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Kalenderblatt 9. Mai: Volkmar

Kalenderblatt 9. Mai: Volkmar
Als der koptische Abt-Bischof Epiphanios im Juli 2018 von zwei seiner eigenen Mönche ermordet wurde, war das Entsetzen groß. Solch ein grausames Verbrechen unter angeblichen Gottesmännern! Dabei ist Mord unter Mönchen weder ein ägyptisches noch modernes Phänomen: Bereits Volkmar (um 1235-1282) bekam die geballte Wut seiner Brüder zu spüren. Über seine Herkunft und Jugend ist nichts bekannt. 1280 wurde er Abt des Benediktinerklosters Niederaltaich in Niederbayern. Von Beginn seiner Amtszeit an bemühte sich Volkmar um mehr Disziplin und Moral unter den Mönchen. Die Betroffenen erkannten die Autorität des Abtes nicht an und reagierten mit heftigem Widerstand. Nach zwei Jahren Amtszeit eskalierte der Streit: Als Volkmar gerade in einem Kahn die Donau überqueren wollte, feuerten die wütenden Mönche Pfeile in den Rücken ihres Abtes. Volkmar starb am 9. Mai 1282.

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Klavierspielerin2 09.05.2026 08:11
Lesung (Apg 16,1-10)
Komm herüber nach Mazedonien und hilf uns!


In jenen Tagen
   kam Paulus nach Derbe und nach Lystra.
Und siehe, dort lebte ein Jünger namens Timótheus,
   der Sohn einer gläubig gewordenen Jüdin und eines Griechen.
Er war Paulus von den Brüdern in Lystra und Ikónion
   empfohlen worden.
Paulus wollte ihn als Begleiter mitnehmen
und ließ ihn
   mit Rücksicht auf die Juden, die in jenen Gegenden wohnten,
   beschneiden;
denn alle wussten, dass sein Vater ein Grieche war.

Als sie nun durch die Städte zogen,
   überbrachten sie ihnen
   die von den Aposteln und den Ältesten
   in Jerusalem gefassten Beschlüsse
und trugen ihnen auf, sich daran zu halten.
So wurden die Gemeinden im Glauben gestärkt
   und wuchsen von Tag zu Tag.

Weil ihnen aber vom Heiligen Geist verwehrt wurde,
   das Wort in der Provinz Asien zu verkünden,
   reisten sie durch Phrýgien und das galátische Land.
Sie zogen an Mýsien entlang
   und versuchten, Bithýnien zu erreichen;
doch auch das erlaubte ihnen der Geist Jesu nicht.
So durchwanderten sie Mýsien
   und kamen nach Tróas hinab.

Dort hatte Paulus in der Nacht eine Vision.
Ein Mazedónier stand da
   und bat ihn: Komm herüber nach Mazedónien und hilf uns!

Auf diese Vision hin
   wollten wir sofort nach Mazedónien abfahren;
denn wir kamen zu dem Schluss,
   dass uns Gott dazu berufen hatte,
   dort das Evangelium zu verkünden.
 
Klavierspielerin2 09.05.2026 08:12
Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 15, 18–21

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat.
Wenn ihr von der Welt stammen würdet, würde die Welt euch als ihr Eigentum lieben. Aber weil ihr nicht von der Welt stammt, sondern weil ich euch aus der Welt erwählt habe, darum hasst euch die Welt.
Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie an meinem Wort festgehalten haben, werden sie auch an eurem Wort festhalten.
Doch dies alles werden sie euch um meines Namens willen antun; denn sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.

Worte der Päpste
Jesus spricht oft, und vor allem in seiner Abschiedsrede an die Apostel, von der Welt (vgl. Joh 15,18-21). Und hier sagt er: „Wenn die Welt euch hasst, dann wisst, dass sie mich schon vor euch gehasst hat“ (V. 18). Offensichtlich spricht er von dem Hass, den die Welt Jesus gegenüber hatte und den sie uns gegenüber haben wird. Und in dem Gebet, das er mit den Jüngern beim Abendmahl spricht, bittet er den Vater, sie nicht aus der Welt zu nehmen, sondern sie vor dem Geist der Welt zu bewahren (vgl. Joh 17,15).
Ich glaube, wir können uns fragen: Was ist der Geist der Welt? Was ist diese Weltlichkeit, die in der Lage ist, zu hassen, Jesus und seine Jünger zu zerstören, ja sie zu verderben und die Kirche zu verderben? […] Die Weltlichkeit ist eine Kultur; sie ist eine Kultur des Vergänglichen, eine Kultur des schönen Scheins, des Make-Ups, eine Kultur des „heute ja, morgen nein, morgen ja und heute nein“. Sie hat oberflächliche Werte. Eine Kultur, die keine Treue kennt, weil sie sich je nach den Umständen verändert, alles verhandelt. Das ist die weltliche Kultur, die Kultur der Weltlichkeiten. Und Jesus will uns davor bewahren und bittet, dass der Vater uns vor dieser Kultur der Weltlichkeit bewahren möge. (Papst Franziskus, Frühmesse in Santa Marta, 26. Mai 2020)
 
Engelslhaar 09.05.2026 08:30
 
Engelslhaar 09.05.2026 08:32
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