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Kalenderblatt 22. Mai: Rita von Cascia

Kalenderblatt 22. Mai: Rita von Cascia
Der katholische Heiligenkalender ist voll schillernder Legenden, in denen sich bezaubernde Jungfrauen hartnäckigen Heiratsanwärtern verweigern und darum dramatisch den Märtyrertod erleiden – die Realität sah meist anders aus. Rita von Cascia (1381-1447) wollte bei den Augustinerinnen eintreten, doch ihre Eltern machten kurzen Prozess und zwangen die damals Dreizehnjährige zur Ehe mit Paolo di Ferdinando. Bis zu dessen Ermordung durch politische Gegner 1401 litt Rita unter ihrem gewalttätigen Ehemann. Ihre beiden Söhne schworen daraufhin Blutrache für ihren Vater. Die fromme Rita betete, dass die Beiden lieber sterben sollten, als zu Mördern zu werden. Tatsächlich starben ihre Söhne kurz darauf und Rita blieb allein zurück. Sie trat in ein Kloster der Augustinerinnen ein und führte ein zurückgezogenes Leben in strenger Buße. Dort erlebte sie mystische Erfahrungen und soll das Stigma der Dornenkrone Christi empfangen haben, weshalb sie häufig mit einer Wunde auf der Stirn abgebildet wird. Rita starb am 22. Mai 1447 und wurde 1900 von Papst Leo XIII. heiliggesprochen.

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Klavierspielerin2 22.05.2026 07:42
Lesung (Apg 25,13-21)
Jesus, der gestorben ist, von dem Paulus aber behauptet, er lebe


In jenen Tagen
   trafen König Agríppa und seine Schwester Bereníke
   in Cäsaréa ein,
   um dem Statthalter Festus ihre Aufwartung zu machen.
Sie blieben mehrere Tage dort.

Da trug Festus dem König den Fall des Paulus vor
und sagte:
Von Felix ist ein Mann als Gefangener zurückgelassen worden,
   gegen den die Hohepriester und die Ältesten der Juden,
   als ich in Jerusalem war, vorstellig wurden.
Sie forderten seine Verurteilung,
ich aber erwiderte ihnen,
   es sei bei den Römern nicht üblich,
   einen Menschen auszuliefern,
   bevor nicht der Angeklagte
   den Anklägern gegenübergestellt sei
   und Gelegenheit erhalten habe,
   sich gegen die Anschuldigungen zu verteidigen.

Als sie dann zusammen hierherkamen,
   setzte ich mich ohne jeden Verzug
   tags darauf auf den Richterstuhl
   und ließ den Mann vorführen.
Bei der Gegenüberstellung
   brachten die Kläger keine Anklage
   wegen solcher Verbrechen vor, die ich vermutet hatte;
sie führten nur einige Streitfragen gegen ihn ins Feld,
   die ihre Religion und einen gewissen Jesus betreffen,
   der gestorben ist, von dem Paulus aber behauptet, er lebe.

Da ich mich auf die Untersuchung dieser Dinge nicht verstand,
   fragte ich, ob er nach Jerusalem gehen wolle,
   um sich dort deswegen richten zu lassen.
Paulus jedoch legte Berufung ein;
er wollte bis zur Entscheidung des Kaisers
   in Schutzhaft bleiben.
Daher gab ich Befehl,
   ihn in Gewahrsam zu halten,
   bis ich ihn zum Kaiser schicken kann.
 
Klavierspielerin2 22.05.2026 07:43
Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 21, 1.15–19

In jener Zeit offenbarte sich Jesus den Jüngern noch einmal, am See von Tiberias, und er offenbarte sich in folgender Weise.
Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer!
Zum zweiten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!
Zum dritten Mal fragte er ihn: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich? Da wurde Petrus traurig, weil Jesus ihn zum dritten Mal gefragt hatte: Liebst du mich? Er gab ihm zur Antwort: Herr, du weißt alles; du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Schafe!
Amen, amen, ich sage dir: Als du jünger warst, hast du dich selbst gegürtet und gingst, wohin du wolltest. Wenn du aber alt geworden bist, wirst du deine Hände ausstrecken und ein anderer wird dich gürten und dich führen, wohin du nicht willst.
Das sagte Jesus, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott verherrlichen werde. Nach diesen Worten sagte er zu ihm: Folge mir nach!

Worte der Päpste
Jesus fragt Petrus beim ersten Mal: „Simon…, liebst du mich (agapâs-me)“ mit dieser allumfassenden und bedingungslosen Liebe (vgl. Joh 21,15)? Vor der Erfahrung des Verrates hätte der Apostel sicherlich gesagt: „Ich liebe dich (agapô-se) bedingungslos“. Jetzt, da er die bittere Traurigkeit der Untreue, das Drama der eigenen Schwäche kennengelernt hat, sagt er voll Demut: „Herr, ich habe dich lieb (philô-se)“, das heißt: „Ich liebe dich mit meiner armseligen menschlichen Liebe“. Christus fragt noch einmal: „Simon, liebst du mich mit dieser allumfassenden Liebe, die ich will?“ Und Petrus wiederholt die Antwort seiner demütigen menschlichen Liebe: „Kyrie, philô-se“, „Herr, ich habe dich lieb, so wie ich liebzuhaben vermag“. Beim dritten Mal sagt Jesus zu Simon nur: „Phileîs-me?“, „Hast du mich lieb?“. Simon versteht, daß Jesus seine armselige Liebe genügt, die einzige, zu der er fähig ist, und trotzdem ist er traurig darüber, daß der Herr so zu ihm sprechen mußte. Deshalb antwortet er ihm: „Herr, du weißt alles; du weißt, daß ich dich lieb habe (philô-se)“. Man möchte fast sagen, daß Jesus sich eher an Petrus angepaßt hat als Petrus an Jesus! Gerade dieses göttliche Anpassen schenkt dem Jünger, der das Leid der Untreue kennengelernt hat, Hoffnung. Daraus erwächst das Vertrauen, das ihn zur Nachfolge bis ans Ende fähig macht […]. Petrus [ist] dahin gelangt, sich jenem Jesus anzuvertrauen, der sich seiner armseligen Liebesfähigkeit angepaßt hat. Und so zeigt er auch uns den Weg, ungeachtet all unserer Schwäche. Wir wissen, daß Jesus sich unserer Schwäche anpaßt. (Papst Benedikt XVI., Generalaudienz, 24. Mai 2006)
 
Engelslhaar 22.05.2026 07:46
 
Engelslhaar 22.05.2026 07:46
 
Engelslhaar 22.05.2026 08:21
 
Engelslhaar 22.05.2026 08:50
Barka war das Lieblingslied von Papst Johannes Paul II. In Krakau hört man es am 1. Samstag vom Turm der Marienkirche.
 
antonius34 22.05.2026 09:30
Macht können wir durch Wissen erlangen.

Aber zur Vollendung  gelangen wir nur durch

Liebe.     

Tagore
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