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Wunder

Wunder
Heute vor 64 Jahren, es war ein Sonntag, wachten wir auf, und die erste Nachricht im Radio: Ost-Berlin wird abgeriegelt, Verkehrsverbindungen werden unterbrochen usw. Wir waren wie erstarrt, fassungslos, zunächst ohne klare Gedanken. Ich lebte damals als Student in der Nähe der berüchtigten Bernauer Strasse. Die weitere Geschichte ist bekannt. 28 Jahre später waren wir wieder zunächst fassungslos, als das Gegenteil von damals passierte, die Grenzöffnung. Es war wie ein Wunder, unfassbar, passte nicht ins logische Denken. Und doch, wenn man die Ereignisse rückverfolgte, konnte man es etwas ahnen. Mir ist deutlich geworden, daß Gott auch ganz normale Ereignisse nutzt, um den Weltlauf in eine Richtung zu lenken, die keiner vermutet hat. "Gottes Mühlen mahlen langsam, aber präzise"

Kommentare

 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 10:30
Danke lieber Putz für diesen Beitrag. Mich hat die Geschichte der DDR immer interessiert.
Ich war im Frühjahr 1975 zum ersten Mal dort zu Besuch. Ende 1975 kam ich zur Bundeswehr und da wurde der Kontakt zu Menschen in der DDR untersagt. Es gab viel Schmerz auf beiden Seiten, aber glauben und hoffen wir, dass alle Wunden geheilt werden.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 10:50
Zu Mauerzeiten an der Bernauerstraße im Westteil zu wohnen war gut. Ruhig vor allem. Kaum Verkehr, nur die Anwohner und Sackgassen, die Kinder konnten gefahrlos auf der Straße spielen. Ohne die Tragödie der Mauer hätte man das für sehr idyllisch halten können. 

Mit der Wende änderte sich das und die Geschichtsträchtigkeit dieses Ortes wurde sehr deutlich. Man hat das auch besonders hervorgehoben mit einem Museum, einem Stück vom Mauerstreifen, einer Gedenkkapelle und einer Aufforstung der großen Kirche, die ehemals auf dem Mauerstreifen stand und die gesprengt wurde, man kann den Umriss ablaufen.  Viel Geschichte kann man auch in großen Bildtafeln entlang der Straße nachvollziehen, den Mauerbau, all die Opfer, die versuchten zu flüchten, die Tunnels u.a.  Es ist sehr gut gemacht. 
Heute ist das ein Magnet für Touristen, es ist vorbei mit dem ruhigen Leben für die Anwohner, der Verkehr fließt wieder rege, es ist eine Hauptverbindungsstraße.

"............. hoffen wir, dass alle Wunden geheilt werden............." schreibt Reiferwein. 

Hmm............ es gibt auch Wendeopfer und das nicht nur im Osten. 

Ja, hoffen können wir. 

Ich bin sehr froh um die Wende und ich sehe diese Wende auch als ein Wunder, das Gott gewirkt hat, ausgehend von den anhaltenden und beständigen Gebeten der Geschwister im Osten...........
 
EchoLimaAlpha 13.08.2025 11:00
Hallo Putz, ich war zum Zeitpunkt des Mauerfalls zwar mal in Berlin, hatte danach aber nie wieder Kontakt zur ehemaligen DDR. Vor kurzem war ich in einer FeWo im Harz. Von dort aus machte ich Ausflüge in versch. DDR Städte und schaute mir die Landschaft genauer an. Irgendwie war die Gegend besonders. Es waren bewegende und bewegte Zeiten. Vor allem auch die Schilder, die darauf hinwiesen, wie lange Deutschland an dieser Stelle geteilt war, sogar mit Uhrzeit. 

Ich glaube ich als "Wessi" kann das gar nicht nachvollziehen, was damals wirklich passiert ist. Aber ich kann mir vorstellen, dass der Mauerfall für viele eine Befreiung war. In meiner Nähe wohnt ein ehemaliger DDR Bürger, der manchmal sagt, dass nicht alles schlecht war. Das kann ich nicht beurteilen, aber er wird wissen, warum er das sagt.
 
Lapis 13.08.2025 11:48
Waltraud Zachuber, eine der Akteure der friedlichen Revolution in Magdeburg, spricht von einem "kairos" und meint, "Gott öffnete sozusagen ein Zeitfenster zum Handeln, eine Gleichzeitigkeit der gesellschaftlichen Situation, der biblischen Botschaft, der Offenheit, sie auszusprechen und der Öffnung der Hörer - wie nur selten einmal. Alles, was gesagt und getan wurde, passte plötzlich zusammen. Die täglichen, vier Jahre zuvor ausgelösten und gedruckten Lösungen der Herrnhuter Brüdergemeine antworteten auf die Ängste und Hoffnungen der Menschen genau so wie die Psalmen der Bibel und Lieder der Kirche."

Heinz Eggert, Pfarrer, beantwortet die Frage, was für ihn als wichtige Erfahrung der Zeit die letzten 20 Jahre überdauert hat, wie folgt:

Das jedes menschenverachtende politische System nur auf Zeit angelegt ist.
Das aber auch in einer Demokratie sehr genau darauf geachtet werden muss, dass politische Lösungen nie Menschen entwürdigen dürfen.

aus dem Buch "Kerzen und Gebete"
 
Arina 13.08.2025 11:48
Ich bin ja auch ein Kind ,der sogenannten ehemaligen DDR. Bevor die Grenze geschlossen wurde,
flüchteten täglich Menschen in den Westen. Morgens standen sie bei uns, mit der Handtasche an der Bushaltestelle. Abends kamen sie nicht mehr zurück. Wenn das so weiter gegangen wäre,
hätte Honecker und Konsorten sich die DDR teilen können. Deswegen die Mauer.
Aber ich sehe es auch wie Putz. " Gottes Mühlen mahlen langsam aber gerecht".
 
Alysa 13.08.2025 11:54
Dann wäre die DDR schon viel eher am Ende gewesen...

Und später (um die Wendezeit) hat sich die BRD die DDR einverleibt, um weiter existieren zu können...
 
Alysa 13.08.2025 11:56
Ein Verwandter ist wenige Tage vor dem Mauerbau noch in den 'Westen' ausgereist, als er bemerkt hatte, wie die Oberen der DDR ihn haben ausnutzen wollen.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 12:18
Und später (um die Wendezeit) hat sich die BRD die DDR einverleibt, um weiter existieren zu können...

@Alysa, wie kommt man auf so was?
 
Arina 13.08.2025 13:25
@  Im Brustton der Überzeugung in völliger Ahnungslosigkeit!!
 
Alysa 13.08.2025 13:31
klingt beitreten besser?
 
Lapis 13.08.2025 13:38
Alysa, nein, klingt auch nicht besser.
 
Alysa 13.08.2025 13:39
@ Arina: Im Brustton der Überzeugung in völliger Ahnungslosigkeit!!

Bitte achte auf deine Wortwahl und überlege dir gut, was du hier sagst! Du kennst mein DDR-Leben nicht!
 
Alysa 13.08.2025 13:42
@ Lapis 13:38

Und warum heißt dann das Gebiet der ehem. DDR Beitrittsgebiet?

Ich bin auch dankbar für 1989, von da an war nämlich mein Berufsabschluss staatlich anerkannt. Und unsere Familie stand nicht mehr unter Beobachtung.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 13:45
Kamen die Ostdeutschen aus der DDR wirklich wegen den Bananen in den Westen ?

Und als man ihnen einen Döner in die Hand gedrückt hat stattdessen war das dann der Kulturschock ?


Cherub
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 13:51
@Alysa, wie kommst du darauf, dass die BRD die DDR gebraucht hat um weiter zu existieren? In welcher Hinsicht denn, war die BRD ohne die DDR vom Untergang bedroht?
 
Alysa 13.08.2025 14:04
Ich komme darauf, weil ich bei Gesprächen dabei war, die mein Schwiegervater (der übrigens einige Jahre in russischer Gefangenschaft war und später in der DDR im Gefängnis) mit seinen Geschwistern und auch Freunden führte, die überwiegend  in der BRD lebten. Heute lebt keiner mehr von denen. Ich war damals noch recht jung und ich hatte manche Zusammenhänge noch nicht begriffen. Deswegen interessiert mich jetzt manches um so mehr...

Ich werde mich hier aber jetzt nicht weiter äußern.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 14:10
@Alysa, dann weißt du vermutlich mehr als der Rest von uns. Ich kann den Gedanken nicht nachvollziehen, als Wessi muss ich aber auch nicht. Alles Gute für dich.
 
Arina 13.08.2025 14:47
@13:39, du meines auch nicht!
 
Alysa 13.08.2025 14:52
Ich habe auch über dich nicht geurteilt!
 
Arina 13.08.2025 14:55
Umkehrt wird ein Schuh draus. Die DDR brauchte die BRD und kassierte 100000 Fach Gelder, die sich Darlehen nannten, um überhaupt bis zur Öffnung existieren zu können. Die DDR war am Ende.- Wenn man sich die Städte und Dörfer  mit seinen Häusern und Straßen ansah. Der Häuserputz bröckelte und die 
Straßen mit ihren Schlaglöchern eine Schande.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 15:00
Dass die westlichen Staatenoberhaeupter der Wiedervereinigung zugestimmt haben ist bemerkenswert, einige haben sich ja länger gestreift
 
Arina 13.08.2025 15:02
Das Gute nehmen sie jetzt als selbstverständlich an und  das was nicht so klappt, wird ständig kritisiert. Dann höre ich immer wieder. Es ging uns besser, wir haben ruhiger gelebt.
Weil sie über die Dinge, die geschahen nicht informiert wurden.
Wurde glatt gebügelt.
 
Putz 13.08.2025 15:04
Wir alle in Ost und West sollten nicht vergessen, welche schreckliche Vorgeschichte diese unselige Teilung hatte, welche Schande der Verderber Deutschlands und viele Naive, die ihm zujubelten, über Europa und die Welt gebracht hatten. Das ist in Millionen und Billionen nicht aufzurechnen. Wer nur immer in Geldbeträgen denkt, hätte Kaufhausdirektor werden sollen.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 15:22
Die Teilung war für Viele schlimm. Aber warum muss man aufrechnen?
Wer gibt uns überhaupt das Recht dazu?
Die allermeisten von uns können nichts dafür auf welcher Seite der Mauer sie lebten 

Nicht alles war um Osten schlecht und im Westen waren nicht nur Leute die den Osten ausgenommen hatten 

Haben wir vergessen, dass es Gottes souveräne Entscheidung ist wo und wie lange wir wo leben?

Im Rückblick vergessen manche Menschen, dass früher nicht immer alles gut war, auf beiden Seiten.

Den wenigen Christen die ich aus dem Osten kennengelernt habe, verdanke ich Ermutigung, Annahme und deren Gottvertrauen war stets ein Vorbild.
Treue im kleinen und Zuverlässigkeit zeichnen sie ebenfalls aus. Ich bin froh und dankbar, dass der Herr sie mir über den Weg geschickt hat
 
Arina 13.08.2025 15:32
@ Darum geht es ja auch nicht ,sondern um die Wahrheit. Maulkorb hatten wir ja lange genug!
So hat man manche Träne verdrückt
 
Putz 13.08.2025 15:33
@15.22: Janinaj, das Aufrechnen liegt vielen Leuten nun am nächsten, und beim Geld weiß man, was man in der Hand hat. So denkt der Normalbürger, aber Christen haben "noch andere Pfeile im Köcher". 
Meine Gewißheit ist auch, daß Gott seine Hand im Spiel hat, wo wir im Leben stehen, wo wir leben, wenn wir uns ihm anvertrauen. Ich nenne es Führung  und Fügung und Bewahrung. Dafür bin ich sehr dankbar. 
Es ist im Leben stets so, daß niemals auf einer Seite alles gut und auf der anderen alles schlecht ist. Positiv und negativ sind fast immer bunt gemischt. In der DDR wurde viel für Kinder getan (die DDR hatte natürlich Interesse am Nachwuchs), auch die Frauen hatten mehr Rechte usw, dafür knirschte die Ökonomie gewaltig...
Aber das sind alles irdische Faktoren. Wir können unendlich dankbar sein, daß alles ohne Blut und Gewalt abgelaufen ist. Wer es anders illustriert sehen möchte, schaue nach Korea.
 
sigrid61 13.08.2025 16:23
Am Tag des Mauerfalls hieß es in der Herrnhuter Losung
"Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen".Sie wird 4 Jahre davor ausgelost.

Keiner von uns hatte es für möglich gehalten und doch durften wir alle, das Wunder erleben.
Jeder der im Vorfeld zur Montagsdemo ging, rechnete damit, eingesperrt zu werden.
Jemand von den Verantwortlichen sagte:Wir haben mit Allem gerechnet, aber nicht mit             " Kerzen und Gebet."
Ja, so eine Vereinigung von 2 ganz unterschiedlichen Ländern war für uns Alle nicht leicht!
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 16:31
Da ich ein Zahlenmensch bin rechne ich auch, aber eben nicht immer. 

Natürlich kann man sagen, dass die Wiedervereinigung Geld gekostet hat, keine Frage.
Aber was bringt es mir persönlich?
Den Soli hat jeder bezahlt der spz. pflichtig gearbeitet hat und die Leute in der DDR haben auch bezahlt mit eingesperrt sein müssen und schlechten Wohnungen. Uns hat der Marshallplan geholfen, dort in der Besatzungszone haben die Sowjets die Produktionsmaschinen abgebaut. Auch hier haben die Landsleute in der DDR bezahlt. 

Ich hoffe nur, dass wir nicht eines Tages auf der Flucht oder sonstigen bösen Umständen solchen Rechenkünstlern ausgesetzt sind.

Denn man kann sehr schnell in Not geraten. Das vergessen leider auch viele.
Man hat hier  Leben letztlich nichts in der Hand, den Wohnort nicht, die Gesundheit nicht usw.
Wenn es uns einigermaßen gut geht, dann ist das Gnade, nicht Verdienst oder Anspruch oder ein Recht darauf.

Schade, dass man nicht die tatsächliche Steuerlast der Rechenkünstler kennt. Das gäbe u. U. noch mal ein ganz anderes Bild.
Das kann ich mir nun als gelernte Bürokauffrau doch nicht so ganz verkneifen.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 16:41
Danke Sigrid, dass du daran erinnerst. Das wusste ich nicht 
Wir haben jeden Abend gespannt die Nachrichten verfolgt. Dass es kein Blutvergießen gab während den Demos ist für mich im Nachhinein ein Wunder.
 
Arina 13.08.2025 18:00
Wir sind das Volk war die Hymne und es klappte. Alle hielten zusammen und  keiner wurde
verletzt. Gott beschützte die Demonstranten! Sie zogen in die Freiheit. Wie  einst mit Gandhi!
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 18:14
@janinaj, ja, auch daran kann man sehen, was das für ein Wunder war, nicht ein Mensch wurde verletzt. Am Wochenende nach dem Mauerfall konnte man nicht einkaufen gehen in Berlin, da war alles voll. Und es grenzte ebenfalls an ein marktwirtschaftlich logistisches Wunder wie schnell dieser erhöhte Bedarf an allem erfüllt wurde. Ich wage mal zu behaupten, die sozialistische Planwirtschaft hätte das nicht so gut gestemmt.
 
Klavierspielerin2 13.08.2025 18:27
Ich war erst kurz nach " der Wende" in B.- im Osten. Ich hab' sowas noch nie gesehen, es war eine Zeitreise.


So was gibt's auch:
Habe einen entfernten Verwandten dort gehabt. Wir sind zwar " Wessis", aber er ist freiwillig in den Osten, ein ausgemachter Kommunist, wie mein Opa.
 
AndreasSchneider 13.08.2025 18:49
"Es ist im Leben stets so, daß niemals auf einer Seite alles gut und auf der anderen alles schlecht ist. Positiv und negativ sind fast immer bunt gemischt."


Die DDR war ein Untechtsregime, darüber kann es wohl KEINE Frage geben!

Allein der STASI-Apparat.

Seine offiziellen wie inoffiziellen Mitarbeiter.

"Zersetzung" von Regimegegnern durch Psychoterror.

Die Bevölkerung wurde in Armut gehalten.

Die Bösen waren immer die Kapitalisten aus dem Westen, der sogenannte "Klassenfeind".

Einziger Haken, die DDR-Bevölkerung hatte irgendwann genug von diesem Quatsch.

Sie stellten fest: 

"Wir sind das Volk".

Dumm gelaufen für die Oberen der DDR.

Dumm gelaufen für Walter Ulbricht, wenn er es denn erlebt hätte. 

Er sagte einmal, es müsse nicht demokratisch sein, es müsse nur demokratisch aussehen.

Was für ein Heuchler!

Ebenso hatte Ulbricht in lügenhafter Weise bestritten:

"Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen".

Was kam, war die Mauer!

Und mit ihr die Mauertoten.

Gott sei Dank hat dieses Unrechtsregime sein Ende gefunden!

Andreas
 
paloma 13.08.2025 19:03
Mir fiel auf,dass viele vom " goldenen Westen" träumten.
Nach der Mauer Öffnung wurde gekauft u gereist .
Irgendwann drang dann auch die Realität zutage,dass es zwar alles gab,aber man sich längst nicht alles leisten konnte.Gilt für Ossis u Wessis.
Die meisten waren enttäuscht u wütend  Einige aber konnten die neuen Möglichkeiten für sich ergreifen u einige schätzten vor allem das freie Denken u Reden 
Was ich bis heute nicht verstehe,ist die maßlose Kritik von vielen Menschen aus dem Osten.
Es ist ja längst nicht alles Gold,was glänzte im Westen,aber verglichen mit der unglaublichen Einschränkung,den vielen Vorschriften,Inhaftierung von Anders denkenden,Schüsse an der Mauer unter DDR- Regierung,Berufsverboten,kein Studium,wenn nicht genehm,Bespitzelung....alles vergessen??
Wann wird es so weit sein,dass man konstruktiv diesen Wechsel begrüßen kann u das Beste für " unser" Land möchte u wer motiviert ist,kann aktiv daran teilnehmen 
Daueranti ist unreif u destruktiv.
Dabei gibt es talentierte Menschen auf beiden Seiten.
Südkoreaner wünschen sich eine Wieder Vereinigung nach Dt.Vorbild.Sie hätten sicher noch krassere Probleme bei der Wieder Vereinigung,wenn man sich die totale Gehirnwäsche im Norden anschaut.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 19:19
Malen, ich war damals im letzten Lehrjahr und die Ausbildungsfirma war eine Genossenschaft. Der Chef hatte Verbindungen zu einer gleichartigen Genossenschaft aus Riesa. 
Wir würden wohl um Unterstützung gebeten wegen der vielen Anfragen in Riesa. Der Chef entschied kurzerhand, dass einige Leute wochenweise in Riesa aushalfen, auch gleich wichtige Ersatzteile mitgenommen wurden ... Um unbürokratisch zu helfen. Und die Daheimgebliebenen sorgten selbstverständlich dafür, dass dieser Personalausfall im Westen problemlos kompensiert wurde.
Ach, das waren noch Zeiten ... Sich gegeseitig
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 19:21
Unterstützen war selbstverständlich.
Sowohl innerhalb der eigenen Firma als auch über die innerdeutsche Grenze hinweg.
 
neroli 13.08.2025 19:26
Anfang der 90er Jahre war ich mit einer Wandergruppe im Elbsandsteingebirge.
Während eines Cafebesuchs erzählte uns ein "Einheimischer" von den vielen Westdeutschen, die die damals noch mehr oder weniger unwissenden  Menschen mit überteuerten Versicherungen und vermeintlich anderen guten Geschäften im wahrsten Sinne betrogen haben. So wie ich es verstanden habe, sprach er nicht von Einzelfällen. Ich kann mich erinnern, daß Westdeutsche mit ihren alten Autos gen Osten fuhren, um sie dort für teures Geld zu verkaufen. Von den unüberschaubaren Machenschaffen der Treuhand ganz zu schweigen. Auch das, was in Ostdeutschland gut und erhaltenswert war, wurde in vielen Fällen einfach abgeschafft.
 
AndreasSchneider 13.08.2025 19:31
Trotzdem ist viel Geld in die Neuen Bundesländer geflossen ...

Andreas
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 19:39
Neroli, davon hatte ich auch gehört, dass das speziell im Versicherungsbereich so war.

Ja, man hat die Unwissenheit und Unsicherheit auch ausgenutzt. Das ist gemein und für die Betroffenen bitter.
 
Putz 13.08.2025 19:40
Und trotz aller Fehler und Missbräuche ist die Überwindung der unseligen Teilung nicht mit Gold aufzuwiegen. Das begreifen nur die, für die ein durchschnittenes Land eine blutende Wude war. Mit wieviel Ideen und Engagement haben Deutsche im 19. Jhd für die Einheit gekämpft...
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 19:41
Ja. Es ist viel Geld geflossen. 
Aber hat es dir persönlich geschadet, ernsthaft?

Hattest du tatsächlich dadurch ein schlechteres Leben, Andreas?
 
Alysa 13.08.2025 19:44
Im Nachbarort gab es einen Betrieb, der Kleidung herstellte. Nach der Wende erzählten uns  dann einer der nun arbeitslosen Beschäftigten, dass hin und wieder dort jemand vom "Neckermann"- Katalog  auftauchte, um den Näherinnen  Ratschläge zu geben (z.B  für die Einstellung der Stichlänge an den Nähmaschinen). Denn die Kleidung wurde fast ausnahmslos als Katalogware hergestellt, genauso wie Bettwäsche, Handtücher, Besteck, Lampen und und und...

Meine Schwiegermutter machte Heimarbeit. Sie musste kleine bunte  Motive für Kinderkleidung aus Stoffballen ausschneiden, die dann als Exportware Richtung Westen ging.

Alles, was nicht den strengen Qualitätsnormen entsprach, durfte hier bleiben. Meine Mutter hatte des Öfteren über die "DDR-Ware" geschimpft...

Einmal kaufte ich ein Bügeleisen, auf dem zwei Aufkleber waren. Der oberste war das Preisschild. Als ich ihn entfernt hatte, kam darunter das Wort TEFAL zum Vorschein.😅 Auf der Verpackung allerdings stand die Anschrift des VEB (Volkseigenen Betriebes), in dem dieses Bügeleisen hergestellt worden war. 😊
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 19:51
Alysa, diese Praktiken sind bekannt. Allerdings hörte ich nur in Zusammenhang mit Quelle davon. Deren Hausmarke Privileg wurde anscheinend in der ehem. DDR produziert 

Ich danke an dieser Stelle ehrlich. Der Herd hat 22 Jahre gehalten und in den Jahren als das Geld knapp war musste ich mir dann nur noch um die Kosten für das Auto Sorgen machen zwinkerndes Smiley
 
neroli 13.08.2025 19:54
Da ich keine verwandtschaftlichen Beziehungen in die ehemmalige DDR hatte, habe ich von dem Alltagsleben dort nichts mitbekommen und das was uns gezeigt wurde, war ja sicherlich auch gefiltert. Um ein Gespür für die gesellschaftlichen und sozialen Verhältnisse zu bekommen, habe ich mir dann einige der Serien, die damals in dritten Programmen liefen, angesehen. Zu diesem Zeitpunkt bildete ich mir ein, daß in dieser Form auch etwas über das tatsächliche Leben vermittelt wurde.
 
AndreasSchneider 13.08.2025 20:03
"Ja. Es ist viel Geld geflossen.
Aber hat es dir persönlich geschadet, ernsthaft?

Hattest du tatsächlich dadurch ein schlechteres Leben, Andreas?"


Mich stört die Undankbarkeit der Leute aus den Neuen Bundesländern.

Ich habe nie ein angemessenes "danke" in der Breite der Bevölkerung der Neuen Bundesländer gehört, sondern Unzufriedenheit und Gejammer.

Anstand wäre etwas anderes gewesen.

Zumal, vielleicht kein Land des ehemaligen osteuropäischen Ostblocks, eine so gewaltige Vorwärts-  und Lohnentwicklung im Vergleich zu vor 35 Jahren, zum Zeitpunkt der Wiedervereinigung Deutschlands, erlebt hat, wie die neuen Bundesländer, selbst, wenn dort bisher nur 80% des Lohnniveaus herrscht, wie in den alten Bundesländern.

Von den Renten, in die sie nie Beiträge eingezahlt haben, ganz zu schweigen.

Da wäre wirklich einmal ein großes "danke schön" angebracht!

Andreas
 
sigrid61 13.08.2025 20:04
Paloma Wir kannten Westdeutschland nur vom Fernsehen, der Werbung und den Intershops.
Natürlich hat es Begehrlichkeiten geweckt.
Der Lebensinhalt vieler Menschen war auf das Materielle ausgerichtet.Der Solzialismus lässt grüssen!

Und die Bevölkerung nahm auf der anderen Seite wahr, dass die Regierung,Stasi ua.             "Wasser predigten, aber Wein tranken."  Man konnte ihr einfach nicht trauen!
Totale Wiedersprüche in sich! Und dann die Bespitzelung usw.
Hinzu kamen die Erfahrungen, die neroli machte!

Wir fühlten uns oft als Menschen zweiter KLasse!
Wir mussten uns vollkommen umstellen! Leider wurden unsere Erfahrungen oftmals missachet.
Lernt erstmal arbeiten usw.!
Unter welchen Bedingungen viele wegen der maroden Wirtschaft arbeiten mussten, war schon auch nicht leicht!Und dann sind viele Arbeitslos geworden!Kollektiv weg, keine Sicherheiten mehr!

Uns ging es trotz Allem nicht schlecht und die Allermeisten sind auch jetzt ganz zufrieden.Haben ihren Weg gemacht,versuchen das Beste daraus zu machen.

Mein Slogan lautet, das überall nur mit Wasser gekocht wird.
Überall wo Licht ist, gibt es auch Schattenseiten!

Ich war in der Behindertenarbeit tätig und sehe einen gravierenden Unterschied                     von DDR und D! Vieles konnte sich einfach positiv entwickeln!
Behinderte und Alte waren keine Leistungsträger in der DDR, also sind links liegen gelassen worden.

Ich bin dankbar für diese Erfahrungen,in der DDR Zeit und das ich zum Glauben finden durfte.
Gott hat Wunder, über Wunder geschehen lassen!
 
hansfeuerstein 13.08.2025 20:29
Wir dachten halt, die Folgen des II. WK wäre damit vorbei. Das ist aber nicht so, die Ukrainegeschichte gehört voll in diesen Kontext.
 
Putz 13.08.2025 20:34
@20.03 Andreas: "Anstand wäre etwas anderes gewesen"- deine Sätze klingen ziemlich hochmütig, genau diese,Haltung sehen wir Ostdeutschen sehr kritisch, mit Recht.
 
sigrid61 13.08.2025 20:34
Andreas
 Wir mussten alle unsere Rentenbeiträge zahlen!
Ich habe es 47Jahre getan, reicht dies etwa nicht?
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 20:35
Ein ausdrückliches danke habe ich auch nicht erhalten, aber auch nicht erwartet. Meine beste Freundin hat in der Wendezeit eine kaufmännische Ausbildung gebracht, mehrere Betriebe wurden insolvent so dass sie sich immer wieder einen neuen Job suchen musste bevor sie von Leipzig nach Stuttgart kam. Angeheuert von einer Zeitarbeitsfirma zu Dumpinglöhnen von dem sie ein Heidengeld für die Unterkunft in Mannheim bezahlen und zur Arbeitsstelle nach Stuttgart pendeln musste 

Wir als Hauskreis haben ihr dann schleunigst eine Wohnung in Stuttgart besorgt, sie war dankbar 

Ich habe Christen aus der DDR nur dankbar erlebt, pragmatisch und mit Goovertrauen 

Warum hätte man die Rentenkasse für den Personenkreis nicht öffnen sollen?
Weil deren Arbeit weniger produktiv war? Dafür kann der einzelne nichts 

Und dass Menschen die nicht gläubige sind schnell unzufrieden sind ist nachvollziehbar. Da kann man keine Dankbarkeit erwarten.

Auch wenn ich eigentlich nicht aufrechnen möchte: 
Viele Firmen wurden aufgekauft und dann geschlossen oder gleich von der Treuhand abgewickelt. Der Osten war lange nur noch Absatzmarkt aber keine Produktionsstätte mehr, von Zeiss und einigen wenigen anderen abgesehen.

Und dass dann Menschen unzufrieden sind, wenn sie arbeitslos werden und sich in einem neuen System zurechtfinden müssen, ist doch klar
 
hansfeuerstein 13.08.2025 20:45
Natürlich war und ist es ein (unakzeptabler) Fehler, eine Solidarkasse leichterdings für die Auszahlung an "Nichteinzahler" zu öffnen. Das passiert ja laufend immer noch. Das geht einfach nicht. Es wäre seriös gewesen, die fehlenden Einzahlerbeiträge aus Steuermitteln aufzubringen. Es ist doch unakzeptabel, dass Deutschland inzwischen das niedrigste Rentenniveau überhaupt hat. Dafür muss man sich international eigentlich schämen.
 
hansfeuerstein 13.08.2025 20:53
Unsere Politik muss lernen, dass wir selber soviele Baustellen haben, dass die Zeit der Spendierhosen vorbei ist.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 20:58
Ob das überhaupt mit Steuermitteln möglich gewesen wäre, das ist die Frage. Denn dann hätte man z. B. die Mehrwertsteuer erhöhen müssen und das hätte dann eben auch alle wirklich Armen unmittelbar härter getroffen.

Was mir nicht in den Kopf will: Warum stellt man Rentenansprüche von den eigenen Leuten in Frage wo gleichzeitig z.B. 1996 Kohl begeistert in Rumänien zu Gast war und sich die Einheimischen sehr darauf gefreut haben, dass er kommt. Ich war damals im Land und habe nachgefragt.
Antwort:
Der bringt dich Geld mit 

Und das war kein Rumäniendeuscher.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 20:59
Der bringt doch Geld mit, muss es heißen.
 
hansfeuerstein 13.08.2025 21:02
Das stimmt schon, @janinaj, es wäre aber seriöser z.B. explizit dafür etwa die Kraftstoffbesteuerung heranzuziehen, oder auch die Mwst, so dass es auch transparent bleibt. In eine Solidarkasse zu greifen, und die Gelder zu verteilen, steht keinem Kassenverwalter gut zu Gesicht.
 
hansfeuerstein 13.08.2025 21:09
Das niedrige Rentenniveau ist doch geradezu für Geringverdiener geradezu eine Armutsgarantie.
 
(Nutzer gelöscht) 13.08.2025 21:24
Ich denke man sollte unterscheiden zwischen den Umständen zur Wendezeit und den Menschen damals und den Missständen heute.

Damals ging es darum die eigenen Landsleute zu versorgen.

Das geringe Rentenniveau ist aber nicht nur aufgrund von der Finanzierung der versicherungfremden Leistungen sowie es ist. In Österreich erhält man mehr Rente aber es wird auch mehr eingezahlt als hier in D
 
Putz 13.08.2025 21:58
Ich danke allen, die sich heute beteiligt haben. Wir haben miteinander noch viel zu besprechen und die Teilung zu bewältigen, aber auch Gott zu danken, dass kein Blut geflossen ist. Möge auch überall, wo Krieg herrscht, Ukraine und Naher Osten, Friede einkehren.
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