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Kalenderblatt 18.06 - Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfe

Kalenderblatt 18.06 - Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt, dann wird euch euer Vater eure Verfe
ZUR LESUNG  Auf vielfache Weise hat sich Gott in Israel offenbart; rettend und strafend hat er in die Geschichte eingegriffen, und jedem Zeitalter hat er „ehrwürdige Männer“ (Sir 44, 1) als Wegweiser gegeben. Von diesen Männern sprechen in feierlichem Stil die Kapitel 44–50 des Buches Jesus Sirach. Elija und Elischa gehören zu den volkstümlichsten Gestalten der Vergangenheit. Das Symbol Elijas ist das Feuer, jenes Element, vor dem kein anderes standhält. Gott selbst wird in der Schrift ein verzehrendes Feuer genannt (Dtn 4, 24; 9, 3). Das Feuer prüft und richtet, es vernichtet und vollendet. Am Sinai, am Gottesberg Horeb, hat aber auch Elija – wie einst Mose – erfahren, dass Feuer und Sturm nicht das ganze Wesen Gottes sind. Im stillen Windhauch, im kleinsten Zeichen der Liebe ist Gott mehr und mächtiger gegenwärtig als in Blitz und Donner. – Joh 5, 35; 1 Kön 17, 1; 19, 10.14; 18, 36–38; 2 Kön 1, 10.12; 1 Kön 17, 17–24; 21, 17–24; 2 Kön 1, 15–16; 2, 1–11; Mt 17, 9–13; Mal 3, 24; Lk 1, 17.

ERSTE LESUNG  Sir 48, 1–14 (1–15)

Elija wurde vom Wirbelsturm verhüllt und Elischa wurde mit seinem Geist erfüllt

In jenen Tagen
1 stand Elíja auf, ein Prophet wie Feuer,
sein Wort brannte wie eine Fackel.
2Er ließ über sie eine Hungersnot hereinbrechen
und verringerte sie mit seinem Eifer;
3durch das Wort des Herrn verschloss er den Himmel,
ebenso ließ er dreimal Feuer herabfallen.
4Wie wurdest du verherrlicht, Elíja, durch deine Wunder!
Wer wird sich gleich dir rühmen können?
5Der einen Verstorbenen auferweckt hat vom Tod
und aus dem Hades durch ein Wort des Höchsten;
6der Könige in die Vernichtung geführt hat
und Berühmte weg von ihrem Lager;
7der am Sínai eine Zurechtweisung hört
und am Horeb Urteile der Vergeltung;
8der Könige salbt zur Vergeltung
und ihm nachfolgende Propheten;
9der mit einem Wirbelsturm aus Feuer hinweggenommen wurde
in einem Wagen mit feurigen Pferden;
10der aufgeschrieben ist
für Zurechtweisungen für künftige Zeiten,
um den Zorn vor dem Ausbruch zu besänftigen,
um das Herz des Vaters dem Sohn zuzuwenden
und um die Stämme Jakobs aufzurichten.
11Selig, die dich gesehen haben
und die in Liebe entschlafen sind;
denn auch wir werden gewiss leben.
12Elíja – er wurde vom Wirbelsturm verhüllt
und Elíscha wurde mit seinem Geist erfüllt;
zu seiner Zeit
wurde er von keinem Herrscher ins Wanken gebracht
und niemand hatte Macht über ihn.
13Kein Wort ging über seine Kraft
und noch im Tod hat sein Leib prophezeit.
14In seinem Leben hat er Wunder getan
und im Tod waren seine Werke erstaunlich.

ZUM EVANGELIUM  Das Vaterunser ist uns an zwei Stellen des Neuen Testaments überliefert: Mt 6, 9–13 und Lk 11, 2–5. Die kürzere Form (Lukas) ist vermutlich die ursprünglichere. Alle Bestandteile dieses Gebets lassen sich von der alttestamentlichen und jüdischen Gebetsüberlieferung herleiten, und doch hat Jesus daraus etwas völlig Neues und Einmaliges gemacht. Der Inhalt des Vaterunsers und die Anordnung der Bitten zeigen uns nicht nur die Art und Ordnung, wie wir beten sollen; sie sagen uns auch alles über Gott und die Welt, und sie ordnen unser eigenes Leben in der Welt und vor Gott. Die drei ersten Bitten (dein Name, dein Reich, dein Wille) zielen auf das Offenbarwerden der Macht und Herrlichkeit Gottes (Offb 11, 17). Auch die zwei folgenden Bitten (Brot und Vergebung) richten sich auf die Zukunft. Das tägliche Brot ist das Brot, das uns mit Leib und Seele den morgigen Tag erreichen lässt, den Tag des Gerichts und der endgültigen Rettung. Und schließlich die nüchterne, demütige Bitte um Bewahrung vor dem Bösen, vor dem wir nicht endgültig sicher sind, solange diese Zeit dauert. Das Vaterunser ist also das Gebet des Menschen, der nur eine Sorge hat: seinen Weg bis ans Ziel zu gehen, an dem Gott ihn erwartet. – Mt 14, 36; Röm 8, 15; Gal 4, 6; Jak 1, 13; Jes 63, 15–16; Jer 31, 20; Ez 36, 23; Mal 1, 6; Joh 17, 6.26; Mt 26, 39–42; Joh 6, 32–35; Mt 18, 21–35; Joh 17, 11.15.

Evangelium  Mt 6, 7–15

So sollt ihr beten

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
7Wenn ihr betet,
sollt ihr nicht plappern wie die Heiden,
die meinen,
sie werden nur erhört, wenn sie viele Worte machen.
8Macht es nicht wie sie;
denn euer Vater weiß, was ihr braucht,
noch ehe ihr ihn bittet.
9So sollt ihr beten:
Unser Vater im Himmel,
geheiligt werde dein Name,
10dein Reich komme,
dein Wille geschehe
wie im Himmel, so auf der Erde.
11Gib uns heute das Brot, das wir brauchen!
12Und erlass uns unsere Schulden,
wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben!
13Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern rette uns vor dem Bösen!
14Denn wenn ihr den Menschen ihre Verfehlungen vergebt,
dann wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben.
15Wenn ihr aber den Menschen nicht vergebt,
dann wird euch euer Vater
eure Verfehlungen auch nicht vergeben.

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Shira 18.06.2026 08:46
Heiliger des Tages

Hl. Gregor von Barbarigo, Bischof von Bergamo und Padua, Kardinal

Gregor Barbarigo erfährt früh Leid, als er mit nur zwei Jahren seine Mutter durch die Pest verliert. Sein Vater, ein Senator der Republik Venedig – wo der zukünftige Heilige 1625 geboren wurde – schickt ihn 1643 zusammen mit dem venezianischen Botschafter Alvise Contarini nach Münster in Deutschland, wo der Westfälische Friede vorbereitet wird, der den blutigen Dreißigjährigen Krieg beenden soll. Dort kommt es zu einer entscheidenden Begegnung für Gregors Leben: Er trifft Kardinal Fabio Chigi, den späteren Papst Alexander VII.

Nach seinem Studium in Padua wird Gregor mit 30 Jahren Priester. Alexander VII. ruft ihn nach Rom und betraut ihn beim Ausbruch der Pest mit der Koordination der Krankenhilfe, die Gregor Barbarigo mit großer Liebe und Hingabe durchführt.

Bischof und Hirte wie Karl Borromäus
Das Vertrauen Alexanders VII. zeigt sich erneut, als er Gregor 1657 die Leitung der Diözese Bergamo überträgt. Jahre später, 1664, wird ihm die Diözese Padua anvertraut. In beiden Fällen folgt er dem Vorbild des heiligen Karl Borromäus: Er verkauft sein gesamtes Vermögen, um es den Armen zu geben, besucht unermüdlich die Pfarreien seiner Diözese, kümmert sich um die Sterbenden, fördert die katholische Presse und wohnt in den Häusern der Armen. Tagsüber unterrichtet er Kinder im Katechismus, nachts betet er. Besonders am Herzen liegt ihm die Ausbildung von Priestern, wofür er sich intensiv im Priesterseminar von Padua engagiert, das bald als eines der besten Europas gilt.

In Rom: Einsatz für die Ostkirchen
Ein weiterer Höhepunkt im Wirken des heiligen Gregor Barbarigo ist sein Einsatz für die Wiedervereinigung mit den Ostkirchen. Nach seiner Zeit als Bischof von Bergamo und vor seinem Dienst in Padua verbringt er eine weitere Periode in Rom. 1658 wird er von Alexander VII. zum Kardinal erhoben. Er nimmt an mehreren Konklaven teil, und Papst Innozenz XI. macht ihn zu seinem Berater. Gregor setzt sich unermüdlich für die Wiedervereinigung der Ostkirchen ein.

Von den Päpsten geschätzt und vom Volk geliebt, stirbt Barbarigo 1697 in Padua. 1761 wird er seliggesprochen, und 1960 erklärt ihn Papst Johannes XXIII. – selbst aus der Gegend von Bergamo stammend und Jahre zuvor einer der Unterstützer seiner Heiligsprechung – offiziell zum Heiligen.


Hl. Gregor von Barbarigo, Rina Maluta
 
Shira 18.06.2026 08:48
Gebet

Allmächtiger, ewiger Gott,wir dürfen dich Vater nennen,
denn du hast uns an Kindes statt angenommen.
Gib, dass wir mehr und mehr
aus dem Geist der Kindschaft leben,
damit wir die wahre Freiheit finden
und das unvergängliche Erbe erlangen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.
 
 
Engelslhaar 18.06.2026 08:58
 
antonius34 18.06.2026 09:00
Zum Herzen Jesu
Nimm deine Zuflucht
Und schöpfe Trost und suche 
Hilfe.

Johannes Justus  von Landsberg
 
antonius34 18.06.2026 11:42
 
hansfeuerstein 18.06.2026 21:39
Tja eine herausforderne Bibelstelle, an der wohl in Realität und Praxis viele schon grundlegend scheitern.
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