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Wo ich bin, werde auch ihr sein?..schaffst du damit ,..und so machst du aus den Dornen Rosen...

Wo ich bin, werde auch ihr sein?..schaffst du damit ,..und so machst du aus den Dornen Rosen...
Wenn die Welt wüsste, was es heißt, Gott zu lieben, und sei es auch nur ein wenig, so würde sie auch ihren Nächsten lieben. Wenn man Jesus, wenn man Christus liebt, dann liebt man gezwungenermaßen auch das, was er liebt. Ist er nicht aus Liebe für die Menschen gestorben? Denn indem wir unser Herz in das Herz Christi umwandeln, spüren wir und werden wir durchdrungen von seinen Auswirkungen, und die größte von ihnen ist die Liebe, die Liebe zum Willen des Vaters, die Liebe zu jedem, der leidet, der Lasten trägt, den Bruder in der Ferne, sei er Engländer, Japaner oder Mönch, die Liebe zu Maria. Und schließlich: Wer kann die Liebe Christi verstehen? Niemand, doch es gibt Menschen, die im Besitz kleiner Funken sind – ganz verborgen, ganz in Schweigen gehüllt und ohne dass die Welt es weiß. Mein Jesus, wie bist du gut! Du macht alles auf wunderbare Weise gut. Du zeigst mir den Weg, du zeigst mir das Ziel. Der Weg ist das süße Kreuz, das Opfer, die Selbstverleugnung, manchmal auch der blutige Kampf, der unter Tränen auf dem Kalvarienberg endet, oder auf dem Ölberg. Der Weg, Herr, bedeutet auch, der Letzte zu sein, der Kranke, der Arme... Doch was macht das - ganz im Gegenteil!... Diese Verzichte sind angenehm, wenn sie in der Seele die Liebe erstehen lassen, den Glauben und die Hoffnung, und so machst Du aus den Dornen Rosen. Und der Grund? Der Grund bist du und nur du. Der Grund ist, dich auf ewig zu besitzen im Himmel, mit Maria, mit allen Engeln und Heiligen. Doch das wird dort oben sein, im Himmel. Und um die Schwächlichen, die Schwächlinge und Ängstlichen, wie ich einer bin, zu ermutigen, offenbarst du dich manchmal tief im Herzen und sprichst zu ihm: „Was suchst du? Was willst du? Nach wem rufst du? Auf, sieh dir doch an, wer ich bin: Ich bin die Wahrheit und das Leben!“... Dann, Herr, wirst du die Seele deiner Diener mit unaussprechlicher Süßigkeit erfüllen, die man in Stille immer wieder bedenkt, die der Mensch kaum zu
beschreiben wagt. Mein Jesus, wie liebe ich dich, obwohl ich so bin, wie ich bin. Und je ärmer und erbärmlich ich bin, desto mehr liebe ich dich. Ich werde dich
immer lieben, ich werde mich an dich klammern und dich nicht mehr loslassen: Ich weiß nicht mehr, wie ich es noch sagen soll.

Rafael Arnáiz Barón

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hansfeuerstein 05.05.2012 00:25
Dann, Herr, wirst du die Seele deiner Diener mit unaussprechlicher Süßigkeit erfüllen, die man in Stille immer wieder bedenkt, die der Mensch kaum zu
beschreiben wagt. - so ist es-
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