Tagesheiliger,17. Oktober: IGNATIUS VON ANTIOCHIEN
Heute, 08:25
Tagesheiliger,17. Oktober: IGNATIUS VON ANTIOCHIEN
Heute, 08:25
Tagesheiliger,17. Oktober: IGNATIUS VON ANTIOCHIEN
Bischof, Märtyrer, Apostolischer Vater
Namensdeutung: der Feurige (lat.)
Namenstage: Ignatius, Ignaz, Nazju, Ignatio, Ignace
Gedenktag: 17. Oktober
Lebensdaten: geboren um 35 in Syrien, gestorben 107 in Rom
Lebensgeschichte und Bedeutung: Einer Legende des 4. Jahrhunderts nach war Ignatius das Kind, das Jesus in die Mitte seiner Jünger stellte und als Vorbild empfahl, um in das Himmelreich zu gelangen (Mt 18,2). Beständiger kirchlicher Überlieferung nach war er ein Schüler des Apostels Johannes, der ihn im Jahr 69 mit dem Bischofsamt von Antiochien (heute Antakya, Türkei) betraute, der drittwichtigsten Metropole des Römischen Reichs, wo zum ersten Mal die Bezeichnung „Christen“ aufkam (Apg 11,26).
Ignatius wurde laut der Kirchengeschichte von Eusebius von Caesarea „nach Rom geschickt und wegen seines Zeugnisses für Christus den wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen“. Der Bischof erlitt im Flavischen Amphitheater (dem Kolosseum) das Martyrium.
Seine Bedeutung hat Ignatius aber seiner sieben Briefe wegen, die er auf seiner letzten Reise durch Kleinasien nach Rom schrieb. In ihnen kommt zum ersten Mal die Bezeichnung „katholische Kirche“ vor. Er verband mit der Mahnung, sich vor den aufkommenden Häresien zu hüten, die dringende Empfehlung, nicht von der Überlieferung der Apostel und der Einheit mit den Bischöfen, vor allem mit dem römischen, abzurücken.
Bei Ignatius findet sich das Bekenntnis zum einen Gott sowie zur Trinität von Vater, Sohn und Geist, er hielt gegen Irrlehrer die wahre Menschheit Jesu Christi fest, ohne Abstriche von dessen wahrer Göttlichkeit zu machen, und hinterließ eine sehr präzise Eucharistielehre, die unter anderem einschärft, dass sie nur unter Vorsitz des Bischofs oder eines seiner Delegierten gefeiert werden darf.
Verehrung: Ignatius, der im Ersten Eucharistischen Hochgebet gleich nach den Aposteln genannt wird, verehren die orientalischen Kirchen als „Vater der Orthodoxie“ (Rechtgläubigkeit), die koptische Kirche (mit einer antirömischen Spitze) als „Nachfolger Petri“, die lateinische Kirche als Apostolischen Vater. Die syrisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochien tragen ihm zu Ehren alle den Namen Ignatius.
Als man der Legende nach seinen Leichnam barg und sein Herz gesondert entnahm, hatte sich darauf das griechische Christusmonogramm IHS eingebrannt. Eneko von Loyola nahm es sich zu eigen, als er sich in Ignatius umbenannte.
Darstellung: als betagter Bischof bei seinem Martyrium oder mit IHS-Monogramm
Weitere Heilige des Tages:
Contardo Ferrini, Franziskanertertiar, Wohltäter
Hedwig von Polen, Königin, Wohltäterin
https://www2.bistum-augsburg.de/heilige-des-tages/kalender
Die sieben Briefe des Ignatius von Antiochien (um 35–110 n. Chr.) sind zentrale Zeugnisse des Urchristentums aus dem frühen 2. Jahrhundert.
Ignatius schrieb sie als Bischof von Antiochien während seiner Gefangennahme auf dem Transport von Syrien nach Rom, wo er als Märtyrer sterben sollte.
Die Empfänger der 7 Briefe
Ignatius richtete seine Schreiben an sechs kleinasiatische Gemeinden sowie an einen befreundeten Bischof:
• An die Epheser (Ephesos)
• An die Magnesier (Magnesia)
• An die Trallianer (Tralleis)
• An die Römer (Rom)
• An die Philadelphier (Philadelphia)
• An die Smyrnäer (Smyrna)
• An Polykarp von Smyrna (Bischofskollege)
Hauptthemen der Briefe
• Einheit und Kirchenverfassung: Ignatius fordert absoluten Gehorsam gegenüber dem Bischof, den Ältesten (Presbytern) und den Diakonen als Schutz vor Spaltungen. Seine Briefe gelten als frühes Zeugnis des monarchischen Episkopats.
• Kampf gegen Irrlehren: Er warnt eindringlich vor dem Doketismus (der Lehre, dass Jesus Christus nur zum Schein einen menschlichen Körper hatte) sowie vor judaisierenden Tendenzen.
• Das Martyrium: Im Brief an die Römer bittet er die dortige Gemeinde ausdrücklich darum, seinen Weg zum Tod durch die wilden Tiere in der Arena nicht zu behindern. Er beschreibt sich selbst poetisch als „Gottes Weizen“, der durch die Zähne der Tiere gemahlen werden müsse, um reines Brot Christi zu werden.
Entstehung und Überlieferung
Vier Briefe verfasste er während eines Aufenthalts in Smyrna, drei weitere später von Troas aus. Die Texte sind in der sogenannten „mittleren Rezension“ als historisch authentisch anerkannt.
Wer die Texte nachlesen möchte, findet sie komplett digital aufbereitet in der Bibliothek der Kirchenväter.
https://bkv.unifr.ch/de/works/cpg-1025/versions/die-sieben-briefe-des-ignatius-von-antiochien-bkv
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/168616/
Namensdeutung: der Feurige (lat.)
Namenstage: Ignatius, Ignaz, Nazju, Ignatio, Ignace
Gedenktag: 17. Oktober
Lebensdaten: geboren um 35 in Syrien, gestorben 107 in Rom
Lebensgeschichte und Bedeutung: Einer Legende des 4. Jahrhunderts nach war Ignatius das Kind, das Jesus in die Mitte seiner Jünger stellte und als Vorbild empfahl, um in das Himmelreich zu gelangen (Mt 18,2). Beständiger kirchlicher Überlieferung nach war er ein Schüler des Apostels Johannes, der ihn im Jahr 69 mit dem Bischofsamt von Antiochien (heute Antakya, Türkei) betraute, der drittwichtigsten Metropole des Römischen Reichs, wo zum ersten Mal die Bezeichnung „Christen“ aufkam (Apg 11,26).
Ignatius wurde laut der Kirchengeschichte von Eusebius von Caesarea „nach Rom geschickt und wegen seines Zeugnisses für Christus den wilden Tieren zum Fraß vorgeworfen“. Der Bischof erlitt im Flavischen Amphitheater (dem Kolosseum) das Martyrium.
Seine Bedeutung hat Ignatius aber seiner sieben Briefe wegen, die er auf seiner letzten Reise durch Kleinasien nach Rom schrieb. In ihnen kommt zum ersten Mal die Bezeichnung „katholische Kirche“ vor. Er verband mit der Mahnung, sich vor den aufkommenden Häresien zu hüten, die dringende Empfehlung, nicht von der Überlieferung der Apostel und der Einheit mit den Bischöfen, vor allem mit dem römischen, abzurücken.
Bei Ignatius findet sich das Bekenntnis zum einen Gott sowie zur Trinität von Vater, Sohn und Geist, er hielt gegen Irrlehrer die wahre Menschheit Jesu Christi fest, ohne Abstriche von dessen wahrer Göttlichkeit zu machen, und hinterließ eine sehr präzise Eucharistielehre, die unter anderem einschärft, dass sie nur unter Vorsitz des Bischofs oder eines seiner Delegierten gefeiert werden darf.
Verehrung: Ignatius, der im Ersten Eucharistischen Hochgebet gleich nach den Aposteln genannt wird, verehren die orientalischen Kirchen als „Vater der Orthodoxie“ (Rechtgläubigkeit), die koptische Kirche (mit einer antirömischen Spitze) als „Nachfolger Petri“, die lateinische Kirche als Apostolischen Vater. Die syrisch-orthodoxen Patriarchen von Antiochien tragen ihm zu Ehren alle den Namen Ignatius.
Als man der Legende nach seinen Leichnam barg und sein Herz gesondert entnahm, hatte sich darauf das griechische Christusmonogramm IHS eingebrannt. Eneko von Loyola nahm es sich zu eigen, als er sich in Ignatius umbenannte.
Darstellung: als betagter Bischof bei seinem Martyrium oder mit IHS-Monogramm
Weitere Heilige des Tages:
Contardo Ferrini, Franziskanertertiar, Wohltäter
Hedwig von Polen, Königin, Wohltäterin
https://www2.bistum-augsburg.de/heilige-des-tages/kalender
Die sieben Briefe des Ignatius von Antiochien (um 35–110 n. Chr.) sind zentrale Zeugnisse des Urchristentums aus dem frühen 2. Jahrhundert.
Ignatius schrieb sie als Bischof von Antiochien während seiner Gefangennahme auf dem Transport von Syrien nach Rom, wo er als Märtyrer sterben sollte.
Die Empfänger der 7 Briefe
Ignatius richtete seine Schreiben an sechs kleinasiatische Gemeinden sowie an einen befreundeten Bischof:
• An die Epheser (Ephesos)
• An die Magnesier (Magnesia)
• An die Trallianer (Tralleis)
• An die Römer (Rom)
• An die Philadelphier (Philadelphia)
• An die Smyrnäer (Smyrna)
• An Polykarp von Smyrna (Bischofskollege)
Hauptthemen der Briefe
• Einheit und Kirchenverfassung: Ignatius fordert absoluten Gehorsam gegenüber dem Bischof, den Ältesten (Presbytern) und den Diakonen als Schutz vor Spaltungen. Seine Briefe gelten als frühes Zeugnis des monarchischen Episkopats.
• Kampf gegen Irrlehren: Er warnt eindringlich vor dem Doketismus (der Lehre, dass Jesus Christus nur zum Schein einen menschlichen Körper hatte) sowie vor judaisierenden Tendenzen.
• Das Martyrium: Im Brief an die Römer bittet er die dortige Gemeinde ausdrücklich darum, seinen Weg zum Tod durch die wilden Tiere in der Arena nicht zu behindern. Er beschreibt sich selbst poetisch als „Gottes Weizen“, der durch die Zähne der Tiere gemahlen werden müsse, um reines Brot Christi zu werden.
Entstehung und Überlieferung
Vier Briefe verfasste er während eines Aufenthalts in Smyrna, drei weitere später von Troas aus. Die Texte sind in der sogenannten „mittleren Rezension“ als historisch authentisch anerkannt.
Wer die Texte nachlesen möchte, findet sie komplett digital aufbereitet in der Bibliothek der Kirchenväter.
https://bkv.unifr.ch/de/works/cpg-1025/versions/die-sieben-briefe-des-ignatius-von-antiochien-bkv
https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/168616/

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Lesung aus dem Brief des Apostels Paulusan die Epheser
Eph 1, 15–23
Schwestern und Brüder! Ich höre nicht auf, für euch zu danken, wenn ich in meinen Gebeten an euch denke; denn ich habe von eurem Glauben an Jesus, den Herrn, und von eurer Liebe zu allen Heiligen gehört.
Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt.
Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke.
Er ließ sie wirksam werden in Christus, den er von den Toten auferweckt und im Himmel auf den Platz zu seiner Rechten erhoben hat, hoch über jegliche Hoheit und Gewalt, Macht und Herrschaft und über jeden Namen, der nicht nur in dieser Weltzeit, sondern auch in der künftigen genannt wird.
Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt.
Sie ist sein Leib, die Fülle dessen, der das All in allem erfüllt.
Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 12, 8–12
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Ich sage euch: Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen.
Wer mich aber vor den Menschen verleugnet, der wird auch vor den Engeln Gottes verleugnet werden.
Jedem, der ein Wort gegen den Menschensohn sagt, wird vergeben werden; wer aber den Heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden.
Wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt!
Denn der Heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was ihr sagen müsst.
Worte der Päpste
Der Beistand, der Heilige Geist, wird mit den Aposteln sein, wenn Christus nicht mehr auf der Erde weilt; er wird in den langen Zeiten der Bedrängnis da sein, die Jahrhunderte dauern werden (vgl. Joh 16,7). Er wird deshalb mit der Kirche und in der Kirche besonders in den Zeiten des Kampfes und der Verfolgung sein, wie Jesus selbst den Aposteln verheißt mit den Worten, die in den synoptischen Evangelien wiedergegeben werden: „Wenn man euch vor die Gerichte der Synagogen und vor die Herrscher und Machthaber schleppt, dann macht euch keine Sorgen, wie ihr euch verteidigen oder was ihr sagen sollt. Denn der Heilige Geist wird euch in der gleichen Stunde eingeben, was ihr sagen müsst“ (Lk 12,11-12; vgl. Mk 13,11): „Nicht ihr werdet dann reden, sondern der Geist eures Vaters wird durch euch reden“ (Mt 10,20). Worte, die zu beziehen sind auf die Bedrängnisse, die die Apostel und Christen der von ihnen gegründeten und geleiteten Gemeinden erlebten, aber auch all jene, die – an welchem Ort der Erde auch immer – während der ganzen Jahrhunderte für Christus leiden sollten. Und in Wirklichkeit gibt es viele, die zu allen Zeiten, auch in jüngster Zeit, diese Hilfe des Heiligen Geistes erfahren haben. Und sie wissen und können es bezeugen, welche Freude der geistliche Sieg ist, den der Heilige Geist ihnen erlaubt, zu erringen. Die ganze Kirche heute weiß es und ist Zeugin dafür. (Papst Johannes Paul II., Generalaudienz, 13. März 1991)
https://www.vaticannews.va/de/tagesevangelium-und-tagesliturgie.html