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Kalenderblatt 20. Mai: Bernhardin von Siena

Kalenderblatt 20. Mai: Bernhardin von Siena
Kurz vor dem Universitätsabschluss bricht der Sohn sein Studium ab, um Aktivist zu werden – ein Albtraum vieler heutiger Eltern. Auch im Mittelalter waren Familien vor solch jugendlichem Idealismus nicht sicher: Der junge Adlige Bernhardin (1380-1444) studierte gerade Kirchenrecht in Siena (siehe Bild), als 1397 die Pest ausbrach. Er verließ die Universität und pflegte von da an hingebungsvoll die vielen Kranken. Anschließend trat Bernhardin in den Franziskanerorden ein und wechselte bald zur franziskanischen Reformbewegung der Observanten, die das Armutsideal besonders streng auslegten. Nach seiner Priesterweihe 1404 zog Bernhardin als Bußprediger durch Mittel- und Norditalien. Seine klare und einfache Sprache zog Menschen aller Bevölkerungsschichten an. Bernhardin beschäftigte sich besonders mit sozial-ethischen Themen und klagte die Geldgier der Reichen an. Seine Kritik an jeglichem Luxus verschaffte ihm zahlreiche Feinde: Gleich mehrfach wurde Bernhardin verleumdet und vergeblich wegen angeblicher Häresie angeklagt. Er starb am 20. Mai 1444 und wurde unter großer Anteilnahme der Bevölkerung beigesetzt. Papst Nikolaus V. sprach den beliebten Volksheiligen bereits 1450 heilig.

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Klavierspielerin2 20.05.2026 07:50
Lesung (Apg 20,28-38)
Ich vertraue euch Gott an, der die Kraft hat, aufzubauen und das Erbe zu verleihen


In jenen Tagen
   sagte Paulus zu den Ältesten der Gemeinde von Éphesus:
Gebt Acht auf euch
   und auf die ganze Herde,
   in der euch der Heilige Geist zu Vorstehern bestellt hat,
damit ihr als Hirten für die Kirche des Herrn sorgt,
   die er sich durch sein eigenes Blut erworben hat!
Ich weiß:
   Nach meinem Weggang
   werden reißende Wölfe bei euch eindringen
   und die Herde nicht schonen.
Und selbst aus eurer Mitte werden Männer auftreten,
   die mit ihren falschen Reden die Jünger auf ihre Seite ziehen.

Seid also wachsam
und denkt daran,
   dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe,
   unter Tränen jeden Einzelnen zu ermahnen.
Und jetzt vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an,
   das die Kraft hat, aufzubauen
   und das Erbe in der Gemeinschaft der Geheiligten zu verleihen.

Silber oder Gold oder Kleider habe ich von keinem verlangt;
ihr wisst selbst,
   dass für meinen Unterhalt und den meiner Begleiter
   diese Hände hier gearbeitet haben.
In allem habe ich euch gezeigt,
   dass man sich auf diese Weise abmühen
   und sich der Schwachen annehmen soll,
in Erinnerung an die Worte Jesu, des Herrn,
   der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.

Nach diesen Worten kniete er nieder
   und betete mit ihnen allen.
Und alle brachen in lautes Weinen aus,
fielen Paulus um den Hals und küssten ihn;
am meisten schmerzte sie sein Wort,
   sie würden ihn nicht mehr von Angesicht sehen.
Dann begleiteten sie ihn zum Schiff.
 
Klavierspielerin2 20.05.2026 07:50
Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 17, 6a.11b–19

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sprach: Vater, ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast.
Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir!
Solange ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast. Und ich habe sie behütet und keiner von ihnen ging verloren, außer dem Sohn des Verderbens, damit sich die Schrift erfüllte.
Aber jetzt komme ich zu dir und rede dies noch in der Welt, damit sie meine Freude in Fülle in sich haben.
Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hat sie gehasst, weil sie nicht von der Welt sind, wie auch ich nicht von der Welt bin.
Ich bitte nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie vor dem Bösen bewahrst.
Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.
Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist Wahrheit.
Wie du mich in die Welt gesandt hast, so habe auch ich sie in die Welt gesandt.
Und ich heilige mich für sie, damit auch sie in der Wahrheit geheiligt sind.

Worte der Päpste
Die Spaltungen unter den Christen verletzen die Kirche, und damit verletzen sie Christus, und wenn wir gespalten sind, fügen wir Christus eine Wunde zu: Denn die Kirche ist der Leib, dessen Haupt Christus ist. Wir wissen gut, wie sehr es Christus am Herzen lag, dass seine Jünger in seiner Liebe vereint bleiben. Es genügt, an seine Worte zu denken, die im 17. Kapitel des nach Johannes wiedergegeben sind – das Gebet, das er unmittelbar vor dem Leiden an seinen Vater richtet: „Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, damit sie eins sind wie wir“ (Joh 17,11). Diese Einheit war bereits gefährdet, als Jesus noch unter den Seinen war: Denn im Evangelium wird daran erinnert, dass die Apostel untereinander darüber diskutierten, wer der Größte, der Wichtigste sei (vgl. Lk 9,46). Der Herr hat jedoch sehr auf der Einheit im Namen des Vaters bestanden und uns zu verstehen gegeben, dass unsere Verkündigung und unser Zeugnis umso glaubwürdiger sind, je mehr wir selbst als Erste fähig sind, in Gemeinschaft zu leben und einander zu lieben. (Papst Franziskus, Generalaudienz, 8
. Oktober 2014)
 
antonius34 20.05.2026 08:05
Du sollst deine 
Gaben nicht bloß  in froher
Stimmung,  sondern auch mit freundlichen 
Worten überreichen. 

Berhardin  v. Siena
 
Klavierspielerin2 20.05.2026 08:13
Guten Morgen @anton🙂☕
 
Engelslhaar 20.05.2026 09:23
 
Engelslhaar 20.05.2026 09:26
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