Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 15, 26 – 16, 4a
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, dann wird er Zeugnis für mich ablegen.
Und auch ihr legt Zeugnis ab, weil ihr von Anfang an bei mir seid.
Das habe ich euch gesagt, damit ihr keinen Anstoß nehmt.
Sie werden euch aus der Synagoge ausstoßen, ja es kommt die Stunde, in der jeder, der euch tötet, meint, Gott einen heiligen Dienst zu leisten.
Das werden sie tun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben.
Ich habe es euch aber gesagt, damit ihr euch, wenn die Stunde kommt, daran erinnert, dass ich es euch gesagt habe.
Worte der Päpste
„Der Beistand kommt, den ich euch vom Vater aus senden werde“ (Joh 15,26). Mit diesen Worten verspricht Jesus den Jüngern den Heiligen Geist, die endgültige Gabe, die Gabe der Gaben. […] Schauen wir uns die Apostel an: Sie waren an jenem Morgen allein, sie waren allein und verloren, sie waren aus Furcht hinter verschlossenen Türen, sie lebten in Angst und all ihre Schwächen und ihr Versagen, ihre Sünden, standen ihnen vor Augen: sie hatten Jesus Christus verleugnet. Die Jahre, die sie mit Jesus verbrachten, hatten sie nicht verändert, sie blieben weiter die Gleichen. Dann empfangen sie den Heiligen Geist und alles ändert sich: Die Probleme und Fehler bleiben dieselben, aber sie fürchten sich nicht mehr davor, weil sie auch vor denen, die ihnen Schaden zufügen wollen, keine Angst mehr haben. Sie fühlen sich innerlich getröstet und wollen den Trost Gottes nach außen weitergeben. Vorher hatten sie Angst, jetzt haben sie nur noch Angst davor, die Liebe, die sie empfangen hatten, nicht zu bezeugen. Jesus hatte es prophezeit: Der Geist wird „Zeugnis für mich ablegen. Und auch ihr legt Zeugnis ab“ (Joh 15,26-27). […] Auch wir sind berufen, im Heiligen Geist Zeugnis zu geben, Parakleten zu werden, also einander beizustehen. Ja, der Geist verlangt danach, dass wir seinem Trost konkret werden lassen. Wie können wir das machen? Nicht mit großen Reden, sondern indem wir zu Nächsten werden; nicht mit Floskeln, sondern durch Gebet und Nähe. (Papst Franziskus, Predigt am Hochfest Pfingsten, 23.
Mai 2021)
Kalenderblatt 11. Mai: Ignatius von Láconi
11.05.2026 06:49
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Kalenderblatt 11. Mai: Ignatius von Láconi
Ein leichtfertig gegebenes Versprechen kann man schnell vergessen. Das ist auch dem Kapuzinerbruder Ignatius von Láconi (1701-1781) passiert. Der Sohn armer Bauern wurde als Vincenzo Peis auf Sardinien (siehe Bild) geboren und musste schon früh als Viehhirte arbeiten. Mit etwa 18 Jahren erkrankte Vincenzo schwer und machte Gott darum ein Angebot: Sollte der Herr ihn heilen, dann werde er in einen Orden eintreten. Nach zwei Jahren langer Krankheit wurde Vincenzo tatsächlich wieder gesund – und vergaß sein Versprechen. 1721 geriet der Bauernsohn wieder in Gefahr, als sein Reittier plötzlich in Panik geriet. Vincenzo erneuerte sein Gelübde und blieb unverletzt. Dieses Mal blieb er seinem Wort treu, trat in ein Kapuzinerkloster ein und erhielt den Ordensnamen Ignatius. Über Jahrzehnte hinweg war der für seine strenge Gebets- und Bußpraxis bekannte Kapuziner als Sammelbruder tätig. Die Bevölkerung schätzte ihn für seine geistlichen Ratschläge und schrieb ihm sogar Wunder zu. Papst Pius XII. sprach Ignatius 1951 heilig.
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antonius34 11.05.2026 07:24
Eine Mutter zu sein, bedeutet, einen Teil deines
Herzens außerhalb deines
Körpers zu tragen.
Elizabeth Stone
Herzens außerhalb deines
Körpers zu tragen.
Elizabeth Stone

Jetzt
Der Herr öffnete ihr das Herz, sodass sie den Worten des Paulus aufmerksam lauschte
Wir brachen von Tróas auf
und fuhren auf dem kürzesten Weg nach Samothráke
und am folgenden Tag nach Neápolis.
Von dort gingen wir nach Philíppi,
eine führende Stadt
des Bezirks von Mazedónien, eine Kolonie.
In dieser Stadt hielten wir uns einige Tage auf.
Am Sabbat gingen wir durch das Stadttor hinaus an den Fluss,
wo wir eine Gebetsstätte vermuteten.
Wir setzten uns
und sprachen zu den Frauen, die sich eingefunden hatten.
Eine Frau namens Lýdia,
eine Purpurhändlerin aus der Stadt Thyatíra,
hörte zu;
sie war eine Gottesfürchtige
und der Herr öffnete ihr das Herz,
sodass sie den Worten des Paulus aufmerksam lauschte.
Als sie und alle, die zu ihrem Haus gehörten, getauft waren,
bat sie:
Wenn ihr wirklich meint,
dass ich zum Glauben an den Herrn gefunden habe,
kommt in mein Haus und bleibt da.
Und sie drängte uns.