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Kalenderblatt 21.06 - Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten

Kalenderblatt 21.06 - Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten
Zwölfter Sonntag im Jahreskreis

Das Heidentum kennt nicht die erwählende Liebe Gottes und nicht die Geborgenheit in Gott; da ist nur ein dunkles Schicksal. Auch der Gott Israels, der Gott, den Jesus seinen Vater nennt, ist immer wieder der Verborgene und der Unfassbare – sonst wäre er nicht Gott. Aber er will, dass wir ihn suchen und nach ihm fragen. Er lässt sich finden.

Zur 1. Lesung  Der Prophet ist ein einsamer Rufer und Warner. Er muss auf Missstände und auf drohendes Unheil hinweisen. Das trägt ihm Hass und Verfolgung ein. Manchmal möchte er selbst an seiner Sendung verzweifeln. Aber dann erfährt er wieder die rettende Nähe seines Gottes. Er gehört zu den „Armen“; er hat nichts, aber er weiß sich geborgen.

Erste Lesung  Jer 20, 10–13

Er rettet das Leben der Armen aus der Hand der Übeltäter

Jeremía sprach:
10Ich hörte die Verleumdung der Vielen:
Grauen ringsum! Zeigt ihn an!
Wir wollen ihn anzeigen.
Meine nächsten Bekannten
warten alle darauf, dass ich stürze:
Vielleicht lässt er sich betören,
dass wir ihn überwältigen und an ihm Rache nehmen können.
11Doch der Herr steht mir bei wie ein gewaltiger Held.
Darum straucheln meine Verfolger und können nicht überwältigen.
Sie werden schmählich zuschanden,
da sie nichts erreichen,
in ewiger, unvergesslicher Schmach.
12Aber der Herr der Heerscharen prüft den Gerechten,
er sieht Nieren und Herz.
Ich werde deine Vergeltung an ihnen sehen;
denn dir habe ich meinen Rechtsstreit anvertraut.
13Singt dem Herrn, rühmt den Herrn;
denn er rettet das Leben des Armen
aus der Hand der Übeltäter.

Zur 2. Lesung  Seit ihren Anfängen kennt die Menschheit Leiden und Tod. Der Mensch, anders als das Tier, weiß sich verantwortlich; er fühlt sich schuldig und ruft nach Erlösung. Christus hat einen neuen Anfang gesetzt, er ist der neue Mensch. Durch die „Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus“ ist die Sünde grundsätzlich überwunden, der Tod hat seinen Schrecken verloren.

Zweite Lesung  Röm 5, 12–15

Anders als mit der Übertretung verhält es sich mit der Gnade

Schwestern und Brüder!
12Durch einen einzigen Menschen kam die Sünde in die Welt
und durch die Sünde der Tod
und auf diese Weise gelangte der Tod zu allen Menschen,
weil alle sündigten.
13Sünde war nämlich schon vor dem Gesetz in der Welt,
aber Sünde wird nicht angerechnet, wo es kein Gesetz gibt;
14dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch über die,
welche nicht durch Übertreten eines Gebots gesündigt hatten
wie Adam, der ein Urbild des Kommenden ist.
15Doch anders als mit der Übertretung
verhält es sich mit der Gnade;
sind durch die Übertretung des einen
die vielen dem Tod anheimgefallen,
so ist erst recht die Gnade Gottes
und die Gabe,
die durch die Gnadentat des einen Menschen Jesus Christus
bewirkt worden ist,
den vielen reichlich zuteilgeworden.

Zum Evangelium  Was Gott im Alten Bund zu den Propheten gesagt hat, das sagt Jesus zu den Jüngern, die er als seine Boten aussendet: Fürchtet euch nicht! Weder um die Botschaft noch um sein eigenes Leben soll der Jünger Jesu sich Sorge machen. Die Botschaft wird gehört werden; Jesus steht zu denen, die sich zu ihm bekennen.

Evangelium Mt 10, 26–33

Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:
26Fürchtet euch nicht vor den Menschen!
Denn nichts ist verhüllt, was nicht enthüllt wird,
und nichts ist verborgen, was nicht bekannt wird.
27Was ich euch im Dunkeln sage,
davon redet im Licht,
und was man euch ins Ohr flüstert,
das verkündet auf den Dächern!
28Fürchtet euch nicht vor denen,
die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können,sondern fürchtet euch eher vor dem,
der Seele und Leib in der Hölle verderben kann!
29Verkauft man nicht zwei Spatzen für einen Pfennig?
Und doch fällt keiner von ihnen zur Erde
ohne den Willen eures Vaters.
30Bei euch aber sind sogar die Haare auf dem Kopf alle gezählt.
31Fürchtet euch also nicht!
Ihr seid mehr wert als viele Spatzen.
32Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt,
zu dem werde auch ich mich
vor meinem Vater im Himmel bekennen.
33Wer mich aber vor den Menschen verleugnet,
den werde auch ich vor meinem Vater im Himmel verleugnen.

Kommentare

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Shira 21.06.2026 07:29
Gebet

Heiliger Gott, gib, dass wir deinen Namen
allezeit fürchten und lieben.
Denn du entziehst keinem deine väterliche Hand,
der fest in deiner Liebe verwurzelt ist.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
 
Shira 21.06.2026 07:35
Heiliger des Tages

ALOYSIUS GONZAGA

Ordensmann
Namensdeutung: glorreicher Kampf (althochdt.)
Namenstage: Aloysius, Alois, Lois, Ludwig, Louis, Luis, Luigi, weibl.: Aloysia, Luise
Gedenktag: 21. Juni

Lebensdaten: geboren am 9. März 1568 auf Schloss Castiglione bei Mantua, gestorben am 21. Juni 1591 in Rom

Lebensgeschichte: Ludovico, kurz Luigi gerufen, war der älteste Sohn des Marchese Gonzaga. Mit acht Jahren wurde er als Page an den Hof der Medici in Florenz gegeben, wo zum ersten Mal die Nierenerkrankung auftrat, die ihm sein Leben lang zu schaffen machte. 1580 erhielt er vom heiligen Karl Borromäus, einem Verwandten, die erste heilige Kommunion, war tief beeindruckt von den Schilderungen der ersten Jesuitenmissionare in Indien, besuchte die Kapuziner und Barnabiten, die sich im väterlichen Herzogtum niedergelassen hatten, und achtete auf einen asketischen Lebensstil.

Von einem zweijährigen Aufenthalt am spanischen Hof kehrte Aloysius mit dem Entschluss zurück, Ordenspriester zu werden, und setzte diesen gegen seine Familie durch, die wenigstens auf einen Kardinalshut gehofft hatte. 1585 verzichtete er auf sein Erbrecht und trat das Noviziat bei den Jesuiten an. Wiederholte Male musste er das Noviziat unterbrechen, um herrschaftliche Auseinandersetzungen seiner Familie zu schlichten, auch machte ihm sein Nierenleiden mehr zu schaffen denn je, und er wurde ersucht, seine Askese etwas zu mildern und mehr Umgang mit seinen Mitnovizen zu pflegen. 1587 legte er seine Gelübde ab und nahm das Studium der Theologie auf.

Als 1591 die Pest in Rom ausbrach und die Jesuiten ein Hospital für die Kranken eröffneten, wurde Aloysius in einem Trakt für Nichtinfizierte eingesetzt. Er steckte sich trotzdem an der Pest an und hatte bereits die Letzte Ölung empfangen, als er wieder genas; allerdings war seine allgemeine Gesundheit nunmehr ruiniert. Seinem Seelenführer, dem heiligen Robert Bellarmin, sagte er seinen Tod am Oktavtag des Fronleichnamsfestes voraus. Er starb am bezeichneten Tag kurz vor Mitternacht, mit gerade erst 23 Jahren.

Verehrung: Aloysius’ Reliquien ruhen in einer Lapislazuli-Urne in der Lancelotti-Kapelle der Kirche Sant’Ignazio in Rom, seine Hauptreliquie liegt jedoch in der nach ihm benannten Basilika in Castiglione. 14 Jahre nach seinem Tod seliggesprochen, wurde er 1726 heiliggesprochen.



Francisco de Goya, San Luis Gonzaga, um 1798, Museo de Zaragoza

Patron: von Mantua, der Jugend, Studierenden, Helfer bei der Berufswahl, gegen Pest und Augenleiden, der Aidskranken
 
Shira 21.06.2026 07:43
Hl. ALOYSIUS GONZAGA

Sein Lebensmotto:

„Quid ad aeternum?“  (Latein für: Was nützt mir das für die Ewigkeit?)

Sein berühmtestes Zitat:

„Es ist besser, Gott zu dienen, als die ganze Welt zu beherrschen.“
 
Shira 21.06.2026 07:53
Habt einen gesegneten Tag im Herrn und lasst euch von seinem Frieden begleiten.



© Ronny Hartmann/picture alliance/dpa
 
 
Shira 21.06.2026 08:30
Betrachtung des heutigen Evangeliums

«Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten..»
P. Antoni POU OSB Monje de Montserrat (Montserrat, Barcelona, Spanien)

Heute erfahren wir im Evangelium: nachdem Jesus die Zwölf ausgewählt hat, schickt er sie fort zum Predigen. Vorher aber warnt er sie vor der Verfolgung, die sie erleiden könnten und erklärt ihnen, wie sie sich verhalten sollten: „Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht töten können, sondern fürchtet euch vor dem, der Seele und Leib ins Verderben der Hölle stürzen kann“ (Mt 10,28). Im Evangelium des heutigen Sonntags behandelt Christus demnach das Thema der Verfolgung und zwar in einem Stil, der an die letzte Seligpreisung der Bergpredigt erinnert (cfr Mt 5,11).

Die Rede Jesu ist paradox: einerseits sagt er zweimal: „fürchte dich nicht“ und verweist auf den Vater, der uns aus den Widerwärtigkeiten rettet; andererseits heißt es: falls wir ihm nachfolgen, so wird uns möglicherweise das gleiche Schicksal zuteil, das er selbst und die Propheten erleiden mussten. Wie sollte man das verstehen? Der Schutz Gottes besteht in seiner Fähigkeit, unsere Seele zu beleben und uns, auch inmitten der Prüfungen und Verfolgungen, glücklich zu machen. Er ist derjenige, der uns die Freude seines Reiches schenken kann: eine Freude, die in einem tieferen Leben gründet, eine Freude, die schon jetzt erfahrbar ist und auf das ewige Leben hinweist: „Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vater im Himmel bekennen“ (Mt 10,32).

Das Vertrauen, dass Gott in schwierigen Zeiten mit uns sein wird, gibt uns den Mut, die Worte Jesu im vollen Licht zu verkünden, und gibt uns die Energie, das Gute zu tun, damit wir durch unsere guten Werke dem himmlischen Vater Ehre erweisen. Der Heilige Anselm lehrt uns: „Tut alles für Gott und für das glückliche ewige Leben, das unser Heiland uns im Himmel bereitet hat“.
 
Shira 21.06.2026 08:30
Gedanken zum Evangelium des Tages

    „Er hat mir seinen Schutz zugesichert; ich stütze mich nicht auf meine Kraft. Sein Wort steht in meinen Händen geschrieben. Was sagt es mir? ‚Ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Welt‘ “ (Heiliger Johannes Chrysostomus)

    „Zur christlichen Mission gehört nicht die Lehre zur Ruhe! Schwierigkeiten und Bedrängnisse gehören zum Werk der Evangelisierung, und wir sind dazu berufen, sie als Prüfung für die Echtheit unseres Glaubens zu nehmen“ Franziskus)

    „Der Jünger Christi muss nicht nur den Glauben bewahren und aus ihm leben, sondern ihn bekennen, mutig bezeugen und weitergeben (…). Der Dienst und das Zeugnis für den Glauben sind heilsnotwendig (…)” (Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1816)
 
 
Engelslhaar 21.06.2026 09:20
 
hansfeuerstein 21.06.2026 12:11
Diese Bibelstelle zeigt deutlich, dass nur irdische der Leib sterblich ist.
 
hansfeuerstein 21.06.2026 15:26
Schaun wir mal, ob Klavierspielerin bald zurück ist, Zeit wird`s !
 
Shira 21.06.2026 18:43
Ja!
 
Shira 21.06.2026 19:57
Komplet (Nachtgebet)

V: O Gott, komm mir zu Hilfe.
R: Herr, eile mir zu helfen.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Halleluja.

An dieser Stelle wird eine Gewissenserforschung empfohlen.

Schuldbekenntnis:
Ich bekenne Gott, dem Allmächtigen, und allen Brüdern und Schwestern, dass ich Gutes unterlassen und Böses getan habe – ich habe gesündigt in Gedanken, Worten und Werken – durch meine Schuld, durch meine Schuld, durch meine große Schuld.
Darum bitte ich die selige Jungfrau Maria, alle Engel und Heiligen und euch, Brüder und Schwestern, für mich zu beten bei Gott, unserem Herrn.

Vergebungsbitte:
Der allmächtige Gott erbarme sich unser. Er lasse uns die Sünden nach und führe uns zum ewigen Leben. Amen.

Kurzlesung (Offb 22,4–5):
Sie werden sein Angesicht schauen und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben. Es wird keine Nacht mehr geben, und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht der Sonne. Denn der Herr, ihr Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen in alle Ewigkeit.

Nunc dimittis:
Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, *
wie du gesagt hast, in Frieden scheiden.

Denn meine Augen haben das Heil gesehen, *
das du vor allen Völkern bereitet hast,

ein Licht, das die Heiden erleuchtet, *
und Herrlichkeit für dein Volk Israel.

Ehre sei dem Vater und dem Sohn *
und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang so auch jetzt und alle Zeit *
und in Ewigkeit. Amen.

Oration:
Allmächtiger Gott, wir haben heute das Geheimnis der Auferstehung unseres Herrn gefeiert. Am Abend rufen wir zu dir: Bewahre uns in dieser Nacht vor allem Bösen. Lass uns in deinem Frieden ruhen und morgen den neuen Tag mit deinem Lob beginnen. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

Eine ruhige Nacht und ein gutes Ende gewähre uns der allmächtige Herr.
Amen.
 
 
pieter49 21.06.2026 20:37
um 19:58 Uhr, habe das ganze Stundengebet : Gebetet !

Möchte ich alle seriöse Gläubigen, herzlichst Empfehlen !!

Vielen Dank liebe Shira, für deine Mühe und Aufmerksamkeit !!

LG,
 
Shira 21.06.2026 20:41
Ja Pieter, das tut uns wirklich gut und ist sehr gewinnbringend. 😊
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