Tagesheiliger, 3. November: PATER RUPERT MAYER
Gestern, 08:18
Tagesheiliger, 3. November: PATER RUPERT MAYER
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Tagesheiliger, 3. November: PATER RUPERT MAYER
Der am 2. November 1945 aufgebahrte Pater Rupert Mayer, aus: Vera Schauber, Hanns M. Schindler, Bildlexikon der Heiligen, 1999. Mit freundlicher Genehmigung der Autoren
Ordenspriester
Namensdeutung: ruhmreich glänzend (germanisch-normannisch)
Namenstage: Rupert, Ruprecht, Robert, Robin, Bob, Bert, weibl.: Ruperta
Gedenktag: 3. November
Lebensdaten: geboren am 23. Januar 1876 in Stuttgart, gestorben am 1. November 1945 in München
Lebensgeschichte: Der Kaufmannssohn Rupert Emil Mayer wuchs in Stuttgart auf, studierte in Fribourg, München und Tübingen Theologie und Philosophie und wurde 1899 in Rottenburg zum Priester geweiht. Nach einem Jahr als Vikar in Spaichingen trat er im österreichischen Feldkirch in den Jesuitenorden ein – im Deutschen Reich war der Orden noch infolge der Kulturkampfgesetze verboten. Ab 1906 wirkte er als Volksmissionar in den Niederlanden, der Schweiz und in Deutschland, bis er 1912 als Seelsorger für die Zuwanderer nach München versetzt wurde.
Von dort aus ging der athletische Mann und geübte Reiter als Soldatenseelsorger in den Ersten Weltkrieg. Als er sich 1916 an der rumänischen Front schützend über einen verwundeten Soldaten warf, wurde er selber so schwer verletzt, dass ihm ein Bein amputiert werden musste. Für diesen Einsatz erhielt er als erster Feldgeistlicher das Eiserne Kreuz.
Nach Kriegsende kehrte er nach München zurück, wo er 1921 Präses der Marianischen Kongregation und Männerseelsorger wurde. Der geradlinige Jesuit wurde bald zum bekanntesten Seelsorger Münchens. Pater Mayer erkannte früh das herannahende Unheil des Nationalsozialismus – er hatte bereits 1923 erklärt, dass man nicht gleichzeitig Katholik und Nationalsozialist sein kann – und stand gleich nach der Machtübernahme 1933 unter Gestapo-Bewachung. Seine Predigten und öffentlichen Auftritte bewahrten zahllose katholische Männer davor, auf die Nazi-Ideologie hereinzufallen, brachten ihm aber Redeverbot, Verhaftung und eine sechsmonatige Haftstrafe ein.
Weil er immer noch keine Ruhe gab, die Staatsverbrecher im Falle seiner Liquidierung aber einen Aufstand befürchteten, wurde er 1939 ins KZ Sachsenhausen bei Oranienburg verbracht. Nach sieben Monaten Isolationshaft wurde er schwerkrank entlassen und mit hohen Auflagen wie Predigtverbot und Verbot öffentlicher Gottesdienste im Kloster Ettal interniert. Diesmal hielt er sich aus Rücksicht auf die Benediktinerpatres daran.
Bei Kriegsende kehrte er sofort ins zerbombte München zurück, nahm vor allem seine sozial-karitative Arbeit wieder auf und predigte Versöhnung statt Abrechnung. Doch die Kräfte des „15. Nothelfers“, wie man ihn bald nannte, waren aufgezehrt. Mitten in seiner Predigt am Allerheiligenfest 1945 erlag Pater Rupert Mayer in der Jesuitenkirche St. Michael einem Schlaganfall – er starb im Stehen.
Verehrung: Zuerst im Pullacher Ordensfriedhof bestattet, wurde Pater Rupert Mayer 1948 in die Unterkirche der Bürgersaalkirche umgebettet, wo die Münchner ihn tatsächlich als ihren „Apostel“ verehren und zu Dutzenden täglich von der Fußgängerzone aus besuchen. 1947 gab der Jesuit dem Nordschwabinger Pfadfinderstamm der DPSG den Namen. Papst Johannes Paul II. sprach ihn bei seinem Deutschlandbesuch 1987 selig.
Weitere Heilige des Tages:
Hubert von Lüttich, Glaubensbote, Bischof
Martin von Porres, Ordensmann
Pirmin, Bischof, Abt, Glaubensbote
https://www2.bistum-augsburg.de/heilige-des-tages/kalender
Kommentare
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hansfeuerstein Heute, 01:27
Ich war heute in der Pater Rupert Mayer Messe, am Ort seines Wirkens. Es wurde in der Kirche eine Erinnerungsstele unter der ehemaligen Kanzel eingeweiht von der er gepredigt hat. Es war eine wunderschöne Hl. Messe, mit Begleitung eines Tiroler Chores. Seine Gemeinschaft hat das von ihm unterschriebene Verhörprotokoll von 1937, in dem er erklärte "ich schweige nicht, ich werde auch weiter predigen". Er prangerte z.B. öffentlich die Deportationen und Tötung von "unwerten Lebens" an.
Engelslhaar Heute, 08:44
Hans, das kann ich mir gut vorstellen, dass das eine wunderbare Messe war in Gedenken an Pater Rupert Mayer!

Jetzt
Phil 2, 5–11
Schwestern und Brüder! Seid untereinander so gesinnt, wie es dem Leben in Christus Jesus entspricht: Er war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich und wurde wie ein Sklave und den Menschen gleich. Sein Leben war das eines Menschen; er erniedrigte sich und war gehorsam bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz.
Darum hat ihn Gott über alle erhöht und ihm den Namen verliehen, der größer ist als alle Namen, damit alle im Himmel, auf der Erde und unter der Erde ihr Knie beugen vor dem Namen Jesu und jeder Mund bekennt: „Jesus Christus ist der Herr“ – zur Ehre Gottes, des Vaters.
Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 14, 15–24
In jener Zeit sagte einer der Gäste, der zusammen mit Jesus eingeladen worden war, zu ihm: Selig, wer im Reich Gottes am Mahl teilnehmen darf.
Jesus sagte zu ihm: Ein Mann veranstaltete ein großes Festmahl und lud viele dazu ein.
Zur Stunde des Festmahls schickte er seinen Diener aus und ließ denen, die er eingeladen hatte, sagen: Kommt, alles ist bereit!
Aber alle fingen an, einer nach dem anderen, sich zu entschuldigen. Der erste ließ ihm sagen: Ich habe einen Acker gekauft und muss dringend gehen und ihn besichtigen. Bitte, entschuldige mich!
Ein anderer sagte: Ich habe fünf Ochsengespanne gekauft und bin auf dem Weg, um sie zu prüfen. Bitte, entschuldige mich!
Wieder ein anderer sagte: Ich habe geheiratet und kann deshalb nicht kommen.
Der Diener kehrte zurück und berichtete dies seinem Herrn. Da wurde der Hausherr zornig und sagte zu seinem Diener: Geh schnell hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt und hol die Armen und die Verkrüppelten, die Blinden und die Lahmen hierher!
Und der Diener meldete: Herr, dein Auftrag ist ausgeführt; und es ist immer noch Platz.
Da sagte der Herr zu dem Diener: Geh zu den Wegen und Zäunen und nötige die Leute hereinzukommen, damit mein Haus voll wird.
Denn ich sage euch: Keiner von denen, die eingeladen waren, wird an meinem Mahl teilnehmen.
Worte der Päpste
Angesichts dieser Unentgeltlichkeit, dieser Universalität des Festes gibt es da jene Haltung, die das Herz verschließt: „Ich gehe nicht hin. Ich bin lieber allein, mit den Leuten, die ich mag, verschlossen“ ‹Und das ist die Sünde; die Sünde des Volkes Israel, die Sünde von uns allen. Die Verschlossenheit. „Nein, dies ist mir wichtiger als das. Nein, ich wähle das Meine“. Immer das Meine. […]
Auf dem Weg des Lebens werden wir oft mit dieser Wahl konfrontiert sein, mit dieser Option: entweder die Unentgeltlichkeit des Herrn, den Herrn aufsuchen, dem Herrn begegnen, oder mich in meinen Dingen und in meinem Interesse verschließen. Deshalb sagte der Herr, als er von einer der Verschlossenheiten sprach, dass es für einen Reichen sehr schwierig sei, in das Himmelreich einzutreten. Aber es gibt gute, heilige Reiche, die nicht am Reichtum kleben. Aber die Mehrheit hängt am Reichtum, ist verschlossen. Und daher können sie nicht verstehen, was das Fest ist. Sie haben die Sicherheit der Dinge, die sie berühren können. […]
Denken wir an dieses Gleichnis, das der Herr uns heute gibt. Wie läuft unser Leben? Was ist mir lieber? Die Einladung des Herrn annehmen oder mich in meinen Dingen verschließen, in meinen kleinen Sachen? Und bitten wir den Herrn um die Gnade, es immer anzunehmen, zu seinem Fest zu gehen, das unentgeltlich ist. (Papst Franziskus, Frühmesse in Santa Ma
rta, 5. November 2019)
https://www.vaticannews.va/de/tagesevangelium-und-tagesliturgie.html