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"Friedrich Nietzsche". Gott ist tot.

"Friedrich Nietzsche". Gott ist tot.
Ist das so gemeint?

Nietzsche, stellt nicht einfach eine metaphysische
Bedeutung auf, dass es keinen Gott gibt, sondern er beschreibt damit einen gesellschaftlichen Wandel,
durch Wissenschaft, Aufklärung und modernen
Lebenswandel, durch den die Menschen den Glauben an eine feste  gottgegebene Ordnung und moralische  Werte verloren haben.

Nietzsche, warnt vor den Wegfall Gottes und die alle damit  verbundenen festen Maßstäbe für GUT und BÖSE.

Da steht nun der Mensch vor der Herausforderung Sinn und Werte selbst zu schaffen?

Kommentare

 
Arina 23.10.2026 11:44
Eure Meinung?
 
paloma 23.10.2026 12:02
Der Glaube an Gottes gute Gedanken über uns u die Treue zu seinem Wort ist das Fundament unseres Zusammenlebens u Wertebasis . Je mehr dies verlassen wird, desto weniger Moral, das drückt sich leider in allen Bereichen aus.
Umkehr tut Not!
 
hansfeuerstein 23.10.2026 13:40
Seine Feststellung trifft zu, auch was das Bedürfnis der Entwicklung eines Übermenschen betrifft. Er hat es voraus gesehen. Die westliche Welt, will ohne Gott leben und streicht ihn aus seiner Relevanz. Freilich kommt man tatsächlich nicht um Ihn herum. Es ist aber keine Erscheinung von jetzt, das Alte Testament ist voll von Glaubensverlust. Heute würde man es wohl als "Reformen" bezeichnen.
 
Herrklavierspieler 23.10.2026 13:59
" Gott ist tot"
( Nietzsche)


" Nietzsche ist tot"
( Gott)
 
(Nutzer gelöscht) 23.10.2026 14:20
Nietzsche hat das Christentum verurteilt und war gegen eine Herdenmoral ,das Konzept des Übermenschen der sich sich selbst Sinn und Moral schöpft und lebensbejahend ist geht doch doch heute voll auf .

Der Mensch ist mit sich schöpferisch tätig und frei.

Gott , Wissenschaft ,Religion ,Christentum  Vernunft, sind für Nietzsche Konstrukte von oben die den Menschen beschränken in seiner Schöpferkraft und Entwicklung.

Nichts von alledem darf den Menschen als Regel oder verbindliches Maß übergestülpt werden ,so sagt er ..

Genauer betrachtet hat Nietzsche recht damit.


Cherub
 
Arina 23.10.2026 15:05
@ Er hat der These aber auch etwas entgegen gesetzt. Siehe oben im Kopf des Themas u. auf die Konsequenzen hingewiesen.
 
Autumn 23.10.2026 15:10


"Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine ewige Macht und göttliche Majestät sehen und erfahren können.
Sie haben also keine Entschuldigung."
-- Römer 1,20 --
 
(Nutzer gelöscht) 23.10.2026 15:35
@Arina 

Ich verstehe Nietzsche so ,

Er beschrieb den Nihilismus ( alles ist egal und sinnlos ) nachdem man Gott wegläßt 

Aber anstelle von Gott und Nihilismus  setzt Nietzsche nicht die Sklavenmoral eines Christengottes sondern den Übermenschen - DER selbst zum Schöpfer seines Daseins wird und dieser Schöpfermensch kommt nie zum Enden und kann Kraft seiner Schöpferkraft selber sein Selbst und seinen Sinn gestalten.


Praktisch setzt Nietzsche die Schöpferkraft und Autonomie des Mensch an die Stelle eines knechtenden Schöpfergottes der alles schon fertig geplant hat.


Wenn sich der Mensch befreit von diesem Gott über sich ,dann erst kann der.Mensch autonom und schöpferisch frei sein.
Das traute Nietzsche dem Menschen zu , daß sich der Mensch ,das Ich, das eigene Leben  immer neu definieren kann.


Cherub
 
Arina 23.10.2026 16:32
Nietzsche ist kein gottloser Mensch, sondern Philosoph und Autor. Sein Text ist vielschichtig, den er aus den unterschiedliche Perspektiven untersucht.
Er ruft nicht dazu auf Gott zu verlassen sondern zeigt auf, dass der Mensch selbst  auf Grund unterschiedlicher Aspekte , Gott verlassen hat.

Die Gefahr des Nihilismus: Wenn es keinen Gott mehr gibt, gibt es laut "Nietzsche" auch keine
allgemeine göttliche Moral mehr wie (Nächstenliebe oder Demut).

Dadurch droht dem Nihilismus den Zustand, in dem Leben plötzlich sinnlos und wertlos erscheint.

Der Übermensch: Forderung, dass der Mensch nun selber Schöpfer seiner eigenen Werte sein muss.

Das Thema ist philosophisch zu betrachten!
 
Arina 23.10.2026 16:39
Korrektur: Nietzsche war im Kern ein Atheist.
 
fourtyseven 23.10.2026 17:07
Nietzsche schlussfolgert, ebenso wie Gagarin, "wenn Gott physisch nicht nachgewiesen werden kann, existiert er nicht. Diese Haltung erklären aktuell sehr viele für sich. Andererseits halte ich Aussagen wie "Gott regiert über allem und steuert die Kriege in aller Welt" für ziemlich problematisch. Allzugern hätte ich meinen kindlichen Glauben wieder zurück. Leider ist dieses Urvertrauen verlorengegangen.
 
Arina 23.10.2026 20:33
@17:07, danke für deinen guten  Beitrag . Wirklich schade, dass  du dein Urvertrauen in deinen kindlichen Glauben verloren hast.
 
hansfeuerstein 23.10.2026 21:47
Der Glaube darf ruhig reifen, er muss nicht kindlich bleiben, denk ich. Ein wichtiger Schritt dazu ist, die Abgründe nicht auszusparen und sich ihnen zu stellen. Dazu hilft das AT mehr, als das NT.
 
Arina 24.10.2026 06:43
@ Ich versehe" fourtyseven" so, dass er seine Unschuld verloren hat. Und das empfinde ich in der Tat  Schade.

Interpretationssache!
 
Miri21 24.10.2026 10:19
Heute wird im Evangelium vom Feigenbaum berichtet. Wir können gute Früchte tragen oder eben keine und nur dem Boden seine Kraft nehmen... denn wir haben einen freien Willen.  Manchmal bringen uns andere Menschen auf den "guten" Weg, oft ist es aber Leid und Not, die uns erst zur Besinnung bringen.

Wenn Nietzsche von einer Knechtschaft des Christentums spricht, dann liegt es daran, dass er den Erlöser nicht anerkennen und seine eigene Erlösung nicht annehmen will. 

Der stolze Mensch will sein eigener Herr sein und will und sucht bei Gott keine Hilfe, sondern bei sich selbst. 

Doch man kann nicht zwei Herren dienen. Wer dem Herrn nicht dienen will, dient einem anderen...

Der Demütige hat es leicht, er weiss, dass seine Hilfe beim Herrn ist. Er kann sagen: Jesus, sorge du. Er kann all Sorgen dem Herrn übergeben. Er kann einfach Kind Gottes sein und weiss sich beim Herrn geborgen.
 
Arina 24.10.2026 10:51
"Das ist ein weites Welt", wie Fontane in Effi Briest sagt.
 
Miri21 24.10.2026 11:03
„Die Welt – ein Tor zu tausend Wüsten stumm und kalt!“

aus dem berühmten und tief melancholische Gedicht „Vereinsamt“ von Friedrich Nietzsche, das er im Jahr 1884 verfasste. Es beschreibt das Gefühl absoluter Isolation, Heimatlosigkeit und den Verlust von Orientierung.
Der Mensch ohne Gott ist heimat- und trostlos. 

Maria nennt sich die Magd des Herrn. Wie aufbauend ist doch das Magnificat.
 
Fixstern121 24.10.2026 11:29
Es ist sehr lange her, dass ich mich mit Nietzsche beschäftigt habe. Danke für die Auffrischung!

Nietzsches Zitat und seine Überlegungen umkreisen für mich den Freien Willen des Menschen, Gott als Höhere! Schöpfermacht anzuerkennen, ihm in seinem Leben zuzustreben (Richtungsweisungen dazu gibt es in allen Religionen und religiösen Lehren) - oder eben nicht. Gleichzeitig erkennt N. wohl, dass es Irrlehren und Fehlentwicklungen in nahezu allen reliigiösen Strömungen gibt.

Ethik kommt von Gott, Moral machen Menschen.
Idealerweise sollten moralische Werte, auf die Menschen sich einigen, auf ethischen Prnzipien fußen.

So "wartet" Gott darauf, dass jeder Einzelne Ihn sucht, auf seinem individuellen Weg zu Ihm nach Hause findet... aus sich selbst heraus und doch mit Seiner liebenden Begleitung, Führung und Hilfe (analog zum verlorenen Sohn).
 
Fixstern121 24.10.2026 11:33
@Arina:
Nietzsche war im Kern ein Atheist.

Ein Gedanke hierzu:
Tatsächlich habe ich Menschen kennengelernt, die sich selbst als Atheist bezeichnen; letztlich aber wesentlich tiefer glauben und Gott als Höherer Schöpfermacht mehr verbunden sind, als so mancher, der sich Christ nennt.
 
(Nutzer gelöscht) 24.10.2026 11:35
Darum gehts dich nicht - ihr kapiert es nicht !


Nietzsche spricht davon dass der Christ ,also wenn Gott über dem Menschen ist ,dann ist 

Der Mensch nur ein WERKZEUG und kann sich nicht AUTONOM schöpferisch entfalten.

Der Mensch ohne Gott ,Christengott etcetera, 
Ist kein Werkzeug mehr sondern 

Freier Schöpfer seines Lebens 

Darum geht es im Kern .


Cherub
 
Miri21 24.10.2026 13:07
Ha, ha, nur die Cherub kapierts - alle anderen tappen im Dunkeln 😀😅🤣

Freie Schöpfer ihrs Lebens landen oft in Gefängnissen oder vereinsamen im Egoismus oder entwickeln sich zu Narzissen.

Jeder Mensch strebt nach Glück. Doch es gelingt vielen Menschen nicht zufrieden zu sein und Glück zu erfahren. 

Das berühmte Gedicht „Vereinsamt“ von Friedrich Nietzsche beschreibt existenzielle Einsamkeit, Entfremdung und die schmerzhafte Suche nach Heimat. Nietzsche könnte das im Gedicht nicht so gut beschreiben, wenn er das nicht alles selbst erlebt und erfahren hätte. Er scheint stumme und kalte Wüsten erlebt zu haben.

"Vereinsamt" steht im Kontrast zum "Sonnengesang" den der Hl. Franziskus gegen Ende seines Lebens verfasste als er unter einem schmerzhaften Augenleiden litt und sehr schwach war.

 
Miri21 24.10.2026 13:11
Wollte noch das Lied "Wer glaubt ist nie allein..." einfügen.
 
(Nutzer gelöscht) 24.10.2026 14:48
Klar beschreibt Nietzsche das Leiden ,denn ihm geht es gerade nicht darum wie im Christentum oder mit einem Gott über ihm ,das Leiden zu RATIONALISIEREN , d.h Nietzsche meint dass der Christ oder Gläubige sich hinwegtäuscht indem er Leid und Bösem einen absoluten Wert beimisst . Nietzsche meint dass man das Leben in allen Facetten bejahen soll und die Härtens des Lebens annehmen und gestalterisch damit umgehen soll, das macht den wahren Menschen aus , ein Mensch der sein Leben annimmt mit allen Härten und daraus wächst , über sich hinauswächst. Leben ust für ihn stetige Veränderung.Eine objektive übergestülpte Norm , Gott lehnt Nietzsche ab weil der Mensch dadurch Leid und Sinn festlegt und rationalisiert und nicht  dadurch abwehrt ,projiziert und nicht durchlebt.

D.h. eine absolute Norm ,/ Wahrheit auf die Höhen und Tiefen projiziert beschränken den Menschen ganz Mensch zu sein und sich seinen Sinn und seine Moral von Freude und Leid selber zu geben .

Mit Christentum als Sklavenmoral meint Nietzsche dass dieser Glaube auf der Umwertung der Werte beruht : Der christl.Glaube kommt von Armen, Schwachen ,Sklaven die aus Schwäche , Krankheit ,Unterwerfung  ,Leid nur eine Tugend gemacht haben und das zu Demut , Gott der die Schwachen erlöst und Starke bestraft gemacht haben umgedeutet haben.

Das Christentum enstand also als Ressentiment gegenüber Beherrschern und Unterdrückern und Reichen  und auf der Basis von Armen und Schwachen ,die durch ihren Gott befreit und erhöt werden ,wenn auch nur im.Himmel mal...


Cherub
 
Arina 24.10.2026 15:07
@ bleibt sachlich, Keine Unterstellungen! Meinungsfreiheit!
 
Arina 24.10.2026 15:40
Danke.
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