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Verborgenes Variationsprogramm in Seeanemone entdeckt!

Verborgenes Variationsprogramm in Seeanemone entdeckt!
Die Seeanemone (Nematostella vectensis) verfügt an ihren Tentakelspitzen und ihrem Rumpf (Körperbereich zwischen Tentakeln und Fuß) über sogenannte Nematozyten-Zellen. Diese produzieren und verschießen fadenartige, giftige "Stacheln". Sie dienen dem Beutefang und der Verteidigung gegen Fressfeinde.

2021 wurde im Rahmen einer Studie in der Seeanemone ein Gen (Sox2) deaktiviert, das bei anderen Arten eine wichtige Rolle in der neuralen Entwicklung spielt. Zum Erstaunen der Wissenschaftler wurden am Körperrumpf statt der Nematozyten-Zellen Klebzellen (robuste Spirozyten) ausgebildet. Diese Zellen verbessern durch ihre Klebrigkeit die Haftung an Oberflächen und waren bisher in der Seeanemone unbekannt.

Dieser äußerlich neue Zelltyp muss bereits im Erbgut der Seeanemone angelegt gewesen sein. Außerdem fungiert das abgeschaltete Gen offenbar als Schalter zwischen diesen beiden Zelltypen: Ist das Gen aktiv, werden die Stachelzellen am Rumpf ausgebildet, ist es inaktiv, werden stattdessen Klebzellen produziert.

Nicole Webster, Evolutionsbiologin an der Clark University kommentiert, dass dieser Befund evolutionstheoretisch unerwartet ist:

"Man erwartet normalerweise nicht, dass Organismen in der Lage sind, Organe zu produzieren, die sie normalerweise nicht entwickeln. Es ist wie ein Mensch, der einen Greifschwanz wachsen lässt."

Die Ergebnisse entsprechen der schöpfungstheoretischen Erwartung vorprogrammierter Variationsmöglichkeiten.

Mehr dazu hier: https://genesis-net.de/n/285-0/

Kommentare

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Engelslhaar 12.07.2026 15:51
Sehr interessant, vielen Dank!
 
Rosenwunder 12.07.2026 22:01
ja wirklich spannend Danke , ich glaube auch wir Menschen verfügen über ungeahnte physische Variationprogramme, denn die Schöpfung passt sich immer während an.....
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