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Kalenderblatt 27. Mai: Augustinus von Canterbury

Kalenderblatt 27. Mai: Augustinus von Canterbury
England? Nein danke! Augustinus von Canterbury (um 546-604) hatte so gar keine Lust auf sein neues Missionsgebiet. Die Angelsachsen galten als wildes Kriegsvolk und glaubten noch an eine Vielzahl nordischer Götter. Auf Wunsch der christlichen Königin Bertha wollte Papst Gregor Geistliche auf die Insel entsenden. Seine Wahl fiel auf Augustinus, den Vorsteher des Benediktinerklosters in Rom. Widerwillig machte sich Augustinus mit vierzig Gefährten auf den Weg – um nach einem halbherzigen Versuch zurückzukehren. Papst Gregor bestand jedoch auf den Missionsbefehl und schickte den hoffnungslosen Augustinus erneut los. Auf der Insel angekommen musste Augustinus überrascht feststellen, dass die Angelsachsen doch nicht so barbarisch waren: König Ethelbert förderte die Missionare und ließ sich später selbst taufen (siehe Bild). Mit seiner Hilfe baute Augustinus kirchliche Strukturen auf und legte so die Fundamente für die Christianisierung der Angelsachsen. 601 ernannte ihn der Papst zum ersten Erzbischof von Canterbury. Augustinus gilt heute als "Apostel Englands".

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Klavierspielerin2 27.05.2026 08:19
Lesung (1 Petr 1,18-25)
Ihr wurdet losgekauft mit dem kostbaren Blut Christi, des Lammes ohne Fehl und Makel


Schwestern und Brüder!
Ihr wisst,
   dass ihr aus eurer nichtigen,
   von den Vätern ererbten Lebensweise
   nicht um einen vergänglichen Preis losgekauft wurdet,
nicht um Silber oder Gold,
sondern mit dem kostbaren Blut Christi,
   des Lammes ohne Fehl und Makel.
Er war schon vor Grundlegung der Welt dazu ausersehen
und euretwegen ist er am Ende der Zeiten erschienen.
Durch ihn seid ihr zum Glauben an Gott gekommen,
der ihn von den Toten auferweckt
   und ihm die Herrlichkeit gegeben hat,
sodass ihr an Gott glauben
   und auf ihn hoffen könnt.

Der Wahrheit gehorsam,
   habt ihr euer Herz rein gemacht
   für eine aufrichtige geschwisterliche Liebe;
darum hört nicht auf, einander von Herzen zu lieben.
Ihr seid neu gezeugt worden,
nicht aus vergänglichem,
   sondern aus unvergänglichem Samen:
durch Gottes Wort, das lebt und das bleibt.
Denn:
   Alles Sterbliche ist wie Gras
und all seine Schönheit ist wie die Blume im Gras.
Das Gras verdorrt und die Blume verwelkt;
doch das Wort des Herrn bleibt in Ewigkeit.

Dies aber ist das Wort,
   das euch als frohe Botschaft verkündet worden ist.
 
Klavierspielerin2 27.05.2026 08:19
Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus
Mk 10, 32–45

In jener Zeit, als Jesus und die Jünger auf dem Weg hinauf nach Jerusalem waren, ging Jesus voraus. Die Leute wunderten sich über ihn, die ihm nachfolgten aber hatten Angst. Da versammelte er die Zwölf wieder um sich und kündigte ihnen an, was ihm bevorstand.
Er sagte: Siehe, wir gehen nach Jerusalem hinauf; und der Menschensohn wird den Hohepriestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert; sie werden ihn zum Tod verurteilen und den Heiden ausliefern; sie werden ihn verspotten, anspucken, geißeln und töten. Und nach drei Tagen wird er auferstehen.
Da traten Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebedäus, zu ihm und sagten: Meister, wir möchten, dass du uns eine Bitte erfüllst.
Er antwortete: Was soll ich für euch tun?
Sie sagten zu ihm: Lass in deiner Herrlichkeit einen von uns rechts und den andern links neben dir sitzen!
Jesus erwiderte: Ihr wisst nicht, worum ihr bittet. Könnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder die Taufe auf euch nehmen, mit der ich getauft werde?
Sie antworteten: Wir können es. Da sagte Jesus zu ihnen: Ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und die Taufe empfangen, mit der ich getauft werde.
Doch den Platz zu meiner Rechten und zu meiner Linken habe nicht ich zu vergeben; dort werden die sitzen, für die es bestimmt ist.
Als die zehn anderen Jünger das hörten, wurden sie sehr ärgerlich über Jakobus und Johannes.
Da rief Jesus sie zu sich und sagte: Ihr wisst, dass die, die als Herrscher gelten, ihre Völker unterdrücken und ihre Großen ihre Macht gegen sie gebrauchen.
Bei euch aber soll es nicht so sein, sondern wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein.
Denn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als Lösegeld für viele.

Worte der Päpste
Wer ist groß, wer ist der „Erste“ für Gott? Der Blick richtet sich zunächst auf das Verhalten, das „die, die als Herrscher gelten“ Gefahr laufen anzunehmen: daß sie „ihre Völker unterdrücken“ und „ihre Macht über die Menschen mißbrauchen“. Jesus zeigt den Jüngern eine ganz andere Lebensweise auf: „Bei euch aber soll es nicht so sein“. Seine Gemeinschaft folgt einer anderen Regel, einer anderen Logik, einem anderen Modell: „Wer bei euch groß sein will, der soll euer Diener sein, und wer bei euch der Erste sein will, soll der Sklave aller sein“. Das Kriterium für Größe und Vorrangstellung, das Gott entspricht, ist nicht die Herrschaft, sondern der Dienst; die Diakonie ist das grundlegende Gesetz des Jüngers und der christlichen Gemeinschaft; es läßt uns etwas von der „Herrschaft Gottes“ erahnen. Und Jesus nennt auch den Bezugspunkt: Es ist der Menschensohn, der gekommen ist, um zu dienen. Er faßt seine Sendung also unter der Kategorie des Dienstes zusammen – nicht im allgemeinen Sinn verstanden, sondern im konkreten Sinn des Kreuzes, der völligen Hingabe des Lebens als „Lösegeld“, als Erlösung für viele, und er verweist darauf als Bedingung für die Nachfolge. (Papst Benedikt XVI., Predigt, Ordentliches Öffentliches Konsistorium zur Kreierung neuer Kardinäle, 20. November 2010)
 
Engelslhaar 27.05.2026 09:34
 
Engelslhaar 27.05.2026 09:38
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