Evangelium vom Tag
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes
Joh 6, 44-51
In jener Zeit sprach Jesus zu der Menge: Niemand kann zu mir kommen, wenn nicht der Vater, der mich gesandt hat, ihn zu mir führt; und ich werde ihn auferwecken am Letzten Tag.
Bei den Propheten heißt es: Und alle werden Schüler Gottes sein. Jeder, der auf den Vater hört und seine Lehre annimmt, wird zu mir kommen.
Niemand hat den Vater gesehen außer dem, der von Gott ist; nur er hat den Vater gesehen.
Amen, amen, ich sage euch: Wer glaubt, hat das ewige Leben.
Ich bin das Brot des Lebens.
Eure Väter haben in der Wüste das Manna gegessen und sind gestorben.
So aber ist es mit dem Brot, das vom Himmel herabkommt: Wenn jemand davon isst, wird er nicht sterben.
Ich bin das lebendige Brot, das vom Himmel herabgekommen ist. Wer von diesem Brot isst, wird in Ewigkeit leben. Das Brot, das ich geben werde, ist mein Fleisch, ich gebe es hin für das Leben der Welt.
Worte der Päpste
Jesus [ist] das vom Himmel herabgekommene Brot […] (vgl. Joh 6,41), das für immer sättigt. Auch das jüdische Volk hatte während seines langen Wegs durch die Wüste die Erfahrung eines vom Himmel herabgekommenen Brotes gemacht, das Manna, das es bis zur Ankunft im Gelobten Land am Leben erhalten hat. Jetzt spricht Jesus von sich als dem wahren Brot, das vom Himmel herabkommt und nicht nur für einen Augenblick oder für eine Wegstrecke am Leben zu erhalten vermag, sondern für immer. Er ist die Speise, die das ewige Leben schenkt, da er der eingeborene Sohn Gottes ist, der im Schoß des Vaters ist und kam, um dem Menschen das Leben in Fülle zu schenken, um den Menschen in das Leben Gottes selbst eintreten zu lassen.
Im jüdischen Denken war es klar, daß das wahre Brot des Himmels, das Israel nährte, das Gesetz war, das Wort Gottes. Das Volk Israel erkannte deutlich, daß die Torah das grundlegende und bleibende Geschenk des Mose war und daß das grundlegende Element, das es von den anderen Völkern unterschied, darin bestand, den Willen Gottes und so den rechten Weg des Lebens zu erkennen. Jetzt bezeugt Jesus durch die Offenbarung seiner selbst als Brot des Himmels, daß er das Wort Gottes in Person ist, das fleischgewordene Wort, durch das der Mensch den Willen Gottes zu seiner Speise machen kann (vgl. Joh 4,34), die dem Dasein Orientierung gibt und es trägt. (Papst Benedikt XVI., Angelus, 12.
August 2012).
Kalenderblatt 23. April: Georg
23.04.2026 08:01
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Kalenderblatt 23. April: Georg
Gäbe es eine internationale Heiligen-Hitparade, hätte Georg den Titel eines weltweiten Dauerbrenners sicher. Dass über ihn kaum historisch Gesichertes bekannt ist, tut seiner enormen Popularität keinen Abbruch: Von Norden (England) bis Süden (Äthiopien), von Osten (Russland) bis Westen (Katalonien) wird Georg traditionell als Schutzheiliger verehrt. Im Mittelalter ernannten ihn zahlreiche Ritterorden zu ihrem Patron und bis heute zählt Georg (in verschiedenen Variationen) zu den beliebtesten Vornamen Europas. Im Nahen Osten sind christliche Häuser nicht an Kreuzen, sondern an Reliefs dieses berühmten Heiligen erkennbar. Diese Georgsverehrung hat eine lange Tradition: Bereits Eusebius (gest. 340) erwähnte Georg als mutigen Märtyrer unter Kaiser Diokletian (284-305). Ausgehend vom kleinasiatisch-syrischen Raum breitete sich sein Kult immer weiter aus. Erst im Mittelalter fand Georg aber als ritterlicher Drachentöter in seine berühmteste Rolle: Ein Monster habe von einer Stadtbevölkerung regelmäßige Menschenopfer gefordert. Schließlich sei das Los auf die jungfräuliche Königstochter gefallen. Georg soll nicht nur den Drachen getötet und die Prinzessin gerettet, sondern durch seine Heldentat die ganze Stadt zum Christentum bekehrt haben. Heute zählt Georg zu den 14 Nothelfern.

Jetzt
Hier ist Wasser. Was steht meiner Taufe noch im Weg?
In jenen Tagen
sagte ein Engel des Herrn zu Philíppus:
Steh auf und geh nach Süden
auf der Straße, die von Jerusalem nach Gaza hinabführt!
Sie führt durch eine einsame Gegend.
Und er stand auf und ging.
Und siehe, da war ein Äthiópier, ein Kämmerer,
Hofbeamter der Kandáke, der Königin der Äthiópier,
der über ihrer ganzen Schatzkammer stand.
Dieser war gekommen, um in Jerusalem anzubeten,
und fuhr jetzt heimwärts.
Er saß auf seinem Wagen
und las den Propheten Jesája.
Und der Geist sagte zu Philíppus: Geh und folge diesem Wagen!
Philíppus lief hin
und hörte ihn den Propheten Jesája lesen.
Da sagte er: Verstehst du auch, was du liest?
Jener antwortete:
Wie könnte ich es, wenn mich niemand anleitet?
Und er bat den Philíppus, einzusteigen
und neben ihm Platz zu nehmen.
Der Abschnitt der Schrift, den er las, lautete:
Wie ein Schaf wurde er zum Schlachten geführt;
und wie ein Lamm, das verstummt, wenn man es schert,
so tat er seinen Mund nicht auf.
In der Erniedrigung wurde seine Verurteilung aufgehoben.
Seine Nachkommen, wer wird von ihnen berichten?
Denn sein Leben wurde von der Erde fortgenommen.
Der Kämmerer wandte sich an Philíppus
und sagte: Ich bitte dich, von wem sagt der Prophet das?
Von sich selbst oder von einem anderen?
Da tat Philíppus seinen Mund auf
und, ausgehend von diesem Schriftwort,
verkündete er ihm das Evangelium von Jesus.
Als sie nun weiterzogen, kamen sie zu einer Wasserstelle.
Da sagte der Kämmerer: Siehe, hier ist Wasser.
Was steht meiner Taufe noch im Weg?
Er ließ den Wagen halten
und beide, Philíppus und der Kämmerer,
stiegen in das Wasser hinab
und er taufte ihn.
Als sie aber aus dem Wasser stiegen,
entrückte der Geist des Herrn den Philíppus.
Der Kämmerer sah ihn nicht mehr
und er zog voll Freude auf seinem Weg weiter.
Den Philíppus aber sah man in Aschdod wieder.
Und er wanderte durch alle Städte
und verkündete das Evangelium,
bis er nach Cäsaréa kam.