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Kalenderblatt 28.06 - Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt, ist meiner nicht wert. – Wer euch aufnimm

Kalenderblatt 28.06 - Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt, ist meiner nicht wert. – Wer euch aufnimm
Dreizehnter Sonntag im Jahreskreis

Der Jünger Jesu ist kein Fanatiker. Er ist glücklich, weil er Jesus gefunden hat und er kann von ihm nicht schweigen, auch dann nicht, wenn er dadurch für andere Menschen, sogar für seine Freunde, ein Fremder wird. Wer zu ihm gut ist, dem wird Gott es danken.

Eröffnungsvers Ps 47 (46), 2

Ihr Völker alle, klatscht in die Hände,
jauchzt Gott zu mit lautem Jubel.

Ehre sei Gott,

Gebet

Gott, unser Vater, du hast uns in der Taufe
zu Kindern des Lichtes gemacht.
Lass nicht zu,
dass die Finsternis des Irrtums
über uns Macht gewinnt,
sondern hilf uns,
im Licht deiner Wahrheit zu bleiben.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.

Zur 1. Lesung  Der Prophet Elischa (um 850 v. Chr.) war ein großer Wundertäter, vom Volk geehrt wie vor ihm Elija. Die Frau aus Schunem nahm ihn gerne als Gast auf, weil sie in ihm einen heiligen Gottesmann erkannte. Elischa war für diese Gastlichkeit dankbar und Gott segnete die Frau und ihren Mann, indem er ihren größten Wunsch erfüllte.

Erste Lesung  2 Kön 4, 8–11.14–16a

Dieser Mann, der ständig bei uns vorbeikommt, ist ein heiliger Gottesmann

8Eines Tages ging Elíscha nach Schunem.
Dort lebte eine vornehme Frau,
die ihn dringend bat, bei ihr zu essen.
Seither kehrte er zum Essen bei ihr ein, sooft er vorbeikam.
9Sie aber sagte zu ihrem Mann:
Ich weiß, dass dieser Mann, der ständig bei uns vorbeikommt,
ein heiliger Gottesmann ist.
10Wir wollen ein kleines, gemauertes Obergemach herrichten
und dort ein Bett, einen Tisch,
einen Stuhl und einen Leuchter für ihn bereitstellen.
Wenn er dann zu uns kommt,
kann er sich dorthin zurückziehen.
11Als Elíscha eines Tages wieder hinkam,
ging er in das Obergemach, um dort zu schlafen.
14Und als er seinen Diener Géhasi fragte,
was man für die Frau tun könne,
sagte Géhasi: Nun, sie hat keinen Sohn
und ihr Mann ist alt.
15Da befahl er: Ruf sie herein!
Er rief sie
und sie blieb in der Tür stehen.
16aDarauf versicherte ihr Elíscha:
Im nächsten Jahr um diese Zeit wirst du einen Sohn liebkosen.

Zur 2. Lesung  Zwischen Tod und Herrlichkeit ist unser gegenwärtiges Leben gespannt. Wir sind getauft worden: Mit Christus sind wir durch den Tod hindurchgegangen, um als erlöste Menschen zu leben. Weil wir Gemeinschaft mit Christus haben, können wir „für Gott“ leben: aus der Kraft seiner liebenden Gegenwart, als wahre und heile Menschen.

Zweite Lesung     Röm 6, 3–4.8–11

Wir wurden ja mit Christus begraben durch die Taufe, damit wir in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln

Schwestern und Brüder!
3Wir, die wir auf Christus Jesus getauft wurden,
sind auf seinen Tod getauft worden.
4Wir wurden ja mit ihm begraben durch die Taufe auf den Tod,
damit auch wir, so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters
von den Toten auferweckt wurde,
in der Wirklichkeit des neuen Lebens wandeln.
8Sind wir nun mit Christus gestorben,
so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden.
9Wir wissen,
dass Christus, von den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt;
der Tod hat keine Macht mehr über ihn.
10Denn durch sein Sterben
ist er ein für alle Mal gestorben für die Sünde,
sein Leben aber lebt er für Gott.
11So begreift auch ihr euch als Menschen,
die für die Sünde tot sind,
aber für Gott leben in Christus Jesus.

Zum Evangelium  Nachfolge Jesu bedeutet bewusstes und intensives Leben, und eben darum auch: ständiges Abschiednehmen, ein Leben wie durch den Tod hindurch. – „Propheten“ und „Gerechte“ werden im Matthäusevangelium die Gottesmänner des Alten Bundes genannt. Ihnen werden die Jünger Jesu gleichgestellt; sie setzen die Sendung Jesu fort. Wer sie aufnimmt, dem wird Gott es danken.

Evangelium  Mt 10, 37–42
Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt, ist meiner nicht wert. – Wer euch aufnimmt, nimmt mich auf

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:
37Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich,
ist meiner nicht wert,
und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich,
ist meiner nicht wert.
38Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt,
ist meiner nicht wert.
39Wer das Leben findet,
wird es verlieren;
wer aber das Leben um meinetwillen verliert,
wird es finden.
40Wer euch aufnimmt,
der nimmt mich auf,
und wer mich aufnimmt,
nimmt den auf, der mich gesandt hat.
41Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist,
wird den Lohn eines Propheten erhalten.
Wer einen Gerechten aufnimmt, weil es ein Gerechter ist,
wird den Lohn eines Gerechten erhalten.
42Und wer einem von diesen Kleinen
auch nur einen Becher frisches Wasser zu trinken gibt,
weil es ein Jünger ist –
Amen, ich sage euch:
Er wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen.

Schlussgebet

Gütiger Gott, die heilige Opfergabe,
die wir dargebracht und empfangen haben,
schenke uns neues Leben.
Lass uns Frucht bringen in Beharrlichkeit
und dir auf immer verbunden bleiben.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Für den Tag und die Woche

Für viele ist das Kreuz Ärgernis, Last. Wir wollen es abschütteln, ausblenden. Ohne Kreuz gibt es kein Christentum, keine Christusnachfolge. Papst Franziskus sagt in einer Predigt:
„Derselbe Petrus (…) sagt zu ihm (Jesus): Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Ich folge dir, aber sprich mir nicht vom Kreuz. Das tut nichts zur Sache. Ich folge dir mit anderen Möglichkeiten, ohne das Kreuz. – Wenn wir ohne das Kreuz gehen, wenn wir ohne das Kreuz aufbauen und Christus ohne Kreuz bekennen, sind wir nicht Jünger des Herrn: Wir sind weltlich, wir sind Bischöfe, Priester, Kardinäle, Päpste, aber nicht Jünger des Herrn.“ (Papst Franziskus, Predigt an die Kardinäle am 14. März 2013 in der Sixtinischen Kapelle)

https://schott.erzabtei-beuron.de/jk13/SonntagA.htm?datum=2026-06-28&r=1

Kommentare

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Shira 28.06.2026 07:26
Betrachtung des heutigen Evangeliums

«Wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf»
P. Antoni POU OSB Monje de Montserrat (Montserrat, Barcelona, Spanien)

Heute hören wir aus dem Munde Jesu einen Satz, der uns verwirrt: «Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig…» (Mt 10,37). Nun, wenn wir etwas mehr vertiefen, begreifen wir, dass der Herr uns eine Lehre erteilen möchte: Für den Christen ist das einzig Absolute Gott und sein Reich. Jeder muss seine Berufung entdecken — diese ist wahrscheinlich unsere schwierigste Aufgabe — und ihr treu folgen. Sind eine Christin bzw. ein Christ zur Ehe berufen, sollten sie erkennen, dass ihre Berufung in der Liebe zur eigenen Familie besteht, so wie Christus die Kirche liebt.

Die Berufung zum geistlichen Leben oder zum Priestertum verlangt, dass die familiären Bindungen nicht den geistlichen Bindungen vorangestellt werden – vorausgesetzt, dass wir damit nicht gegen den Grundvoraussetzungen der christlichen Nächstenliebe fehlen. Die familiären Bindungen dürfen die Berufung, die wir erhalten haben, weder versklaven noch ersticken. Hinter dem Wort “Liebe” kann sich ein possessives Begehren des Anderen verbergen, das ihm die Freiheit raubt, sein menschliches und christliches Leben zu entfalten; oder auch die Angst, das familiäre Nest zu verlassen und sich den Anforderungen des Lebens und des Rufes Jesu, ihm zu folgen, zu stellen. Jesus bittet uns, diese verzerrte Liebe in eine großzügige und unentgeltliche Liebe umzuwandeln; denn, wie der Hl. Augustinus sagt, „Christus kam, um die Liebe zu verwandeln“.

Den Kern des christliches Lebens werden immer die Liebe und die Aufnahme bilden – die Liebe zu allen und besonders zu unseren Familienmitgliedern; diese stehen uns in der Regel am nächsten, und sie stellen auch den „Nächsten“ dar, den Jesus uns zu lieben auffordert. Die Aufnahme der anderen beinhaltet immer die Aufnahme Christi: «Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf» (Mt 11,40). Wir sollten deshalb in denjenigen, denen wir dienen, Christus sehen, und in denen, die uns dienen, gleichermaßen den dienenden Christus erkennen.

https://evangeli.net/evangelium/tag/2026-06-28
 
Engelslhaar 28.06.2026 07:30
 
Shira 28.06.2026 08:04
Möge der Sonntag für uns eine Zeit sein, in der wir besonders unser Herz für das Wort Gottes öffnen.

"Nur wer sich vom Wort Gottes hat ansprechen lassen, m.a.W., wer sich auf die von ihm angebotene Beziehung mit ihm eingelassen hat, kann sich von ihm in den Sakramenten berühren lassen."
Papst Franziskus

Ich wünsche euch einen erfüllten Tag des Herrn und offene Herzen für seine Stimme.🙂
 
pieter49 28.06.2026 08:16
08:04 Uhr

Dankeschön liebe @Shira, und Ebenso !

  🙂
 
hansfeuerstein 28.06.2026 12:53
Ja, das ist der biblische Beweis, dass von uns auch etwas gefordert wird.
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