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Kalenderblatt 25. April: Markus

Kalenderblatt 25. April: Markus
Dass das älteste Evangelium ursprünglich anonym überliefert wurde, störte lange niemanden. Erst als die Christen anfingen, verschiedene schriftliche Jesusgeschichten zu sammeln, brauchte es eine Überschrift zur Unterscheidung. Wohl zu Beginn des 2. Jahrhunderts erhielt der Text den Titel "Evangelium nach Markus". Nur wer soll dieser Markus gewesen sein? Die Alte Kirche suchte und wurde im Paulus-Mitarbeiter Johannes Markus fündig (vgl. Apg 12,12), einem Cousin des Barnabas (vgl. Kol 4,10). Damit identifizierte die frühchristliche Tradition den Evangelisten als christgläubigen Juden aus dem Heiligen Land. Heute geht die Forschung davon aus, dass der Markus genannte Autor ein bekehrter Heide war. Wahrscheinlich lebte er in Rom und wurde dort Zeuge des kaiserlichen Triumphzugs nach der Zerstörung Jerusalems im Jahr 70. Kurz darauf verfasst er sein Evangelium und positioniert sich darin klar gegen die römische Mehrheitsmeinung: Nicht der brutale und sich selbst darstellende Kaiser, sondern Jesus von Nazareth ist der wahre Herr. Im Reich Gottes zählen nicht Macht, Rang und Ansehen, sondern der Dienst. Das müssen auch die Jünger Jesu lernen, die im Markusevangelium auffällig häufig zurechtgewiesen werden. Seit dem 4. Jahrhundert berichten altchristliche Quellen vom Märtyrertod des Markus in Alexandria an einem 25. April. Die dort ansässige koptische Kirche verehrt den Evangelisten bis heute als ihren ersten Papst.

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Klavierspielerin2 25.04.2026 08:07
Lesung (1 Petr 5,5b-14)
Es grüßt euch Markus, mein Sohn


Schwestern und Brüder!
Begegnet einander in Demut!
Denn Gott tritt Stolzen entgegen,
   Demütigen aber schenkt er seine Gnade.
Beugt euch also in Demut unter die mächtige Hand Gottes,
damit er euch erhöht, wenn die Zeit gekommen ist!
Werft alle eure Sorge auf ihn,
   denn er kümmert sich um euch!

Seid nüchtern, seid wachsam!
Euer Widersacher, der Teufel,
   geht wie ein brüllender Löwe umher
   und sucht, wen er verschlingen kann.
Leistet ihm Widerstand in der Kraft des Glaubens!
Wisst, dass eure Brüder und Schwestern in der Welt
   die gleichen Leiden ertragen.
Der Gott aller Gnade aber,
   der euch in Christus zu seiner ewigen Herrlichkeit berufen hat,
   wird euch, die ihr kurze Zeit leiden müsst,
   wieder aufrichten,
   stärken, kräftigen und auf festen Grund stellen.
Sein ist die Macht in Ewigkeit. Amen.

Durch Silvánus, den ich für einen treuen Bruder halte,
   habe ich euch kurz geschrieben:
Ich habe euch ermahnt
   und habe bezeugt, dass dies die wahre Gnade Gottes ist,
   in der ihr stehen sollt.
Es grüßt euch die mitauserwählte Gemeinde in Bábylon
   und Markus, mein Sohn.
Grüßt einander mit dem Kuss der Liebe!
Friede sei mit euch allen, die ihr in Christus seid!
 
Klavierspielerin2 25.04.2026 08:08
Evangelium vom Tag

Aus dem heiligen Evangelium nach Markus
Mk 16, 15–20

In jener Zeit erschien Jesus den Elf und sprach zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt und verkündet das Evangelium der ganzen Schöpfung!
Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verurteilt werden.
Und durch die, die zum Glauben gekommen sind, werden folgende Zeichen geschehen: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden; wenn sie Schlangen anfassen oder tödliches Gift trinken, wird es ihnen nicht schaden; und die Kranken, denen sie die Hände auflegen, werden gesund werden.
Nachdem Jesus, der Herr, dies zu ihnen gesagt hatte, wurde er in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes.
Sie aber zogen aus und verkündeten überall. Der Herr stand ihnen bei und bekräftigte das Wort durch die Zeichen, die es begleiteten.

Worte der Päpste
Die Aufgabe, die Jesus einer kleinen Gruppe einfacher Männer ohne große intellektuelle Fähigkeiten anvertraut, scheint wirklich zu gewagt! Und doch wird diese spärliche und gegenüber den großen Mächten der Welt unbedeutende Gemeinschaft ausgesandt, um die Botschaft der Liebe und Barmherzigkeit Jesu in jeden Winkel der Erde zu tragen. Aber dieser Plan Gottes kann nur durch die Kraft verwirklicht werden, die Gott selbst den Aposteln gewährt. […] So konnte diese Sendung Wirklichkeit werden, und die Apostel begannen dieses Werk, das dann von ihren Nachfolgern weitergeführt wurde. Die Sendung, die Jesus den Aposteln anvertraut hat, hat sich im Laufe der Jahrhunderte fortgesetzt und dauert bis heute an: sie erfordert die Mitarbeit von uns allen. Tatsächlich ist jeder kraft der Taufe, die er empfangen hat, dazu befähigt, seinerseits das Evangelium zu verkünden. […] Auf diesem Weg begegnen wir Christus in den Brüdern und Schwestern, besonders in den ärmsten, in denen, die in ihrem eigenen Fleisch die harte und demütigende Erfahrung alter und neuer Armut erleiden. Wie der auferstandene Christus am Anfang seine Apostel mit der Kraft des Heiligen Geistes aussandte, so sendet er heute uns alle mit der gleichen Kraft, um konkrete und sichtbare Zeichen der Hoffnung zu setzen. (Papst Franziskus, Regina Caeli, 13. Mai 2018)
 
Engelslhaar 25.04.2026 08:30
 
Engelslhaar 25.04.2026 08:37
 
Klavierspielerin2 25.04.2026 08:42
Mich hätte der lutherische Pastor nicht gestört @Engel, ich höre ihn gerne, lediglich fehlt mir morgens Zeit, um mir alle anzuhören.
Schönen Tag, bei uns im SW erwarten wir bis zu 25°C🌞
 
antonius34 25.04.2026 12:22
Der Wunden Rosenkranz  von Marie Marthe chambon  ist auch gut bei  Zeitmangel.
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