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Was wir tun müssen um gerettet zu werden

Was wir tun müssen um gerettet zu werden

Kommentare

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Klavierspielerin2 18.02.2025 17:11
Das 16:16, ist aber keine Antwort auf meine Frage @sozo
 
Sozo 18.02.2025 17:18
@Klavier

Doch. Du hattest gefragt, ob ich glaube, dass ein Atheist, der Gutes tut in der Hölle landet und ich habe geantwortet: Ja. Jesus allein ist der Weg. Also ja, er landet in der Hölle, weil er Jesus nicht geglaubt hat. Deswegen ist es ja auch der Glaube, der rettet und nicht die Werke!
 
Klavierspielerin2 18.02.2025 17:29
Ich verstehe, du glaubst, ein Atheist - auch wenn er nur Gutes tut- kommt in die Hölle.

Auch wenn er nie die Chance hatte von Jesus Christus zu erfahren?

@Sozo, ich will dich nicht piesaken, doch solche Fragen hatte ich und dafür brauchte ich Antworten, die einleuchten.
 
Miri21 18.02.2025 17:30
Wer A sagt muss auch B sagen...
Wer Epheser 2,8-9 liest, sollte auch Epheser 2,10 lesen...

Luther hatte noch das "allein" vor den Glauben gesetzt, was man aber wieder in der Bibel korrigiert korrigiert und rausgenommen hat...

🎹 weiss denke ich wie wir alle, dass nur Jesus unser einziger Weg ist. 
Aber Sozo, vielleicht solltest du dir Gal 5 nochmal durchlesen, dann merkst du dass es da nur um Beschneidung geht im ersten Teil und später noch um Unzucht und Ausschweifungen.

Vom Ausfallen aus der Gnade aufgrund guter Werke steht da einfach nix. (Vorausgesetzt der Teil der Bibel wurde nicht vom Reformator übersetzt.)
Dann müsste man das nochmAls mit anderen Übersetzungen vergleichen.
 
Klavierspielerin2 18.02.2025 17:34
Luther hat tatsächlich die Schrift verändert.
 
Sozo 18.02.2025 17:42
😅 Ich hab dich gern, Klavier. Ich denke, wenn er tatsächlich keine Chance hatte, dann gibt es Gnade. Wir haben einen guten und gnädigen Gott und er kann solchen Menschen auch im letzten Moment noch begegnen. Wir wissen nicht, was im Moment ihres Ablebens geschieht. Aber wir wissen, dass er will, dass Jederman zur Erkenntnis der Wahrheit gelangt. Er kennt den Erkenntnisstand eines Jeden und ist gerecht. Aber weißt du, jemand, der sich als Atheist bezeichnet, der hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt, d.h. er lehnt Jesus bewusst ab...
 
Miri21 18.02.2025 17:42
16:40 Das hängt allein von Gottes Barmherzigkeit ab.

Ich hab mal gelesen von einer Familie, die sich sicher war, dass ihr Sohn nicht gerettet sei. Der Sohn hatte nämlich ein ganz schlechtes Leben geführt, konnte nicht umkehren, starb plötzlich bei einem Schneesturm, als er jemand das Leben retten wollte. 

Scheinbar ein sinnloser Tod, denn retten konnte er keinen...
Und doch hat es die Barmherzigkeit Gottes so zugelassen. 
Er hätte sich nämlich nie bekehrt oder geändert, sein Leben lang nicht.

Aber er hat Hilferufe gehört und ist in den Sturm gerannt ohne an sich selbst zu denken.

Denn wer sein Leben hingibt, ....
 
Sherezade 18.02.2025 17:48
Wenn römisch- katholische Christen über reformatorische Theologie schreiben, sollten sie sich vorher besser informieren. 
Kein evangelischer Christ glaubt an Luther oder einen anderen Reformator! Dies wäre blasphemisch.
Wenn man meint, dass man sich zur Rechtfertigungslehre äußern will, sollte man sie kennen.
Bedeutet eben nicht, dass man einfach nur mal eben glaubt und dann eh gerettet ist...
Dazu müsste man dann folgenden Satz  und die weitreichende Bedeutung verstehen:

"Dominum et magister noster Jesus Christus dicendo: Penitentiam agite etc omnem vitam fidelium penitentiam esse voluit."

Wenn man über die reformatorischen Soli schreibt, sollte man  diese ansatzweise verstanden haben.

Ach so... der Gedanke "sola scriptura"  stammt nicht von Luther... er hat ihn aufgegriffen...
Sry, Basiswissen....

Und Luther hat auch den Inhalt der Schrift nicht verändert! Versteht man wohl nur, wenn man die Rechtfertigung verstanden hat und auch einen Schritt in die Neuzeit wagt und die heutige Sicht kennt...
 
Sozo 18.02.2025 17:48
Liebe Miri, bitte hör mir doch mal richtig zu! Ich sage doch nicht, dass man aufgrund guter Taten aus der Gnade fällt! Man fällt aber dann aus der Gnade, wenn man glaubt allein durch seine guten Taten und befolgen des Gesetzes errettet zu werden! Es ist allein Jesu Blut, das uns rettet! Du wirst dich auf nichts anderes berufen können vor dem Richterstuhl, als allein auf Jesu Blut.
 
Klavierspielerin2 18.02.2025 17:54
Jaja,@sozo, du kannst mich gerne haben 😙🫂
Am Ende treffen sich unsere Anschauungen:
- wir wissen nicht, was im Moment des Todes geschieht und
- ein wirklicher Atheist ( vermutlich sind die meisten eher Agnostiker)will nicht in die Anschauung Gottes - den würde das vermutlich sogar stören.
Also bleibt er in Gottes - Ferne, für uns Christen ist allein diese Vorstellung ' die Hölle '!
 
Sozo 18.02.2025 17:55
@17.42 

Und jetzt glaubst du, dass er gerettet ist, aufgrund seiner Hilfsbereitschaft, obwohl er die Chance hatte umzukehren und es nicht tat?
 
Klavierspielerin2 18.02.2025 17:55
Gute Taten vertiefen aber den Glauben.
 
Klavierspielerin2 18.02.2025 18:02
17:48h, ich empfehle nochmal Scott Hahns " unser Weg nach Rom".

Es war nicht einfach für ihn und erst Recht nicht für seine Ehefrau: als evangelikaler Christ ausgerechnet zur römisch- katholischen Kirche zu konvertieren.

Da ich kein Altgriechisch spreche, kann ich mir das lediglich von adäquaten Personen anlesen.
Oder im Link schauen, Engelshaar hat die Übersetzung verlinkt.

Nachschauen!
 
Klavierspielerin2 18.02.2025 18:10
Die ' Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre' in kurz:
Luther hat die Schrift seiner Lehre angepasst ( und das " allein" reingeschummelt) und die Kirche hat zu lange Luthers - berechtigte - Beschwerde als " Mönchsgezänk" abgetan.
 
Klavierspielerin2 18.02.2025 18:33
In Bonhoeffers Werk " Nachfolge"kann man den Begriff der " billigen Gnade" nachlesen.

Um das in meinen Worten auszudrücken: die Luther nachfolgenden Generationen haben eben nicht Luthers Sicht- als Mönch- gehabt und das führte zur sog. " Billigen Gnade".
Er ging darum mir den " Deutschen Christen" hart ins Gericht.

Lest das doch mal, Bonhoeffer ist doch evangelisch und ein Blutzeuge des 20. Jhdts.
 
Miri21 18.02.2025 19:07
17:55 Es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt. “ (Joh 15,13)

Wobei das noch nicht mal ein Freund, sondern ein Unbekannter war.

Der Glaube allein reicht auch nicht aus, wenn die Liebe zu Jesus Christus fehlt.
Denn wie viele behaupten sie seien Christen und lästern Gott oder stellen ihr Ego über Gottes Gebote. Oder treiben nur Atheisten ab und keine Christen?
Aber das ist schon wieder ein anderes Thema.

Ein Atheist kann sich auch noch in letzter Minute umbesinnen. Wie vielen diese Gnade der Reue in letzter Minute geschenkt wird, ist ungewiss.
 
(Nutzer gelöscht) 18.02.2025 19:12
18.10 Klavier
👍
 
(Nutzer gelöscht) 18.02.2025 19:41
Ich habe jetzt aus Zeitgründen nicht alle Beträge gelesen.

Ich möchte Sadie zustimmen: Glaube und Werke gehören in der Tat zusammen.
Jedoch passiert es manchen Menschen, dass sie es "verwechseln". 

Der Glaube ist die Grundlage, die Werke sind die Folge davon.

Dies soll heißen, dass der Glaube aus der Predigt, aus dem Wort Gottes kommt und WEIL ich zu meiner Rettung nichts beitragen kann, bin ich dankbar und daraus erwachsen gute Werke. Ich möchte etwas zurückgeben bzw. damit auf Jesus als Herrn und Erlöser hinweisen.

Gute Werke sind jedoch nie und nimmer ein Beitrag zur Rettung. Denn damit würde ich den Opfertod Jesu irgendwie nicht als "vollwertig" definieren. Würde man diesen Gedanken konsequent zu Ende denken: Wären gute Werke die Grundlage für Rettung, dann wäre Jesus umsonst gestorben. 
Einfach mal logisch denken. Viel Erkenntnis beim Nachdenken.
 
Miri21 18.02.2025 19:53
Vielen Dank für eure vielen Kommentare. Beim Lesen hab ich ganz vergessen, was im Video zu hören war.

Hab mir es eben noch mal angehört 2:28 min lang. Das ist ziemlich kurz und ich glaube nicht widersprüchlich oder gar unbiblisch.

Aber ich hab die Vermutung, dass außer fleurdeciel und Fr. Sause kaum jemand reingehört hat.
 
firefly 18.02.2025 19:55
Es lohnt sich in diesem Kontext auch mal Matthäus 25 zu lesen. 
Da wird auch deutlich dass diejenigen in die Abschneidung gehen, also NICHT gerettet werden, denen es an guten Werken mangelte.

Vergrabene Talente bringen  nix wenn es am Tag des Herrn zur Abrechnung kommt.

Wem es an Barmherzigkeit an seinem Mitmenschen gemangelt hat, 
den wird der Herr nicht erkennen.
Denn sein Wesen ist nun mal Güte und Barmherzigkeit.
 
Klavierspielerin2 18.02.2025 19:59
Doch, ich auch.
 
Miri21 18.02.2025 20:01
Wären gute Werke die Grundlage für Rettung, dann wäre Jesus umsonst gestorben. 
---------
Stimmt, die Grundlage sind sie nicht. Aber wenn wir Jesus Christus nicht annehmen wollen, dann nützt uns auch sein Erlöserblut nichts. Jesus tat 100 Prozent den Willen seines Vaters und wir sind auch dazu eingeladen, den Willen Gottes zu suchen, zu erkunden und zu leben, so gut wir es können.
 
(Nutzer gelöscht) 18.02.2025 20:02
Doch ich habe reingehört. Und in Min. 1:42 heißt es, dass man ohne eigenes Mühen keine Rettung erlangt. 
Dem kann ich nicht zustimmen. Weil dies schlicht nicht biblisch ist und Ursache und Wirkung verwechselt wird. Deshalb habe ich meinen Beitrag geschrieben. 

Abgesehen davon mag ich keine Texte wo man scheinbar Jesus Worte in den Mund legt die er so nicht gesagt hat. Und dass das auch noch so eine seltsame Frauenstimme ist, macht das Ganze auch nicht wirklich glaubwürdiger. zwinkerndes Smiley 
Sorry.
 
firefly 18.02.2025 20:06
Wie verstehst du dann Matthäus 25 @ janina?

Da geht es um barmherziges HANDELN am Nächsten. 
Das sind Werke. 

Ein Talent zu nutzen um daraus Gewinn zu machen ist auch Rumwerkeln. 

Also, so ganz ohne Werke wird uns Jesus am Ende nicht erkennen können.
 
(Nutzer gelöscht) 18.02.2025 20:26
Du meinst den Text mit den anvertrauten Talenten? 

Das bedeutet, dass uns Gott Gaben anvertraut hat die wir nutzen sollen. Damit sollen wir wuchern, wie es in alten Bibelausgaben so schön heißt, im pos. richtig nutzen. Das ist die Aufgabe für ein ggf. sinnvolles Leben, aber ganz sicher NICHT die Grundlage zur Rettung unserer Seele. Wie kommt man nur bitte darauf - hab ich noch nie gehört. 

Rechtfertigung hat man nur begriffen, sorry, wenn man erkannt hat, dass man ohne Jesu Gnade nichts, aber auch gar nichts zur Erlösung beitragen kann. 

Hier im luth. Kathechismus steht es auch:

#"Was ist dein einziger Trost im Leben und im Sterben? Dass ich mit Leib und Seele im Leben und im Sterben nicht mir, sondern meinem getreuen Heiland Jesus Christus gehöre. Er hat mit seinem teuren Blut für alle meine Sünden vollkommen bezahlt und mich aus aller Gewalt des Teufels erlöst; und er bewahrt mich so, dass ohne den Willen meines Vaters im Himmel kein Haar von meinem Haupt kann fallen, ja, dass mir alles zu meiner Seligkeit dienen muss. Darum macht er mich auch durch seinen Heiligen Geist des ewigen Lebens gewiss und von Herzen willig und bereit, ihm forthin zu leben."

Ich denke nicht, dass uns Jesus nur mit Werken annimmt, denn das sagt dein letzter Satz fifly, aus. Leider - muss ich sagen. 

Denn wenn Werke zur Erlösung betragen würden, dann wären wir nicht besser dran als alle sonstigen Bekenntnisse oder Religionen. Und ganz ernste Frage: Wie weiss ich dann bitte wieviel Werke und welche ich tun muss? 
Wenn Werke zur Erlösung beitragen, dann gibt es schlussendlich auch nie Heilsgewissheit. Das muss man sich bitte auch klar machen.
 
(Nutzer gelöscht) 18.02.2025 20:41
17.34 Klavier

Ja, selbstverständlich hat Luther die Schrift verändert!
Ich kann Dich ja nicht liken.😒🤧
 
Miri21 18.02.2025 20:57
Dann verspricht Luther also Heilgewissheit? 
Na denn, wer's glaubt... Dann hat er aber vieles aus der Bibel überlesen!
Warum heißt es dann: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt" und "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (Mt 22,37-39).
"wenn man erkannt hat, dass man ohne Jesu Gnade nichts, aber auch gar nichts zur Erlösung beitragen kann." 
Ich denke das haben wir alle erkannt. Aber ich glaube einige haben auch erkannt, dass man die Gnade der Erlösung trotzdem auch verwirken kann, weil es keine Heilsgewissheit gibt.
Ps 37:3 Vertraue auf den Herrn und tu, was gut ist! Wohne friedlich im Land und übe die Treue!
Phil 4:13 Alles vermag ich in dem, der mich stärkt.
Muss man also also trotzdem noch en bissl was dazu tun und darf nicht nur die Talente vergraben, 

denn ohne die Werke ist der Glaube tot.

Ob das so im kath Katechismus steht, weiss ich nicht. Denke, es steht aber so in der Bibel.
 
Miri21 18.02.2025 20:59
 
Klavierspielerin2 18.02.2025 21:01
Ich bin sicher, Gott hat für uns gute Werke vorbereitet, man muss diese eben erkennen und dann auch 📢tun, statt ' abwarten und Tee trinken '!

Da stellt sich mir die Frage, wie wird man eigentlich heilig?

Da gibt's jemand, der's vorgemacht hat: ' der kleine Weg zur Heiligkeit ' der kleinen Theres - hatte bis vor kurzem noch nie von ihr gehört...hilft mir oft bei meiner Nervensäge, meinem Nachbarn 😃
 
Miri21 18.02.2025 21:09
 
(Nutzer gelöscht) 18.02.2025 21:12
Meine Zeit Miri ...
Wo habe ich geschrieben, dass Luther Heilsgewissheit verspricht??? 
Heilsgewissheit habe ich, weil ich weiss, dass ich durch Jesu Gnade und nur dadurch errettet bin. Dass SEIN - Jesu Sterben für mich ausreicht - ohne Werke als Beimischung. Ich habe Rechtfertigung versucht zu erklären und weil ich es nicht so gut kann mal ausnahmsweise den Luth. Kathechismus herangezogen. Das darf man mir doch bitte auch mal erlauben ... 

"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt" und "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" (Mt 22,37-39).

Das sind Anweisungen für ein gutes, im Sinne Jesu gelebtes Leben, aber nicht die Grundlage für die Erlösung. Kann doch nicht so schwer sein. 

# dass man die Gnade der Erlösung trotzdem auch verwirken kann, weil es keine Heilsgewissheit gibt.#

Nein, Erlösung kann man nicht verwirken. Wenn ich sie natürlich abhängig mache von meinen Werken, dann komme ich in der Tat nicht weit. 

Für mich ist Fakt: Jesus hat mich erlöst und zwar ER allein, OHNE mein zutun, ohne Werke als GRUNDLAGE oder Beimischung. 
Und auch wenn das jetzt vielleicht arrogant rüber kommt: Ich weiss was Heilsgewissheit ist und ich habe sie. 
Die Aussage, dass es keine Heilsgewissheit geben kann, erschüttert mich jetzt wirklich. Wenn das ein Moslem oder Budist sagt, gut. Aber jemand der Christ ist???? 

Und zur Aussage die hier immer wieder fällt: Ohne Werke ist der Glaube tot.

In der Tat - aber nur, weil die Werke eine Folge des Glaubens sind, aber nie die Ursache. 
Aber jetzt drehen wir uns im Kreis. 
Ich verabschiede mich hier. 
Wer es verstehen will, wird das auch verstehen, wer meint er braucht die Werke als Beitrag zum seelig werden, dem kann ich nicht helfen. 
Ich habe meine Pflicht getan.
 
Klavierspielerin2 18.02.2025 21:20
Wir haben auch unterschiedliche Erlösungslehren 🤷
 
Klavierspielerin2 18.02.2025 21:24
" In der Tat - aber nur, weil die Werke eine Folge des Glaubens sind, aber nie die Ursache. "


Es gibt aber auch gute Werke von Nicht- oder Andersgläubigen. 
Was geschieht denn dann mit diesen Menschen 🤔 
Das ist eine offene Frage bei- ähm- euch?
 
Sozo 18.02.2025 21:38
Denn ihr habt nicht einen Geist empfangen, der euch zu Sklaven macht, so dass ihr euch immer noch fürchten müsstet, sondern ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Söhnen macht, den Geist, in dem wir rufen: Abba, Vater!
So bezeugt der Geist selber unserem Geist, dass wir Kinder Gottes sind.
Sind wir aber Kinder, dann auch Erben; wir sind Erben Gottes und sind Miterben Christi, wenn wir mit ihm leiden, um mit ihm auch verherrlicht zu werden.
(Röm. 8,15-17)

Das zum Thema Heilsgewissheit. 
Der Geist Gottes bezeugt es unserem Geist!
 
(Nutzer gelöscht) 18.02.2025 21:43
21.24
Da sind sie überfordert.🤭😀
 
Sozo 18.02.2025 21:47
Und liebe Klavier, ich habe noch einen Artikel für dich gefunden. Ich glaube, der könnte deine Frage beantworten. Die Frage ist, was ist für Gott eine gute Tat? Und wieder geht es um die Motivation, die Absicht...
Ich kenne den Schreiber sonst nicht und weiß nicht aus was für einer Glaubensrichtung er kommt. Aber der Artikel ist gut. 

https://www.bibelworte.net/koennen-nichtchristen-gute-werke-tun/
 
Sozo 18.02.2025 21:50
@21.43 

Nein, Frau Sausewind. Ich habe mir heute stundenlang Mühe gegeben und auch diese Frage beantwortet 😉.
Geduld kann man mit euch auf jeden Fall üben 😅.
 
Miri21 18.02.2025 22:09
21:38 Liebe Sozo, 
In den Versen vor deinen Belegen für eine Heilsgewissheit, steht aber als Voraussetzung, dass wir nach dem Geiste wandeln sollen und nicht nach dem Fleische.

Röm 8:5 Denn die nach Art des Fleisches sind, trachten nach dem, was des Fleisches ist, die aber nach Art des Geistes sind, nach dem, was des Geistes ist.
Röm 8:6 Das Trachten des Fleisches ist Tod, das Trachten des Geistes aber Leben und Friede.
Röm 8:7 Das Trachten des Fleisches ist feindlich gegen Gott; denn es unterwirft sich nicht dem Gesetze Gottes und kann es auch nicht.
Röm 8:8 Die im Fleische sind, können Gott nicht gefallen.
Röm 8:13 denn wenn ihr nach dem Fleische lebt, werdet ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist das Tun des Fleisches zum Sterben bringt, werdet ihr leben.
 
(Nutzer gelöscht) 18.02.2025 22:15
Die guten Werke, sind die Folge des Glaubens. Und nur derjenige hat einen echten Glauben und echtes Gottvertrauen, wenn dem Glauben und dem Vertrauen zu Gott gute Werke folgen. Beides gehört zusammen. 
Wenn der Glauben nicht verändert bzw daraus nicht das Bedürfnis erwächst Gott nahe zu sein und den 
Willen Gottes zu tun, ist der Glaube nicht echt.
 
Miri21 18.02.2025 22:16
Wir müssen also durch den Geist Gottes das Tun unseres Fleisches zum Sterben bringen! - Das ist die Voraussetzung für Heilsgewissheit!!!

Fehlt dazu unser Wille, haben wir verka***.
 
Sozo 18.02.2025 22:38
@22.09

Ja, liebe Miri und wer den Heiligen Geist empfangen hat, der wandelt auch in ihm! Er ist eine neue Schöpfung! Und wo? Im Geist!!!
 
Klavierspielerin2 18.02.2025 22:43
Darum trägt man anlässlich der Taufe " weiß"- neue Schöpfung. Zumindest die Voraussetzungen sind ab da bestens. Muss man halt was draus machen!
 
Klavierspielerin2 19.02.2025 08:19
" Heilsgewissheit"🤔
In der reformatischen Theologie spielt die " Bekehrung, Umkehr" eine ganz zentrale Rolle. " Allein aus Gnade" geschieht dies.
Die Vorstellung ist, wer die Gnade - ohne sein eigenes Zutun - erhält, hat die " Heilsgewissheit". Er hat diese Gnade ja geschenkt bekommen von Gott.
 Er/ sie ist also passiver Empfänger dieser Gnade und kann selbst nichts hinzufügen, oder wegnehmen.
Wer versucht etwas hinzuzufügen wird der " Werkelei " bezichtigt.

Wir Katholiken gehen davon aus, dass wir nicht passive Empfänger der Gnade sind, sondern- meine Worte: Mitarbeiter im Weinberg des Herrn sind. Also aktiv mit helfen, am Aufbau des Reich Gottes mitzuhelfen. Das ist im katholischen Sinn KEINE " Werksgerechtigkeit".

Diese unterschiedlichen Auffassungen bringen unterschiedliche Gottes - und Menschenbilder mit sich!
Und außerdem ergibt sich aus der Sicht eines passiven Gnadenempfängers eine andere Endzeit - Vorstellung, als wenn man aktiv ist. 
Der Typ, der morgens um 5:47h bereits die Katastrophen am Horizont aufgehen sieht, in der Erwartung, dass Gott jetzt alles den Bach runter gehen lässt, ist kein Katholik.
( Jetzt bekomme ich bestimmt gleich eins auf dem Deckel 😃  )

Ich finde ausreichend zu wissen, dass es diese konfessionellen Unterschiede gibt, darum streiten, wer RECHT hat, wäre nur eine never ending Diskussion.
 
Sherezade 19.02.2025 08:52
Ja, der Deckel kommt🙂... man kann Rechtfertigung und Heilsgewissheit nicht simplifizieren... Da steht man vor der Gefahr Heilsgewissheit und Heilssicherheit zu verwechseln...
Wenn hier gerne Bonhoeffer erwähnt ist, sollte man Holl und seine Ausarbeitung über die Rechfertigung kennen... Bonhoeffer war ein Schüler von Holl...
Bei den guten Werken sollte man halt unterscheiden...
fides debet bonos fructus parere oder fides parit bonos fructus...

non iusti sumus, sed iusti imputamur->
simul peccator et iustus


PS.Wer mit meinen Worte nix anfangen kann, sollte sich eher nicht über Rechtfertigung äußern oder sich besser mal reinlesen... so in Vergangenheit und wo wir heute stehen...da ist man dann eine Zeit beschäftigt...
 
Klavierspielerin2 19.02.2025 08:54
Sprichst du mich an, Sherezade?
 
Miri21 19.02.2025 09:17
Ich hab mir mal angeschaut, wie die Freie Christliche Gemeinde Tübingen Heilsgewissheit und Heilssicherheit definiert und ausgearbeitet hat:

Heilsgewissheit und Heilssicherheit
Heilsgewissheit meint die subjektive feste Gewissheit der Rettung (= des Heils) durch Jesus Christus in den Menschen, die an ihn glauben. Sie gründet sich darauf, dass
Gott in Jesus Christus eine völlig ausreichende Erlösung geschaffen hat1, dass er dahingehend wirkt, dass ein Gotteskind Gottes Ziel auch erreicht2, so dass es niemand aus Gottes Hand reißen kann3. Die Heilsgewissheit ist ein wichtiges Geschenk Gottes an uns Christen4 und gerade in solchen Situationen bedeutsam, wenn wir versagen: Weil Jesus bereits alles getan hat, können wir zu unserer Rettung selbst nichts beitragen, sie aber auch nicht durch unsere Schuld gefährden5.

Heilssicherheit meint die objektive und durch gar nichts zu beeinträchtigende Sicherheit der Rettung (= des Heils) durch Jesus Christus für die Menschen, die an ihn glauben. Der Unterschied zur Heilsgewissheit besteht im Wesentlichen in der Frage, ob ein Christ durch einen eigenen Entschluss aus dem Glauben aussteigen kann. Einige Bibelstellen6 scheinen in diese Richtung zu deuten. Die Frage nach der Verlierbarkeit der Rettung durch den eigenen Willen wird innerhalb der Gemeindeleitung der FCG Tübingen unterschiedlich beantwortet, wobei die Mehrheit der Gemeindeleitung sie verneinen würde und damit die Heilssicherheit vertritt. Dabei gilt aber:

Wer von der Unverlierbarkeit des Heils überzeugt ist wird anerkennen müssen, dass die Bibel mit großem Ernst von der Verantwortung der Nachfolger von Jesus spricht, der Rettung angemessen zu leben7.
Wer von der Verlierbarkeit des Heils überzeugt ist wird anerkennen müssen, dass die Bibel sehr deutlich von Gottes Wirken dahingehend spricht, dass Nachfolger von Jesus sein Ziel auch erreichen2.
1 2. Korinther 5,19
2 Philipper 1,6
3 Johannes 10,28
4 1. Johannes 5,13
5 Römer 8,38.39
6 Matthäus 10,22; Johannes 15,2.6; 2. Timotheus 4,10
7 Johannes 15,6
 
Miri21 19.02.2025 09:35
Recht­fer­ti­gung – evan­ge­lisch oder ka­tho­lisch?
 Artikel von Bernhard Kaiser
25. Oktober 2021 — 13 Min Lesedauer
Sind die Unterschiede zwischen der römischen und der evangelischen Rechtfertigungslehre wirklich grundlegend? Ich möchte dies an einigen Punkten zeigen.

1. Der Mensch als Geschöpf Gottes und als Sünder
Einigkeit zwischen der römischen und der protestantischen Theologie besteht darin, daß beide den Menschen als Geschöpf Gottes ansehen. Doch bereits in der Auffassung, wie Adam im Urstand beschaffen war, ist ein Unterschied erkennbar. Nach römischem Verständnis war Adam von Gott zwar ohne Fehler und Sünden erschaffen, aber doch noch unvollkommen. Man kann auch sagen, daß er zunächst natürlicherweise da war. Aber um vollkommen zu werden, bekam er als Zugabe die ursprüngliche Gerechtigkeit: eine geistliche Ausstattung, die ihm erlaubte, seiner göttlichen Bestimmung zu entsprechen und als vom Geist geleitetes Wesen Gott zu lieben und über sich selbst zu herrschen. Diese Zugabe aber war nicht Bestandteil seines Wesens.

Im Sündenfall hat Adam nur diese ursprüngliche Gerechtigkeit verloren, aber nicht die an seine Geschöpflichkeit gebundenen Fähigkeiten. Der Katechismus der Katholischen Kirche sagt: „Der Mensch ermangelt der ursprünglichen Heiligkeit und Gerechtigkeit, aber die menschliche Natur ist nicht durch und durch verdorben, wohl aber in ihren natürlichen Kräften verletzt. Sie ist der Verstandesschwäche, dem Leiden und der Herrschaft des Todes unterworfen und zur Sünde geneigt; diese Neigung zum Bösen wird ‚Konkupiszenz’ (= Begierde, BK) genannt.“2 So sehr die römische Kirche ansonsten die Existenz des Bösen anerkennt und die sündige Verfassung der Welt sieht – die Neigung des Menschen zum Bösen ist nicht eigentlich Sünde, derentwegen er den Tod verdiente. Er bleibt auch nach dem Fall mit natürlichen Kräften ausgestattet, die auf Gott und die verlorengegangene Gerechtigkeit hin programmiert sind. Seine Fähigkeit, zu denken und zu wollen, ist nach wie vor vorhanden und wird im Blick auf die Rettung des Menschen in Ansatz gebracht. – Daß ausgerechnet die menschliche Geistigkeit in dieser Weise hochgeschätzt wurde, zeigt den Einfluß der griechischen Philosophie in der römischen Theologie, denn jene hat in der menschlichen Geistigkeit das Höhere oder Göttliche im Menschen gesehen. Nach der Schrift aber ist auch der Leib von Gott erschaffen und gegenüber den Geistigen nicht minderwertig.

Die Reformatoren haben nicht übersehen, daß der Mensch von Gott geschaffen ist, sondern dies in großer Klarheit bekannt. Trotzdem haben sie die vollständige Sündhaftigkeit des Menschen gelehrt. Sie haben neu erkannt, daß die einstmals gute Schöpfung Gottes durch die Sünde Adams entstellt worden ist, so daß der Mensch nachgerade auch in seiner Geistigkeit, seinem Denken und Wollen, nicht positiv auf Gott hin, sondern im aktiven Aufstand gegen Gott lebt. Wendet er sich mit seinen natürlichen Kräften Gott zu, dann führt das zum Götzendienst, zur Verkehrung Gottes in ein Bild, und zum Selbstruhm, der Gott die Ehre raubt. Insbesondere ist der Mensch von Hause aus unfähig, Gott zu vertrauen. Das würde nämlich heißen, daß er von sich selbst wegsähe und auf das Werk eines anderen vertraute. Das aber kann der natürliche Mensch nicht, denn er ist trotz aller Religiosität in sich selbst verkrümmt.

Das Augsburgische Bekenntnis sagt darum zu Recht in Artikel 2: „... daß nach Adams Fall alle natürlich geborenen Menschen in Sünde empfangen und geboren werden, das heißt, daß sie alle von Mutterleib an voll böser Lust und Neigung sind und von Natur keine wahre Gottesfurcht, keinen wahren Glauben an Gott haben können, ferner daß auch diese angeborene Seuche und Erbsünde wirklich Sünde ist ...“ Ebenso das Westminster Bekenntnis in Artikel 6.2: „Durch diese Sünde sind sie aus ihrer ursprünglichen Gerechtigkeit und Gemeinschaft mit Gott gefallen und so Tote in Sünden geworden; gänzlich verdorben in allen Fähigkeiten und Teilen von Seele und Leib.“

Insbesondere die vom Menschen immer wieder beanspruchte Willensfreiheit ist damit hinfällig. Der Mensch kann sich nicht im Rückgriff auf seine natürlichen Kräfte Gott zuwenden. Diese Sicht des Menschen steht ganz offensichtlich im Einklang mit der Schrift, denn sie sieht das menschliche Herz als Quelle der Bosheit (1Mose 8,21; Mt 15,19), sie identifiziert die fleischliche (natürliche) Gesinnung als Feindschaft gegen Gott (Röm 8,7) und schließt die Mitwirkung des Menschen bei seiner Rettung ausdrücklich aus (Röm 9,16). Damit ist deutlich, daß schon in der Lehre vom Menschen grundlegende Unterschiede zwischen dem römischen und dem evangelischen Denken vorzufinden sind.
 
Miri21 19.02.2025 10:20
Zum Thema Willensfreiheit:

Macht es sich ein Mensch, der behauptet keine Willensfreiheit zu haben, nicht leicht? Das würde heißen, dass er auch nicht gegen das Böse kämpfen kann und braucht, weil er sowieso keinen freien Willen hat.
Ist es nicht so, dass wir uns durch die Sünde - wenn wir dem Bösen dienen - uns von Gott abwenden, an Gnade verlieren und deshalb uns an das Böse binden. Aber das war dann unsere eigene Willensentscheidung. (Eigenverschulden)

Aber betrachten wir das Vaterunser, das uns der Herr gelehrt hat:
 - dein Reich komme, dein Wille geschehe ...(wir sind eingeladen, nach Gottes Willen zu leben und das schon heute auf der Erde)
- unser tägliches Brot (Leib Christi, Wort Gottes, Gnade Gottes und alles Lebensnotwendige)
- und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben... (So wie auch wir vergeben, vergibt uns auch Gott, wenn wir Reue haben)
- und führe uns nicht in Versuchung (überlass uns nicht unseren schlechten Neigungen, prüfe uns nicht)
- erlöse uns von dem Bösen (hilf uns unsere bösen Neigungen zu überwinden, löse Ketten an das Böse, die durch eigene Schuld entstanden sind)

So muss ich doch feststellen, dass ich die freie Willensentscheidung habe, mich zB Gott zuzuwenden und auf ihn zu vertrauen, praktisch "meine Hand nach der des Vaters auszustrecken".
 
Sozo 19.02.2025 10:57
Adam wurde im Ebenbild Gottes geschaffen! Wie kann man auf die Idee kommen, er sei nicht ohne Sünde gewesen am Anfang? Gott hat ihm seinen Odem (Geist) eingehaucht! Erst mit dem Sündenfall kam das Böse in den Menschen und Adam starb. Er fiel aber nicht tot um! Also, wie starb er? Geistlich! Sein Geist war getrennt von Gott und er konnte keine Gemeinschaft mehr mit ihm haben. Gott ist Geist und wir sind es auch! Wir sind geschaffen als Körper, Seele und Geist. Wichtig zu verstehen ist, dass der Verstand Teil der Seele ist und nicht des Geistes! 
Adam war also geistlich tot und seine Natur nicht mehr die eines Heiligen, sondern die eines Sünders. Seine Nachfahren wurden alle mit dieser Sündennatur geboren. Bis heute ist das so. Deshalb braucht es die geistliche Wiedergeburt von oben, damit unser Geist lebendig wird, wieder EINS wird mit Gottes Geist und dadurch werden wir zur Gerechtigkeit Gottes IN Christus! Wir haben eine neue geistliche Natur, wenn der Heilige Geist eingezogen ist. Und das allein begründet unsere Gerechtigkeit, unser ewiges Heil! Unser geistlicher Zustand, nicht unser körperlicher oder seelischer Zustand. Dieser durchläuft den Prozess der Heiligung bis zum Schluss. Unsere Seele wird immer wieder fallen... aber unser Geist ist versiegelt mit dem Heiligen Geist.
Das ermöglichte Jesus durch sein vollkommenes Werk am Kreuz. Er trug die Schuld der ganzen Welt und die Strafe dafür. Gottes Zorn entlud sich an seinem Körper. Deshalb gibt es auch keine Verdammnis mehr für die, die IN Christus sind!
Gültig für die, die es als Gnadengeschenk annehmen und ihm glauben. Der Vorhang ist zerrissen und es ist vollbracht! Vollkommen vollbracht! Vollkommen heißt vollkommen. Dem muss nichts hinzugefügt werden. Deshalb ist es reine Gnade.
 
Sherezade 19.02.2025 11:04
Der Artikel von Kaiser ist etwas sperrig... hier mal ein Artikel, der nicht so sperrig ist und erklärt worum es in der Diskussion eigentlich geht:

https://www.evangelische-aspekte.de/willensfreiheit-martin-luther/
 
Sozo 19.02.2025 11:04
Und aus diesem Grund wird die Wiedergeburt von manchen Gläubigen hier auch immer wieder so betont, weil sie das verstanden haben. Wer diesen Prozess nicht versteht, kann auch keine Heilsgewissheit haben.
 
vertrauen2015 19.02.2025 11:45
@sozo 10:57
das hast du gut geschrieben.

Es ist der geistliche Tod, der uns Alle von GOTT getrennt hat und wir die Nachfahren dieser gefallenen Schöpfung waren/sind.

Deshalb brauchte es einen Rettungsplan.  und kann nur durch JESUS erfolgen, der den Weg zum VATER wieder frei gemacht hat.
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..........den Weg wisst ihr ja, sagte JESUS auch damals seinen Jüngern.

Joh. 14
Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich!
Joh 14,2 Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
Joh 14,3 Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.
Joh 14,4 Und wohin ich gehe - den Weg dorthin kennt ihr.
Joh 14,5 Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie sollen wir dann den Weg kennen?
Joh 14,6 Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Joh 14,7 Wenn ihr mich erkannt habt, werdet ihr auch meinen Vater erkennen. Schon jetzt kennt ihr ihn und habt ihn gesehen.
Joh 14,8 Philippus sagte zu ihm: Herr, zeig uns den Vater; das genügt uns.
Joh 14,9 Jesus antwortete ihm: Schon so lange bin ich bei euch und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: Zeig uns den Vater?

Joh 14,10 Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch sage, habe ich nicht aus mir selbst. Der Vater, der in mir bleibt, vollbringt seine Werke.

Joh 14,11 Glaubt mir doch, dass ich im Vater bin und dass der Vater in mir ist; wenn nicht, glaubt wenigstens aufgrund der Werke!
Joh 14,12 Amen, amen, ich sage euch: Wer an mich glaubt, wird die Werke, die ich vollbringe, auch vollbringen und er wird noch größere vollbringen, denn ich gehe zum Vater.
Joh 14,13 Alles, um was ihr in meinem Namen bittet, werde ich tun, damit der Vater im Sohn verherrlicht wird.
Joh 14,14 Wenn ihr mich um etwas in meinem Namen bittet, werde ich es tu
 
(Nutzer gelöscht) 19.02.2025 11:55
Da liegt ein logischer und sachlicher Denkfehler darin - die Nachkommenschaft Adams war nicht geistig Tod ,das ist falsch - denn wenn das so gewesen wäre ,hätte Gott sich nicht über 2000 Jahre um den Menschen bemühen können  !
Oder sagt hier einer Gott handelte dumm und unnötig bis Christus Geburt ? 

Der Blick Adams  war verschleiert und verdunkelt ,aber sein Geist ,Gottes Geist, war noch da und bereit zum Guten.
Es bedarf mit  Christus nur eines neuen Weges um Gott neu zu entdecken ,die Bestimmung des Menschen wieder neu zu erfahren.

Cherub
 
Miri21 19.02.2025 12:37
Ich glaube die Rechtfertigungslehre und deren Ursprung kann nur verstehen, wer sich mal mit dem Leben des „Mönchlein wider Willen“ befasst hat.

Längere Zeit kämpfte Luther gegen seine mitunter sehr häßlichen Leidenschaften, leider in verkehrter Weise. Ohne Demut und mit Stolz bauend auf eigene Kraft und selbstgewählte asketische Mittel suchte er derselben Herr zu werden und sich zur Gewißheit seines ewigen Heils durchzuringen. Es mißlang. Die Folge war innere Verwirrung, unerträglicher Seelenzustand. Um sich daraus zu befreien, ersann er die Rechtfertigung des Menschen ohne eigenes Mitwirken mit der Gnade durch den Glauben allein. Der unfreie, grundverdorbene Mensch ist und bleibt ein Sünder, Rettung gibt es nur im Glauben an die Verdienste Christi. Denn in diesem Fall rechnet ihm Gott eine fremde Gerechtigkeit, nämlich die Gerechtigkeit Christi, zu. Diese deckt seine Sünden derartig zu, daß ihn Gott für einen Gerechten gelten läßt und ansieht, obwohl er es innerlich nicht ist. “Dieser Glaube macht,” wie Luther sagt, “daß unser Dreck vor Gott nicht stinkt.”

An Melanchthon schrieb er: “Sei ein Sünder und sündige nur tapfer darauf los, aber glaube noch tapferer und freue dich in Christus, welcher der Sieger ist über Sünde, Tod und Welt. Man muß (!) sündigen, so lange man lebt. Es genügt aber, daß wir den Reichtum der Gnade und das Lamm erkennen (im Glauben), welches die Sünden der Welt trägt, von diesem kann man keine Seele trennen, wenn wir auch an einem Tag hunderttausendmal Unzucht treiben oder töten.”  (De Wette, II. 37.)

So lautete das “neue Evangelium”, welches vor Luther noch kein Sünder gekannt hatte. Sollte das Gewissen, die Vernunft, dagegen etwas einwenden, so hat man dies, nach Luthers Mahnung, nur als Versuchung des Teufels anzusehen, zu verachten und wieder zu sündigen: “nur flugs gescholten und dem Teufel zum Trotz eine Sünde tun” (Reformationsbilder, 91-92).

“Willst du nicht gegen das Evangelium fehlen, so hüte dich vor guten Werken. Dieses soll dir eine gewisse Regel sein, nach welcher du dich zu richten hast: wenn die (Hl.) Schrift befiehlt und gebietet, gute Werke zu tun, du dies so verstehst, daß die (Hl.) Schrift verbietet, gute Werke zu tun.” (Luthers Werke, Witt. 2. 171.)     [Dialektische Verdrehung]

Das war die neue “evangelische Freiheit”, die sich in konsequenter Weise schließlich auf die völlige Trennung von der katholischen Kirche erstrecken mußte. Den Glauben und das Vertrauen auf Christum kann nämlich jeder allein ohne eines andern Zutun üben. Dazu brauchen wir weder einen Papst, noch Bischöfe, noch Priester; alle Sakramente, die Taufe etwa ausgenommen, sind überflüssig. Man sieht, der neue Glaube mit seiner Rechtfertigungslehre war grundstürzend für die katholische Kirche. Mit Luthers Rechtfertigungslehre begann der Subjektivismus, der Kampf gegen jedes äußere Kirchentum, um schließlich in religiösen Dingen zum Nihilismus zu gelangen.

So versteht man dann natürlich auch, was Dietrich Bonhoeffer die "Billige Gnade" nennt.
 
Miri21 19.02.2025 13:05
ch denke, dass jeder Mensch in reiferen Jahren, rückblickend auf sein Leben von sich behaupten kann, dass es gewisse Phasen gab, in denen er sich Gott mehr und weniger zuwandte, er mehr oder weniger nach dem Willen Gottes lebte und somit die Gnade Gottes mehr oder weniger in ihm zur Wirkung kam.

Vergleichen wir Luthers Rechtfertigungslehre mit „De fide et operibus“ (Glaube und Werke) des Hl. Augustinus (Kirchenvater *13.11.354 – † 28.08.430, römischer Bischof und Kirchenlehrer neben Hieronymus, Ambrosius von Mailand und Papst Gregor dem Großen als einer der vier lateinischen Kirchenväter des patristischen Zeitalters der Alten Kirche) mit den Lehren des Reformaters findet man grundlegende Unterschiede (R.Storf):

1. Luther verwirft jede Disposition zur Rechtfertigung außer dem Glauben, Augustinus aber verlangt von den Täuflingen außer dem Glauben auch die Bekehrung von den toten Werken und Abkehr von der sündigen Welt [c. 8].

2. Luthers rechtfertigender Glaube ist das Vertrauen auf Christi Verdienst, der Glaube bei Augustinus ist in erster Linie historisch-dogmatisch und erst in zweiter Linie subjektiv [c. 9. und 10].

3. Für Luther ist die Rechtfertigung nur die Nicht-zurechnung der Sünde um Christi willen, Augustin faßt sie als die völlige Tilgung der Sünde durch die Taufe [c. 11]. 2. Luthers rechtfertigender Glaube ist das Vertrauen auf Christi Verdienst, der Glaube bei Augustinus ist in erster Linie historisch-dogmatisch und erst in zweiter Linie subjektiv [c. 9. und 10].

4. Die Gerechtigkeit ist nach Luther die zugerechnete Gerechtigkeit Christi, die unsere Sünden verdeckt, nach Augustin ist sie die durch den Heiligen Geist in unsere Herzen ausgegossene Liebe [c. 14, 23 und 25]. 2. Luthers rechtfertigender Glaube ist das Vertrauen auf Christi Verdienst, der Glaube bei Augustinus ist in erster Linie historisch-dogmatisch und erst in zweiter Linie subjektiv [c. 9. und 10].

5. Nach Luther gehen aus dem Glauben die Werke hervor wie die Frucht aus dem Baume, sie sind aber nicht nach ihrer wirklichen Erscheinung, sondern nach der Gläubigkeit des Einzelnen zu bemessen; nach Augustinus kommen sie aus der eingegossenen Liebe [c. 14, 21 und 23].

6.Nach Luther geht die imputierte Gerechtigkeit nur durch die einzige Hauptsünde, den Unglauben, verloren; nach Augustinus geht die wahre Gerechtigkeit durch alle Sünden verloren, die nach der Schrift vom Reiche Gottes ausschließen [c. 15 und 16].

7. Luther verlangt unbedingte Gewißheit der eigenen Seligkeit selbst beim Bewußtsein der Sünde; Augustinus verwirft diese Sicherheit als höchst gefährlich und ruchlos [c. 14 und 22].

8. Luther erklärt die guten Werke für nutzlos zur Seligkeit; Augustinus erklärt sie für unbedingt notwendig zur Erlangung des Heiles [c. 15, 16 und 21].

9. Luther verwirft die Einteilung der Sünden in schwere und geringe, Augustinus kennt [c. 19 und 20] läßliche und Todsünden und teilt die Sünden [c. 27] in drei Klassen.

10. Luther verachtet den Brief des heiligen Jakobus als Strohepistel; nach Augustinus hätte sich Jakobus nicht wahrer, kürzer und schroffer ausdrücken können als dadurch, daß er den Glauben ohne Werke den Glauben der Teufel nannte [c. 14].
 
Miri21 19.02.2025 13:47
Gnade – katholisches und evangelisches Denken

Von Luther her ist Gnade mehr eine „Begnadigung“ des schweren Sünders. Sie wird demjenigen zuteil, der daran glaubt, dass Christus ihm durch sein Sterben am Kreuz diese „Begnadigung“ verdient hat. An seinem „Sünder–Sein“ ändert sich aber dadurch nichts.

Im katholischen ist Sinn ist die Gnade eine Kraft, die dem Sünder hilft, die aus der Erbsünde stammende Neigung zum Bösen zu überwinden – was nicht zuletzt durch den gläubigen Empfang der Sakramente ermöglicht wird. Er bekommt diese (durch den Kreuzestod Jesu ermöglichte) Kraft von Gott geschenkt, aber er muss auch selbst mit ihr mitwirken. Diese von Gott geschenkte Kraft will den Menschen heilen und heiligen, was aber nicht automatisch geschieht, sondern sein Mittun erfordert. Deshalb spricht man auch von der „heiligmachenden Gnade“. Weil dies bei den nichtkatholischen Christen nicht so gesehen wird, gibt es dort den Begriff des „Heiligen“ dort nicht. Die Kirchengeschichte zeigt uns aber, dass es Menschen gibt und gegeben hat, die von Gott tatsächlich in dieser Weise „geheiligt“ wurden.
 
Sherezade 19.02.2025 15:28
Es ist schade, dass immer nur kopiert wird ohne sich intensiver mit Themen zu befassen....
Auch wenn man keine Einheit/Einigung erzielen kann... ein Diskurs sollte zumindest sachlich und aucf Sachwissen beruhen...also auch Luther gelesen haben...

Bonhoeffer war lutherisch geprägt und er hat sich mit Luther auseinandergesetzt... man sollte also Luther und die entsprechenden Bonhoeffertexte kennen....
Zudem sollte man die Rezeptionsgeschichte vom Jakobusbrief kennen... Luthers Ausführungen dazu und wie man heute diesen Brief bewertet...
Also sich mit der Kanonbildung befasst haben...Homologoumena, Antilegomena ( dazu gehörte übrigens mal der Jakobusbrief) und Notha...

Aber wie sagte Barth so nett...ecclesia semper reformanda...dies impliziert natürlich auch berechtigte  Kritik...in den reformatorischen Kirchen gibt es keine Sockel mit Heiligen...

Wenn man die Kirchenväter wie  z.B. Augustinus zitiert, sollte man diese gelesen haben...

Die Auslegung vom Lutherzitat ist schlicht falsch... dies würde an wissen, wenn ihn gelesen hätte... hier die richtige Auslegung :
https://impulspost-archiv.ekhn.de/konzept-mut-und-angst/bisherige-themen/busse/theologie-und-praxis11100/reformatorische-theologie.html


Ach so... Luther ist freiwillig ins Kloster gegangen und  er war nicht nur ein kleines Mönchlein... Doktor der Theologie und Professor fürs AT...
 
Klavierspielerin2 19.02.2025 17:23
Freitag, 19.04.2019: 

Er-löst! Die Unterschiede von katholischer und evangelischer Erlösungslehre.
Pfr. Peter Briel, Hopsten (Nordrheinwestfalen). Auch an diesem Karfreitag vergegenwärtigt sich die Christenheit das Kreuzesopfer von Jesus Christus, durch das sie sich von der Erbsünde Adams und Evas erlöst wissen. Aber im Detail unterscheiden sich die Vorstellungen von Erlösung im Vergleich von katholischer und evangelischer Glaubenslehre. Pfarrer Peter van Briel aus Hopsten in Nordrheinwestfalen zeigt in dieser Sendung unter anderem die unterschiedlichen Auffassungen der christlichen Konfessionen rund um das Thema Erlösung auf und die Konsequenzen, welche die einzelnen Positionen mit sich bringen. Eines von mehreren Beispielen wird sein, dass die jeweilige Vorstellung von Erlösung Auswirkungen darauf hat, ob das Leben der Menschen von den jeweiligen Konfessionsanhängern als vorherbestimmt oder als dem freien Willen überlassen betrachtet wird. Das Buch zur Sendung:Titel: "Grundkurs zum Glauben. Der Glaube der katholischen Kirche in 24 Katechesen erklärt."Autor: Pfr. Peter van Briel Verlag: Pneuma    

https://www.horeb.org/mediathek/podcasts/grundkurs-des-glaubens/?tx_sicpodcastlist_pi1%5Buid%5D=31559&tx_sicpodcastlist_pi1%5Baction%5D=show&tx_sicpodcastlist_pi1%5Bcontroller%5D=Podcast&cHash=4276c9bf920c35b839ef41f98165e237
 
Miri21 19.02.2025 17:28
15:28 Luther soll freiwillig ins Kloster sein? Er schreibt zwar an seinen Vater, er sei einem Gewitter entkommen, aber in seinen Annalen schrieb er selbst, er sei ein „Mönchlein wider Willen“.

Luther ging nicht freiwillig ins Kloster. Er musste diesen Schritt tun, um sich der weltlichen Gerichtsbarkeit zu entziehen.

Der Klostereintritt Luthers geschah unfreiwillig. Er musste sich ins Kloster flüchten, da er einen Kommilitonen bei einem Duell erschlagen hatte und sich der weltlichen Gerichtsbarkeit entziehen musste. Das „Blitzerlebnis“ von Stotternheim ist eine Legende.

Hartnäckig hält sich die Legende, dass ein äußerer Anlass, nämlich ein Blitzeinschlag am 2. Juli 1505 bei dem Dorf Stotternheim, ca. 6 km von Erfurt, wohin Luther nach einem Zwischenbesuch bei seinen Eltern in Mansfeld zurückkehrte, ihn in Todesangst versetzte und ihn zu einem Gelübde veranlasste: „Hilff Du, S. Anna, ich will ein mönch werden.“ (Quelle: AWTr 4; 440,9f; Kaufmann 2014, S. 32).
Das „Blitzerlebnis“ ging als Legende in die Geschichte ein.
 
Die Forschungen von Dietrich Emme haben nachgewiesen, daß dies nicht der historischen Wahrheit entspricht. Es gilt so gut wie sicher, daß Luther sich aufgrund eines Duells mit Todesfolge der weltlichen Gerichtsbarkeit entziehen und in ein Kloster fliehen musste.
Zwei Duelle sind es gewesen, an denen Luther während seiner Studentenzeit beteiligt war: der erste Zweikampf fand zwischen Luther und Conrad Wigand am 16. April 1503 in der Nähe von Stotternheim statt. Bei diesem Duell wurde Luther lebensgefährlich verletzt. Das zweite Duell wurde  zwischen Luther und Hieronimus Buntz im Januar 1505 ausgetragen, und hierbei fand Buntz den Tod.

Selbst wenn man dem Indizienbeweis von Dietrich Emme nicht folgen will, sondern sich an die offizielle Biographie hält, die von der evangelisch-lutherischen Kirche verbreitet wird, Luther habe aufgrund eines Blitzschlagerlebnisses sich entschieden ins Kloster zu gehen, kommt man nicht zu dem Ergebnis, dass Luther eine Berufung zum Eintritt in ein geistliches Leben im Kloster hatte. Denn ein Blitz ist eine Naturkatastrophe. Sie führt bei Menschen zu einem Trauma, zu einer Verletzung. Eine Berufung durch Gott ins Kloster einzutreten, sieht ganz anders aus.

Martin Luthers Geständnis
In einer seiner Tischreden bekennt Martin Luther, daß er in das Kloster eingetreten ist, um seiner Gefangennahme zu entgehen:
 
„Singulari Dei consilio factus sim monachus ne me caperent. Alioqui essem facillime captus. Sic autem non poterant, quia es nham sich der gantz orden mein an.
 
Zu Deutsch: „Nach dem außerordentlichen Ratschluss Gottes bin ich zum Mönch gemacht worden, damit sie mich nicht gefangen nehmen. Sonst wäre ich sehr leicht gefangen worden. So aber konnten sie es nicht, weil es nham sich der gantz orden mein an.“
Quelle: WA, Ti 1, 134, 32-35
 
An einer anderen Stelle bekennt er, er sei nicht freiwillig Mönch geworden, sondern er habe, veranlasst durch Schrecken und Entsetzen vor einem plötzlichen Tod, ein „gezwungenes und notgedrungenes Gelübde“ abgelegt. (WA 8, 573,32; 8 574, 1)

Während seiner Schutzhaft auf der Wartburg schrieb Luther in einem Brief am 9. September 1521 an Melanchthon, er fürchte, sein Klostergelübde „in gottloser und verruchter Weise“ abgelegt zu haben.

Im Kloster findet Luther keinen Gewissensfrieden. Er sei, meint Luther, ein Beispiel dafür, „welch ein Leiden das Bewusstsein einer Sünde sein kann“.

Direkt nach seinem Eintritt ins Kloster beschäftigt er sich mit dem Verfassen eines Traktate über das christliche Asylrecht. Dieses Traktat wird 1517 anonym und 1520 dann unter seinem Namen veröffentlicht.

Vor einem seiner Sünden Schuld wegen hat Luther seine Romreise unternommen: der hauptsächliche Grund seiner Reise sei gewesen, dass er eine Lebensbeichte ablegen wollte und fromm werden wollte, wenngleich er auch ein derartiges Geständnis in Erfurt zweimal abgelegt hatte. (WA, TI, 3, 432, 2).
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