Ich kann mich nur von der
Wahrheit nähren.
Aus diesen Grunde habe ich nie nach
Visionen verlangt.
Kl. Heilige Theresia
Tagesheiliger, 1. Oktober: THERESE VON LISIEUX
01.10.2026 08:12
Tagesheiliger, 1. Oktober: THERESE VON LISIEUX
01.10.2026 08:12
Tagesheiliger, 1. Oktober: THERESE VON LISIEUX
Namensdeutung: von der Insel Thera stammend (griech.)
Namenstage: Theresa, Therese, Theresia, Resa, Resi, Tessa, Thea
Gedenktag: 1. Oktober
Lebensdaten: geboren am 2. Januar 1873 in Alençon (Normandie), gestorben am 30. September 1897 in Lisieux
Lebensgeschichte: Die Halbwaise Marie-Françoise Martin war als Zehnjährige nach der Vision einer lächelnden Madonna von einer tödlichen Krankheit genesen und führte die Bekehrung eines verurteilten Mörders auf dem Schafott auf ihr stellvertretendes Gebet als 14-Jährige zurück. Sie wollte es ihren zwei älteren Schwestern gleichtun und sofort in den Karmel eintreten, was ihr selbst der Papst bei einer Audienz nicht gewährte. Erst mit 15 konnte sie in Lisieux mit dem Ordensnamen ihres Vorbilds, der heiligen Teresa von Ávila, eintreten.
Schwester Therese vom Jesuskind und vom heiligen Antlitz fand bald ihre Berufung: im Verborgenen zu beten und eigenes Leiden für die Priester aufzuopfern, sich selber zu vergessen und kleine, diskrete Liebeswerke zu tun, weil sie nicht glaubte, große Werke vollbringen zu können. Sie las die Werke des heiligen Johannes vom Kreuz, was für eine junge Karmelitin sehr ungewöhnlich war, bewunderte das Martyrium der Karmelitinnen von Compiègne, die Opfer der Französischen Revolution geworden waren, und entdeckte 1894 für sich schließlich den „kleinen Weg“: klein zu bleiben vor Gott und sich und alles seiner Barmherzigkeit zu überlassen und in Ermangelung eigener Heiligkeit ein überbordendes Gefäß für die Heiligkeit Gottes zu werden.
Im begleitenden Gebet für zwei junge Missionsbrüder sowie in ihrem Briefwechsel erkannte sie immer mehr auch einen missionarischen Auftrag, und sie begann auf Bitten ihrer Oberin, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Ab 1896 erkrankt, verfiel Thereses Gesundheitszustand zusehends, verstärkt noch durch die Enttäuschung über eine vorgebliche, spektakuläre Konversion, an die sie geglaubt und die sie durch Einschicken eines Selbstbildnisses als Jeanne d’Arc unterstützt hatte. Im August 1897 wurde bei ihr Tuberkulose im Endstadium diagnostiziert. Sie versprach auf dem Totenbett, Rosen vom Himmel regnen zu lassen, und verstarb mit 24 Jahren.
Verehrung: Schon bald nach ihrem Tod wurden Wunder und Heilungen auf ihre Fürsprache berichtet. 1923 wurde sie selig-, 1925 heiliggesprochen und 1927 neben dem heiligen Franz Xaver zur Patronin aller Missionen erklärt. Die Kathedrale von Lisieux, in der ihre Gebeine ruhen, ist die größte Kirche, die im 20. Jahrhundert erbaut wurde. Zur „kleinen Therese“ pilgern jährlich rund eineinhalb Millionen Menschen. 1997 erhob Papst Johannes Paul II. sie zur Kirchenlehrerin. 2015 erfolgte auch die Heiligsprechung ihrer Eltern Zélie und Louis Martin.
Darstellung: als Karmelitin, mit Rosen oder Kruzifix
Patronin: von Frankreich, der Karmelitinnen und der Missionen
Weitere Heilige des Tages:
Franz von Borja, Ordenspriester
Namenstage: Theresa, Therese, Theresia, Resa, Resi, Tessa, Thea
Gedenktag: 1. Oktober
Lebensdaten: geboren am 2. Januar 1873 in Alençon (Normandie), gestorben am 30. September 1897 in Lisieux
Lebensgeschichte: Die Halbwaise Marie-Françoise Martin war als Zehnjährige nach der Vision einer lächelnden Madonna von einer tödlichen Krankheit genesen und führte die Bekehrung eines verurteilten Mörders auf dem Schafott auf ihr stellvertretendes Gebet als 14-Jährige zurück. Sie wollte es ihren zwei älteren Schwestern gleichtun und sofort in den Karmel eintreten, was ihr selbst der Papst bei einer Audienz nicht gewährte. Erst mit 15 konnte sie in Lisieux mit dem Ordensnamen ihres Vorbilds, der heiligen Teresa von Ávila, eintreten.
Schwester Therese vom Jesuskind und vom heiligen Antlitz fand bald ihre Berufung: im Verborgenen zu beten und eigenes Leiden für die Priester aufzuopfern, sich selber zu vergessen und kleine, diskrete Liebeswerke zu tun, weil sie nicht glaubte, große Werke vollbringen zu können. Sie las die Werke des heiligen Johannes vom Kreuz, was für eine junge Karmelitin sehr ungewöhnlich war, bewunderte das Martyrium der Karmelitinnen von Compiègne, die Opfer der Französischen Revolution geworden waren, und entdeckte 1894 für sich schließlich den „kleinen Weg“: klein zu bleiben vor Gott und sich und alles seiner Barmherzigkeit zu überlassen und in Ermangelung eigener Heiligkeit ein überbordendes Gefäß für die Heiligkeit Gottes zu werden.
Im begleitenden Gebet für zwei junge Missionsbrüder sowie in ihrem Briefwechsel erkannte sie immer mehr auch einen missionarischen Auftrag, und sie begann auf Bitten ihrer Oberin, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. Ab 1896 erkrankt, verfiel Thereses Gesundheitszustand zusehends, verstärkt noch durch die Enttäuschung über eine vorgebliche, spektakuläre Konversion, an die sie geglaubt und die sie durch Einschicken eines Selbstbildnisses als Jeanne d’Arc unterstützt hatte. Im August 1897 wurde bei ihr Tuberkulose im Endstadium diagnostiziert. Sie versprach auf dem Totenbett, Rosen vom Himmel regnen zu lassen, und verstarb mit 24 Jahren.
Verehrung: Schon bald nach ihrem Tod wurden Wunder und Heilungen auf ihre Fürsprache berichtet. 1923 wurde sie selig-, 1925 heiliggesprochen und 1927 neben dem heiligen Franz Xaver zur Patronin aller Missionen erklärt. Die Kathedrale von Lisieux, in der ihre Gebeine ruhen, ist die größte Kirche, die im 20. Jahrhundert erbaut wurde. Zur „kleinen Therese“ pilgern jährlich rund eineinhalb Millionen Menschen. 1997 erhob Papst Johannes Paul II. sie zur Kirchenlehrerin. 2015 erfolgte auch die Heiligsprechung ihrer Eltern Zélie und Louis Martin.
Darstellung: als Karmelitin, mit Rosen oder Kruzifix
Patronin: von Frankreich, der Karmelitinnen und der Missionen
Weitere Heilige des Tages:
Franz von Borja, Ordenspriester
Kommentare
Schreib auch du einen Kommentar
hansfeuerstein 01.10.2026 14:29
Mich macht auch immer wieder nachdenklich, wie grob diese Hl. teils in ihren eigenen Konventen behandelt wurden...
hansfeuerstein 01.10.2026 14:45
Zusätzlich muss erstaunen, dass mit die tiefgreifendsten Schriften und Zeugnisse von gr. Frauen der Kirche überliefert sind. Nur wenige Männer der Kirche haben diese Tiefe erreicht, wie diese Frauen. Erstaunlich auch, dass dies schon aus dem Mittelalter so bezeugt ist, und in der Kirche wohl immer schon so gewesen ist. Es ist kaum zu fassen, wie selbständig Frauen im Mittelalter agierten, und Könige, selbst Päpste beraten haben, und diese auch noch auf sie hörten.
Herrklavierspieler 01.10.2026 20:51
Habe dieses Jahr beim ,'Heiligen ziehen" Katharina von Siena gezogen und mich deshalb mit ihr tiefer beschäftigt. Diese Frau beeindruckt, hat sehr viel bewirkt und das Mittelalter erscheint in einem ganz anderen Licht. Außerdem erfährt man, dass Frauen hochgeachtet werden.
hansfeuerstein 01.10.2026 23:56
Ja, es fällt auf, dass es immer um eine Konsolidierung des Glaubens ging, nie um eine Aufweichung....

Jetzt
Lesung aus dem Buch Ijob
Ijob 19, 21–27a
Ijob sprach: Erbarmt, erbarmt euch meiner, ihr, meine Freunde! Denn Gottes Hand hat mich getroffen.
Warum verfolgt ihr mich wie Gott, warum werdet ihr an meinem Fleisch nicht satt?
Würden meine Worte doch geschrieben, würden sie doch in ein Buch eingeritzt, mit eisernem Griffel und mit Blei, für immer gehauen in den Fels.
Doch ich, ich weiß: Mein Erlöser lebt, als Letzter erhebt er sich über dem Staub.
Ohne meine Haut, die so zerfetzte, und ohne mein Fleisch werde ich Gott schauen.
Ihn selber werde ich dann für mich schauen; meine Augen werden ihn sehen, nicht mehr fremd.
Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas
Lk 10, 1–12
In jener Zeit suchte der Herr zweiundsiebzig andere Jünger aus und sandte sie zu zweit vor sich her in alle Städte und Ortschaften, in die er selbst gehen wollte.
Er sagte zu ihnen: Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter. Bittet also den Herrn der Ernte, Arbeiter für seine Ernte auszusenden!
Geht! Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.
Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe! Grüßt niemanden auf dem Weg!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus!
Und wenn dort ein Sohn des Friedens wohnt, wird euer Friede auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren.
Bleibt in diesem Haus, esst und trinkt, was man euch anbietet; denn wer arbeitet, ist seines Lohnes wert. Zieht nicht von einem Haus in ein anderes!
Wenn ihr in eine Stadt kommt und man euch aufnimmt, so esst, was man euch vorsetzt.
Heilt die Kranken, die dort sind, und sagt ihnen: Das Reich Gottes ist euch nahe!
Wenn ihr aber in eine Stadt kommt, in der man euch nicht aufnimmt, dann geht auf die Straße hinaus und ruft: Selbst den Staub eurer Stadt, der an unseren Füßen klebt, lassen wir euch zurück; doch das sollt ihr wissen: Das Reich Gottes ist nahe.
Ich sage euch: Sodom wird es an jenem Tag erträglicher ergehen als dieser Stadt.
Worte der Päpste
Heute stellt uns das Evangelium (vgl. Lk 10,1– 12[…]) Jesus vor, der 72 Jünger in die Ortschaften aussendet, in die er selbst gehen wollte, damit sie das Umfeld vorbereiteten. Das ist eine Besonderheit des Evangelisten Lukas, der betont, daß die Mission nicht den zwölf Aposteln vorbehalten ist, sondern auch andere Jünger einschließt. Denn Jesus sagt: »Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenig Arbeiter« (Lk 10,2). Auf dem Acker Gottes gibt es Arbeit für alle. Christus aber beschränkt sich nicht darauf, auszusenden: er gibt den Missionaren auch klare und präzise Verhaltensregeln. Vor allem sendet er sie »zu zweit« aus, damit sie sich gegenseitig helfen und Zeugnis ablegen von der brüderlichen Liebe. Er warnt sie, daß sie »wie Schafe mitten unter den Wölfen« sein werden: sie sollen also trotz allem friedvoll sein und in jede Situation eine Botschaft des Friedens bringen; sie werden weder Kleidung noch Geld mit sich nehmen, um von dem zu leben, was ihnen die Vorsehung schenken wird; sie werden sich um die Kranken kümmern als Zeichen der Barmherzigkeit Gottes; wo man sie zurückweisen wird, werden sie weggehen und sich darauf beschränken, vor der Verantwortung zu warnen, die die Ablehnung des Reiches Gottes mit sich bringt. […] Dieses Evangelium möge in allen Getauften das Bewußtsein wecken, Missionare Christi zu sein, die dazu berufen sind, ihm den Weg mit den Worten und dem Zeugnis des Lebens zu bereiten. (Papst Benedikt X
VI., Angelus, 8. Juli 2007)
https://www.vaticannews.va/de/tagesevangelium-und-tagesliturgie.html