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9.000 Euro gespart – Ein junger Münchner pilgert nach Mekka

9.000 Euro gespart – Ein junger Münchner pilgert nach Mekka
Die Pilgerfahrt nach Mekka ist ein zentrales Element im Islam. Einmal im Leben soll jeder Muslim und jede Muslima den Hadsch begehen. Auch aus Bayern pilgern viele Gläubige Anfang Juni nach Saudi-Arabien – ein junger Münchner hat dafür lange gespart.

Von

Veronika Wawatschek
Über dieses Thema berichtet: Abendschau am 02.06.2025 um 17:30 Uhr.

Emin Sacirović packt schon mal probeweise seinen Koffer: Sandalen, einen Koran, Kleidung zum Wechseln, eine Waschtasche. Der 29-Jährige will mit vergleichsweise leichtem Gepäck zu einer dreiwöchigen Wallfahrt nach Saudi-Arabien aufbrechen. Denn die Pilgerkleidung zum Hadsch – bestehend aus zwei hellen Tüchern – gibt es beispielsweise erst vor Ort.

Sein Imam habe ihm geraten, den Koffer erst mal mental zu packen, so der Produktionsleiter einer Maschinenbaufirma. "Nehmt viel Ruhe und Geduld mit und dann nehmt die Dinge mit, die ihr braucht, aber reist nicht zu schwer."

Eine Summe, für die andere ein Auto kaufen
Zum Hadsch reisen jedes Jahr an die zwei Millionen Menschen nach Mekka. Und das bei Temperaturen von teilweise bis zu 50 Grad. Jedes Jahr sterben Pilgernde durch Hitze und die Menschenmassen. Diese Reise begeht nur, wer sie wirklich will.

Sacirović und seine Frau haben sich deshalb im Vorfeld intensiv mit ihrer Motivation für den Hadsch beschäftigt und sich gefragt, was sie mit dieser Reise bezwecken wollen. Denn für die dreiwöchige Reise zahlen die beiden so viel, wie andere für einen Kleinwagen ausgeben würden: etwa 9.000 Euro pro Person. Den beiden ist es die Investition wert. "Die Ziele, die man sich setzt, verfolgt man", sagt der zweifache Vater.

Imam hilft bei der Reiseorganisation
Neben der mentalen und körperlichen Vorbereitung – Sacirović ist extra viel spazieren gegangen – muss so eine Reise schon Monate vorher organisiert werden, und zwar ganz praktisch, sagt Izet Bibic. Der Imam der bosnischen Moscheegemeinde im Münchner Süden hilft Pilgern mit bosnischen Wurzeln aus ganz Deutschland dabei, ihren Hadsch zu organisieren. 13 Mal war er selbst schon dabei.

Allein das spezielle Hadsch-Visum brauche seine Zeit, mindestens drei bis vier Monate zuvor müsse es beantragt werden. Erst wenn das grüne Licht aus dem Hadsch-Ministerium in Saudi-Arabien da sei, werde gebucht, so Bibic.

Komplettpakete für den Hadsch
Für die Pilgerreise gibt es in der Regel Komplettpakete mit Flügen, Hotels und Transfers von A nach B. Die meisten Reisenden wollen nämlich nicht nur den viertägigen Hadsch machen und die Kaaba in Mekka umrunden, sondern auch andere heilige Stätten sehen: etwa die erste Moschee und das Grab des Propheten Mohammed in Medina.

Bei Emin Sacirović hat die Organisation seiner Pilgerreise geklappt. Am 24. Mai geht es zum Flughafen in München. Der Hadsch selbst beginnt dann je nach Stand des Mondes am 4. oder 5. Juni. Sacirović sagt, er habe seinen Teil der Vorbereitungen nun erledigt.

Ob seine Hoffnungen und Erwartungen erfüllt würden, liege jetzt nicht mehr in seiner Hand. "Man sagt bei uns: 'Ob der Hadsch angenommen wurde, dazu wird man nie einen Brief bekommen'. [...] Sondern das sind so Dinge, die man spürt." Man merke danach eine Veränderung bei sich. "Der Hadsch soll einen Stempel auf dem Charakter hinterlassen."

https://www.br.de/nachrichten/bayern/hadsch-junger-muenchner-pilgert-nach-mekka-und-musste-lange-dafuer-sparen,UlB4hUw

Kommentare

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Engelslhaar 26.05.2025 09:46
Was möchtest du uns denn mit diesem Beitrag sagen?
 
(Nutzer gelöscht) 26.05.2025 09:52
@Engelshaar, vermutlich, wie viele sich andere ihren Glauben kosten lassen.
 
Klematis 26.05.2025 10:01
...sehr interessanter Beitrag.
 
(Nutzer gelöscht) 26.05.2025 10:36
Ich möchte mich Engelshaar anschließen: was soll dieser Beitrag aussagen? Zumal es noch nicht einmal um ein christliches Thema geht.

Und man komme jetzt nicht mit dem Argument dass es ja eine Pilgerreise sei ...

Denn das Ziel ist nicht das gleiche.
 
Mischael 26.05.2025 10:51
Klavierspielerin2,

grüße Dich.
Leider verstehe ich auch nicht, was Du mit diesem Beitrag uns sagen möchtest.
Es wäre schön, wenn Du mir/uns es noch sagen würdest.
Vorab schon mal vielen Dank für Deine Hinweis.
 
Klavierspielerin2 26.05.2025 12:11
Ich will niemandem " etwas damit sagen". Hatte gehofft, dass andere ihre Gedanken dazu kund täten.

In mir bewirkt das natürlich etwas... ausgerechnet im BR ist das ein Thema...ich suche mal den Beitrag eines Muslims, der auf dem Jakobsweg wanderte und was er! sich dazu dachte im Vergleich zum ' Hatsch'
Hab' ich mich direkt geschämt...aber lest selbst, später, muss weg.
 
(Nutzer gelöscht) 26.05.2025 12:19
Also ich habe mich gefragt, ob der Beitrag Werbung für den Islam sein soll.

Eines muss man wissen, dass nach den dortigen Vorschriften kein „Ungläubiger“ an der Hadsch teilnehmen darf.

Würde ein Christ es aus Neugier machen, sich verkleiden und trotzdem als Ungläubiger identifiziert werden, er würde kurzerhand geköpft werden.
 
(Nutzer gelöscht) 26.05.2025 12:58
Danke, Herbstprinz. Du hast es mal wieder wirklich gut auf den Punkt gebracht.
 
Klavierspielerin2 26.05.2025 12:59
Werbung für den Islam? Ich?
Da würde ich vorher Werbung für die Adventisten machen.😁
 
Klavierspielerin2 26.05.2025 13:01
Hier, hab' den Beitrag nun gefunden, der mir in den Sinn kam, als ich diesen Beitrag auf dem BR gefunden habe:

" Islam-Theologe irritiert über Erlebnisse auf Jakobs-Pilgerweg"
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/139497/
 
Engelslhaar 26.05.2025 14:23
Ich bin halt irritiert, weil diese Pilgerfahrt sehr positiv, fast schon begeistert, dargestellt wird.
Wie viele Moslems werden unter Druck gesetzt, um diese Fahrt zu machen?
Wie viele kommen dort bei Massenpanik um oder beim Trinkverbot während des Ramadan?
Das würde mich mal interessieren...
 
Klavierspielerin2 26.05.2025 14:28
Was entdecke ich eben?😠Zitat aus'm Link:
" ....Khorchide berichtete von der Idee, vielleicht schon zu Pfingsten 2025 mit einer Gruppe aus Muslimen, Christen und Juden nach Santiago und irgendwann auch einmal nach Mekka zu pilgern. "Das wäre doch etwas Schönes." ...."

Das glaube ich, dass er das " schön" fände: Ausgerechnet im ' Heiligen Jahr ' will der mit dieser Truppe statt nach Rom, irgendwo anders hin pilgern.
Womöglich bei der Gelegenheit versuchen die unbedarften Mitreisenden zum Übertritt zum Islam zu bewegen 😡
 
Engelslhaar 26.05.2025 14:29
Als Christ nach Mekka??
Da kann ich gerne drauf verzichten..
Möglichst noch komplett verschleiert.
 
Klavierspielerin2 26.05.2025 14:35
Der findet bestimmt ein paar Leute - vielleicht ' Extrem- Wanderer ', oder ' Falafel - Liebhaber '- die sich als " Papier- Christ, oder - Jude " umdrehen " lassen.
 
Klavierspielerin2 26.05.2025 14:40
Es gibt Ähnlichkeiten der monotheistischen Religionen, darum aufpassen und außerdem gut zu wissen- umgekehrt können wir den imaginären Muslim auch " umdrehen"- allerdings zu seinem Besten:

" Serie: Ein Gott, zwei Religionen – Christentum und Islam – Teil 5"
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/152392/
 
hansfeuerstein 26.05.2025 17:50
Ich finde es schön, wenn man so offen mit jemanden über diese Dinge reden kann. Ich meine, wenn man sich dabei in die Augen sehen kann, auch das gibt es .
 
Engelslhaar 26.05.2025 19:29
Ähnlichkeiten der monotheistischen Religionen?
Was  nützt die "Ähnlichkeit", wenn das Entscheidende fehlt:
Jesus Christus als Heiland und Erretter
 
(Nutzer gelöscht) 26.05.2025 20:29
Der Hochmut ist falsch ,sich als Erleuchtete zu sehn als Christ , weil man ja sonst auch das AT  abwerten müsste /würde in der Logik.

Darum ist es geboten Ähnlichkeiten zu suchen und nicht Ähnlichkeiten geringzuschätzen.

( Das schaff ich aber auch nicht so richtig  😃 )

Cherub
 
Engelslhaar 26.05.2025 20:37
Ähnlichkeiten sollten aber nicht darüber hinweg täuschen, dass das Entscheidende fehlt: 
Jesus Christus
 
(Nutzer gelöscht) 26.05.2025 21:05
Entscheidend hier  ist wie man "Ähnlichkeiten " sieht , bewertet : 

Konstruktiv ,produktiv ,positiv oder unwichtig ,egal, negativ 

Ich denke Ähnlichkeiten werden eher  mit was Gutem assoziiert zwischenmenschlich oder etwa nicht?

Wenn man "Ähnlichkeiten " destruktiv umschreibt, pervertiert man das an sich Gute im Wort doch ins Schlechte.

Beispiel: in einer Familie ist man ähnlich ..

Cherub
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