Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus
Mt 11, 25–30
In jener Zeit sprach Jesus: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, weil du das vor den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmündigen offenbart hast.
Ja, Vater, so hat es dir gefallen.
Alles ist mir von meinem Vater übergeben worden; niemand kennt den Sohn, nur der Vater, und niemand kennt den Vater, nur der Sohn und der, dem es der Sohn offenbaren will.
Kommt alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seid! Ich will euch erquicken.
Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig; und ihr werdet Ruhe finden für eure Seele.
Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht.
Worte der Päpste
Jesus verspricht, allen „Ruhe“ zu verschaffen, doch er stellt eine Bedingung: „Nehmt mein Joch auf euch und lernt von mir; denn ich bin gütig und von Herzen demütig.“ Was ist dieses „Joch“, das statt zu drücken leichter macht, das statt zu erdrücken entlastet? Das Joch Christi ist das Gesetz der Liebe, es ist sein Gebot, das er seinen Jüngern hinterlassen hat (vgl. Joh 13,34; 15,12). Das wahre Heilmittel für die Wunden der Menschheit, seien diese materieller Art wie der Hunger und die Ungerechtigkeiten oder psychologischer oder moralischer Natur und verursacht von einem falschen Wohlstand, ist eine Lebensregel, die in der brüderlichen Liebe gründet, die ihre Quelle in der Liebe Gottes hat. Daher ist es notwendig, Abstand zu nehmen von einem Leben der Arroganz und der Gewalt, die benutzt wird, um sich immer höhere Machtpositionen zu verschaffen und um jeden Preis Erfolg zu haben. Auch gegenüber der Umwelt muß man auf den aggressiven Stil verzichten, der in den letzten Jahrhunderten vorgeherrscht hat, und eine vernünftige „maßvolle“ Haltung einnehmen. Doch vor allem in den zwischenmenschlichen und sozialen Beziehungen ist die Regel der Achtung und der Gewaltlosigkeit, das heißt die Kraft der Wahrheit gegen jede Anmaßung, jene Regel, die eine menschenwürdige Zukunft gewährleisten kann. (Papst Benedikt XVI., Angelus, 3.
Juli 2011)
Kalenderblatt 29. April: Katharina von Siena
Heute, 07:49
Kalenderblatt 29. April: Katharina von Siena
Heute, 07:49
Kalenderblatt 29. April: Katharina von Siena
Als Katharina (1347-1380) im Haus ihrer adligen, aber verarmten Eltern in Siena aufwuchs, konnte niemand ahnen, dass aus ihr einmal eine Kirchenlehrerin werden würde. Schließlich wuchs sie ohne jede Ausbildung auf – und war obendrein ja "nur" ein Mädchen. Doch bereits mit sechs Jahren soll Katharina ihre erste Vision erlebt haben. Wegen ihres kurz darauf abgelegten Keuschheitsgelübdes widersetzte sich das junge Mädchen den familiären Heiratsplänen. Nach vielen Hindernissen schloss sich die 16-jährige Katharina den Dominikaner-Terziarinnen an, lernte Lesen und Schreiben und führte zunächst ein zurückgezogenes Leben in strenger Askese. Eine weitere Vision aber veränderte alles: Christus rief sie darin zum aktiven Apostolat in der Welt. Daraufhin pflegte Katharina Pestkranke, vermittelte zwischen sich bekriegenden Fürsten und rief die Kirche zur Umkehr auf. Für Letzteres kritisierte sie den Sittenverfall des Klerus sogar in öffentlichen Predigten. Katharina überzeugte Gregor XI., den Papstsitz nach Jahrzehnten von Avignon zurück nach Rom zu verlegen. Als seine enge Beraterin drängte Katharina den Papst nicht nur zu einer Kirchenreform, sondern forderte ihn auch zu einem weiteren Kreuzzug auf. Verzweifelt über das "Abendländische Schisma" (1378-1417) starb sie im Alter von 33 Jahren am 29. April 1430 in Rom. Von Katharina sind mehr als 380 teils hochtheologische Briefe erhalten. Papst Pius II. sprach sie 1461 heilig. 1970 wurde sie zur Kirchenlehrerin und 1999 zur Schutzpatronin Europas ernannt.
Kommentare
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antonius34 Heute, 08:10
Wenn Katharina von Siena in sehnsüchtig er
Liebe Gott darum bittet, die Sünde der Welt und der Kirche tiefer erkennen zu dürfen, dann um inder. Liebe und Empathie zu wachsen.
Irene Heise
Liebe Gott darum bittet, die Sünde der Welt und der Kirche tiefer erkennen zu dürfen, dann um inder. Liebe und Empathie zu wachsen.
Irene Heise
Klavierspielerin2 Heute, 08:17
Ich habe sie Anfang des Jahres als ' Jahresheilige ' gezogen. Meine Aufmerksamkeit ist dadurch geweckt und darum erfahre ich immer mehr durch Artikel, oder Berichte von ihrem Wirken - sehr beeindruckend!

Jetzt
Das Blut Jesu reinigt uns von aller Sünde
Schwestern und Brüder!
Das ist die Botschaft,
die wir von Jesus Christus gehört haben und euch verkünden:
Gott ist Licht und keine Finsternis ist in ihm.
Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben
und doch in der Finsternis wandeln,
lügen wir und tun nicht die Wahrheit.
Wenn wir im Licht wandeln, wie er im Licht ist,
haben wir Gemeinschaft miteinander
und das Blut seines Sohnes Jesus reinigt uns von aller Sünde.
Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben,
führen wir uns selbst in die Irre
und die Wahrheit ist nicht in uns.
Wenn wir unsere Sünden bekennen,
ist er treu und gerecht;
er vergibt uns die Sünden und reinigt uns von allem Unrecht.
Wenn wir sagen, dass wir nicht gesündigt haben,
machen wir ihn zum Lügner
und sein Wort ist nicht in uns.
Meine Kinder, ich schreibe euch dies, damit ihr nicht sündigt.
Wenn aber einer sündigt,
haben wir einen Beistand beim Vater:
Jesus Christus, den Gerechten.
Er ist die Sühne für unsere Sünden,
aber nicht nur für unsere Sünden,
sondern auch für die der ganzen Welt.