Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 16, 20–23a
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Amen, amen, ich sage euch: Ihr werdet weinen und klagen, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, aber eure Trauer wird sich in Freude verwandeln.
Wenn die Frau gebären soll, hat sie Trauer, weil ihre Stunde gekommen ist; aber wenn sie das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an ihre Not über der Freude, dass ein Mensch zur Welt gekommen ist.
So habt auch ihr jetzt Trauer, aber ich werde euch wiedersehen; dann wird euer Herz sich freuen und niemand nimmt euch eure Freude.
An jenem Tag werdet ihr mich nichts mehr fragen.
Worte der Päpste
Wir müssen uns die Wahrheit eingestehen: Nicht das ganze christliche Leben ist ein Fest. Nicht das ganze! Man weint, oft weint man. Wenn du krank bist; wenn du ein Problem in der Familie hast – mit dem Sohn, der Tochter, der Frau, dem Mann; wenn du siehst, dass das Gehalt nicht bis zum Monatsende reicht und du ein krankes Kind hat; wenn du siehst, dass du die Hypothek für das Haus nicht bezahlen kannst und ihr wegziehen müsst… So viele Probleme, so viele haben wir. Aber Jesus sagt uns: „Fürchtet euch nicht!“ Ja, ihr werdet traurig sein, ihr werdet weinen, und auch die Menschen werden sich freuen, die gegen euch sind. […] “Eure Trauer wird sich in Freude verwandeln.“ Aber wenn du zu einem Kranken oder einer Kranken gehst, die so sehr leiden, ist es schwer zu sagen: „Nur Mut! Nur Mut! Morgen wirst du Freude haben!“ Nein, das kann man nicht sagen! Wir müssen es so fühlen lassen, wie Jesus es fühlen ließ. Auch wir, wenn wir mitten in der Dunkelheit sind und nichts sehen: „Ich weiß, Herr, dass diese Traurigkeit sich in Freude verwandeln wird. Ich weiß nicht wie, aber ich weiß es!“ Ein Akt des Glaubens an den Herrn. Ein Akt des Glaubens! Mutig sein im Leid und daran glauben, dass danach der Herr kommt, danach die Freude kommt, nach der Dunkelheit die Sonne scheint. Möge der Herr uns allen diese Freude in der Hoffnung schenken. (Papst Franziskus, Frühmesse in Santa Marta, 30. Mai 2014)
Kalenderblatt 15. Mai: Sophia von Rom
15.05.2026 08:09
Kalenderblatt 15. Mai: Sophia von Rom
15.05.2026 08:09
Kalenderblatt 15. Mai: Sophia von Rom
Wer heute in einer Schulklasse nach "Sophia" (deutsch "Weisheit" ) ruft, bei dem werden sich häufig gleich mehrere Mädchen melden – und auch im Heiligenkalender führte dieser Name zu einigen Verwechslungen. Über Sophia von Rom (gest. um 304), die heutige Tagesheilige, ist nur wenig bekannt. Sie war eine Christin, die während der Diokletianischen Verfolgung für ihren Glauben starb. Im Mittelalter wurde sie teilweise mit der gleichnamigen Sophia von Mailand (2. Jahrhundert) vermischt. Als die Kreuzfahrer im Osten auf viele orthodoxe Sophienkirchen (z.B. die berühmte Hagia Sophia im heutigen Istanbul) stießen, glaubten sie fälschlicherweise, all diese Kirchen seien Sophia von Rom geweiht. Dabei bezeichnet "Sophia" im orthodoxen Kulturraum die Göttliche Weisheit und keine menschliche Person. Sophia von Rom konnte sich zumindest als eine der Eisheiligen durchsetzen. Für ihren Namenstag entwickelten sich zahlreiche Bauernregeln: "Vor Nachtfrost du nicht sicher bist, bevor Sophie vorüber ist."
Kommentare
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antonius34 15.05.2026 10:00
Es lohnt sich, wenn wir den
Mut aufbringen, die festgefahren en
Gleise unserer Ichbezogenheit zu
Verlassen und unser Inneres so weit
Als möglich Gott zu öffnen,
Um ihn wirken zu lassen, ihm
Raum zu geben.
Irene heise
Mut aufbringen, die festgefahren en
Gleise unserer Ichbezogenheit zu
Verlassen und unser Inneres so weit
Als möglich Gott zu öffnen,
Um ihn wirken zu lassen, ihm
Raum zu geben.
Irene heise

Jetzt
Viel Volk gehört mir in dieser Stadt
Als Paulus in Korínth war,
sagte der Herr nachts in einer Vision zu ihm:
Fürchte dich nicht!
Rede nur, schweige nicht!
Denn ich bin mit dir,
niemand wird dir etwas antun.
Viel Volk nämlich gehört mir in dieser Stadt.
So blieb Paulus ein Jahr und sechs Monate
und lehrte bei ihnen das Wort Gottes.
Als aber Gállio Prókonsul von Acháia war,
traten die Juden einmütig gegen Paulus auf,
brachten ihn vor den Richterstuhl
und sagten:
Dieser verführt die Menschen zu einer Gottesverehrung,
die gegen das Gesetz verstößt.
Als Paulus etwas erwidern wollte,
sagte Gállio zu den Juden:
Läge hier ein Vergehen oder Verbrechen vor, ihr Juden,
so würde ich eure Klage ordnungsgemäß behandeln.
Streitet ihr jedoch über Lehre und Namen und euer Gesetz,
dann seht selber zu!
Darüber will ich nicht Richter sein.
Und er wies sie vom Richterstuhl weg. Da ergriffen alle den Synagogenvorsteher Sósthenes
und verprügelten ihn vor dem Richterstuhl.
Gállio aber kümmerte sich nicht darum.
Paulus blieb noch längere Zeit.
Dann verabschiedete er sich von den Brüdern
und segelte zusammen mit Priscílla und Áquila nach Syrien ab.
In Kenchréä
hatte er sich aufgrund eines Gelübdes
den Kopf kahl scheren lassen.