weiße TaubeChrist sucht Christ Logo ohne Taube

Früher war alles besser...

Früher war alles besser...
Früher war alles besser. Aber hey,
zumindest haben wir jetzt das Internet
und können uns über alle diese Dinge beschweren, die früher besser waren.

Früher...

Es fällt mir auf, dass alles weiter entfernt ist als vor einigen Jahren

Es ist sogar doppelt so weit bis zur nächsten Straßenecke

und ein Hügel war früher auch nicht da.

Das Rennen zum Bus habe ich ganz aufgegeben, er fährt jetzt immer zu früh ab.

Die Treppen sind auch höher als in den goldenen Jahren.

Und Bücher und Zeitschriften werden jetzt mit kleineren Buchstaben gedruckt.

Aber es hat auch keinen Sinn, jemanden ums Vorlesen zu bitten; die Leute sprechen inzwischen so leise, dass man sie kaum hören kann.

Für die Kleider (Hosen) wird zu wenig Stoff verwendet, besonders um die Hüften.

Auch die Kleidergrößen fallen kleiner aus als früher!

Sogar die Menschen verändern sich: Sie sind viel jünger, als wir in ihrem Alter waren!

Andererseits sind die Leute unseres Alters so viel älter als wir!

Ich traf neulich eine Klassenkameradin, die war so alt, dass sie mich nicht erkannte! Ich dachte an dieses arme Wesen, als ich meine Haare kämmte. Und als ich in den Spiegel sah - wirklich: Auch die Spiegel sind nicht mehr das, was sie einmal waren!

(leider weiß ich nicht mehr, von wem diese treffenden Erkenntnisse sind)


BMX 1

🤔
 

Kommentare

 
BMX1 06.06.2026 13:04
 
BMX1 06.06.2026 13:05
Es gibt in Deutschland 13.200 km Autobahnen. Bei einer Bevölkerung von 82,8 Mio. Einwohner entfallen daher 16 cm Autobahn auf jeden Einwohner. Ich sollte auf meine Maut erheben.

😎
 
BMX1 06.06.2026 13:07
 
BMX1 06.06.2026 13:09
Sag nicht..:" Wie kommt es nur, dass früher alles besser war als jetzt?",
den nur ein Weiser fragt nicht so.

Prediger 7: 10
 
BMX1 06.06.2026 13:11
 
BMX1 06.06.2026 13:12
Früher war sogar die Zukunft besser!"

Karl Valentin
 
BMX1 06.06.2026 13:16
Ebenso ihr Jüngeren, ordnet euch den Ältesten unter! Alle aber umkleidet euch mit Demut im Umgang miteinander! Denn "Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade".

Prediger 1,9
 
BMX1 06.06.2026 13:16
 
BMX1 06.06.2026 13:17
Wie leicht ist man geneigt, diese Auffassung zu haben, wenn man älter wird. Man hat sich an so manches gewöhnt und dann wird auf einmal alles über den Haufen geworfen. Ständig gibt es neue Dinge, und immer schneller ändern sie sich. Einem wird ganz schwindlig, und da zieht man sich dann leicht auf Vergangenes und Vertrautes zurück.

Damit nimmt man aber in Kauf, dass die Kommunikation mit den nächsten Generationen nicht mehr stattfindet. Die junge Generation versteht die ältere nicht mehr und umgekehrt. Schliesslich lässt man den anderen "links liegen". Dabei büssen aber beide etwas ein. Die Jungen versäumen die Erfahrung und den guten Rat der Älteren, und die Älteren bekommen immer weniger mit.
 
BMX1 06.06.2026 13:18
 
BMX1 06.06.2026 13:20
Wie hat sich Gott das Miteinander der Generationen gedacht? Die Bibel zeigt uns das Prinzip der Unterordnung, das aber leider oft einseitig verstanden wird, so als müssten die Jüngeren den Älteren immer gehorchen und sich ihnen anpassen, egal wie sehr sie selbst dann eingeschränkt sind. Unterordnung fällt dann leicht, wenn man erlebt, dass der, dem man sich unterordnen soll, ausgewogen ist und auch Freiräume lässt, um als Heranwachsender Verantwortung zu lernen. Auch der Ältere soll Demut zeigen. Er tut das, indem er anerkennt, dass die jüngere Generation Wertvolles schaffen und gestalten kann, auch wenn es ausserhalb seines eigenen Erfahrungshorizontes liegt. Die Jüngeren können Demut zeigen, indem sie nicht auf Überlegenheit pochen, sondern Bereitschaft zeigen, den Älteren zu dienen und sie zu achten. Dann brauchen sich diese nicht auf eine Insel vergangener Seligkeit zurückziehen, sondern können Freude haben an denen, die nach ihnen kommen. 

"Vor allen Dingen aber habt untereinander eine anhaltende Liebe! Denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden" .

(1. Petrus 4,8)

Quelle..: jesus.ch....Bibel
 
BMX1 06.06.2026 13:21
 
vertrauen2015 06.06.2026 13:26
Früher alles Besser ?

Nein war es nicht. 

Aber die Menschen sind heute nicht mehr normal. Das ist offensichtlich der Fall, dass der (Zeit) geist ein anderer ist.
Ich glaube auch, dass GOTT den Weizen von der Spreu trennt.
 
BMX1 06.06.2026 13:26
Julia...willkommen...das ist sehr interessant...🙂
 
BMX1 06.06.2026 13:26
vertrauen...willkommen...🙂
 
BMX1 06.06.2026 13:29
Früher war alles besser - kennen Sie diesen Satz? Wenn wir jung sind, hören wir ihn oft von Älteren und staunen über ihre Fähigkeit, die Zukunft auszublenden und die Vergangenheit zu verklären. Wenn wir älter werden, tragen wir dieses Grundgefühl selber in uns, immer kurz vor der Grenze zur Resignation.

Wie sehe ich mein Leben, wenn sich meine Träume nur noch mit dem beschäftigen, was war und nicht länger mit dem, was einmal sein könnte? Kann man aus der Vergangenheit Hoffnung auf die Zukunft beziehen?

Ja - sagt David in Psalm 143:

„Mein Geist ist in Ängsten, mein Herz ist erstarrt in meinem Leibe. Ich denke an die früheren Zeiten; ich sinne nach über all deine Taten und spreche von den Werken deiner Hände. Ich breite meine Hände aus zu dir, meine Seele dürstet nach dir wie ein dürres Land.“

Psalm 143,4-6
 
BMX1 06.06.2026 13:30
 
BMX1 06.06.2026 13:32
David kennt die Situation zur Genüge - und entsprechend viele Psalmen sind mit seiner Klage gefüllt, angetrieben von dieser Sehnsucht, dass es wieder so wird wie früher. David ist äußerlich umzingelt, innerlich am Ende, körperlich wie seelisch, sein Herz ist in Angst. Der Mann, der oft als „Mann nach dem Herzen Gottes“ bezeichnet wurde - hätte er nicht allen Grund, in der Vergangenheit zu leben?

David erinnert sich bewusst an vergangene Zeiten, aber er entflieht damit nicht der Gegenwart. Er erinnert sich an die „Taten Gottes“ und sinnt den „Werken seiner Hände“ nach. Davids Gedanken kreisen nicht um das, was war, aber nicht mehr ist - sondern um den „Ich bin, der ich bin“. Mit diesem Namen (hebräisch Jahwe) hat Gott sich selber immer wieder seinen Menschen vorgestellt.

Gott ist treu, sein Charakter ist unwandelbar. Deshalb kann David aus der Vergangenheit mit Gott Hoffnung für eine Zukunft mit Gott ziehen. Und die Gegenwart mit ausgebreiteten Händen aus der Hand dieses Gottes nehmen - egal wie schwierig sie ist.
 
BMX1 06.06.2026 13:33
 
BMX1 06.06.2026 13:35
Das passiert nicht automatisch, es ist ein Willensakt. Für David nicht weniger als für uns heute. Ob wir jeden Abend Tagesrückblick halten oder an Silvester das zurückliegende Jahr betrachten - wir brauchen es, das Erinnern an Gottes Güte in unser Leben einzubauen. Nicht weil „früher alles besser“ war, sondern weil früher derselbe Gott an unserer Seite war, der es heute auch noch ist und morgen sein wird.

Gott ist treu, denn sein Name ist „Ich bin, der ich bin“. Das ist der Grund, warum mein Herz nicht in Angst bleiben muss, und die Dürre nicht das letzte Wort in meinem Leben haben wird.

Quelle..: ERF..Jörg Dechert..Bibel
 
BMX1 06.06.2026 13:36
 
BMX1 06.06.2026 13:40
„Früher war alles besser!“

Früher redeten nur die Ewig-Gestrigen so. Jetzt aber orientieren sich immer mehr junge Menschen an den Zeiten ihrer Großväter und Urgroßväter. War also früher doch alles besser? Früher, als ich jung war und wir nicht im Traum daran dachten, dass früher alles besser gewesen wäre. Wie in einer Wüstenzeit fühlen sich heute viele Jugendliche und junge Erwachsene. Konfrontiert mit unlösbar erscheinenden Problemen. Ohne sichere Perspektiven für die Zukunft. Voller Misstrauen gegen die ‚politischen Eliten‘, wie einige unsere Abgeordneten und Regieren­den verächtlich nennen.
 
WundervollesLeben 06.06.2026 13:42
.
.
.
.
.
.

Früher gab es noch ei Eis im 
Hörnchen für 10  Pfennig.            🍦



.
.
.
 
BMX1 06.06.2026 13:42
 
BMX1 06.06.2026 13:42
WundervollesLeben...willkommen....🙂
 
BMX1 06.06.2026 13:48
»Du sollst … Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken.« 
(5. Mose,6)  

Und: »Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst.« 
(3. Mose 19,18)

Auszüge von Gudrun Kuhn

Quelle..: reformiert-info.de
 
BMX1 06.06.2026 13:49
 
BMX1 06.06.2026 13:50
„Früher war alles besser“, oder? ODER?!?

Schon im alten Ägypten wussten die Menschen: Die Jugend ist verdorben. Sie tanzt zu lauter Musik, widerspricht den Älteren und hat keine Ahnung von harter Arbeit. Also alles wie immer. Und das seit Tausenden von Jahren.

„Die Jugend ist ungepflegt, zeigt keine Lernbereitschaft und hat keine Werte mehr!“. „Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe!“. Klingt, als ob Onkel Dieter oder Tante Mechthild nach dem dritten Glühwein die Weihnachtsfeier crashen? Tja, beide Zitate sind über 4 000 Jahre alt und wurden auf Tontafeln gefunden. Anscheinend ist selbst das Amen in der Kirche nicht so sicher wie das Gejammer über die Jugend, mit Sicherheit jedenfalls nicht so alt.
 
BMX1 06.06.2026 13:51
Zwischen TikTok und Tontafel

Heute sind es Smartphones, damals waren es vermutlich zu laute Leiern oder Flöten. Wer jung ist, bringt Neues und verunsichert die Alten, ein vorprogrammierter Kulturschock. Dabei geht es nicht nur um Mode, Musik oder Technik, auch Werte und alte Gewissheiten werden mit jeder Generation neu infrage gestellt. Und so wird das Jammern und Schimpfen zum Ritual. Dabei zeigt die Forschung: Jugendkritik ist weniger ein objektives Urteil als ein Spiegel gesellschaftlicher Unsicherheit. Wer sich über die Jugend empört, beklagt oft den Wandel an sich. Der Glaubenssatz „Früher war alles besser“ ist eine charmante Selbsttäuschung und wirkt wie ein Anker in sich wandelnden Zeiten.
 
BMX1 06.06.2026 13:52
 
BMX1 06.06.2026 13:53
Zwischen Weisheit und Vergessen

Der Wandel der Welt ist eine Gewissheit, wie das Meckern über die Jugend. Was bei alldem aber nicht vergessen werden darf: oft lohnt es sich, miteinander zu sprechen, zuzuhören und von Erfahrungen zu lernen. Denn die Alten vergessen gerne, dass sie mal jung waren, und die Jugend vergisst, dass sie mal alt wird.
 
BMX1 06.06.2026 13:55
Quelle..:clicKIT...Onlinemagazin für Studierende
 
BMX1 06.06.2026 13:56
 
BMX1 06.06.2026 13:58
🙂
 
BMX1 06.06.2026 14:01
 
BMX1 06.06.2026 14:01
Früher war sogar die Musik besser.

😎
 
BMX1 06.06.2026 14:07
Zuweilen hört man ältere Leute sagen, die Zeit, da sie jung waren, sei besser gewesen als die gegenwärtige. Ist das wahr? Der weise Prediger lehrt uns, mit solchen Aussagen vorsichtig zu sein, wenn er sagt: „Sprich nicht: Wie ist es, dass die früheren Tage besser waren als diese? Denn nicht aus Weisheit fragst du danach“ (Prediger 7,10).

Früher

Eines ist klar: Das menschliche Herz hat sich nicht geändert. Wohl wird das Böse, das früher im Verborgenen verübt wurde, heute nicht mehr verheimlicht, sondern in aller Öffentlichkeit praktiziert, geduldet und oft sogar gutgeheissen. Aber wie leicht ist das Böse früherer Zeiten in unserer Erinnerung verwischt, während die glücklichen Augenblicke tief in unser Gedächtnis geprägt bleiben.
Leid verdrängt und verklärt man leicht

Es kann auch vorkommen, dass ein Gläubiger durch eine schmerzliche Prüfungszeit zu gehen hat und deshalb versucht ist, die früheren „schönen“ Tage mit den gegenwärtigen unangenehmen zu vergleichen. Solche Vergleiche bringen nichts Gutes. In den bösen Tagen ist man leicht mit sich selbst beschäftigt und verliert dabei den Blick auf die Hilfsquellen des Herrn. Das entmutigt und macht unglücklich. Und wie steht es in den guten Tagen? Fehlt es da nicht oft an der Dankbarkeit gegenüber dem Herrn?

Der Prediger fügt seiner kritischen Frage die Bemerkung hinzu, dass ein solches Fragen nicht der Weisheit entspringt. Anstatt sich mit dem Herrn und seiner Gnade zu beschäftigen - die heute wie damals in wunderbarem Mass vorhanden ist -, bleibt man bei der Bosheit des Menschen stehen.

Wollen wir das wirklich? Nein!

Quelle..:  bibelpraxis.de...Jacob Graf...Bibel
 
BMX1 06.06.2026 14:08
 
BMX1 06.06.2026 14:21
 
BMX1 06.06.2026 14:26
Denn aus allem, was früher aufgeschrieben wurde, sollen wir lernen. Die ‹heiligen› Schriften ermutigen uns ja zum Durchhalten und Hoffen.
Römer 15:4


Wenn also jemand mit Christus verbunden ist, ist er eine neue Schöpfung: Was er früher war, ist vergangen: Seht doch, etwas Neues ist entstanden!
2 Korinther 5:17


Der Geist, den ihr empfangen habt, macht euch ja nicht wieder zu Sklaven, sodass ihr wie früher in Furcht leben müsstet. Nein, ihr habt den Geist empfangen, der euch zu Kindern Gottes macht, den Geist, in dem wir „Abba! Vater!“ zu Gott sagen.
Römer 8:15


Und vom Thron her hörte ich eine laute Stimme rufen: „Jetzt ist Gottes Wohnung bei den Menschen. Unter ihnen wird er wohnen und sie alle werden seine Völker sein. Gott selbst wird als ihr Gott bei ihnen sein. Jede Träne wird er von ihren Augen wischen. Es wird keinen Tod mehr geben und auch keine Traurigkeit, keine Klage, keinen Schmerz. Was früher war, ist für immer vorbei.“
Offenbarung 21:3-4


Was die menschliche Natur erzeugt, ist offensichtlich: sexuelle Unmoral, Unsittlichkeit und Ausschweifung, Götzendienst und Zauberei, Feindseligkeit, Streit und Eifersucht, Zornausbrüche, Intrigen, Zwistigkeiten und Spaltungen, Neidereien, Sauforgien, Fressgelage und ähnliche Dinge. Ich warne euch, wie ich das schon früher getan habe: Wer darin lebt, wird keinen Anteil am Reich Gottes erhalten.
Galater 5:19-21


Wir wollen deshalb alles daransetzen, zu dieser Ruhe zu gelangen, um nicht wie jene frühere Generation durch den gleichen Ungehorsam zu Fall zu kommen.
Hebräer 4:11


Folgt nicht dem Beispiel eurer Väter! Die Propheten damals hatten sie immer wieder in meinem Namen aufgefordert, ihr verkehrtes Leben zu ändern und mit ihrem bösen Tun Schluss zu machen. Aber eure Vorfahren gehorchten überhaupt nicht, sie achteten nicht einmal auf mich, spricht Jahwe.
Sacharja 1:4
 
BMX1 06.06.2026 14:28
Klavierspielerin...moin...🙂
 
BMX1 06.06.2026 14:29
 
BMX1 06.06.2026 14:32
 
BMX1 06.06.2026 14:33
Wir unternehmen eine Reise ins Jahr 1800, als eine siebenköpfige Familie noch keinen Strom verbrauchte und so biologisch lebte, dass es tödlich sein konnte.
Ja, früher war alles einfacher, ruhiger,
zwischenmenschlicher, aber auch spiritueller und
idealistischer als heute. Keine Hektik, wenig
Stress und viel Zeit für Kontemplation. So
argumentieren heute vor allem Reiche, die für
die 2000-Watt-Gesellschaft einstehen und
generell den Verzicht predigen, obwohl sie
selber wohl das Zehnfache an Watt verwohnen,
verfliegen und verleben.
Aber stellen wir uns kurz das Leben in
Europa so um 1800 vor. Eine siebenköpfige
Familie ist an einem Wintertag um den Tisch in
einem einfachen, ungeheizten Holzhaus
versammelt. Der Vater liest ehrfürchtig aus der
Bibel, während die Mutter am offenen Feuer eine
Mahlzeit aus Rind, Kohl und Zwiebeln dämpft.
Der kleinste Junge spielt mit den beiden
größeren Schwestern, die ihn trösten, wenn er
weint. Der älteste Bub schenkt Wasser aus einer
Karaffe in die tonerdigen Kacheln auf dem
Tisch. Die älteste Schwester füttert draußen im
Stall das Pferd. Dieses Idyll wird nicht gestört –
weder durch Fluglärm noch Straßengeräusche.
Draußen lungern weder Drogendealer herum,
noch paradieren johlende Fußball-Hooligans
vorbei. Keine laute Musik stört den Frieden. Nur
ein kleiner Vogel singt auf dem Fensterbrett. Die
Milch ist nicht dioxinverseucht, und der Kohl
enthält nicht die geringsten radioaktiven Spuren.
Überhaupt ist die ganze Nahrung
hundertprozentig biologisch.
 
BMX1 06.06.2026 14:34
Das alles können wir uns gut in einem
nostalgischen Film so vorstellen. Doch schauen
wir etwas genauer hin – auch hinter die Kulissen.
Der bibellesende Vater wird von einer
chronischen Bronchitis geschüttelt, die Vorbote
der bald einsetzenden Lungenentzündung ist.
Bronchitis und Lungenentzündung werden durch
den Feinstaub des offenen Küchenfeuers noch
verstärkt, so dass unser bibelkundiger Vater kurz
darauf mit gut fünfzig Jahren vor der
Himmelstüre anklopfen wird. Dabei hat er noch
Glück, weil er seine statistische
Lebenserwartung um etwa zehn Jahre übertrifft.
Der von den Schwestern getröstete Kleine weint,
weil er Masern hat, an denen er bald sterben
wird. Das Mädchen selber wird in wenigen
Jahren die faktische Sklavin eines gewalttätigen
Trunkenbolds und verkommt zur
Gebärmaschine.
 
BMX1 06.06.2026 14:35
 
BMX1 06.06.2026 14:38
Das vom ältesten Sohn
kredenzte Wasser ist in der Tat extrem
biologisch: Es riecht nach
Kuhmist und ist bakteriell
angereichert durch die Kühe,
die am selben Wasserlauf
trinken und entsorgen. Die
Mutter leidet unter nimmer
endenden Zahnschmerzen und
vereiterten Kieferhöhlen. Das
größte Mädchen wird kurz
nach dem Pferdefüttern von
einem gewalttätigen Nachbarn
geschwängert. Das Kind landet
in einem tristen Waisenhaus.
Das Essen ist übrigens eine
Sonntagsabwechslung, denn
Fleisch kommt nur selten auf
den Tisch. Graue Grütze muss
für den Alltag reichen. Salat oder Frischgemüse
gibt es im Winter ohnehin nicht. Kerzen sind zu
teuer, so dass nur das offene Feuer Licht spendet.
Niemand hat je einen Film gesehen, einen
Roman gelesen oder ein Musikinstrument gehört.
In der Schule wird primär religiöser Quatsch und
erst noch auf Lateinisch eingetrichtert. Der Vater
ist einmal etwa hundert Kilometer weit in die
Stadt gereist, kann sich eine solche Reise aber
kein zweites Mal leisten. Der Radius des Rests
der Familie ist auf Fußdistanzen begrenzt.
Jede der drei Töchter besitzt zwei
Wollkleider, zwei Leinenhemden und ein Paar
Schuhe. Vaters Jackett kostete einen Monat
Arbeit, ist aber von Läusen bewohnt und
zerfressen. Alle Kinder schlafen zu zweit auf
Strohmatratzen auf dem Fußboden. Und der
singende Vogel schließlich wird schon bald vom
größten Buben eingefangen und gegessen.
Also vergessen wir nicht, dass sich seit 1800
die Lebenserwartung mehr als verdoppelt und
das Pro-Kopf-Einkommen fast verzehnfacht hat.
Die Reichen sind reicher geworden, aber das
Niveau der Armen hat sich viel stärker
entwickelt. Allein in den letzten fünfzig Jahren
verdreifachte sich das inflationsbereinigte
Realeinkommen eines Durchschnitts-
Erdenbürgers. Er konnte einen Drittel mehr
Kalorien zu sich nehmen und musste einen
Drittel weniger Kleinkinder begraben und konnte
seine Lebenserwartung ebenfalls um einen
Drittel verlängern.
Es ist heute vieles auf der Welt schlimm, aber
früher war alles definitiv viel schlimmer.

Quelle...: deutschunddeutlich.de
 
BMX1 06.06.2026 14:39
isch habe fertig....😊
 
BMX1 06.06.2026 14:40
 
BMX1 06.06.2026 14:40
🙂
 
hansfeuerstein 06.06.2026 15:07
Man muss es nüchtern sehen, die Entscheidungen waren richtiger als jetzt. Das ist eigentlich alles, und keine große Sache es zu erkennen.😉
 
BMX1 06.06.2026 15:14
hansfeuerstein...willkommen...🙂
 
BMX1 06.06.2026 15:19
 
antonius34 06.06.2026 15:24
 
BMX1 06.06.2026 15:26
kommt gut durch den Tag...

BMX 1

🙂
weiße TaubeJetzt kostenlos registrieren