Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Markus
Mk 10, 28–31
In jener Zeit sagte Petrus zu Jesus: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.
Jesus antwortete: Amen, ich sage euch: Jeder, der um meinetwillen und um des Evangeliums willen Haus oder Brüder, Schwestern, Mutter, Vater, Kinder oder Äcker verlassen hat, wird das Hundertfache dafür empfangen. Jetzt in dieser Zeit wird er Häuser und Brüder, Schwestern und Mütter, Kinder und Äcker erhalten, wenn auch unter Verfolgungen, und in der kommenden Welt das ewige Leben.
Viele Erste werden Letzte sein und die Letzten Erste.
Worte der Päpste
Vom rein menschlichen Standpunkt aus betrachtet, ist die Nachfolge Jesu kein gutes Geschäft: sie bedeutet zu dienen. Und wenn der Herr dir die Möglichkeit gibt, der Erste zu sein, dann musst du dich verhalten wie der Letzte, das heißt: dienen. Und wenn der Herr dir die Möglichkeit gibt, Güter zu besitzen, dann musst du die Haltung des Dienens einnehmen, das heißt: für die anderen. Drei Dinge sind es, drei Stufen, die uns von Jesus entfernen: Reichtum, Eitelkeit und Stolz. Daher ist der Reichtum so gefährlich: er führt dich sofort zur Eitelkeit und du hältst dich für wichtig. Und wenn du dich für wichtig hältst, dann steigt dir das zu Kopf, und du verlierst dich.
[…] Es ist schlimm, einen Christen – sei er nun Laie, Gottgeweihter, Priester oder Bischof – zu sehen, der beides will: Jesus folgen und Besitz, Jesus folgen und Weltlichkeit. Dies ist ein Anti-Zeugnis, das die Menschen von Jesus entfernt. Denken wir erneut über die Frage des Petrus nach: „Wir haben alles verlassen: Welchen Lohn werden wir erhalten?“ Und behalten wir die Antwort Jesu gut im Gedächtnis behalten, denn was er uns geben wird, ist die Ähnlichkeit mit ihm: das wird der „Lohn“ sein. Und Jesus ähnlich zu sein, ist ein großartiger „Lohn“. (Papst Franziskus, Frühmesse in Santa Marta, 26. Mai 2015)
Kalenderblatt 26. Mai: Philipp Neri
26.05.2026 07:05
Kalenderblatt 26. Mai: Philipp Neri
26.05.2026 07:05
Kalenderblatt 26. Mai: Philipp Neri
Philipp Neri Filippo Romolo Neri (1515-1595) war ein gebürtiger Florentiner und ging bei den Dominikanern von San Marco zur Schule. Philipp lernte im nahegelegenen Montecassino das benediktinische Einsiedlerleben kennen- und lieben. Als Hauslehrer ging er nach Rom, wo er nebenbei Theologie studierte. 1548 gründete er eine Bruderschaft zur Betreuung bedürftiger Rompilger und armer Kinder. 1551 empfing er die Priesterweihe. Philipp war Pfarrer der Florentiner in Rom und lehnte mehrere Male die Kardinalswürde ab. Er rief eine Wallfahrt zu den sieben Hauptkirchen Roms ins Leben und blieb zeitlebens ein Ansprechpartner für Straßenkinder und Kranke und Bedürftige. "Pippo buone – der gute Fips", war in ganz Rom bekannt und wegen seiner unkonventionellen Art beliebt. Bereits zu Lebzeiten als Heiliger verehrt, erlag er am Fronleichnamstag 1595 einem Blutsturz. Neri ruht in der römischen Kirche Chiesa Nuova und wurde bereits 1600 selig- und 1622 heiliggesprochen.
Kommentare
Schreib auch du einen Kommentar
antonius34 26.05.2026 08:03
Dem hl. Geist trauen heisst sich auf
Neues, Unbekanntes, auf unendliches einlassen.
Nur wer den Sprung aus sich selbst heraus wagt,
Kommt in verwandelter Form bei sich an.
Pater Karl Kern SJ
Neues, Unbekanntes, auf unendliches einlassen.
Nur wer den Sprung aus sich selbst heraus wagt,
Kommt in verwandelter Form bei sich an.
Pater Karl Kern SJ

Jetzt
1 Petr 1, 10–16
Schwestern und Brüder! Nach der Rettung haben die Propheten gesucht und geforscht und sie haben über die Gnade geweissagt, die für euch bestimmt ist.
Sie haben nachgeforscht, auf welche Zeit und welche Umstände der in ihnen wirkende Geist Christi hindeute, der die Leiden Christi und die darauf folgende Herrlichkeit im Voraus bezeugte.
Ihnen wurde offenbart, dass sie damit nicht sich selbst, sondern euch dienten; und jetzt ist euch dies alles von denen verkündet worden, die euch in der Kraft des vom Himmel gesandten Heiligen Geistes das Evangelium gebracht haben. Das alles zu sehen ist sogar das Verlangen der Engel.
Deshalb umgürtet euch und macht euch bereit! Seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch bei der Offenbarung Jesu Christi geschenkt wird!
Als Kinder des Gehorsams gebt euch nicht den Begierden hin wie früher in eurer Unwissenheit!
Wie er, der euch berufen hat, heilig ist, so soll auch eure ganze Lebensführung heilig sein.
Denn es steht geschrieben: Seid heilig, weil ich heilig bin!