Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus
Mk 11, 27–33
In jener Zeit kamen Jesus und seine Jünger nach Jerusalem. Als er im Tempel umherging, kamen die Hohepriester, die Schriftgelehrten und die Ältesten zu ihm und fragten ihn: In welcher Vollmacht tust du das? Wer hat dir diese Vollmacht gegeben, das zu tun?
Jesus sagte zu ihnen: Ich will euch eine Frage stellen. Antwortet mir, dann werde ich euch sagen, in welcher Vollmacht ich das tue.
Stammte die Taufe des Johannes vom Himmel oder von den Menschen? Antwortet mir!
Da überlegten sie und sagten zueinander: Wenn wir antworten: Vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm dann nicht geglaubt?
Sollen wir also antworten: Von den Menschen? Sie fürchteten sich aber vor den Leuten; denn alle hielten Johannes wirklich für einen Propheten.
Darum antworteten sie Jesus: Wir wissen es nicht. Jesus erwiderte: Dann sage auch ich euch nicht, in welcher Vollmacht ich das tue.
Worte der Päpste
Welche Vollmacht besitzt Jesus? Es ist diese Art des Herrn, diese „Herrschaft“ – sagen wir mal so –, mit der der Herr handelte, lehrte, heilte und zuhörte. Diese „herrschaftliche“ Art – die von innen kommt – lässt erkennen … was lässt sie erkennen? Kohärenz. Jesus hatte Autorität, weil er in dem, was er lehrte, und dem, was er tat, also in seiner Lebensweise, konsequent war. Diese Konsequenz ist es, die eine Person mit Autorität ausdrückt: „Dieser hat Autorität, diese hat Autorität, weil er/sie konsequent ist“, das heißt, er/sie gibt Zeugnis. Autorität zeigt sich darin: in Konsequenz und Zeugnis. (Papst Franziskus, Frühmesse in Santa Marta, 14. Januar 2020)
Kalenderblatt 30. Mai: Johanna von Orléans
30.05.2026 06:44
Kalenderblatt 30. Mai: Johanna von Orléans
30.05.2026 06:44
Kalenderblatt 30. Mai: Johanna von Orléans
Ob während ihres kurzen Lebens oder weit über ihren Tod hinaus: Verschiedenste Richtungen wollten aus der berühmten Johanna von Orléans (um 1412-1431) Gewinn ziehen. Mit 13 Jahren erlebte die Tochter wohlhabender Bauern ihre ersten Visionen. Zunächst riefen sie die Heiligen und Engel "nur" zu einem tugendhaften Leben auf. Später aber forderten die Stimmen mehr und beauftragten sie, Frankreich zu befreien und dem rechtmäßigen Thronfolger zur Herrschaft zu verhelfen. Nach mehreren Anläufen gelangte Johanna zu Karl VII., den sie schließlich von ihrer himmlischen Berufung überzeugen konnte. Der Thronfolger hatte auch nicht mehr viel zu verlieren: Weite Teile des Königreichs waren bereits unter englische Kontrolle gefallen. Johanna schnitt sich die Haare ab, legte eine Rüstung an und gewann mit ihrem Heer die Schlacht um das belagerte Orléans. Die "heilige Jungfrau" löste bei den Soldaten eine religiöse Euphorie aus und führte die Armee von Sieg zu Sieg. Als Karl VII. 1429 gekrönt wurde, stand Johanna in der ersten Reihe. Der neue König war zufrieden und hatte keine weitere Verwendung für das Bauernmädchen – doch Johanna wollte die Engländer aus ganz Frankreich vertreiben. 1430 nahmen feindliche Burgunder sie gefangen und verkauften Johanna an die Engländer, welche sie im besetzten Paris der Ketzerei anklagten. Karl VII. setzte sich nicht für sie ein. Nach Misshandlungen in der Haft und einem politischen Prozess wurde Johanna am 30. Mai 1431 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Erst 1450 ließ Karl VII. ihren Prozess wieder aufrollen; er wollte seinen Thron keiner verurteilten Ketzerin verdanken. Im 19. Jahrhundert wurde Johanna zur Nationalheldin und ihr Leben zum Mythos: Die katholischen Monarchisten lobten ihre fromme Tugendhaftigkeit, die liberalen Republikaner betonten den patriotischen Mut des Mädchens niederer Herkunft. Papst Benedikt XV. sprach Johanna 1920 heilig.
Kommentare
Schreib auch du einen Kommentar
antonius34 30.05.2026 09:08
Gott ist nahe, wo die Menschen einander liebe zeigen.
Johann Heinrich Pestalozzi
Johann Heinrich Pestalozzi

Jetzt
Gott hat die Macht, euch vor jedem Fehltritt zu bewahren und euch untadelig vorseine Herrlichkeit treten zu lassen
Geliebte,
gedenkt der Worte,
die von den Aposteln Jesu Christi, unseres Herrn,
im Voraus verkündet worden sind.
Baut weiter auf eurem hochheiligen Glauben auf,
betet im Heiligen Geist,
bewahrt euch in der Liebe Gottes
und wartet auf das Erbarmen Jesu Christi, unseres Herrn,
zum ewigen Leben!
Erbarmt euch derer, die zweifeln;
andere rettet, entreißt sie dem Feuer!
Wieder anderer erbarmt euch in Furcht;
hasst sogar das vom Fleisch befleckte Gewand!
Dem einen Gott aber,
der die Macht hat, euch vor jedem Fehltritt zu bewahren
und euch untadelig und voll Jubel
vor seine Herrlichkeit treten zu lassen,
ihm, der uns durch Jesus Christus, unseren Herrn, rettet,
gebührt die Herrlichkeit, Hoheit, Macht und Gewalt
vor aller Zeit und jetzt und für alle Zeiten. Amen.