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📃 Ein anderer Mensch

📃 Ein anderer Mensch
Es liegt etwas überaus Tröstliches in dem Gedanken, die Kraft des Heiligen Geistes zu empfangen und das ist kein Wunder, denn der Geist fungiert als Tröster. Und der eigentliche Trost dabei zeigt sich in der Auswirkung, wie folgendes typisches Beispiel veranschaulicht: Als Samuel Saul zum König über Israel gesalbt hatte, sagte er zu ihm: Dir wird "eine Schar Propheten begegnen, die von der Höhe herabkommen, und vor ihnen her Psalter und Handpauken und Flöten und Harfen; und sie werden weissagen. Da wird der Geist des HERRN über dich kommen, sodass du mit ihnen weissagst, und du wirst in einen anderen Mann verwandelt werden." [1. SAM. 10,5-6] [SLT]

Was für ein wunderbar tröstlicher Gedanke, dass der Geist [Gottes] einen Menschen, der sich seiner Gegenwart hingibt, in einen neuen Menschen verwandelt. "Unser alter Mensch" [RÖ. 6,6] ist sündhaft. Von Natur aus sind wir fleischlich gesinnt. Wir taten viele böse Dinge, weil die Sünde unser eigentliches Wesen ausmachte. Die Erinnerung an diese Sünden erfüllte uns oft mit Entsetzen, ebenso wie uns das Bewusstsein für die sündhafte Natur, aus der sie hervorgingen, oft Kummer und Scham bereitet hat. Satan hat uns unsere vergangenen Verfehlungen – die wir selbst nicht tilgen konnten – vor Augen gehalten, um uns zu entmutigen und so größere Macht über unsere sündhafte Natur zu erlangen.

Doch nun hat uns die wunderbare Botschaft erreicht, dass wir durch das Nachgeben gegenüber dem Geist Gottes zu anderen Menschen werden können. Jener "[neue oder] andere Mensch" ist einer "der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit." [EPH. 4,24] [ELB] Er tritt an die Stelle des "alten Menschen", "der sich durch die betrügerischen Begierden zugrunde richtet." [EPH. 4,22] [ELB] Dieser neue Mensch wird erneuert "zur Erkenntnis, nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat." [KOL. 3,10] [SLT] Und diese Erneuerung geschieht "Tag für Tag." [2. KOR. 4,16] [SLT]

Wir geben [dem Geist Gottes] nach und die Verwandlung vollzieht sich. Wir geben dauerhaft nach, und eine ständige Erneuerung findet statt. Und nun kommt der Teufel wieder mit seinen alten Tricks. Er legt uns die lange Liste der Sünden vor, aber diese schrecken uns nicht mehr. Wir können ihm entgegnen: "Du irrst dich, der Mensch, der früher hier lebte und diese Sünden beging, ist tot. Ich habe keine Verbindung zu ihm und kann daher nicht zur Begleichung seiner Schuld herangezogen werden. Für mich gibt es kein "schreckliches Erwarten des Gerichts" [HEBR. 10,27] [SLT] mehr, ich werde nicht ins Gericht kommen, denn ich bin "vom Tod zum Leben hindurchgedrungen." [JOH. 5,24]

Satan versucht es mit seinen alten Versuchungen durch die Begierden des Fleisches, doch erneut scheitert er. Früher hatte er keine Mühe, uns in die Irre zu führen, doch nun hat er es mit einem anderen Menschen zu tun und muss zu seinem Erstaunen feststellen, dass seine Bemühungen ins Leere laufen. Für uns gibt es "keine Verdammnis mehr" weil wir "nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist." [RÖ. 8,1] [SLT]

Dieser "neue Mensch" hat nie gesündigt, denn er wurde "in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit geschaffen“ und wird ewig neu erhalten. Wie oft haben wir uns gewünscht, uns selbst loswerden zu können. Wir können. Bedenken wir folgendes Wort: "Ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen." [KOL. 3,9] [LUT2017] Eben dieses Wort verleiht die Macht den "alten Menschen" loszuwerden. Und der neue Mensch kann nicht sündigen, weil er dem Ebenbild Gottes entspricht. Damit besteht unsere Aufgabe darin, Tag für Tag aus tiefstem Herzen mit dem Apostel Paulus zu bekennen: "Ich bin aber durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, auf daß ich Gott lebe; ich bin mit Christo gekreuzigt. Ich lebe aber; doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir. Denn was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes Gottes, der mich geliebt hat und sich selbst für mich dargegeben." [GAL. 2,19-20]

( Ellet J. Waggoner, Januar 1894 )

Kommentare

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JesusComesBackSoon 05.08.2026 20:12
Auch wenn der Inhalt dieses Artikels von Ellet J. Waggoner bereits mehr als 130 Jahren verfasst wurde, hat er deswegen nichts an seiner Bedeutsamkeit für das persönliche, insbesondere auch geistige Leben eines jeden Nachfolgers des Sohnes Gottes verloren.

Für diejenigen, die gerne noch weitere solche (zeitgeistfreien, nah am Wort Gottes ausgerichteten ) Artikel lesen möchten, nachstehend der folgende Link:

https://gerechtigkeit-durch-glauben.de/gesamtuebersicht-artikel-neu/

Mein Wunsch und Gebet ist, dass jeder Leser durch den bzw. die Artikel reichlich gesegnet wird, er Dingen besser verstehen und das Gelesene in seinem Leben Frucht zur Ehre Gottes bringen möge.

Die angegebenen Bibelverse wurden, sofern nicht speziell angegeben, aus LUTHER 1912 entnommen. Die Abkürzungen [KJV] [LUT2017] [ELB] [SLT1951] und [SLT] stehen falls vorhanden für King James Version, Luther 2017, Elberfelder, Schlachter 1951 und Schlachter 2000.
Eckige Klammern im Text - abgesehen von Bibelzitaten - beinhalten Einfügungen von mir, die einer besseren Verständlichkeit nach Übertragung des Artikels ins Deutsche dienen sollen.
 
(Nutzer gelöscht) Gestern, 10:36
Was für ein fehlerhaftes Verständnis von Gott und Glauben von " Waggoner",


Mindestens 2 irrige Sätze im Text oben:

1)
"Satan hat uns unsere vergangenen Verfehlungen – die wir selbst nicht tilgen konnten – vor Augen gehalten,.."


2)
"Dieser "neue Mensch" hat nie gesündigt, denn er wurde "in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit geschaffen“ und wird ewig neu erhalten"


Klarstellungen 
Zu 1:

Gott ! zeigt uns unsere Verfehlungen auf nicht Satan !! Siehe 10 Gebote ! 
Und rein logisch ,warum auch sollte Satan unsere Verfehlungen aufdecken- ER lebt davon dass wir sie nicht erkennen !

Zu 2: 

Falsch ! Jeder Mensch kann weiter sündigen auch der erneuerte Mensch und der Mensch wird auch nicht ständig sündlos gehalten ! Er kann immer wieder in die Sünde fallen und verfehlen , auch als Christ !


Die Schöpfung in der Genesis war von Anfang an mit der Möglichkeit zu sündigen ausgestattet .


Waggoner erzählt Quatsch und paar Dumme hier liken das auch noch.

Arme " Christen" hier...


Cherub
 
vertrauen2015 Gestern, 11:26
nicht *Waggoner* wird gelikt, sondern die Wahrheit der Aussagen der Schrift. Das ist ein großer Unterschied.

Zu den Klarstellungen Punkt 1 und Punkt 2 stimme ich mit @cherub überein.

- es ist nicht Satan, der uns von Sünde überführt sondern der Hl. Geist

- das Sündigen ist für einen *Neugewordenen Menschen* noch möglich (jedoch nicht mehr fortwährend) 
-----------------------------
doch jetzt beim Nochmaligen Lesen des Textes wird das auch nicht vermittelt. Hab es jedenfalls nicht gelesen.

vielmehr: Wir sollen uns der Sünde für gestorben halten. Wir sind eine Neue Schöpfung und nicht mehr Sklaven der Sünde und durch den innewohnenden Hl. Geist werden wir zu Überwindern.

Römer 6
Ermahnung des Apostels Paulus an die Gläubigen: in dieser Erkenntnis zu bleiben und der Sünde nicht mehr zu dienen
 
JesusComesBackSoon Gestern, 15:58
@Cherub: Mindestens 2 irrige Sätze im Text oben:

1)
"Satan hat uns unsere vergangenen Verfehlungen – die wir selbst nicht tilgen konnten – vor Augen gehalten,.."


Gott ! zeigt uns unsere Verfehlungen auf ...

 
der Beistand ... wenn jener kommt, wird er die Welt überführen von Sünde [JOH. 16,7-8]

Natürlich überführt der Geist Gottes - wie geschrieben steht - von Sünde. Aber es ist Satan, der Menschen ihre Sünden (auch wenn diese vergeben wurden) wieder vorhält. Mit Überführung von Sünde hat das gar nichts zu tun, sondern mit Infragestellung der Vergebung und Entmutigung. Gerade auf diesem Weg und mit dieser Strategie gelingt es dem Versucher oft zum Ziel zu gelangen. 


@Cherub: 2)"Dieser "neue Mensch" hat nie gesündigt, denn er wurde "in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit geschaffen“ und wird ewig neu erhalten"

Falsch ! Jeder Mensch kann weiter sündigen ...

Natürlich steht es dem Menschen frei weiter zu sündigen. Der freie Wille steht ja auch dem neuen Menschen noch zur Verfügung. 
Etwas Gegenteiliges wird in dem Artikel auch gar nicht behauptet. 


Aber genau so bezeugt das Wort Gottes, dass es einem Bekehrten Menschen aufgrund der Gnade Gottes und der Verbindung mit CHRISTUS möglich ist, ein sündloses Leben zu führen - nicht aus eigener Kraft aber in der Kraft Gottes.
So steht u.a. geschrieben:


Wer in ihm bleibt, der sündigt nicht [1. JOH. 3,6]
Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen [GAL. 5,16]

Insofern widerspricht der Artikel in keiner Weise dem Wort Gottes.
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