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Andacht vom 30. August 2026

Andacht vom 30. August 2026
Habt ihr die bösen Taten eurer Väter vergessen und die bösen Taten der Könige von Juda und die bösen Taten ihrer Frauen und eure eigenen bösen Taten […]?

Jeremia 44,9 (Elberfelder Bibel)


1992 hat der Künstler Gunter Demnig mit seinem Projekt "Stolpersteine" begonnen.
Dabei handelt es sich um kleine quadratische Betonglötze mit einer aufgesetzten Messingplatte als Gedenktafel an Menschen, die in der Zeit des Nationalismus verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden.
Sie werden meist vor den letzten frei gewählten Wohnstätten der NS-Opfer in den Fußgängerweg eingebracht.
"Hier lebte …", "Hier wohnte …" oder "Hier arbeitete …", beginnt der eingravierte Text auf der Messingtafel, gefolgt vom Namen des Opfers, dem Geburtsjahr und häufig auch dem Deportationsjahr und dem Todesort.
Im Mai 2023 verlegte Demnig in Nürnberg den 100.000sten Stolperstein zum Gedenken an den Feuerwehrmann Johann Wild.
Als Demnig von einem Schüler gefragt wurde, warum er dem Projekt den Namen Stolpersteine gab, soll er geantwortet haben: "Man stolpert nicht und fällt hin, man stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen."

Dem Künstler geht es darum, die Namen der Opfer an die Orte ihres Lebens zurückzubringen.
Er möchte, dass die Vergangenheit nicht vergessen wird und entsprechende Lehren aus dem Versagen der damaligen Zeit gezogen werden können.

Auch Die Propheten des Alten Testaments haben auf das Versagen des Volkes Gottes hingewiesen.
Aber dabei sollten sie im Namen Gottes nicht stehen bleiben.
Gott wollte, dass sich sein Volk besinnt und von den falschen Wegen umkehrt.
Die Propheten haben ihnen quasi Stolpersteine zur Besinnung in den Weg gelegt.
"Man Stolpert mit dem Kopf und mit dem Herzen", hat Gunter Demnig gesagt.

Die ganze Bibel ist eigentlich ein Stolperstein, oder?
Dabei möchte Gott uns nicht nur unsere Schwächen aufzeigen, sondern auch an all das erinnern, was er für uns getan und uns angeboten hat.

Ich jedenfalls bin schon so einige Male beim Bibellesen gestolpert.
Manchmal hat mich ein Text ermahnt, ja sogar kräftig durchgeschüttelt – und manchmal hat mich Gottes Wort ermutigt, herausgefordert und auch richtig froh gemacht.
Stolpern beim Bibellesen lohnt sich.


(Günther Machel)

Kommentare

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Mischael 30.08.2026 14:23
Ich bin ebenfalls schon so manches mal über einen Text im Wort GOTTES, der Bibel gestolpert.

Zuletzt über Sprüche 6,6 der da lautet:
Geh hin zur Armeise, du Fauler, sieh ihre Wege und werde weise.

Unser HERR GOTT mahnt uns Menschen, also auch dich und mich dazu, nicht träge zu sein.

Zum Beispiel, wie oft schieben wir eine Sache auf, haben wir eine Ausrede, meinen wir keine Zeit zu haben und wie oft setzen wir falsche Prioritäten.

Das sind alles Masken der Faulheit.

Wie gut unser Schöpfer uns Menschen kennt.......

🙂
 
einSMILEkommtwieder 30.08.2026 18:18
@Mischael
DANKE für DEINE Gedanken zu dem Andachtstext.
LG Vera
 
Mischael 30.08.2026 18:25
ein🙂kommt wieder,

danke für Deine Inspiration.

👋👋
 
Engelslhaar 30.08.2026 20:37
Günter Demnig hat auch viele Stolpersteine in Köln verlegt, man stolpert im wahrsten Sinne darüber und muss sich dann mit der Geschichte dieser Menschen auseinandersetzen.
Danke für das Erinnern an dieses Projekt!
 
paloma 31.08.2026 07:59
Bei der Wohnungssuche kam ich zu einem historischen,hübschen Haus mit 4 Stolpersteinen davor u las sie. Ich war so froh, denn alle vier Personen wanderten rechtzeitig aus u haben den Holocaust überlebt. Das findet man nicht häufig.
 
einSMILEkommtwieder 31.08.2026 08:08
@Engelslhaar und @paloma,
DANKE auch EUCH für EURE Kommentare
LG Vera
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