weiße TaubeChrist sucht Christ Logo ohne Taube

Kalenderblatt 17.06 - Dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten

Kalenderblatt 17.06 - Dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten
ZUR LESUNG  Elija wünscht, allein zu sterben, aber es gelingt ihm nicht, Elischa abzuschütteln. Wie durch eine innere Mitteilung weiß Elischa, dass die letzte Stunde seines Meisters gekommen ist. Aber das ist kein gewöhnliches Sterben; es ist ein Entrücktwerden, ein Hinweggenommenwerden (V. 3.5.9), wie es ähnlich in Gen 5 von Henoch, dem Freund Gottes, berichtet wird. Nur scheinbar wissen wir über den Tod des Elija mehr als über den des Henoch; was wir über Elija lesen, ist nicht ein Bericht über seine „Himmelfahrt“, sondern die Darstellung einer ekstatischen Vision des Prophetenschülers Elischa, die sich in den Vorstellungen der damaligen Zeit bewegt: Jahwe, der Gott der himmlischen Heere (Jahwe Zebaot), schickt einen seiner Wagen, um Elija an den himmlischen Hof zu holen. Auf diese Weise begreift Elischa die Größe und Gottesnähe seines Meisters. Er erbt von ihm den Mantel und „zwei Anteile“ (zwei Drittel) seines Geistes. „Geist“ ist die Gotteskraft, die den Propheten zu ungewöhnlichen Taten befähigt. Elischa wird, freilich in anderem Stil, die Mission Elijas weiterführen. Als „Israels Wagen und sein Lenker“ wird Elija abschließend gekennzeichnet: Was in der damaligen Kriegführung Kampfwagen und Wagenkämpfer waren, das war Elija für Israels Kampf um den Fortbestand des reinen Jahweglaubens. – Ex 14, 16.22; Num 11, 17.25; 1 Kön 22, 19; 2 Kön 6, 16–17; Gen 5, 24; Apg 1, 9–10; Sir 48, 9.12; 2 Kön 13, 14; 22; 11; 1 Kön 19, 19.

ERSTE LESUNG  2 Kön 2, 1.4b.6–14

Es erschien ein feuriger Wagen und Elija fuhr im Wirbelsturm zum Himmel empor

1An dem Tag,
da der Herr
Elíja im Wirbelsturm in den Himmel aufnehmen wollte,
ging Elíja mit Elíscha von Gilgal weg.
4bSo kamen sie nach Jéricho.
6Elíja aber bat Elíscha:
Bleib hier;
denn der Herr hat mich an den Jordan gesandt.
Elíscha erwiderte:
So wahr der Herr lebt und so wahr du lebst:
Ich verlasse dich nicht.
So gingen beide miteinander.
7Fünfzig Prophetenjünger folgten ihnen
und blieben dann seitwärts in einiger Entfernung stehen.
Die beiden traten an den Jordan.
8Hier nahm Elíja seinen Mantel,
rollte ihn zusammen
und schlug mit ihm auf das Wasser.
Dieses teilte sich nach beiden Seiten
und sie schritten trockenen Fußes hindurch.
9Als sie drüben angekommen waren, sagte Elíja zu Elíscha:
Sprich eine Bitte aus,
die ich dir erfüllen soll, bevor ich von dir weggenommen werde!
Elíscha antwortete:
Möchten mir doch zwei Anteile deines Geistes zufallen.
10Elíja entgegnete:
Du hast etwas Schweres erbeten.
Wenn du siehst, wie ich von dir weggenommen werde,
wird es dir zuteilwerden.
Sonst aber wird es nicht geschehen.
11Während sie miteinander gingen und redeten,
erschien ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden
und trennte beide voneinander.
Elíja fuhr im Wirbelsturm zum Himmel empor.
12Elíscha sah es
und rief laut:
Mein Vater, mein Vater!
Wagen Israels und seine Reiter!
Als er ihn nicht mehr sah,
fasste er sein Gewand und riss es mitten entzwei.
13Dann hob er den Mantel auf, der Elíja entfallen war,
kehrte um
und trat an das Ufer des Jordan.
14Er nahm den Mantel, der Elíja entfallen war,
schlug mit ihm auf das Wasser
und rief: Wo ist der Herr, der Gott des Elíja?
Als er auf das Wasser schlug,
teilte es sich nach beiden Seiten
und Elíscha ging hinüber.

ZUM EVANGELIUM  Der alten Gerechtigkeit, dem, was „zu den Alten gesagt worden ist“, hat Jesus in Mt 5 die neue Gerechtigkeit gegenübergestellt: das, was Gott eigentlich meint und will. Nun ist aber die „alte Gerechtigkeit“ keineswegs eine nur alttestamentlich-jüdische Angelegenheit; sie steckt uns allen bis heute in den Knochen: Wir möchten unsere Rechte und Pflichten genau abgesteckt haben, Gott und den Menschen gegenüber. Niemand soll uns etwas vorwerfen können, weder Gott noch die Menschen. Man soll uns anerkennen, man soll uns ehren, man soll uns loben. „Man“, das sind zunächst die Menschen. Vor ihnen spielen wir unsere Rolle wie der Schauspieler auf der Bühne. Die Versuchung ist groß, das Gute, das wir tun, „vor den Menschen“ zu tun, oder wenigstens den Anschein zu erwecken, als ob wir es täten. Jesus nennt das Heuchelei. Fasten, Beten, Almosengeben, darin soll sich unsere Grundhaltung vor Gott bewähren: die Demut, das Vertrauen, die Liebe. Aber alles ist verdorben, von innen her zersetzt, wenn wir nicht in reiner Absicht Gott selbst meinen und suchen. – Mt 23, 5; Lk 16, 14–15; Joh 5, 44; 12, 43; Am 4, 4–5; Ps 139, 1–3; 2 Kön 4, 33; Tob 3, 10–11; Jes 26, 20; Dan 6, 11; Jes 58, 1–8.

Evangelium  Mt 6, 1–6.16–18

Dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
1Hütet euch,
eure Gerechtigkeit vor den Menschen zu tun,
um von ihnen gesehen zu werden;
sonst habt ihr keinen Lohn
von eurem Vater im Himmel zu erwarten.
2Wenn du Almosen gibst,
posaune es nicht vor dir her,
wie es die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun,
um von den Leuten gelobt zu werden!
Amen, ich sage euch:
Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
3Wenn du Almosen gibst,
soll deine linke Hand nicht wissen, was deine rechte tut,
4damit dein Almosen im Verborgenen bleibt;
und dein Vater, der auch das Verborgene sieht,
wird es dir vergelten.
5Wenn ihr betet,
macht es nicht wie die Heuchler!
Sie stellen sich beim Gebet
gern in die Synagogen und an die Straßenecken,
damit sie von den Leuten gesehen werden.
Amen, ich sage euch:
Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
6Du aber, wenn du betest, geh in deine Kammer,
schließ die Tür zu;
dann bete zu deinem Vater, der im Verborgenen ist!
Dein Vater, der auch das Verborgene sieht,
wird es dir vergelten.
16Wenn ihr fastet,
macht kein finsteres Gesicht wie die Heuchler!
Sie geben sich ein trübseliges Aussehen,
damit die Leute merken, dass sie fasten.
Amen, ich sage euch:
Sie haben ihren Lohn bereits erhalten.
17Du aber, wenn du fastest, salbe dein Haupt
und wasche dein Gesicht,
18damit die Leute nicht merken, dass du fastest,
sondern nur dein Vater, der im Verborgenen ist;
und dein Vater, der das Verborgene sieht,
wird es dir vergelten.

Kommentare

Schreib auch du einen Kommentar
 
Shira 17.06.2026 08:03
Gebet

Ewiger Vater,wende unsere Herzen zu dir hin,
damit wir das eine Notwendige suchen
und dich in Werken der Liebe verherrlichen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus
 
Shira 17.06.2026 08:13
Heiligen des Tages

Hl. Blastus und Diogenes, Märtyrer

Es handelt sich um Märtyrerheilige des 3. Jahrhunderts, die in Rom verehrt wurden. Von einem Blasto und von einem Tribun von Claudius dem Goten sprechen die „Akten des Märtyrers Sankt Valentin“: Der Tribun ließ ihn 269 zum Tode verurteilen, weil er Christ war. Von Diogenes hingegen ist der Text der Grabinschrift erhalten, der eine Schändung des Grabes im Jahr 536 während der Belagerung von Vitiges erwähnt.

Er wurde in der Kirche San Giovanni auf der Salaria begraben, die in den mittelalterlichen Reiserouten als Station erwähnt wird. Später ließ Papst Paschalis I. ihre Leichname in die Kirche Santa Prassede überführen, wie auch aus dem Marmorkatalog im Inneren hervorgeht.
 
antonius34 17.06.2026 08:18
Ein Mensch ist so viel  Mensch,
Als er Herz einzusetzen hat und einsetzt,
Das heisst  ,als er liebt.
 
antonius34 17.06.2026 08:18
Alfred Delp
 
Engelslhaar 17.06.2026 08:32
 
paloma 17.06.2026 08:46
Alles was wir haben u geben kommt von Gott.In dieser Haltung kann man recht geben, meine ich. 🙏🏻
 
antonius34 17.06.2026 17:26
weiße TaubeJetzt kostenlos registrieren