Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 16, 5–11
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Jetzt gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du?
Vielmehr hat Trauer euer Herz erfüllt, weil ich euch das gesagt habe.
Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich ihn zu euch senden.
Und wenn er kommt, wird er die Welt der Sünde überführen und der Gerechtigkeit und des Gerichts; der Sünde, weil sie nicht an mich glauben; der Gerechtigkeit, weil ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht; des Gerichts, weil der Herrscher dieser Welt gerichtet ist.
Worte der Päpste
Der Abschnitt aus dem Evangelium führt uns heute in den Abendmahlssaal, wo nach dem Letzten Abendmahl ein Gefühl des Verlorenseins die Apostel mit Trauer erfüllt. Grund dafür ist die Tatsache, daß die Worte Jesu beunruhigende Fragen aufkommen lassen: Er spricht vom Haß der Welt gegen sich und gegen die Seinen, er spricht von seinem geheimnisvollen Weggang und davon, daß es noch vieles zu sagen gäbe, die Apostel es aber jetzt nicht tragen könnten (vgl. Joh 16,12). Um sie zu trösten, erklärt er die Bedeutung seines Weggangs: Er wird fortgehen, aber wiederkommen; in der Zwischenzeit wird er sie nicht allein lassen, sie nicht als Waisen zurücklassen. Er wird den Tröster, den Geist des Vaters, senden, und der Geist wird sie erkennen lassen, daß das Werk Christi das Werk der Liebe ist: der Liebe Christi, der sich hingegeben hat, der Liebe des Vaters, der ihn geschenkt hat. […] Der Heilige Geist erleuchtet den menschlichen Geist und zeigt uns durch die Offenbarung des gekreuzigten und auferstandenen Christus den Weg, ihm ähnlicher zu werden, also „Ausdruck und Organ seiner Liebe“ zu sein (Enzyklika Deus caritas est, Nr. 33). (Papst Benedikt XVI., Predigt am Hochfest Pfingsten, 4. Juni 2006)
Kalenderblatt 12. Mai: Pankratius
12.05.2026 08:14
Kalenderblatt 12. Mai: Pankratius
12.05.2026 08:14
Kalenderblatt 12. Mai: Pankratius
Der Heiligenkalender kennt zahllose junge römische Mädchen, die in der Antike mutig für ihren Glauben gestorben sind – höchste Zeit, auch einmal den Jungen Aufmerksamkeit zu schenken! Einer ihrer bekanntesten Vertreter ist der Märtyrer Pankratius (um 290-304). Der Legende nach wuchs er in Synnada in der römischen Provinz Phrygien (heutige Türkei) auf. Seine heidnischen Eltern Kleonios und Kyriada waren reiche und angesehene Bürger. Nach dem frühen Tod seines Vaters wurde der neunjährige Pankratius zu seinem Onkel Dionysius nach Rom geschickt. Die neue Nachbarschaft barg ein ungeahntes Geheimnis: Hier wohnten viele, die verborgen dem verbotenen christlichen Glauben anhingen – darunter sogar der römische Bischof Marcellinus. Schließlich ließen sich auch Pankratius und Dionysius taufen. Kurz darauf starb der Onkel, doch der vierzehnjährige Pankratius wusste sich von der Gemeinde getragen: Die gemeinsamen Gebete und Mahlfeiern gaben ihm Kraft. Als Spione Kaiser Diokletian das Glaubensgeheimnis des Jungen verrieten, reagierte der Herrscher entsetzt und ließ Pankratius zu sich rufen. Dieser erkannte die Situation sofort: Er bat Bischof Marcellinus um einen letzten Segen, verteilte sein gesamtes Erbe unter bedürftigen Christen und ging entschlossen zum Palast. Kaiser Diokletian wollte dem Sohn solch angesehener Eltern noch eine Chance geben. Pankratius aber weigerte sich, seinem Glauben abzuschwören. Daraufhin ließ der Kaiser ihn an der Via Aurelia enthaupten. Bereits Papst Symmachus (489-514) weihte dem jungen Märtyrer eine Basilika.
Kommentare
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antonius34 12.05.2026 08:20
Herr Jesus Christus, du rufst uns in deine
Nachfolge....
Nicht als Knechte, sondern als deine
Freunde.
Nachfolge....
Nicht als Knechte, sondern als deine
Freunde.
antonius34 12.05.2026 08:22
Ein Freund ist jemand der weiß,
Dass man ihn gerade braucht.
Oskar Wilde
Dass man ihn gerade braucht.
Oskar Wilde

Jetzt
Glaube an Jesus, den Herrn, und du wirst gerettet werden, du und dein Haus
In jenen Tagen
erhob sich das Volk von Philíppi gegen Paulus und Silas
und die obersten Beamten
ließen ihnen die Kleider vom Leib reißen
und befahlen, sie mit Ruten zu schlagen.
Sie ließen ihnen viele Schläge geben
und sie ins Gefängnis werfen;
dem Gefängniswärter gaben sie Befehl,
sie in sicherem Gewahrsam zu halten.
Auf diesen Befehl hin warf er sie in das innere Gefängnis
und schloss ihre Füße in den Block.
Um Mitternacht beteten Paulus und Silas
und sangen Loblieder;
und die Gefangenen hörten ihnen zu.
Plötzlich begann ein gewaltiges Erdbeben,
sodass die Grundmauern des Gefängnisses wankten.
Mit einem Schlag sprangen die Türen auf
und allen fielen die Fesseln ab.
Als der Gefängniswärter aufwachte
und die Türen des Gefängnisses offen sah,
zog er sein Schwert, um sich zu töten;
denn er meinte, die Gefangenen seien entflohen.
Da rief Paulus laut: Tu dir nichts an!
Wir sind alle noch da.
Jener rief nach Licht,
stürzte hinein
und fiel Paulus und Silas zitternd zu Füßen.
Er führte sie hinaus
und sagte: Ihr Herren, was muss ich tun, um gerettet zu werden?
Sie antworteten: Glaube an Jesus, den Herrn,
und du wirst gerettet werden, du und dein Haus.
Und sie verkündeten ihm und allen in seinem Haus
das Wort des Herrn.
Er nahm sie in jener Nachtstunde bei sich auf,
wusch ihre Striemen
und ließ sich sogleich mit allen seinen Angehörigen taufen.
Dann führte er sie in sein Haus hinauf,
ließ ihnen den Tisch decken
und war mit seinem ganzen Haus voll Freude,
weil er zum Glauben an Gott gekommen war.