Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 16, 29–33
In jener Zeit sagten die Jünger zu Jesus: Siehe, jetzt redest du offen und sprichst nicht mehr in Bildreden.
Jetzt wissen wir, dass du alles weißt und von niemandem gefragt zu werden brauchst. Darum glauben wir, dass du von Gott ausgegangen bist.
Jesus erwiderte ihnen: Glaubt ihr jetzt?
Siehe, die Stunde kommt und sie ist schon da, in der ihr versprengt sein werdet, jeder in sein Haus, und mich alleinlassen werdet. Aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir.
Dies habe ich zu euch gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt seid ihr in Bedrängnis; aber habt Mut: Ich habe die Welt besiegt.
Worte der Päpste
Ertragen ist mehr als nur Geduld zu haben, es bedeutet, die Drangsale auf den Schultern zu tragen, ihre Last zu tragen. Auch das Leben des Christen ist von derartigen Augenblicken durchzogen. Aber Jesus sagt uns: Habt Mut in jenem Augenblick. Ich habe gesiegt, auch ihr werdet Sieger sein. So erleuchtet uns dieses erste Wort, um uns den schwierigsten Augenblicken des Lebens stellen zu können, diesen Augenblicken, die uns auch leiden lassen. […]
Dem Herrn etwas anzuvertrauen: dem Herrn diesen schweren Augenblick anempfehlen, dem Herrn mich selbst anvertrauen, dem Herrn unsere Gläubigen, unsere Priester, Bischöfe anvertrauen, dem Herrn unsere Familien, unsere Freunde anvertrauen und ihm sagen: Nimm dich ihrer an, sie sind Dein. Dies ist ein Gebet, das wir nicht immer sprechen, das Gebet des Anvertrauens: „Herr, ich vertraue dir dies an, bringe du es voran.“ Das ist ein schönes christliches Gebet. Es ist die innere Haltung des Vertrauens auf die Macht des Herrn und auch auf die Zärtlichkeit des Herrn, der auch Vater ist […].
Drei Worte: Drangsale, Anvertrauen, Frieden. Im Leben müssen wir auch Wege der Drangsal gehen, denn das ist das Gesetz des Lebens. Aber gerade in jenen Augenblicken muss man sich dem Herrn anvertrauen. Und er antwortet uns mit dem Frieden. Der Herr ist ein Vater, der uns sehr liebt und niemals enttäuscht. (Papst Franziskus, Frühmesse in Santa Marta, 5
. Mai 2015)
Kalenderblatt 18. Mai: Felix von Cantalice
18.05.2026 08:25
Kalenderblatt 18. Mai: Felix von Cantalice
18.05.2026 08:25
Kalenderblatt 18. Mai: Felix von Cantalice
Was braucht die Kirche in schweren Zeiten? Geniale Theologen, mächtige Verbündete oder reiche Wohltäter? Felix von Cantalice (1515-1587) war nichts von alledem – und trug doch wie kaum ein anderer zum Wohl der Kirche im turbulenten 16. Jahrhundert bei. Der ungebildete Sohn sehr armer Bauern arbeitete zunächst als Hirtenjunge und trat 1543 dem neugegründeten Kapuzinerorden bei. Die Gemeinschaft schickte ihn nach Rom, wo Felix über 40 Jahre lang Almosen für den Orden sammelte (Beispieldarstellung aus dem 16. Jahrhundert siehe Bild). Seine stets freundliche und dankbare Art brachte ihm den Spitznamen "Bruder Deo Gratias" (etwa Bruder Vergelt’s Gott) ein. Seine Ausstrahlung zog zahllose Menschen an und trug zur Stabilisierung der wichtigen Ordensreform bei. Hohe Kirchenmänner wie der Mailänder Erzbischof Karl Borromäus legten Wert auf Felix' Ratschläge. Der beliebte Kapuziner starb am 18. Mai 1587 in Rom.
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antonius34 18.05.2026 09:21
Von den guten
Werken wird die
Seele wie von einem
Königsmantel umhüllt, von
Den schlechten aber verdunkelt.
Hildegard v.Bingen
Werken wird die
Seele wie von einem
Königsmantel umhüllt, von
Den schlechten aber verdunkelt.
Hildegard v.Bingen

Jetzt
Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet?
Während Apóllos sich in Korínth aufhielt,
durchwanderte Paulus das Hochland
und kam nach Éphesus hinab.
Er stieß dort auf einige Jünger
und fragte sie:
Habt ihr den Heiligen Geist empfangen,
als ihr gläubig wurdet?
Sie antworteten ihm:
Wir haben noch nicht einmal gehört,
dass es einen Heiligen Geist gibt.
Da fragte er:
Auf welche Taufe seid ihr denn getauft worden?
Sie antworteten: Auf die Taufe des Johannes.
Paulus sagte:
Johannes hat mit der Taufe der Umkehr getauft
und das Volk gelehrt,
sie sollten an den glauben, der nach ihm komme:
an Jesus.
Als sie das hörten,
ließen sie sich auf den Namen Jesu, des Herrn, taufen.
Paulus legte ihnen die Hände auf
und der Heilige Geist kam auf sie herab;
sie redeten in Zungen
und weissagten.
Es waren im Ganzen ungefähr zwölf Männer.
Er ging in die Synagoge
und lehrte drei Monate lang freimütig
und suchte sie vom Reich Gottes zu überzeugen.