Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 16, 12–15
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnt es jetzt nicht tragen.
Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in der ganzen Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selbst heraus reden, sondern er wird reden, was er hört, und euch verkünden, was kommen wird.
Er wird mich verherrlichen; denn er wird von dem, was mein ist, nehmen und es euch verkünden.
Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt: Er nimmt von dem, was mein ist, und wird es euch verkünden.
Worte der Päpste
Im Johannesevangelium [hören wir] einen Abschnitt aus der langen Abschiedsrede, die Jesus kurz vor seinem Leiden gehalten hat. In dieser Rede erklärt er den Jüngern die tiefsten Wahrheiten, die ihn betreffen; und so zeichnet sich die Beziehung zwischen Jesus, dem Vater und dem Heiligen Geist ab. Jesus weiß, dass er der Verwirklichung des Planes des Vaters nahe ist, der sich mit seinem Tod und mit seiner Auferstehung erfüllen wird. Deshalb will er den Seinen zusichern, dass er sie nicht verlassen wird, da seine Sendung vom Heiligen Geist fortgeführt werden wird. Es wird der Heilige Geist sein, der die Sendung Jesu fortführen, das heißt die Kirche voran führen wird.
Jesus offenbart, worin diese Sendung besteht. Vor allem leitet uns der Geist dazu an, all das zu verstehen, was Jesus selbst noch zu sagen hat (vgl. Joh 16,12). Es handelt sich nicht um neue oder besondere Lehren, sondern um ein volles Verständnis all dessen, was der Sohn vom Vater gehört und den Jüngern gesagt hat (vgl. V. 15). Der Heilige Geist führt uns in den neuen existenziellen Situationen mit einem Blick, der auf Jesus gerichtet und gleichzeitig offen für die Geschehnisse und die Zukunft ist. Er hilft uns, fest im Evangelium verwurzelt und in dynamischer Treue zu unseren Traditionen und Bräuchen durch die Geschichte zu gehen. (Papst Franziskus, Angelus, 22. Mai 2016)
Kalenderblatt 13. Mai: Unsere Liebe Frau von Fatima
Heute, 08:16
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Jeder Marienwallfahrtsort hat seinen ganz eigenen Charakter: Die Erscheinung in Guadalupe (heutiges Mexiko) verkündete Solidarität, das Wunder in Lourdes (Frankreich) versprach Heilung und die Vision in Fatima (Portugal) rief zur Umkehr auf. Der kleine Ort auf der iberischen Halbinsel ist der jüngste dieser drei großen Wallfahrtsorte. Selbst im Vergleich zu den anderen Visionen erscheint Fatima wie ein Pilgerort der Superlative. Während die Gottesmutter sonst nur einzelnen armen Personen erschien, sollen es in Fatima (1916-17) gleich drei Kinder (siehe Bild) gewesen sein. Nur eine Marienvision? Die Hirtenkinder Lucia Rosa dos Santos (1907-2005), Jacinta Marto (1910-1920) und ihr Bruder Francisco Marto (1908-1919) berichteten von drei Engels- und sechs Marienerscheinungen. Und während die Jungfrau Maria sonst nur eine Botschaft überbrachte, soll sie in Fatima drei Geheimnisse verraten haben. Die Geschwister Jacinta und Francisco starben bereits in jungen Jahren. Lucia trat in ein Kloster ein und schrieb erst 1941 die ersten beiden Geheimnisse (über die Hölle und über Russland) auf, welche auch sofort veröffentlicht wurden. Das dritte Geheimnis (über Kirchenverfolgung) wurde versiegelt dem Papst übergeben und erst im Jahr 2000 veröffentlicht. Papst Franziskus sprach die beiden Hirtenkinder Jacinta und Francisco 2017 heilig.

Jetzt
Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch
In jenen Tagen
brachten die Begleiter des Paulus ihn nach Athen.
Mit dem Auftrag an Silas und Timótheus,
Paulus möglichst rasch nachzukommen,
kehrten sie zurück.
Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopágs
und sagte:
Männer von Athen, nach allem, was ich sehe,
seid ihr sehr fromm.
Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah,
fand ich auch einen Altar
mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT.
Was ihr verehrt, ohne es zu kennen,
das verkünde ich euch.
Der Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr,
er, der Herr über Himmel und Erde,
wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind.
Er lässt sich auch nicht von Menschenhänden dienen,
als ob er etwas brauche,
er, der allen das Leben, den Atem und alles gibt.
Er hat aus einem einzigen Menschen
das ganze Menschengeschlecht erschaffen,
damit es die ganze Erde bewohne.
Er hat für sie
bestimmte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt.
Sie sollten Gott suchen,
ob sie ihn ertasten und finden könnten;
denn keinem von uns ist er fern.
Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir;
wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben:
Wir sind von seinem Geschlecht.
Da wir also von Gottes Geschlecht sind,
dürfen wir nicht meinen,
das Göttliche
sei wie ein goldenes oder silbernes oder steinernes Gebilde
menschlicher Kunst und Erfindung.
Gott, der über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat,
gebietet jetzt den Menschen,
dass überall alle umkehren sollen.
Denn er hat einen Tag festgesetzt,
an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird,
durch einen Mann,
den er dazu bestimmt
und vor allen Menschen dadurch ausgewiesen hat,
dass er ihn von den Toten auferweckte.
Als sie von der Auferstehung der Toten hörten,
spotteten die einen,
andere aber sagten:
Darüber wollen wir dich ein andermal hören.
So ging Paulus aus ihrer Mitte weg.
Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig,
unter ihnen auch Dionýsius, der Areopagít,
außerdem eine Frau namens Dámaris und noch andere mit ihnen.
Hierauf verließ Paulus Athen
und ging nach Korínth.