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Partnersuche oder Missionsplattform

Partnersuche oder Missionsplattform
Wenn die Partnersuche zum theologischen Referat wird.

Was mir ebenfalls auffällt, sind Beiträge, die sich zum Teil Seitenweise, erstrecken mit Quellenangaben, Buchtiteln, Namen von Autoren, Bibelstellen und angeblichen Belegen dafür, warum eine bestimmte Religion oder Konfession falsch sein soll.

Natürlich ist es grundsätzlich positiv, wenn sich jemand mit Büchern theologischen Schriften und der Bibel auseinandersetzt. Quellen können eine Diskussion bereichern, aber manchmal ein steht bei mir der Eindruck, dass es gar nicht mehr um einen persönlichen Gedankenaustausch geht, sondern darum möglichst viele Quellen und Zitate zusammenzutragen um die eigene Meinung, als umunstößliche Wahrheit darzustellen.

Kommentare

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Engelslhaar Heute, 07:41
Ja, die Hochmut, die in diesen Blogs liegt, ist erschreckend und hat meiner Meinung nach mit dem Erstarken des Widersachers zu tun. Diese Blogs stehen natürlich in krassem Widerspruch zum Anliegen des Portals, da geht es ja um das ökumenische Bestreben, um die Grundwahrheit, dass jede Konfession ihre Begründungen hat. Ich beteilige mich nicht mehr an solchen Blogs, ich möchte der Lieblosigkeit nicht ins Auge schauen, dieser diebischen Freude, die mal wieder die "Fehler" der Katholiken aufgedeckt hat. Dabei kann zu jedem "Argument", das einem dort als "Wahrheit" verkauft wird, eine Gegenthese erstellt werden, das ist nun wirklich das Mindestmaß, das man man verstehen könnte.
 
Komfortzone Heute, 07:50
Ja, mich befremdet das längst Ausgetauschte und wieder Aufgewärmte mittlerweile auch. Gestern sind wir zusammengesessesen und mit einer Schwester sprach ich über die Vielfalt unter messianischen Geschwistern. Danach  erwähnte sie, dass in der Ökumene (entsprechend zum Judentum) sie durchaus bereichernde Begegnungen erlebe aus anderen christlichen Richtungen, z.b. mit Katholiken. Theologie schien nicht das Thema zu sein in den Erlebnissen, sondern praktisch angewandter Glaube. Ich glaube, wenn es eine verbindende Vision Gottes gibt, dann lassen sich damit Brücken bauen.
 
Sadie Heute, 07:54
Gerade bei sehr umfangreichen Beiträgen frage ich mich manchmal, ob die genannten Bücher und Quellen tatsächlich selbst gelesen und verstanden sind — oder ob heutzutage möglicherweise auch künstliche Intelligenz dabei hilft innerhalb kürzester Zeit, Autoren, Buchtitel, Zitate und Bibelstellen zusammenzustellen.

Ich möchte niemanden unterstellen KI zu benutzen.

Aber die Möglichkeit sollte uns vielleicht auch nachdenklich machen :“ Eine lange Liste von Quellen bedeutet nicht automatisch, dass  eine Aussage richtig ist.
Und ein Zitat aus einem Buch ersetzt, noch lange keine eigene Auseinandersetzung mit dem Thema.
Grundsätzlich finde ich es gut, dass Menschen mit unterschiedlichen christlichen Hintergründen hier zusammenkommen.
Katholiken ,evangelische Christen ,Freikirchlicher ,Adventisten , Marmonen,Pfingstler  Zeugen, Jehova und andere Christen haben unterschiedliche Auffassungen .

Auch Menschen aus anderen religiösen Gemeinschaften können hier unterwegs sein.

Mein Problem ist nicht die Vielfalt der Glaubensrichtungen.
Mein Problem ist, wie manche das Portal nutzen.

Immer wieder begegnen mir Mitglieder, die sich selbst als Missionare verstehen und die Partnersuche offenbar dazu Nutzen seitenweise über Religion, Bibelauslegung und die vermeintlich richtige Glaubensrichtung zu schreiben.

Besonders schwierig finde ich es, wenn dabei anderen Christen der Glaube abgesprochen wird und wenn beispielsweise Katholiken oder evangelische Christen als Götzendiener bezeichnet werden.
Oder nur eine bestimmte Freikirchliche oder Pfingstliche Richtung sei wirklich gläubig,  hat das für mich nichts mehr mit einem respektvollen Glaubensaustausch zu tun,.

Und ausdrücklich:“ Ich richte mich damit nicht gegen eine bestimmte Konfession oder Religionsgemeinschaft. — Jeder darf seinen Glauben vertreten und darüber sprechen.

Aber es gibt einen Unterschied zwischen Glaubensaustausch und Missionierung.

Am Ende sollte doch der Mensch hinter dem Profil zählen— Seine Persönlichkeit, sein Charakter, sein Glaube und die Art wie anderen Menschen begegnet.
Denn ich suche auf einem Partnerportal, keine theologischen Literaturkathalog.


Ich suche einen Menschen.
 
Engelslhaar Heute, 08:08
Ich muss oft an 1. Korinther 13 denken: Und hättet der Liebe nicht. Und wüsste ich alle Weisheiten und hätte doch der Liebe nicht. Anstatt das Verbindende zu suchen, wird systematisch und akribisch ein Gedankenmodell aufgestellt, das vollkommen leblos ist. Für jede "Wahrheit" gibt es eine Gegenthese, das müsste den "Belesenen" bekannt sein. Und wie geht man mit denjenigen um, die diese Gegenthesen anbringen? Lieblos, sie würden ja die Wahrheit nicht verstehen.
Mir geht dieses peinliche " Herr Lehrer, ich weiß was" dermaßen auf die Nerven.
Das merken manche gar nicht, wie peinlich das ist. In jedem Blog muss "umfangreiches Wissen" dargestellt werden und die anderen sind doof.
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