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Kalenderblatt 23. Mai: Johannes Baptist de‘ Rossi

Kalenderblatt 23. Mai: Johannes Baptist de‘ Rossi
Papst Franziskus hätte seine reine Freude an diesem Priester gehabt: Johannes Baptist de‘ Rossi lebte für die Armen, die Ausgestoßenen und die Verachteten. Er wurde 1698 als Sohn einer angesehenen, aber verarmten Familie in Voltaggio geboren. Schon früh fiel der Junge durch seine besondere Frömmigkeit auf. Mit 13 Jahren zog Johannes Baptist zu einem Cousin, der als Kanoniker in Santa Maria in Cosmedin in Rom lebte. Dort studierte er zunächst Literatur und Philosophie und empfing schließlich 1721 die Ordination. Als Priester lernte Johannes Baptist das Hospiz Sankt Galla kennen, eine Notunterkunft für Landarbeiter, Ausländer und andere Arme. Diesen Dienst wollte er weiter ausbauen: In der angrenzenden Kirche rief Johannes Baptist einen nach Sankt Galla benannten priesterlichen Wohltätigkeitsverband ins Leben. Zusätzlich gründete er neben dem bereits existierenden Hospiz eine eigene Notunterkunft für obdachlose Frauen und Mädchen. 1731 folgte er seinem Cousin nach und wurde Kanoniker in Santa Maria in Cosmedin. Auch als angesehener Chorherr schreckte er nicht davor zurück, Verurteilte in den Gefängnissen zu besuchen und sie seelsorglich zu betreuen. Sein Einkommen spendete er den Kranken oder nutzte es zur Instandhaltung der Kirche. Im Jahr 1737 ging Johannes Baptist noch einen Schritt weiter: Er verteilte seinen gesamten Besitz unter den Armen. Von da an lebte Johannes Baptist selbst in einem kleinen Dachboden in extremer Armut. Der beliebte Armenpriester und Beichtvater starb am 23. Mai 1764. Papst Leo XIII. sprach ihn 1881 heilig.

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Klavierspielerin2 23.05.2026 07:56
Lesung (Apg 28,16-20.30-31)
Paulus blieb in Rom und verkündete das Reich Gottes


Nach unserer Ankunft in Rom
   erhielt Paulus die Erlaubnis, für sich allein zu wohnen,
   zusammen mit dem Soldaten, der ihn bewachte.

Drei Tage später
   rief er die führenden Männer der Juden zusammen.

Als sie versammelt waren,
   sagte er zu ihnen:
   Brüder, obwohl ich mich nicht gegen das Volk
   oder die Sitten der Väter vergangen habe,
   bin ich von Jerusalem aus
   als Gefangener den Römern ausgeliefert worden.
Diese haben mich verhört
   und wollten mich freilassen,
   da nichts Todeswürdiges gegen mich vorlag.
Weil aber die Juden Einspruch erhoben,
   war ich gezwungen, Berufung beim Kaiser einzulegen,
jedoch nicht, um mein Volk anzuklagen.

Aus diesem Grund habe ich darum gebeten,
   euch sehen und sprechen zu dürfen.
Denn um der Hoffnung Israels willen trage ich diese Fesseln.

Er blieb zwei volle Jahre in seiner Mietwohnung
und empfing alle, die zu ihm kamen.
Er verkündete das Reich Gottes
und lehrte über Jesus Christus, den Herrn -
   mit allem Freimut, ungehindert.
 
Klavierspielerin2 23.05.2026 07:57
Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 21, 20–25

In jener Zeit sprach Jesus zu Simon Petrus: Folge mir!
Petrus wandte sich um und sah den Jünger folgen, den Jesus liebte und der beim Abendmahl an seiner Brust gelegen und ihm gesagt hatte: Herr, wer ist es, der dich ausliefert?
Als Petrus diesen sah, sagte er zu Jesus: Herr, was wird denn mit ihm?
Jesus sagte zu ihm: Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht das dich an? Du folge mir nach!
Da verbreitete sich unter den Brüdern die Meinung: Jener Jünger stirbt nicht. Doch Jesus hatte ihm nicht gesagt: Er stirbt nicht, sondern: Wenn ich will, dass er bleibt, bis ich komme, was geht das dich an?
Dies ist der Jünger, der all das bezeugt und der es aufgeschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist.
Es gibt aber noch vieles andere, was Jesus getan hat. Wenn man alles einzeln aufschreiben wollte, so könnte, wie ich glaube, die ganze Welt die dann geschriebenen Bücher nicht fassen.

Worte der Päpste
Dieses Gespräch zwischen Jesus und Petrus enthält eine kostbare Lehre für alle Jünger, für uns alle, die wir gläubig sind. […] Begonnen bei der – zweifellos sehr menschlichen, aber auch sehr heimtückischen – Versuchung, unseren Protagonismus zu bewahren. Und manchmal muss der Protagonist kleiner werden, muss er sich erniedrigen […]. Aber du wirst eine andere Art haben, dich auszudrücken, eine andere Art der Teilhabe in der Familie, in der Gesellschaft, im Freundeskreis. Und Petrus wird von Neugier erfasst: „Und er?“, sagt Petrus, als er den Jünger sieht, den Jesus liebte, und der ihnen folgte (vgl. V. 20-21). Die Nase in das Leben der anderen stecken. Nein. Jesus sagt: „Sei still!“ Muss er sich gerade in „meiner“ Nachfolge aufhalten? Soll er denn „meinen“ Raum einnehmen? Wird er mein Nachfolger sein? Das sind Fragen, die nichts nützen, die nicht helfen. Wird er mich überleben und meinen Platz einnehmen? Und die Antwort Jesu ist offen, ja sogar grob: „Was geht das dich an? Du folge mir nach!“ (V. 22). So als wollte er sagen: Kümmere dich um dein eigenes Leben, um deine jetzige Situation, und steck nicht die Nase in das Leben anderer. Du folge mir nach. Ja, das ist wichtig: die Nachfolge Jesu, Jesus im Leben und im Tod, in Gesundheit und in Krankheit nachzufolgen, im Leben, wenn es mit vielen Erfolgen gesegnet ist, und auch im schwierigen Leben mit vielen furchtbaren Augenblicken des Fallens. Und wenn wir uns in das Leben der anderen einmischen wollen, antwortet Jesus: „Was geht das dich an? Du folge mir nach!“ Wunderschön. (Papst Franziskus, Generalaudienz, 22. Juni 2022)
 
Engelslhaar 23.05.2026 07:59
 
Engelslhaar 23.05.2026 08:01
 
antonius34 23.05.2026 08:29
Maria,
Alles möchte ich dir erzählen, 
Alle sorgen,  die mich quäle n
Alle Zweifel, Fragen  zu dir
Tragen.

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