Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 28, 16–20
In jener Zeit gingen die elf Jünger nach Galiläa auf den Berg, den Jesus ihnen genannt hatte.
Und als sie Jesus sahen, fielen sie vor ihm nieder, einige aber hatten Zweifel.
Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Vollmacht gegeben im Himmel und auf der Erde.
Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
Worte der Päpste
Weil mit der Himmelfahrt etwas Neues und Schönes geschehen ist: Jesus hat unser Menschsein, unser Fleisch in den Himmel mitgenommen – zum ersten Mal! – das heißt, er hat es zu Gott gebracht. Dieses Menschsein, das er auf der Erde angenommen hat, ist nicht hier geblieben. Der auferstandene Jesus war kein Geist, nein, er hatte seinen menschlichen Körper, Fleisch, Knochen, alles, was für immer dort, in Gott, sein wird. Wir können sagen, dass sich Gott selbst seit dem Tag der Himmelfahrt »verändert« hat: seitdem ist er nicht mehr nur Geist, sondern er trägt, da er uns liebt, unser Fleisch, unsere Menschlichkeit in sich! Damit ist unser rechtmäßiger Platz angedeutet, da ist unsere Bestimmung. [...] Was tut Jesus im Himmel? Er steht für uns vor dem Vater, er zeigt ihm immer wieder unser Menschsein, er zeigt ihm die Wunden. Ich stelle mir gerne vor, dass Jesus vor dem Vater so betet und ihm die Wunden zeigt. „Das habe ich für die Menschen erlitten: tu etwas!“ Er zeigt ihm den Preis der Erlösung, und der Vater ist gerührt. Das ist etwas, worüber ich gerne nachdenke. So betet Jesus. Er hat uns nicht allein gelassen. Vor seiner Himmelfahrt sagte er uns, wie das heutige Evangelium berichtet: „Ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,20). (Papst Franziskus, Regina Caeli, 21.
Mai 2023)
Kalenderblatt Christi Himmelfahrt
14.05.2026 08:19
Kalenderblatt Christi Himmelfahrt
14.05.2026 08:19
Kalenderblatt Christi Himmelfahrt
Wer in Deutschland "Christi Himmelfahrt" sagt, der meint häufig "Vatertag" und hat ganz bestimmte Assoziationen vor Augen: Männerausflug, Bollerwagen und vor allem viel Bier. Und weil dieser bewegliche Feiertag immer auf einen Donnerstag fällt und Deutsche eine große Liebe zu Brückentagen pflegen, informieren sie sich immer ungewöhnlich früh über das genaue Datum. Wenn es hingegen um den religiösen Hintergrund geht, zucken viele mit den Schultern. Der Evangelist Lukas berichtet, Jesus sei nach seiner Auferstehung 40 Tage lang seinen Jüngern erschienen und schließlich in den Himmel emporgehoben worden (vgl. Lk 24,50-53). "Christi Himmelfahrt" bildet so den Übergang von der Auferstehung (Ostersonntag) zur Ausgießung des Heiligen Geistes (Pfingsten). Seit dem 4. Jahrhundert wird "Christi Himmelfahrt" als eigenständiges Fest gefeiert. Wie die Jünger freuen sich Gläubige an diesem Tag, dass Jesus bei Gott ist, an seiner Herrlichkeit teil hat und ihm gleichgeworden ist. Im Johannesevangelium (20,17) sagt Jesus dazu: "Ich gehe hinauf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott." Das Fest "Christi Himmelfahrt" ist ein "Vatertag" der besonderen Art.
Kommentare
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antonius34 14.05.2026 11:12
Je dunkler es um uns wird ,destomehr müssen wir das Herz öffnen für das
Licht von oben . Edith Stein
Licht von oben . Edith Stein

Jetzt
Apg 1, 1–11
Im ersten Buch, lieber TheOphilus, habe ich über alles berichtet, was Jesus von Anfang an getan und gelehrt hat, bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel aufgenommen wurde. Vorher hat er den Aposteln, die er sich durch den Heiligen Geist erwählt hatte, Weisung gegeben.
Ihnen hat er nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt; vierzig Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen.
Beim gemeinsamen Mahl gebot er ihnen: Geht nicht weg von Jerusalem, sondern wartet auf die Verheißung des Vaters, die ihr von mir vernommen habt!
Denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber werdet schon in wenigen Tagen mit dem Heiligen Geist getauft werden.
Als sie nun beisammen waren, fragten sie ihn: Herr, stellst du in dieser Zeit das Reich für Israel wieder her?
Er sagte zu ihnen: Euch steht es nicht zu, Zeiten und Fristen zu erfahren, die der Vater in seiner Macht festgesetzt hat.
Aber ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.
Als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.
Während sie unverwandt ihm nach zum Himmel emporschauten, siehe, da standen zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen und sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.
Zweite Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Epheser
Eph 1, 17–23
Schwestern und Brüder! Der Gott Jesu Christi, unseres Herrn, der Vater der Herrlichkeit, gebe euch den Geist der Weisheit und Offenbarung, damit ihr ihn erkennt.
Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr versteht, zu welcher Hoffnung ihr durch ihn berufen seid, welchen Reichtum die Herrlichkeit seines Erbes den Heiligen schenkt und wie überragend groß seine Macht sich an uns, den Gläubigen, erweist durch das Wirken seiner Kraft und Stärke.
Er ließ sie wirksam werden in Christus, den er von den Toten auferweckt und im Himmel auf den Platz zu seiner Rechten erhoben hat, hoch über jegliche Hoheit und Gewalt, Macht und Herrschaft und über jeden Namen, der nicht nur in dieser Weltzeit, sondern auch in der künftigen genannt wird.
Alles hat er ihm zu Füßen gelegt und ihn, der als Haupt alles überragt, über die Kirche gesetzt.
Sie ist sein Leib, die Fülle dessen, der das All in allem erfüllt.