Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 14, 1–6
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Euer Herz lasse sich nicht verwirren. Glaubt an Gott und glaubt an mich!
Im Haus meines Vaters gibt es viele Wohnungen. Wenn es nicht so wäre, hätte ich euch dann gesagt: Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten?
Wenn ich gegangen bin und einen Platz für euch vorbereitet habe, komme ich wieder und werde euch zu mir holen, damit auch ihr dort seid, wo ich bin.
Und wohin ich gehe – den Weg dorthin kennt ihr.
Thomas sagte zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst. Wie können wir dann den Weg kennen?
Jesus sagte zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater außer durch mich.
Worte der Päpste
Jesus sieht die Verstörtheit der Jünger, er sieht ihre Angst, verlassen zu werden, gerade so wie es uns ergeht, wenn wir gezwungen sind, uns von jemandem zu trennen, den wir lieben. Deshalb sagt er: „Ich gehe, um einen Platz für euch vorzubereiten. [...], damit auch ihr dort seid, wo ich bin“ (V. 2-3). Jesus bedient sich des vertrauten Bildes des Hauses, eines Ortes der Beziehung und der Intimität. Im Haus des Vaters –, so sagt er zu seinen Freunden und zu einem jedem von uns, – ist Platz für dich, […], du wirst für immer von der Wärme einer Umarmung aufgenommen, und ich bin im Himmel und bereite dir einen Platz vor! Er bereitet für uns diese Umarmung mit dem Vater vor, den Platz für alle Ewigkeit.
Brüder und Schwestern, dieses Wort ist eine Quelle des Trostes, es ist eine Quelle der Hoffnung für uns. Jesus hat sich nicht von uns getrennt, sondern er hat uns den Weg geebnet, indem er unser endgültiges Ziel vorweggenommen hat: die Begegnung mit Gott, dem Vater, in dessen Herz ein Platz für einen jeden von uns ist. Wenn wir also Müdigkeit, Verwirrung oder gar Scheitern erleben, sollten wir uns daran erinnern, wohin unser Leben führen soll. Wir dürfen das Ziel nicht aus den Augen verlieren, auch wenn wir heute Gefahr laufen, es zu vergessen, die letzten Fragen zu vergessen, die wichtigen Fragen: wohin gehen wir? Worauf gehen wir zu? Wofür lohnt es sich zu leben? Ohne diese Fragen quetschen wir das Leben nur in die Gegenwart, wir meinen, es so gut wie möglich genießen zu müssen, und leben schließlich in den Tag hinein, ohne Zweck, ohne Ziel. Unsere Heimat aber ist im Himmel (vgl. Phil 3,20), lasst uns nicht die Größe und die Schönheit des Ziels vergessen! (Papst Franziskus, Regina Caeli,
7. Mai 2023)
Kalenderblatt 1. Mai: Richard Pampuri
Heute, 09:03
Kalenderblatt 1. Mai: Richard Pampuri
Heute, 09:03
Kalenderblatt 1. Mai: Richard Pampuri
Der 1. Mai passt als Patronatstag gut zu Richard Pampuri (1897-1930). Denn wenn diesem italienischen Arzt etwas am Herzen lag, dann waren es die Nöte und Bedürfnisse der arbeitenden Bevölkerung. Erminio, so sein Taufname, verlor schon früh beide Eltern und wuchs bei seinen Großeltern auf. 1917 wurde er zum Militärdienst eingezogen und musste sein Medizinstudium unterbrechen. Das massenhafte Leid in den Feldlazaretten des Ersten Weltkriegs prägte ihn nachhaltig. Nach Abschluss seines Studiums ließ sich Erminio als Landarzt in Morimondo nieder, wo er Einkommensschwache kostenlos behandelte. Er wollte die Situation der ärmeren Bevölkerung langfristig verbessern und unterstütze Bildungs- und Gesundheitsmaßnahmen für die Jugend. Einen Großteil seines Besitzes gab Erminio für Benachteiligte aus. 1927 trat er den Barmherzigen Brüdern des Johannes von Gott in Brescia bei und nahm den Ordensnamen Richard an. Im Kloster war er in der zahnärztlichen Ambulanz weiter medizinisch tätig. 1930 erkrankte der junge Ordensmann an Tuberkulose und starb mit nur 33 Jahren. Papst Johannes Paul II. sprach ihn 1989 heilig.

Jetzt
Gott hat die Verheißung erfüllt, indem er Jesus auferweckt hat
In jenen Tagen,
als Paulus nach Antióchia in Pisídien gekommen war,
sagte er in der Synagoge:
Brüder,
ihr Söhne aus Abrahams Geschlecht und ihr Gottesfürchtigen!
Uns wurde das Wort dieses Heils gesandt.
Denn die Einwohner von Jerusalem und ihre Führer
haben Jesus nicht erkannt,
aber sie haben die Worte der Propheten,
die an jedem Sabbat vorgelesen werden, erfüllt
und haben ihn verurteilt.
Obwohl sie nichts fanden, wofür er den Tod verdient hätte,
forderten sie von Pilatus seine Hinrichtung.
Als sie alles vollbracht hatten,
was in der Schrift über ihn gesagt ist,
nahmen sie ihn vom Kreuzesholz und legten ihn ins Grab.
Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt
und er ist viele Tage hindurch denen erschienen,
die mit ihm zusammen
von Galiläa nach Jerusalem hinaufgezogen waren
und die jetzt vor dem Volk seine Zeugen sind.
So verkünden wir euch das Evangelium:
Gott hat die Verheißung, die an die Väter ergangen ist,
an uns, ihren Kindern, erfüllt,
indem er Jesus auferweckt hat,
wie es im zweiten Psalm heißt:
Mein Sohn bist du,
heute habe ich dich gezeugt.