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Iran: Christen weiterhin unter Druck

Iran: Christen weiterhin unter Druck
Die Menschenrechtslage für Christen im Iran gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Das geht aus einer Mitteilung der Organisation Open Doors hervor, die seit 1955 verfolgte Christen im Land unterstützt. Laut der Organisation verzeichnete der Iran im vergangenen Jahr die höchste Anzahl an Hinrichtungen seit Jahrzehnten.
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Mindestens 1.639 Menschen seien im vergangenen Jahr hingerichtet worden – die höchste Zahl seit 1989. Die Organisationen Iran Human Rights und Together Against the Death Penalty warnten davor, dass die Behörden angesichts der jüngsten Proteste und des Konflikts mit den USA und Israel noch verstärkt zu Hinrichtungen greifen könnten.

Christen stünden weiterhin unter enormem Druck, da sie wüssten, dass auf Phasen geopolitischer Instabilität oft verschärfte religiöse Repressionen folgten – anstatt einer Lockerung der Kontrollen, so die Organisation.

„Feinde der Nation“
Das Regime beschuldigte in der Vergangenheit oft Christen, insbesondere Konvertiten, Verbindungen zu Israel zu unterhalten. Durch den andauernden Konflikt steige das Risiko von Verhaftung und gezielter Verfolgung für Gläubige weiter an, so Open Doors. Ehemalige Muslime und Christen seien dabei besonders gefährdet. Die Regierung hat diese Gemeinschaften wiederholt als Bedrohung bezeichnet und sie als „Feinde der Nation“ beschimpft.

(sir – cf)

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Kommentare

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israelgreece2019 23.04.2026 09:36
Es sind primär die Konvertiten. Die treffen sich im Untergrund in kleinen Gruppen. Ansonsten existieren alleine in Teheran 17 Kirchen, die relativ unbeschattet ihre Gottesdienste halten. Sogar Predigten von Bayless Conley dürfen am Donnerstagmorgen um 09:00h Ortszeit über einen iranischen Sender ausgestrahlt werden. Der Film "Die Passion Christi" lief ebenfalls im Kino in Teheran - auf der einen Seite so - andererseits so.

Übersicht mit KI
Die Haltung des Iran zum christlichen Glauben ist differenziert und hängt stark davon ab, um welche Art von Christen es sich handelt. Man kann nicht von einer generellen, umfassenden Toleranz sprechen, sondern eher von einer begrenzten Duldung bestimmter Gruppen.
Hier sind die wichtigsten Aspekte:

    Anerkannte Minderheiten (Traditionelle Christen): Armenische und assyrische Christen gehören zu den in der Verfassung anerkannten religiösen Minderheiten. Sie dürfen ihren Glauben in ihren Kirchen ausüben, unterliegen jedoch strengen Auflagen: Gottesdienste dürfen nicht auf Farsi (Persisch) abgehalten werden, und es darf nicht missioniert werden.
    Konvertiten (Muslime, die Christen werden): Iraner mit muslimischem Hintergrund, die zum Christentum konvertieren, werden nicht toleriert. Sie gelten als Abtrünnige, was im Iran strafrechtlich verfolgt wird. Konvertiten müssen ihren Glauben im Geheimen in sogenannten Hauskirchen praktizieren.
    Hauskirchen und Verfolgung: Da Konvertiten und evangelikale Gruppen oft missionarisch tätig sind, gelten sie als Gefahr für den islamischen Staat. Ihre Treffen werden von den Behörden überwacht, und es kommt zu Verhaftungen, Gefängnisstrafen und Razzien.
    Allgemeine Lage: Der Iran wird oft als ein Land beschrieben, das dem Evangelium stark widersteht, wobei die Verfolgung von Christen zunimmt, insbesondere in Zeiten politischer Spannungen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Während traditionelle, ethnische christliche Gemeinden eine gewisse kulturelle Toleranz genießen, werden konvertierte Christen, die sich in Hauskirchen organisieren, als Bedrohung für das theokratische Regime angesehen und systematisch verfolgt.

Quellen: Open Doors, Informationsverbund Asyl und Migration, 
 
Komfortzone 23.04.2026 10:16
Die schlechte Menschenrechtslage im Iran ist ein Grund, warum es diesen Krieg gibt. Um die Ungerechtigkeit durch die Mullahs zu beenden.
 
Komfortzone 23.04.2026 10:16
*Ungerechtigkeiten.
 
Klavierspielerin2 23.04.2026 10:20
Warum aber die Saudis bei der Menschenrechts - Diskussion außen vor gelassen werden, ist mir ein Rätsel.

Die Perser sind auch kulturell völlig anders als Araber, sie erinnern sich an ihr kulturelles und religiöses Erbe.
 
Autumn 23.04.2026 11:04
Die Organisation Open Doors ist für mich mittlerweile auch unglaubwürdig geworden, da einseitig aufgestellt.

Es geht immer nur um von Muslimen verfolgte Christen.

Wie Christen im Heiligen Land von Juden drangsaliert, verfolgt und auch getötet werden, darüber hab ich noch keine Berichterstattung von ihnen gesehen.
Habe ich das verpasst?

Arbeiten die eigentlich ganz neutral und nur durch Spenden?
Ich bekomm da meine Zweifel ...
 
Komfortzone 23.04.2026 11:30
Klavierspielerin, "Warum aber die Saudis bei der Menschenrechts - Diskussion außen vor gelassen werden, ist mir ein Rätsel." Das ist überhaupt kein Rätsel! Die Saudis greifen erstens nicht mehr andere Staaten an, wie in Syrien. Zweitens ermorden die Saudis keine zehntausende Zivilisten.
 
Klavierspielerin2 23.04.2026 11:51
Das glaubst aber nur du!
Dort herrscht die scharia.
 
Klavierspielerin2 23.04.2026 11:55
Bei Interesse mal im Internet ARAMCO eingeben.
 
Annres 23.04.2026 12:10
https://www.theeuropean.de/gesellschaft-kultur/menschenrechtslage-in-saudi-arabien
Sieben Exekutionen an einem Tag: Die harte Realität hinter Saudi-Arabiens Imagepolitik
14. April 2026 | Helmut Ortner

Rekordzahlen und gebrochene Versprechen: Saudi-Arabien richtet erneut mehrere Menschen an einem Tag hin. 

Um die Menschenrechte ist es schlecht bestellt im Land. Im vergangenen Jahr hatte die Zahl der Hinrichtungen in Saudi-Arabien zum zweiten Mal in Folge einen Rekordwert erreicht
-----------------------------

Immer wieder interessant, wie unverholen manche User die Wahrheit verdrehen.
 
Klavierspielerin2 23.04.2026 12:14
Der Vatikan hat keine diplomatischen Beziehungen zu Saudi Arabien- China und Nordkorea auch nicht - weil die uns Christen nicht wollen!
 
Klavierspielerin2 23.04.2026 12:19
P.S. ohne Einladung eines saudischen Prinzen kommt man nicht ins Land. 2034 findet in Saudi Arabien die Fussball WM statt. Entschieden wurde das, kurz nachdem die Saudis die Mehrheitsabteile der FIFA erwarb.
 
Autumn 23.04.2026 15:05
siehe auch:

https://www.christ-sucht-christ.de/christliches-forum/read/164350/

Ein Vergleich der Doppelmoral: Iran vs. Golfmonarchien

Im regionalen Vergleich schneidet der Iran in puncto politischer Teilhabe viel besser ab als die westlich verbündeten Golfmonarchien wie Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate.

Diese Staaten sind absolute Familiendiktaturen ohne nationale Wahlen und mit einer Null-Toleranz-Politik gegenüber jeglichem Dissens. Während dort bereits milde Kritik drakonische Strafen nach sich zieht, wird dies im Westen geopolitisch weitgehend ignoriert.

Marandi wirft dem Westen hier eine gezielte Heuchelei vor: Die Dämonisierung des Iran diene dazu, Sanktionen und militärische Aggressionen moralisch zu rechtfertigen, während weitaus repressivere Verbündete geschont werden.
...
 
NicetomeetFEM 23.04.2026 15:33
Grok, werden Christen im Iran verfolgt ?

Das Web wird durchsucht

58 Ergebnisse

Ja, Christen im Iran werden systematisch verfolgt – insbesondere Konvertiten vom Islam zum Christentum und Mitglieder von Hausgemeinden (house churches). Das iranische Regime sieht evangelikales Christentum oft als „westliche Bedrohung“ oder „Spionage“ und behandelt es als nationales Sicherheitsproblem.

opendoors.org

Unterschied zwischen ChristengruppenHistorische Minderheiten (armenische und assyrische Christen): Diese anerkannten ethnischen Gruppen dürfen in begrenztem Rahmen ihre traditionellen Kirchen betreiben, haben aber strenge Einschränkungen (z. B. keine Missionierung, kein Gottesdienst auf Persisch für Konvertiten).
Konvertiten und persischsprachige Christen: Diese Gruppe leidet am stärksten. Der Übertritt vom Islam gilt als Apostasie und wird mit harten Strafen geahndet. Hausgemeinden werden regelmäßig überfallen, Gläubige verhaftet, verhört und zu langen Haftstrafen verurteilt. Normale christliche Aktivitäten wie Beten, Taufen, Bibelverteilung oder Weihnachtsfeiern werden als „Propaganda gegen den Staat“ oder „Verschwörung gegen die nationale Sicherheit“ gewertet.

opendoors.org.au

Aktuelle Zahlen und Entwicklungen (Stand 2025/2026)Laut dem gemeinsamen Bericht „Scapegoats“ von Article 18, Open Doors, Christian Solidarity Worldwide und Middle East Concern aus Februar 2026:2025 wurden 254 Christen wegen ihres Glaubens oder religiöser Aktivitäten verhaftet – fast doppelt so viele wie 2024 (139).
Die Zahl derer, die Haft-, Exil- oder Zwangsarbeitsstrafen verbüßen, hat sich mehr als verdoppelt (57 vs. 25).
Am Jahresende 2025 saßen mindestens 43 Christen noch im Gefängnis, weitere mindestens 16 in Untersuchungshaft.
Die verhängten Strafen wurden insgesamt härter (insgesamt 280 Jahre Haft). Einzelne erhielten 10 Jahre oder mehr.

meconcern.org

Nach dem kurzen Krieg mit Israel im Juni 2025 („12-Tage-Krieg“) verschärfte sich die Lage weiter: Christen wurden als „Sündenböcke“ (scapegoats) dargestellt und mit Israel oder „zionistischen“ Kräften in Verbindung gebracht. Innerhalb eines Monats nach dem Waffenstillstand wurden in mindestens 19 Städten über 50 Christen verhaftet. Staatliche Medien nannten sie teilweise „Mossad-Söldner“.

morningstarnews.org

Die US-Kommission für internationale Religionsfreiheit (USCIRF) stuft den Iran weiterhin als Country of Particular Concern (CPC) ein – eines der schlimmsten Länder weltweit für Religionsfreiheit. Auch die Open Doors World Watch List 2026 platziert den Iran auf Platz 10 der Länder mit extremer Christenverfolgung.

opendoors.org

Typische Formen der VerfolgungRazzien in Hausgemeinden
Verhaftungen durch das Ministerium für Nachrichtendienste (MOIS) oder die Revolutionsgarden
Lange Untersuchungshaft, oft mit Isolationshaft und psychischem Druck
Hohe Kautionen, die Familien ruinieren
Verlust von Arbeitsplatz, Ausbildungsplatz oder Sozialleistungen
In manchen Fällen körperliche Misshandlung oder Drohungen mit der Todesstrafe (obwohl Apostasie selten direkt damit geahndet wird, wird sie als Sicherheitsdelikt verfolgt)

Trotz der Repression wächst die christliche Gemeinde im Untergrund – Schätzungen gehen von bis zu 800.000 Christen aus, viele davon Konvertiten.Zusammenfassend: Ja, die Verfolgung ist real, systematisch und hat sich in den letzten Jahren eher verschärft, vor allem nach politischen Unruhen und dem Konflikt mit Israel. Organisationen wie Article 18, Open Doors und USCIRF dokumentieren das detailliert und unabhängig voneinander. Viele Christen flüchten deshalb ins Ausland und beantragen Asyl.
 
Klavierspielerin2 23.04.2026 15:47
Ich schaue gerne auf der Vatican News Site, dort finden sich aktuelle Berichte, zu Christen in aller Welt und deren Situation. Vor allem rk- Christen, da es im Iran Bistümer gibt, der Bischof vor Ort ist und seine Mitarbeiter, Pfarrer, natürlich auch. So erhält man informieren aus 1. Hand.
Z.B.im Januar 26:

" Angriff auf Iran: Ein Blick auf die Christen im Land"
https://www.vaticannews.va/de/welt/news/2026-02/iran-militaerschlaege-christen-armenier-isfahan-krieg-glaube.html
 
pieter49 23.04.2026 18:42
Heute, um 15:47 Uhr, von @Klavierspielerin2

Vielen Dank werte Frau Klavierspielerin !!

Für den Link, mit sehr wichtige Information !!

Möchte ich gerne weiter Empfehlen !!
 
hansfeuerstein 23.04.2026 23:02
Angesichts dessen bleibt es schon ein Geheimins, wie man sagen kann: der Islam sei Religion des Friedens; oder, wir können vom Islam lernen, usw. Es mag damit zu tun haben, dass man versucht den Islam in Afrika, und in seiner Verfolgungswut zu beschwichtigen, indem man ihm Honig ums Maul schmiert. Bisher hat allerdings die Christenverfolgung dadurch in keiner Weise abgenommen, und das geht schon seit Jahrzehnten so. Es mag gerade in muslimischen Kreisen gut angekommen sein, gegen Trump und Israel zu sein, um sich Vorteile in der Landesstimmung zu verschaffen, die doch zu einem erheblichen Teil muslimisch ist. Ich sehe diese "erkaufte und einsieitig angebotene Freundschaft mit dem Islam", kritisch, weil ich die Früchte einfach vermisse, und zwar schon seit Jahrzehnten.
 
Klavierspielerin2 23.04.2026 23:11
@hansfeuerstein, da muss ich dich jetzt mal fragen, wie du dir ' das Reich Gottes ' vorstellst und wie die Menschheitsfamilie dort hin gelangt?
 
hansfeuerstein 23.04.2026 23:13
Durch Illusionen? Das Reich Gottes sehe ich ausschliesslich in Jesus Christus. Das Christkönigsfest deutet schön darauf hin.
 
Klavierspielerin2 23.04.2026 23:52
Nicht durch Illusionen, sondern Beharrlichkeit.

Wir werden die Muslime nicht mit dem Schwert los, das können wir doch im Rückblick seit Karl Martell erkennen.
Da frage ich mich, was will uns der Heilige Geist damit sagen?

Wenn Er ' das Reich Gottes ', das wir Katholiken als Friedensreich verstehen, will , dann müssen wir vermutlich in " Vorkasse" gehen und daran mitwirken!
 
hansfeuerstein 25.04.2026 11:58
Frühere Generationen waren einfach viel realistischer, was die Thematik betraf.
 
antonius34 25.04.2026 12:14
Die Kreuzritter erwachen wieder....
 
antonius34 25.04.2026 12:16
Siehe ,,Marie, Marthe  Chambon,,

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