehlt.
Wenn unsere Stimme lauter wird als unser Herz, dann verlieren wir nicht nur andere – sondern auch ein Stück von uns selbst.

Freundlichkeit ist kein "Soft Skill".
Sie ist – verstanden als tiefe, innere Haltung – revolutionär.
Sie ist ein Statement gegen den Zynismus unserer Zeit.
Sie ist ein Echo der Gnade, die wir selbst täglich brauchen.

Und vielleicht ist sie gerade in Debatten, Kommentaren und Gesprächen das, was den Unterschied ausmacht.
Nicht das perfekte Argument.
Nicht das gerechte Urteil.
Sondern die Art, wie wir miteinander reden.
Wie wir den anderen meinen – nicht nur seine Meinung.

Also: Lasst uns nicht müde werden, freundlich zu sein.
Echte, tiefe Freundlichkeit..
Eine, die sagt: Ich sehe dich.
Ich nehme dich ernst.
Und ich entscheide mich, dir mit Liebe zu begegnen – auch wenn du anders bist.

Denn so handelte Gott uns gegenüber.
Und das verändert alles.


(Werner Dullinger)

Kommentare

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(Nutzer gelöscht) 01.09.2025 12:25
Die rechte Vorsicht


Sir 11,29
Bring nicht jeden Menschen ins Haus; / denn viele Wunden schlägt der Verleumder.


Sir 11,30
Wie ein im Korb gefangener Vogel ist das Herz des Übermütigen / oder wie ein Spion, der eine Bresche erspäht.


Sir 11,31
Der Verleumder verkehrt Gutes in Böses / und deine besten Absichten bringt er in Verdacht.


Sir 11,32
Einen Funken entfacht er zum Brand, / der Niederträchtige lauert auf Blut.


Sir 11,33
Hüte dich vor einem Bösen, denn er zeugt Böses. / Warum willst du für immer einen Makel davontragen?


Sir 11,34
Nimmst du den Fremden auf, entfremdet er dich deiner Lebensart; / er entzweit dich mit deiner Familie.


 
perlental 01.09.2025 12:35
So wahr
 
pieter49 01.09.2025 12:49
,,Freundlichkeit''

JA: Das dürfen wir ausstrahlen und Leben !

Besonders wenn wir durch Gottes Gnade und Freundlichkeit !, durch das Vollbrachte Werk vom Herrn Jesus, auf Golgathas Kreuz, ewiges leben bekommen haben !

   .   .   .
 
(Nutzer gelöscht) 01.09.2025 12:51
Liebe Schwester im Glauben, danke für diesen wundervollen Beitrag.

Ich nehme davon ganz viel mit!

Es gibt auch Menschen, die es genau mit dem Gegenteil zu tun haben. Jene die zu leise sind und häufig "nicht ernst genommen werden", wenn sie "den Mund aufmachen". Es fühlt sich dann an, als müsste man 2x mehr 'kämpfen/sprechen/argumentieren' als andere. Daraus resultierte für mich im weltlichen häufig das Gefühl übergangen worden zu sein.
Als ich zum Glauben fand, hat sich genau diese Haltung in eine neue Weisheit/Akzeptanz und letztlich Selbstliebe verändern dürfen - dessen Kern du gerade triffst. Ich denke, dass man diesen Beitrag auch mit anderen Augen lesen kann.

Weiter so und Gottes Segen dir. ❤️😊
 
(Nutzer gelöscht) 01.09.2025 13:26
Freundlichkeit ist eine Frucht des Geistes. Wenn jemand unfreundlich ist, andere beleidigt oder ihnen Dummheit unterstellt und meint, sie belehren zu müssen, weiß ich schon, dass es falsch sein wird, denn wer den Geist nicht hat, kann nichts Wahres oder Richtiges vermitteln.
 
perlental 01.09.2025 13:51
Danke an Werner Dullinger für die sehr gute Ausformulierung des Themas.
 
perlental 01.09.2025 13:55
@lena4496.... wann sich jemand belehrt fühlt, ist ja auch wieder so eine Sache....

einer lernt halt gerne, der andere nicht... Ich denke, das ist persönlichkeitsbedingt und situationsbedingt.

genauso wie auch Freundlichkeit und Liebe unterschiedlich betrachte werden.

persönlichkeitsbedingt und situationsbedingt.
 
(Nutzer gelöscht) 01.09.2025 14:18
Da haben wir wohl unterschiedliche Meinungen.

Freundlichkeit oder Liebe werden unterschiedlich wahrgenommen, ja.
Aber wenn jemand unfreundlich ist, anderen Dummheit unterstellt oder beleidigt, ist das unabhängig von Persönlichkeit oder Situation spürbar. Jeder merkt, wann er herablassend behandelt oder belehrt wird. 

Das ist keine Frage der persönlichen Sichtweise, sondern eine Tatsache des Umgangs miteinander.

Nur weil jemand als Kind unfreundlich behandelt wurde und nichts anderes kennt, oder gerade genervt ist, weil etwas nicht klappt, darf er nicht unfreundlich zu anderen sein. Irgendwann muss der Teufelskreis durchbrochen werden. Freundlichkeit ist eine Frucht des Geistes! Wer sie noch nicht lebt, sollte anfangen, sie zu lernen und zu üben.
 
AndreasSchneider 01.09.2025 15:11
Nicht jede Form der "Freundlichkeit" ist eine Frucht des Geistes.

Früher, als unbekehrter Mensch war ich immer freundlich.

Aber nicht deshalb, weil der Heilige Geist in mir wirksam war, sondern, weil ich zu feige war, die Wahrheit zu sagen.

Weil Menschenfurcht, Ehrsucht, Stolz und Eitelkeit meine Motive waren, die mich getrieben hatten.

Das hat nichts mit Wandel im Geist zu tun, das waren in solchen Situationen definitiv KEINE Früchte des Geistes.

Freundlichkeit per se ist also nicht richtig, sondern es kommt immer auf die Motive an!

Wahrhaftigkeit ist genauso göttliche Tugend, wie Freundlichkeit.

Freundlichkeit ohne Wahrhaftigkeit ist Schmeichelei und Heuchelei!

Paulus schreibt:

"Denn unsere Ermahnung ist nicht gewesen aus Irrtum noch aus Unreinigkeit noch mit List; sondern, wie wir von Gott bewährt sind, daß uns das Evangelium vertraut ist zu predigen, also reden wir, nicht, als wollten wir den Menschen gefallen, sondern Gott, der unser Herz prüft. 
Denn wir sind nie mit Schmeichelworten umgegangen, wie ihr wisset, noch mit verstecktem Geiz, Gott ist des Zeuge; 
haben auch nicht Ehre gesucht von den Leuten, weder von euch noch von andern;" (1.Thess.2,3-6)


Menschengefälligkeit, Schmeichelei und Ehrsucht, sind mit dem Evangelium nicht vereinbar.

Jesus ist treu UND wahrhaftig (Offb.19,11), nicht nur treu!

Andreas
 
(Nutzer gelöscht) 01.09.2025 15:18
Früher, als unbekehrter Mensch war ich immer freundlich.

Du meinst heuchlerisch! 
Kannst du dir vorstellen, dass es Menschen gibt, die freundlich sind? Ich meine nicht "heuchlerisch", sondern freundlich! 
Freundlich heißt freundlich, heuchlerisch heißt heuchlerisch. Die Begriffe sollten nicht vermischt werden.
 
AndreasSchneider 01.09.2025 15:34
Heuchelei geht vielfach mit Freundlichkeit einher.

Wer klar und deutlich die Wahrheit sagt, wird oft nicht als so angenehm empfunden, wie jemand, der vordergründig freundlich ist.

Die Wahrheit wird von den Menschen oft als unangenehm empfunden.

Viele passen sich deshalb an und verfallen in eine zuckersüße Art und Weise.

Freundlichkeit ist nur dann eine wahrhaftige Freundlichkeit, wenn das, was gesagt wird, auch tatsächlich gemeint ist.

Nicht etwa mit List, um den Menschen zu gefallen, aus Ehrsucht oder bedingt durch Menschenfurcht.

Viele Menschen werden auf diese Weise zu Heuchlern.

Man muss ja nur einmal an die Politiker denken.

Wieviel davon ist wahr, was die Politiker zu uns sagen, trotz aller "Freundlichkeit" im Vortrag?

Andreas
 
AndreasSchneider 01.09.2025 16:12
Nochmals zu Deiner Begriffsabklärung, Lena4496:

Wenn man zu jemand, der so veranlagt war, wie ich früher, sagt, dass er freundlich sein soll, wird dieser nur noch mehr seinem, zugegebenermaßen heuchlerischen und feigen Wesen folgen.

Denn die Lösung in diesem Fall, liegt nicht darin, zu Freundlichkeit zu ermahnen, sondern zu Wahrhaftigkeit.

Erst als mir das bewusst wurde, keine Ehre von Menschen zu suchen, zudem zu verstehen, eben nicht so ein "liebes Kind" zu sein, mit dem alle Frieden halten, weil man so freundlich und so nett ist, sondern jemand zu sein, der die Wahrheit sagt und den Menschen nicht gefällig ist, auch, wenn den Menschen das nicht gefällt, erst dann habe ich meinen Weg gefunden.

Und dann bin ich auch frei geworden.

Nämlich frei von Menschen, um Gott zu dienen und nicht ständig das zu machen, was Menschen gerne hätten, das ich tun soll.

Menschengefälligkeit und Ehrsucht sind sehr starke Neigungen, die man erst bei sich erkennen muss, auch als Motive ggf., um überhaupt in einen Kampf eintreten zu können und damit fertig zu werden.

Insofern würde ich mein damaliges Verhalten nicht unbedingt als Heuchelei bezeichnen, denn Heuchelei setzt einen bewussten Vorsatz voraus.

Objektiv gesehen, war es Heuchelei, aus meiner Sicht damals, sei dahingestellt.

Auf jeden Fall hatte ich über mein Inneres damals bei weitem nicht diese Klarheit und Offenbarung, wie ich es heute habe.

Weltmenschen und umso mehr junge Teenager, sind gefangen von Sünde und stolpern in allerlei hinein, dessen sie sich zunächst einmal gar nicht bewusst sind.

Insbesondere, was Wesenszüge anbetrifft, über die man, als Jugendlicher, vielleicht überhaupt nicht nachdenkt.

Andreas
 
(Nutzer gelöscht) 01.09.2025 17:59
@Andreas,

Andreas, ich verstehe deinen Punkt. Aber, Freundlichkeit und Wahrhaftigkeit schließen sich nicht aus. Man kann sehr wohl die Wahrheit sagen und dabei trotzdem respektvoll und freundlich bleiben, ohne Heuchelei. Denn echte Freundlichkeit ist keine Menschengefälligkeit, sondern eine Frucht des Geistes.
 
einSMILEkommtwieder 01.09.2025 18:18
DANKE für EURE Rückmeldungen und den Kommentaraustausch, den ich mir noch in Ruhe durchlesen möchte (vielleicht auch erst morgen).

Mich hatte der Artikel so angesprochen, dass ich ihn mir abgeschrieben habe; dann bleibt er mir auch besser im Gedächtnis ... hoffe ich.
 
paloma 01.09.2025 19:18
Schon mal darüber nachgedacht,dass freundliche Worte den Zugang erleichtern u Wahrheiten viel besser angenommen werden können,wenn der Angesprochene sich nicht abgelehnt fühlt u z.B. eine Korrektur (auch für ihn) gut gemeint ist. Inhalt u Form sind glaubwürdig .

Alles was ihr tut (und sagt) ,lasst in Liebe geschehen.
 
NicetomeetFEM 01.09.2025 19:31
-.@Lena

Da ich dich gerade sehe : Ist dir bewusst daß du mich geblockt hast ?
 
NicetomeetFEM 01.09.2025 19:34
Aber meine Gedanken zum Thema Freundlichkeit :

Wenn man verschaukelt wird und freundlich bleibt, wird man oft für dumm gehalten. Dabei hält man sich nur zurück.
 
AndreasSchneider 01.09.2025 19:50
NicetomeetFEM:

Deshalb ist Freundlichkeit eben nicht immer das richtige.

Die Leute verlieren den Respekt vor einem.

Hier besteht die Gefahr, zum Spielball zu werden.

Das muss man unter allen Umständen verhindern.

Wir sind nicht der Menschen Knechte und sollen es auch nicht werden.

Andreas
 
AndreasSchneider 01.09.2025 19:54
Die Leute, die immer freundlich bleiben, sind die, die dann zu Fussabtretern werden und sich dann hinterher bitter über Narzissten beklagen.

Damit ist niemand geholfen.

Andreas
 
(Nutzer gelöscht) 01.09.2025 19:58
@NicetomeetFEM,

Ja.
 
(Nutzer gelöscht) 01.09.2025 20:03
Deshalb ist Freundlichkeit eben nicht immer das richtige.
Also lügt die Bibel


Nicht jeder, der freundlich bleibt wird zum Fußabtreter. Wahre Freundlichkeit (Frucht des Geistes)  bedeutet, respektvoll zu bleiben, wohlwollend zu sein, ohne sich ausnutzen zu lassen. Man kann freundlich sein und trotzdem Grenzen setzen.
 
NicetomeetFEM 01.09.2025 20:06
@Lena

Dann kann ich dich aber leider auch nicht mehr liken.
 
AndreasSchneider 01.09.2025 20:22
"Deshalb ist Freundlichkeit eben nicht immer das richtige.
Also lügt die Bibel"


Da fehlt Dir leider das geistliche Verständnis!

Freundlichkeit ist nicht die einzige Frucht des Geistes, nach der wir leben sollen.

Ich hatte bereits auf die Wahrhaftigkeit hingewiesen.

Im Berufsleben ist es das gleiche.

Gerade in der Zusammenarbeit mit Patienten, die unglaublich klammern und man in Gefahr steht, sich von seiner Arbeit abhalten zu lassen, muss man diesen unmissverständlich, auch durch das Auftreten und die Körpersprache, signalisieren, dass man nicht zum schwätzen da ist.

Das muss nicht unfreundlich sein, aber entschlossen und entschieden.

Ich hatte indirekte Arbeitskollegen, die auf einer Tafel oder einem Brett ungefähr (oder genau) folgenden Satz formuliert haben: (Ich hoffe, ich sage jetzt nichts falsches)

"Wir können auch freundlich, bringt aber nichts."

Das bringt es sehr gut zum Ausdruck.

Das heisst nicht, dass man bewusst unfreundlich ist, aber man muss sich von aller Naivität befreien und durchsetzungsfähig sein, sonst kommt man nicht klar.

Das ist meine langjährige Erfahrung im Krankenhausbetrieb.

Auch hier muss man verstehen, dass der Arbeitgeber von mir erwartet, meine Aufgaben zu erfüllen, dafür werde ich bezahlt.

Die Erfüllung von Patientenwünschen (als Ausdruck von Freundlichkeit), ist nicht Teil des Arbeitsvertrages.

Andreas
 
(Nutzer gelöscht) 01.09.2025 20:33
@Andreas,

Ich verstehe.  Freundlichkeit allein reicht nicht in allen Situationen, besonders nicht, wenn es darum geht, klare Grenzen zu setzen oder Aufgaben zu erfüllen. Trotzdem steht echte Freundlichkeit, die aus dem Geist kommt, nie im Widerspruch zur Wahrhaftigkeit. 
Sie kann entschlossen sein, ohne unfreundlich zu werden.
 
AndreasSchneider 01.09.2025 20:38
"Sie kann entschlossen sein, ohne unfreundlich zu werden."

Genau.

Nur für manche ist selbst das ein Problem, wenn ich es jetzt mal so formulieren kann.

Sie empfinden es bereits als unfreundlich, wenn man nicht auf jedes Weh-wehchen eingeht.

Andreas
 
(Nutzer gelöscht) 01.09.2025 20:39
@Nicetomeet,

Wenn du mir versprichst, meine Blogs nicht zu kapern, um auf dein aktuelles Interesse einzugehen und vom eigentlichen Thema abzulenken, kann ich dich wieder entsperren.
 
Diala 01.09.2025 21:11
Wird hier nicht etwas vermischt zwischen den Argumentationen?

Der Eingangstext gibt her, dass es um ein "Tun" geht. Und darin, wie wir etwas tun, sollte die Freundlichkeit eine Rolle spielen soll und existent sein. Sie kommt aus dem Geist.

"Als aber erschien die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unseres Heilands, machte er uns selig – nicht um der Werke willen, die wir in Gerechtigkeit getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit …"  

Wenn in unserem Bewußtsein ist, dass der Herr zu uns freundlich ist, dann sollte uns das sooooo sehr selig machen, dass wir anderen gegenüber sie als seine Geschöpfe ansehen. Respekt zeigen und Barmherzigkeit (ihren Fehlern gegenüber.)

Auf etwas nicht einzugehen, weil man selbst (eigenes Fleisch) es als Wehwehchen bezeichnet, ist eine Lieblosigkeit.
 
hansfeuerstein 01.09.2025 21:27
Zur Freundlichkeit gehört positives Selbstbewusstsein. Sie ist schon eher selten geworden..
 
NicetomeetFEM 02.09.2025 04:45
@Lena

Ich hatte noch nie in einem deiner blogs geschrieben.

Außerdem sind wir weitgehend einer Meinung und ich halte dich für ziemlich vernünftig. Deshalb hab ich auch keinen Gegenblock gemacht.

Zudem hast du mich glaub gestern schon mal gelikt. Weil ich nicht sehen konnte wo der Like herkommt.
 
NicetomeetFEM 02.09.2025 04:57
@Lena

Schau doch vielleicht mal auf mein Profil und auf meine hunderten Blog-Themen.
 
paloma 02.09.2025 06:45
@; Andreas,im Pflegebereich wäre ein Fehler im Betrieb,wenn es nicht gelänge,freundlich zum Patienten zu sein,denn als Mensch wahrgenommen zu werden u freundlich behandelt,kann bereits Teil der Genesung sein.

Die PflegerInnen in der Pflege zu Hause sind anscheinend so geschult,dass sie während ihrer Verrrichtungen ständig im Gespräch bleiben,denn für viele zu Pflegenden ist das oft der einzige Kontakt.
So waren jedenfalls meine Beobachtungen.

Sicher sind dass oft gr Herausforderungen,die nicht immer gelingen.
 
paloma 02.09.2025 06:55
@ Ja Hans, man könnte auch sagen,seine Identität in Gott kennen.
Dass ich mich geliebt,befreit u erlöst sehe,befähigt mich erst zu Liebe,Gnade u Freundlichkeit.

Das sind auch Schritte in unserem Bewusstsein u gerade bei eigenen Verletzungen ist oft das Vertrauen noch nicht groß genug u wir dürfen in Heilungsschritten von Jesus verwandelt werden.Gilt übrigens auch oft bei Unvergebenheit.
In diesem Prozess wachsen die Geistesfrüchte ...
 
paloma 02.09.2025 06:58
@; Andreas,im Pflegebereich wäre ein Fehler im Betrieb,wenn es nicht gelänge,freundlich zum Patienten zu sein,denn als Mensch wahrgenommen zu werden u freundlich behandelt,kann bereits Teil der Genesung sein.

Die PflegerInnen in der Pflege zu Hause sind anscheinend so geschult,dass sie während ihrer Verrrichtungen ständig im Gespräch bleiben,denn für viele zu Pflegenden ist das oft der einzige Kontakt.
So waren jedenfalls meine Beobachtungen.

Sicher sind dass oft gr Herausforderungen,die nicht immer gelingen.
 
NicetomeetFEM 02.09.2025 08:22
Aber nochmal @Lena, ( sorry an Blogsteller, aber geht nicht anders ),

Was ich zum Teil mache, das ist meine Meiung sagen, wenn jemand Bullshit verzapft.

Wenn etwas nicht so stehenbleiben kann. Wenn jemand so nach dem Motto meint " Palästinenser brauchen Geiseln ". Da sag ich was.

Weiter war ich viele Jahre allein und hatte Zeit zum Nachdenken. Deshalb kann ich viele greifbare Ergebnisse meines eigenen Denkens mitteilen.

Auch habe ich viele Erfahrungen mit der unsichtbaren Welt gemacht. Was manche Menschen hier vollkommens von mir abschreckt.

Aber dass ich einen guten und gedanklich korrekten Blog kapere, das kommt nicht vor.

Aber mei, kürzlich sollte ich 1 Stunde ein Video schauen, das mit einer fetten Lüge begonnen hat. Da kann es schon mal zu einer Diskussion kommen. Falls du das zufällig mitbekommen haben solltest.
 
einSMILEkommtwieder 02.09.2025 13:48
@NicetomeetFEM,
da DEIN sorry an mich – die Blogerstellerin – gerichtet ist, will ich DIR auch antworten, denn ich denke: Es geht sehr wohl anders … nämlich mit einem diesbezüglichen eigenen Blog!

Und weil ich keinen DEINER "Lena-Kommentare" - die nicht das Blog-Thema betreffen -  gelöscht habe, möchte ich DIR noch meine Wahrnehmung zu DEINEN Aussagen:
"wenn jemand Bullshit verzapft"
"Aber dass ich einen guten und gedanklich korrekten Blog kapere, das kommt nicht vor."
mitteilen.
Genau das kommt bei mir ohne - die im Blog-Thema geschilderte – Freundlichkeit an.

Wenn ich hier in DEINEM Kommentar gelesen hätte: wenn jemand meiner Meinung nach Bullshit verzapft,
Aber dass ich einen meiner Meinung nach guten und gedanklich korrekten Blog kapere, das kommt nicht vor.
… dann liest sich das für mich ganz anders!

Aber vielleicht fehlen DIR ja solche Rückmeldungen von einem Gegenüber durch DEINE vielen Jahre, die DU allein warst???


Den folgenden Text hatte ich im Februar diesen Jahres hier im Forum schon mal eingestellt:


Unterscheide stets: Meinungen – Deinungen – Seinungen

Wir leben in einer Zeit, in der jeder seine Meinung zu allem Möglichen abgeben kann – vor allem im Internet.
Dabei wird jedoch gerne vergessen, wie schnell aus Meinungen verletzende Urteile werden und wie rasant diese sich verbreiten können.

Mach dir bewusst, dass in jeder Meinung viel "mein" steckt, sie also immer erst die Einstellung und Gefühle desjenigen verrät, der sie äußert.

Entscheide dann sorgfältig, ob und wieviel du dir die Deinung deines Gegenübers oder die Seinung eines Fremden aneignest, bevor du dir daraus deine Meinung bildest und sie preisgibst.


… mit "freundlichen" Grüßen 🙂
Vera
 
NicetomeetFEM 02.09.2025 13:59
Hm.

Du hältst sachlichen Widerspruch nicht für freundlich ?

Wahrheit ist Liebe und christlich, ist meine Meinung.

Und Lena hatte meinen letzten Kommentar glaub gelikt. ( Jemand hat geliket, ich seh nicht wer. )
 
NicetomeetFEM 02.09.2025 14:02
Jesus hat im Tempel Tische der Händler umgeworfen und einen Feigenbaum verflucht.

Er passte nicht in die Gesellschaft, die ihn schlussendlich gelyncht hat.

War er dir freundlich genug ?
 
paloma 02.09.2025 14:10
Wow einSmile,das ist ja mal ein Statement! Ist zwar nicht an mich gerichtet,enthält aber doch einige Botschaften,über die sich nachzudenken lohnt u.a. die Wortschöpfungen zu Meinungen - Deinungen - Seinungen...
hi,hidie Worterkennung hatte dazu wieder andere Vorschläge ,z.B.
Sein. gern
Liebe Grüße in die Hauptstadt 😊
 
paloma 02.09.2025 14:20
Nicetomeet,gestern gab es ja bereits einen Blog " Was ist Freundlichkeit?"
Da könntest du vllt auch manches aufnehmen.
Deine Jesus so.werden zu häufig herangezogen,wenn jmd unfreundliches Verhalten kritisiert,finde ich.
Ich nehme Jesus ausgesprochen geduldig,freundlich u wahrhaftig wahr u voller Mitgefühl,da sein Wirken davon durchzogen ist.
Streng wird er,wenn es um die Ehre seines Vaters geht um bei Heuchelei,denn auch im Bsp Feigenbaum gibt dieser etw vor,was nicht ist.
 
paloma 02.09.2025 14:21
Deine Jesus Beispiele,soll es heißen...sorry!
 
NicetomeetFEM 02.09.2025 15:04
Hat mir tatsächlich zu Denken gegeben @paloma. Der Kommentar 13:48 im Kontext des Eingangstextes.

Hab wikipedia zu Brecht durchgelesen und da steht er war überzeugter Kommunist.

Und ich bin hier gaaanz ganz offensichtlich im falschen Blog gelandet.

Aber einen Lena-Anpranger blog mach ich trotzdem nicht auf.
 
NicetomeetFEM 02.09.2025 19:17
Ich denke es muß schwer sein, seinen eigenen Hass so managen zu müssen, dass man freundlich wirkt. 

Über was ja Brecht philosophiert.

Sowas gehört aber nicht in ein Andachtsbuch für Christen, sondern ein kommunistisches Manifest.

Aber, wie ich immer sage, Linke sind vereint im Haß und Neid.

Brecht bestätigt zumindest den Hass oben im Eingangspost.

Ich persönlich muß meinen Hass nicht verstellen, ich trage keinen in mir. Ich kann authentisch und echt sein.
 
paloma 02.09.2025 20:46
Den Sprung kann ich gerade überhaupt nicht nachvollziehen @ nice? 
Von welchen Linken sprichst du?
Wo nimmst du hier Hass wahr?
Ich stehe voll auf dem Schlauch...
Gibt's eine Erläuterung dazu u wie Brecht jetzt hier reinpasst?
 
paloma 02.09.2025 20:50
Mein Fehler,was Brecht betrifft,hatte das Eingangszitat  nicht parat,schon etwas müde.
 
NicetomeetFEM 02.09.2025 20:53
Das ist der 3. Satz im eingangstext, blau markiert und von Brecht : 

"Auch der Hass gegen die Niedrigkeit verzerrt die Züge.
Auch der Zorn über das Unrecht macht die Stimme heiser.
Ach, wir, die wir den Boden bereiten wollten für Freundlichkeit, konnten selber nicht freundlich sein."

Es geht darum, wie man seinen Hass freundlich verkauft.

Darum geht es doch : Seinen Hass freundlich zu verkaufen.

Dabei hasst Brecht zuerst sich selbst und dann alle anderen. Und auf Reiche ist er neidisch. Kommunist halt.

Und ich denke das ist der Kern der Gemeinsamkeit, was eine linke Haltung ausmacht.
 
NicetomeetFEM 02.09.2025 20:59
Und dass Linke sich selbst und dann natürlich auch alle anderen Hassen ist eine Erkenntnis.

Das sagt wohl sonst niemand.
 
paloma 02.09.2025 21:48
Ich verstehe den Text ganz anders.
In Kürze: Obwohl man sich gegen das Richtige positioniert,hier Niedrigkeit u Unrecht,ist auch der da enstehende Hass ungut.
Eigentlich wollte er sich für Freundlichkeit einsetzen.
 
NicetomeetFEM 02.09.2025 22:03
Aja.

Was bleibt ihm als freundlich wirken zu wollen ?

Aber auch das ist typisch links : eine GEGEN-Position zu haben anstelle einer Position.
 
paloma 03.09.2025 00:05
Vllt solltest du dich doch ein klein wenig mehr mit Brecht befassen,bevor du solche Plattitüden raushaust. Gute Nacht.
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