Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 17, 20–26
In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sprach: Heiliger Vater, ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben.
Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.
Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, damit sie eins sind, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und sie ebenso geliebt hast, wie du mich geliebt hast.
Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, dort bei mir sind, wo ich bin. Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, weil du mich schon geliebt hast vor Grundlegung der Welt.
Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, ich aber habe dich erkannt und sie haben erkannt, dass du mich gesandt hast.
Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und ich in ihnen bin.
Worte der Päpste
Der Herr will nicht, dass wir uns, um uns zu vereinen, zu einer verschwommenen Masse, zu einem anonymen Gebilde zusammentun, sondern er möchte, dass wir eins sind: „Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein“ (V. 21). Die Einheit, um die Jesus betet, ist also eine Gemeinschaft, die auf eben jener Liebe gegründet ist, mit der Gott liebt und aus der das Leben und das Heil in die Welt kommen. Und als solche ist sie in erster Linie ein Geschenk, das Jesus uns bringt. Aus seinem menschlichen Herzen heraus wendet sich der Sohn Gottes an den Vater, indem er sagt: „Ich in ihnen und du in mir. So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, dass du mich gesandt hast und sie ebenso geliebt hast, wie du mich geliebt hast“ (V. 23).
Voller Bewunderung nehmen wir diese Worte auf: Jesus offenbart uns, dass Gott uns so liebt, wie er sich selbst liebt. Der Vater liebt uns nicht weniger als seinen eingeborenen Sohn, also unendlich. Gott liebt nicht weniger, weil er zuerst liebt, weil er als Erster liebt! Christus selbst bezeugt dies, wenn er zum Vater sagt: „Weil du mich schon geliebt hast vor Grundlegung der Welt“ (V. 24). Und genau so ist es: In seiner Barmherzigkeit möchte Gott seit jeher alle Menschen an sich ziehen, und es ist sein Leben, das er in Christus für uns hingegeben hat, das uns eins werden lässt, das uns miteinander verbindet. (Papst Leo XIV., Predigt, Eucharistiefeier zur Heilig-Jahr-Feier der Familien, Kinder, Großeltern und älteren Menschen, 1. Juni 2025)
Kalenderblatt 21. Mai: Hermann Josef von Steinfeld
21.05.2026 08:33
Kalenderblatt 21. Mai: Hermann Josef von Steinfeld
21.05.2026 08:33
Kalenderblatt 21. Mai: Hermann Josef von Steinfeld
Der mittelalterliche Mystiker Hermann (um 1150-1241/52) hat in seiner Heimatstadt bis heute Spuren hinterlassen: Er wurde als Sohn einer verarmten Bürgerfamilie in Köln geboren und trat mit 12 Jahren in das Prämonstratenser-Kloster in Steinfeld ein. Bereits als Kind soll er erste mystische Erfahrungen gemacht haben: In der Kölner Kirche St. Maria im Kapitol habe das Jesuskind einer Marienstatue einen Apfel von Hermann angenommen – noch heute liegen in dieser Kirche stets frische Äpfel aus und auf dem Kölner Waidmarkt erinnert ein Brunnen an die Legende. Braut- und Passionsmystik prägten Hermanns Spiritualität. Besonders bekannt wurde er für seine mystische Vermählung mit der Jungfrau Maria, wofür er den Beinamen "Josef" erhielt. Der stets freundliche Prämonstratenser war ein beliebter Seelsorger und verfasste zahlreiche geistliche Hymnen. Gleich nach seinem Tod setzte eine volkstümliche Verehrung ein, die jedoch erst 1958 offiziell bestätigt wurde. Hermann gilt als Patron der Mütter und Kinder.
Kommentare
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antonius34 21.05.2026 08:48
Wisse, das du mir nichts
Angenehmeres tun kannst,
Als deinen Brüdern
In aller Liebe zu dienen.
Hermann Josef
Angenehmeres tun kannst,
Als deinen Brüdern
In aller Liebe zu dienen.
Hermann Josef
Engelslhaar 21.05.2026 08:53
Klavierspielerin, was zeigt denn dieses schöne Profilbild? Ist das dein Zuhause?
Klavierspielerin2 21.05.2026 08:55
Guten Morgen 🌞 ja, das ist mein neu angelegter Weg, allerdings wollte ich ein Profilbild hoch laden, was nicht geklappt hat. Ich Versuche aber weiter.

Jetzt
Du sollst auch in Rom Zeugnis ablegen
In jenen Tagen,
als der römische Oberst genau wissen wollte,
was die Juden Paulus vorwarfen,
ließ er ihn am nächsten Tag aus dem Gefängnis holen
und befahl,
die Hohepriester und der ganze Hohe Rat
sollten sich versammeln.
Und er ließ Paulus hinunterführen
und ihnen gegenüberstellen.
Da Paulus aber wusste,
dass der eine Teil zu den Sadduzäern,
der andere zu den Pharisäern gehörte,
rief er vor dem Hohen Rat aus:
Brüder, ich bin Pharisäer und ein Sohn von Pharisäern;
wegen der Hoffnung und wegen der Auferstehung der Toten
stehe ich vor Gericht.
Als er das sagte,
brach ein Streit
zwischen den Pharisäern und den Sadduzäern aus
und die Versammlung spaltete sich.
Die Sadduzäer behaupten nämlich,
es gebe weder Auferstehung
noch Engel noch Geist,
die Pharisäer dagegen bekennen sich zu alldem.
Es erhob sich ein lautes Geschrei
und einige Schriftgelehrte aus dem Kreis der Pharisäer
standen auf und verfochten ihre Ansicht.
Sie sagten: Wir finden nichts Schlimmes an diesem Menschen.
Vielleicht hat doch ein Geist oder ein Engel zu ihm gesprochen.
Als aber der Streit heftig wurde,
befürchtete der Oberst, sie könnten Paulus zerreißen.
Daher ließ er die Wachtruppe herabkommen,
ihn mit Gewalt aus ihrer Mitte herausholen
und in die Kaserne bringen.
In der folgenden Nacht aber trat der Herr zu Paulus
und sagte: Hab Mut!
Denn so wie du in Jerusalem meine Sache bezeugt hast,
sollst du auch in Rom Zeugnis ablegen.