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Samstag • 4. August
03. August 2018 Ehemaliger Politikbeauftragter Baake:
„In Scharen aus den evangelischen Kirchen austreten“
Wetzlar (idea) – Zum Austritt aus den evangelischen Landeskirchen hat der frühere Beauftragte der Deutschen Evangelischen Allianz am Sitz des Bundestages und der Bundesregierung, Wolfgang Baake (Wetzlar), aufgerufen.
Anlass ist ein Porträt über die wegen unerlaubter Werbung für Abtreibungen verurteilte Gießener Ärztin Kristina Hänel im EKD-Monatsmagazin „chrismon“ (Frankfurt am Main).
Der Beitrag in der August-Ausgabe ist überschrieben mit „Die Retterin“.
Hänel war im November vom Amtsgericht Gießen zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt worden, ...
Baake schrieb auf Facebook zu dem Beitrag: „Und wieder greift die EKD nicht ein. Im Gegenteil, sie schüttet das finanzielle Füllhorn für chrismon aus.
Jeder in Kirche und christlicher Publizistik, der dazu schweigt, macht sich mitschuldig.“ Es bleibe nur eine Konsequenz:
„In Scharen aus den evangelischen Kirchen austreten.“
Scharfe Kritik von Evangelikalen und Lebensrechtlern an „chrismon“
Zuvor hatten bereits führende Evangelikale und Lebensrechtler scharfe Kritik an „chrismon“ geübt. Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), zeigte sich gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea entsetzt, dass das auch mit Kirchensteuern finanzierte Magazin mit diesem Artikel „die an Einseitigkeit kaum zu überbietende Sicht von Frau Hänel“ wieder einmal und zudem ohne Gegenposition darstelle.
Warum dieser Artikel mit „Retterin“ überschrieben sei, „bleibt mir ein Rätsel“, so Steeb. Damit nehme man nicht zur Kenntnis, dass es sich „bei den Abgetriebenen um Menschen handelt“.
Hänel ist keine „menschenfreundliche Heldin“
Nach Ansicht der Vorsitzenden des Bundesverbandes Lebensrecht, Alexandra Maria Linder (Weuspert/Sauerland), suggeriert „chrismon“ mit der „Homestory“ über eine Frau, die ihr Geld vor allem mit der tödlichen Beseitigung von Kindern vor der Geburt verdiene, dass hier eine großmütige und menschenfreundliche Heldin zu Unrecht vor Gericht gezerrt wurde.
Dem sei nicht so, schrieb Linder in einem Kommentar für idea.
Hänel werbe notorisch für ihre vorgeburtlichen Kindstötungen und verstoße damit absichtlich gegen ein Gesetz. „chrismon” wird in 1,6 Millionen Exemplaren überregionaler und regionaler Zeitungen beigelegt.
Es erscheint im Hansischen Druck- und Verlagshaus, das eine 100-prozentige Tochter des Gemeinschaftswerks der Evangelischen Publizistik (GEP) ist. „chrismon“ wird größtenteils von der EKD aus Kirchensteuermitteln finanziert.
Wie hoch die Summe aktuell ist, teilte die EKD-Pressestelle auf idea-Anfrage im April nicht mit. Die genauen Daten wurden das letzte Mal 2012 in den Erläuterungen zum EKD-Haushaltsplan veröffentlicht.
Damals erhielt „chrismon“ vier Millionen Euro.


da lag ich ja begrifflich während meiner Schwangerschaften v o l l k o m m e n falsch
...Menschheit...wo gehst du hin?...in deinem Sinn?...
Jetzt
Veröffentlicht: 29. Juli 2018 | Autor: Felizitas Küble |
Das evangelische Monatsmagazin „Chrismon“
stellt in der August-Ausgabe die Gießener Ärztin Kristina Hänel in einem Porträt vor. Der Beitrag ist überschrieben mit „Die Retterin“.
Hänel war im November vom Amtsgericht Gießen zu einer Geldstrafe von 6000 Euro verurteilt worden, weil sie nach Ansicht des Gerichts auf der Internetseite ihrer Praxis nicht nur über Abtreibungen informiert, sonder geworben hatte.
Seither sei das Leben der Ärztin und Reiterhofbesitzerin ziemlich aus den Fugen, heißt es in dem Porträt der „Chrismon”-Chefredakteurin Ursula Ott.
Dass Hänel schon in den 80er Jahren bei „Pro Familia“ arbeitete, habe mit den geregelten Arbeitszeiten dort zu tun gehabt. Die Arzttochter habe während des Studiums zwei Wunschkinder bekommen. Die Beziehung zu ihrem Partner sei in die Brüche gegangen und die beiden Kinder habe sie alleine aufgezogen. Damals habe die Protestantin auch als Laienhelferin in der Psychiatrie geholfen und sei dort auf viele vergewaltigte und sexuell missbrauchte Frauen getroffen....
Auch Ursula Ott ist kein unbeschriebenes Blatt und schon mehrfach wurde die Frage laut warum diese Frau das Kirchenmagazin leitet.
Der einzige der reagierte ist Hartmut Steeb.
Er frage sich, warum Ott das Wort von den „selbsternannten Lebensschützern“ übernehme: „Hat man je von ,selbsternannten Naturschützern‘ gelesen oder von ,selbsternannten Kämpfern für Gleichstellung‘?“
Noch verheerender sei, dass „nicht wenigstens ein einziges Mal“ das Recht des Kindes auf Leben zur Sprache komme, wie es sowohl die biblische Botschaft als auch Urteile des Bundesverfassungsgerichtes nahelegten. Warum dieser Artikel mit „Retterin“ überschrieben sei, „bleibt mir ein Rätsel“, so Steeb.
Damit nehme man nicht zur Kenntnis, dass es sich „bei den Abgetriebenen um Menschen handelt“.